Beiträge vom Dezember, 2007

Der Solare Schwindel?

Mittwoch, 12. Dezember 2007 23:39

Durch Zufall bin ich auf die Internetseiten von www.solarkritik.de gestossen. Hier geht es um den Effizienzschwindel mit thermischen Solaranlagen. Besonders interessant ist der Bericht unter “Solarjustiz” wo sich der Betreiber der Webseite mit der deutschen Justiz anlegt und in die Mühlen der deutschen Rechtsprechung kommt. Das gleiche nochmals dann auch mit dem WDR wegen falscher und Berichterstattung über die Effizienz mit thermischen Solaranlagen. Spannend zu lesen und gut recherchiert und belegt.

Der Klimawandel und der grosse Profit – Hauptsache ökologisch – dann muss es ja gut sein! Leider ruft das auch viele Schwindler und Betrüger auf den grossen Energiesparmarkt. Sich informieren lohnt sich.

Wenn es interessiert, es gibt ein Klima-Manifest von Heiligenroth (Schweiz/Deutschland).

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Thema: Prima Klima, Seeblog | Kommentare (12) | Autor: seeblog

Blocher abgewählt!

Mittwoch, 12. Dezember 2007 11:45

Die Diskussion um die Wiederwahl von Christoph Blocher hat die Bundesratswahl bis zum letzten Moment geprägt. Heute ist der umstrittene Schweizer Justizminister ist vom Schweizer Parlament überraschend abgewählt worden. An seiner Stelle wurde die Bündner SVP-Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf gewählt. Noch ist unklar, wie die Bündner Finanzdirektorin zur Wahl steht.

14:00 / Die gewählte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf will für Ihren Entscheid, die Wahl anzunehmen oder auszuschlagen, Bedenkzeit. Die hat sie bis Donnerstag 8:00 Uhr. Der Thriller geht weiter.

Hochachtung! Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Politiker Zeit nehmen um eine gute Entscheidung zu fällen.
  
schwarze_schaf.gif
  
Die (vorläufige?) Abwahl wird Herrn Blocher sicherlich einiges mehr Schmerzen bereiten, als sein “Taser-Experiment”. Man könnte sich jetzt fragen “Wer das schwarze Schaf auf den Wahlplakaten ist”.

Donnerstag: Nun ist es amtlich, Eveline Widmer-Schlumpf nimmt Wahl an.

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Thema: Unsere Gesellschaft | Kommentare (4) | Autor: seeblog

Der ewigwährende Untergang

Dienstag, 11. Dezember 2007 14:19

Was kommt demnächst?

Nun haben wir den Klimawandel – falsch – die Klimakatastrophe, hört sich auch besser an und die Angst davor lässt sich besser verkaufen. Die Bevölkerung hat kurz mal das Licht ausgeschaltet und jetzt? Normalerweise müsste ja demnächst wieder die Vogelgrippe oder eine andere Form von Grippe wieder Schlagzeilen machen. Angst vor der Pandemie, Angst vor der Explosion eines Supervulkans (dann gibt es eben eine Eiszeit) oder Angst vor dem Meteoriten und Kometen, der irgendwann bei uns auf der Erde einschlägt.

Die Überfischung der Ozeane, die Knappheit der natürlichen Ressourcen, Umweltschäden usw. – das sind zwar auch Katastrophen, aber die wirkliche grosse Katastrophe ist nunmal der Mensch mit seiner Profitgier. Aber das scheint keinen zu kümmern bis es 5 nach 12 ist und dann kommt das ganze Gejammer und der übliche blinde Aktionismus. Man kennt es ja.

Katastrophenszenarien liebt der Mensch und das schon seit Jahrtausenden. Darüber gibt es viele, eigentlich witzige Geschichten zu lesen. Angst vor den Marsmenschen – vor mehr als 60 Jahren löste die Rundfunkversion vom fiktiven “Krieg der Sterne” in den USA eine Massenpanik aus.

Deshalb ist es eher interessant, wie sich die Massen von Medien und Untergangsgeschichten beeinflussen lassen.

Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert

Der Historiker Thomas Etzemüller arbeitet in seinem aufschlussreichen Buch “Ein ewigwährender Untergang” die Grundstruktur der Bevölkerungsdebatte heraus, um ein neues Denken über die Bevölkerung möglich zu machen.

Das Buch bietet einen hervorragenden Einstieg ins Denken über Bevölkerungen und seine Beschränktheiten. Link

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Thema: Prima Klima, Unsere Gesellschaft | Kommentare (6) | Autor: seeblog

Untersee und das Skiff (Foto)

Samstag, 8. Dezember 2007 13:33

skiff_see450.jpg
 

(Klick auf das Bild und es wird grösser)

Auf dem leeren See, trifft man die nettesten Menschen. Nun habe ich auch ein schönes Foto von mir und dem Skiff. Danke an den netten Polizisten von der Wasserschutzpolizei auf der Reichenau. Das was wie ein Rohr (bei den Füssen) aussieht, ist kein Lufteinlass für einen Turbolader, sondern sind meine Gummistiefel. ;-)

Leicht rechts hinter mir ist das “Lieblingsseezeichen 6″, links ist Deutschland (Reichenau) und rechts das Schweizer Ufer. Hinter mir liegt Konstanz und vor mir der Horner Spitz. Das Foto wurde, man glaubt es kaum, am 05. Dezember 07 gemacht.

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Thema: Seeleben | Kommentare (8) | Autor: seeblog

Licht aus – eventuell hinterher Zappenduster?

Samstag, 8. Dezember 2007 11:31

lichtschalter.jpgDas Co2 Thema und seine interessanten Aktionen. Heute knipsen vielleicht viele Bürger, sogar manche Firmen ihr Licht aus. Da wir keine dynamischen Stromnetze besitzen, könnte es im besten Falle ein kompletter Stromausfall werden. Die Stromerzeuger haben alle Vorkehrungen getroffen um einen Netzzusammenbruch zu verhindern.

Klimabilanz?
Die Kraftwerke seien vorbereitet, die Produktion bei geringerer Stromnachfrage herunterzufahren. Da frage ich mich, wenn ich ein Kraftwerk spontan runterfahre und dann wieder schnell hochfahren muss, wie schaut so etwas in der CO2 Bilanz aus. Jeder weiss das bei einem Kavaliersstart mehr Energie verbrauche, als wenn ich diesen Vorgang langsam von statten gehe lasse. (9.12.07: Hier habe ich nicht genau recherchiert, der Überschuss wird anderweitig verwendet, z. B. um Wasser in die Stauseen zu pumpen)

Europa kann das CO2-Problem nicht wegsparen – und Deutschland alleine schon gar nicht. Anstatt das Licht auszumachen, sollte uns allmählich eines aufgehen. Eine effektive Energie- und Klimapolitik besteht nicht nur im Abschalten, sondern vor allem darin, durchdachte Energiemodelle zu entwickeln und vor allem die zukünftige CO2 Bilanz zu berücksichtigen.

Der Hauptgrund solcher Aktionen ist meist nichts anderes als Werbung und ein gutes Image für die Firmen. Die Masse macht brav mit, hat dann seinen Teil zum Klimaschutz beigetragen und macht weiter wie bisher. Oder verzichtet danach jemand auf seinen Billigflug innerhalb von Deutschland für 15 Euro?

Der Wunsch, ein Zeichen zu setzen, übersteigt offensichtlich das Bedürfnis, vernünftige Lösungen zu finden. Was kommt als nächstes, beten gegen CO2, Lichterketten (natürlich mit Kerzen) gegen CO2 oder neue AKW`s?

Man kann nur hoffen, das die 5 Minuten Dunkelheit nicht genutzt werden, um die Weltbevölkerung ansteigen zu lassen.

Nachtrag: Wie soll es mit den alternativen Energiequellen zukünftig funktionieren, die bekanntermassen in der Energieerzeugung sehr schwanken. Primär müssten wir unsere Stromnetze erst auf einen technisch neuen Stand bringen. Dynamische Stromnetze die nicht zusammenfallen, weil Erzeugung und Verbrauch im jetzigen Stromnetz permanent im Gleichgewicht gehalten werden müssen. Aber da tun sich die Energiegiganten sehr schwer, das kostet nämlich Geld und die Emission-Zertifikate sind da viel günstiger. Klimaschutz ja – aber nur wenn es kein Kapital kostet.

Und noch einen schönen Gruss an den Umweltminister Sigmar Gabriel, der meint, das 20% Biosprit den CO2-Ausstoss reduziert. Leider ist bei der Rechnung einiges unterschlagen worden oder einfach nur falsch gerechnet geworden. Vielleicht schafft er es noch in seiner restlichen Amtszeit eine vernünftige Umweltpolitik zu machen und vor allem richtig zu rechnen! Vermutlich hat er die Rechenkünste bei einem Automobilhersteller erlernt, er war ja Aufsichtsrat von VW. Mehr über Biodiesel bei Wikipedia.

Nachtrag 09.12.07: Dazu ein paar Zahlen

Fast 1,5 der insgesamt 12 Millionen Hektar Ackerfläche werden zurzeit in Deutschland mit Energiepflanzen bebaut; auf zwei Drittel dieser Fläche wächst Raps. Der Raps-Boom hat Grenzen wegen der beschränkten Ackerflächen.

Zu seiner Produktion werden massenhaft fossile Energieträger eingesetzt; Rapsfelder werden intensiv mit Stickstoff gedüngt, was Lachgas (N2O) in die Atmosphäre freisetzt. Lachgas “ist ein sehr starkes Klimagas mit etwa 300-mal größerer Klimawirksamkeit als CO2″. Der Klimaschutzeffekt von Biodiesel ist deshalb wohl nur gering.

Bioethanol
Der Alkohol-Sprit kann aus Zuckerrüben, Kartoffeln oder Getreide hergestellt werden, auch Holzabfälle kann man zur Produktion verwenden. Hauptproblem auch hier: Für Anbau und Transport der agrarischen Grundstoffe des Biosprits muss soviel fossiler Brennstoff eingesetzt werden, dass insgesamt kaum CO2-Einsparungen erreicht werden.

Biomasse-Import
In Asien gehen schon jetzt jedes Jahr durch die Anlage von Palmöl-Plantagen mehr als eine halbe Million Hektar Regenwald verloren. Fatal, denn Regenwald gehört zu den wichtigsten CO2-Speichern auf der Erde. Mögliches Resultat des europäischen Biosprit-Hungers: Jedes Prozent Palmöl-Sprit im Tank reduziert zwar den CO2-Ausstoß von Pkw hierzulande, heizt aber gleichzeitig den Treibhausgas-Ausstoß auf der anderen Seite des Planeten weiter an.

Interessante Seiten zum Thema:
Energieerzeugung aus Lebensmitteln ein Skandal
Biosprit zerstört Regenwald
Mit Pflanzen Kohlendioxid einsparen

Letzte Frage: Würden die Deutschen für ein Tempolimit, das CO2 spart, für 5 Minuten das Licht ausmachen oder gäbe es eher Demonstrationen gegen ein Tempolimit?

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Thema: Prima Klima | Kommentare (26) | Autor: seeblog

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