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Lichtobjekt wieder im Mannenbach

Samstag, 4. August 2007 16:10

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Das Lichtobjekt ist wieder im Mannenbach, die Natur hat sich wieder entfaltet und jetzt passt das Kunstkonzept und der Mannenbach wieder zueinander – bis zur nächsten Rodungsaktion. Am kopulierenden Lichtobjekt wieder weitergearbeitet und getüftelt.

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Thema: Lichtprojekt Mannenbach | Kommentare (1) | Autor: seeblog

Die gute Fee und die Wünsche die gefährlich werden können

Freitag, 3. August 2007 15:30

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Wer kennt nicht die Märchen in der die gute Fee vorbeikommt und man hat drei Wünsche frei. Mir würde nur einer reichen, ich würde mir wünschen ich hätte unendlich viel Wünsche frei. Hatte mich als Kind schon immer gewundert, das in den Geschichten keiner diese Idee gehabt hat. Nehmen wir an der Wunsch würde in Erfüllung gehen und nach der ersten Vorfreude über den genialen Einfall denkt man über die Tragweite des Wunsches ein wenig nach. Dann kommt man zu dem Entschluss das dies gemeingefährlich ist.

Wer wünscht nicht jeder mal vorschnell einer ungeliebten Person die Krätze an den Hals. Aber man hat ja unendlich viele Wünsche frei, so kann man das wieder rückgängig machen. Das geht bei fast allen Wünschen. Wenn ich mir wünsche das unser Planet explodiert, dann wird es schon schwieriger. Es wäre nur die Frage, ob ich in einer Sekunde noch einen anderen Wunsch äussern kann um es wieder rückgängig zu machen. Gefährlicher wird es, wenn man am Morgen im Halbschlaf den Wunsch hat “ich möchte gar nicht da sein”. Was passiert dann? Ich bin nicht mehr da, wo bin ich dann? Wenn ich nicht mehr bin, dann kann ich diesen Wunsch definitiv nicht mehr rückgängig machen, aber auf der anderen Seite wäre es ja ziemlich egal – wenn ich nicht mehr bin, dann ist es schon tausendmal egal was dann passiert. Man bekommt es ja nicht mehr mit.

Das sind die Fragen die sich einige Menschen machen wenn sie an den Tod denken, was ist danach mit ihnen. Aber beim Wunsch wäre das etwas anderes, ich wäre in dem Moment das absolute “Nichts”. Der Frage, ob sich „Nichts“ denken lässt oder nicht und wenn ja, wie – ist in der Philosophiegeschichte auf sehr verschiedene Arten nachgegangen worden. Ich für meinen Teil sehe es als Abwesenheit von Bewusstsein an. Denn das reine “Nichts” kann ohne das “Sein” nicht existieren. Beide sind unabhängig, aber das eine kann nicht ohne das andere sein. Beim Wunsch würde das dann heissen, ich weiss nicht das ich da bin und dadurch das ich es nicht bewusst wahrnehmen kann, bin ich nicht. Dann stellt sich die Frage, was ich dann bin. Es gibt oft Menschen, die sich äussern “ich bin ein nichts” ohne sich dieser Tragweite bewusst zu werden was sie da aussprechen. Aber die Aussage steht meist im Kontext zu unserer Leistungsgesellschaft oder dem Selbstbewusstsein oder einer Versagensangst.

Für mich steht nur fest, wenn man den Wunsch geäussert hat, dass es kein zurück mehr gibt. Da der Wunsch das Bewusstsein eliminiert und ich nicht mehr weiss was ich war oder bin. Dadurch kann ich auch keinen neuen Wunsch formulieren der das Gegenteil bewirken könnte. Also lassen wir das lieber mit den unendlichen vielen Wünschen, scheint eine gefährliche Angelegenheit zu sein.

Also lieber nur einen Wunsch. Da würde ich mir Zufriedenheit wünschen, weil ich glaube das Zufriedenheit die Grundlage ist für Wohlbefinden, Lebensfreude und Gesundheit.

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Thema: Philosophische Betrachtungen | Kommentare (5) | Autor: seeblog

Der Künstler und die Schifffahrt

Mittwoch, 1. August 2007 23:07

kapitaen_klein.jpg Wasser ist ja mein Element und alles was mit diesem Medium zu tun hat finde ich spannend. Gestern auf dem Kursschiff “Arenenberg” der Schiffahrt Untersee und Rhein durfte ich mal auf die Brücke. Vielleicht mein nächster Beruf? Ich kenne fast alle Angestellten auf den Schiffen, da ich in Mannenbach oft die Kursschiffe festmache (Ehrenamtlicher Hafenmeister). Ich wohne ja nur ein paar Meter von der Anlegestelle entfernt. Sehr beeindruckend – nur die vielen Touristen und deren Verhalten strapazieren die Schiffsbesatzung sehr. Ob ich dazu die Nerven hätte? Künstler und Kapitän? Ich vermute das lässt sich schwer vereinbaren. Träumen kann man ja mal.

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Thema: Seeleben | Kommentare (2) | Autor: seeblog

Kunst und ihre extremen Eigenheiten oder die Kunst des Innenminister Wolfgang Schäuble

Mittwoch, 1. August 2007 17:55

Eine andere Frage war, ob ich ein grosses Interesse besitze an extremen künstlerischen Umsetzungen.

Nein, ich vergleiche nur gerne was es an verschiedenen künstlerischen Prozessen gibt und verbinde sie mit den anderen Prozessen unserer Gesellschaft. Der letzte Eintrag kam nur zustande, da ich den Künstler persönlich kenne und es interessant finde das ausserhalb von “Normen” ein Bild gemalt wird. Jeder Entstehungsprozess hat seine Eigenheiten. Andrerseits finde es ich nicht mal so besonders extrem was in der Kunst passiert, die wahre Grenzenlosigkeit findet wo anders statt.

Vergleiche ich es mit unserer Gesellschaft, gibt es extremere Beispiele. Der Künstler oder die Künstlerin schadet meines Erachtens keine anderen Menschen damit wie er seine Kunst gestaltet oder umsetzt und auch die Mittel sind selten gefährlich oder haben grosse Auswirkungen. In unserer normalen Gesellschaft finden sich aber Menschen die wirklich extrem bzw. grenzenlos sind und anderen Teilen der Gesellschaft grossen Schaden anrichten können.

Zum Beispiel die Manager, die ihr Einkommen in zweistelligen Millionenbeträge als absolut normal empfinden. Oder die deutsche Bundesregierung (das sind viele Politiker) hat bis heute das Anti-Korruptionsgesetz der UNO nicht unterschrieben. Die Bestechung von Abgeordneten wird weiterhin nicht unter Strafe gestellt. Vielleicht ist das nicht extrem, sondern pervers (Perversion, lat. perversio „die Verdrehung, die Umkehrung“ bezeichnet eine stark den vorherrschenden Moralvorstellungen entgegenwirkende Tat. Heute wird es als Schimpfwort für befremdendes Verhalten benutzt.).

Deswegen kann ein Künstler der auf die Leinwand onaniert, nicht pervers sein, da es keine gesellschaftliche moralische Vorstellung gibt, wie ein Bild oder Kunstwerk zustande kommt. Ausser er bringt jemanden um und malt mit dessen Blut oder was auch immer ein Bild – da ist er sicher moralisch auf einer schlechten Seite. Oder er bringt sich selbst um und malt das Bild mit seinem eigenen Blut – scheitert aber an der Durchführung. Ok, das wäre dann eher makaber und auch irgenwie witzig.

Auch der Innenminister Schäuble mit seiner Panikmacherei um einen perfekten Überwachungsstaat zu bekommen ist in seiner Form extrem und das betrifft irgendwann jeden im Staat. Diese Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen. Wenn ein Künstler Exkremente an die Leinwand schmiert, wird niemand dadurch eingeschränkt.

Wenn manche Künstler für viele nicht “normal” sind, was sind dann unsere Politiker, Manager und einige Schichten der Gesellschaft? Die Künstler sind Vorreiter für zukünftige Entwicklungen. Nehmen wir die Masslosigkeit, dann sehen wir die Auswüchse als Spiegelbild in unserer Gesellschaft.

Deshalb kann ein Künstler niemals so extrem werden wie die obere Spitze der Gesellschaft. Vielleicht sollte der Innenminister Schäuble und die anderen lieber Kunst machen damit sie nicht so viel Schaden anrichten können.
 
Die Kunst des Innenminister Wolfgang Schäuble

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Nehmen wir an, der Schäuble wäre ein Künstler – ein Aktionskünstler. Man gebe ihm eine doppelläufige Schrotflinte und er steht mit seinem Rollstuhl auf einer weissen Leinwand, unter dem Rollstuhl sind drei Pinsel befestigt die mit schwarzer, roter und goldener Farbe getränkt sind. Die Reifen werden auch mit einer Farbe eingestrichen, nehmen wir braune Farbe.

Dann feuert Wolfgang Schäuble diese Schrotflinte, beide Läufe gleichzeitig, auf eine Puppe ab. Diese ist vermummt oder zumindest sieht sie wie ein Islamist aus, der Puppe wurde ein Schild umgehängt, dort steht “Al Qaida” oder “Terrorist”. Dabei bewegt sich der Rollstuhl dank der kinetischen Energie der Schrotflinte ein paar Meter zurück. Dabei zeichnen sich auf der Leinwand die drei Pinselstriche und die Reifen des Rollstuhls ab.

Eine technische Bemerkung: Wichtig ist, der Schuss muss aus der Hüfte kommen, denn an der Schulter angelegt würde man sich sonst rückwärts überschlagen – das gäbe dann ein anderes Bild. Möglich wäre es auch, die Schrotflinte am Bauch anzulegen. Dann würde beim Aktionskünstler das gleiche Gefühl entstehen, wie bei anderen Menschen die seine Reden als Innenminister hören. Und die Bremsen müssen gelöst sein – wer will sich schon bremsen in der Politik und Kunst!

So würde er als Künstler sich selbst und seine Gedanken initiieren und gleichzeitig noch ein Kunstwerk schaffen. Bei der Aktion wird die Puppe vernichtet, als einen Akt der Spontanität, nur ein Finger setzt alles in Gang. Schon fast Minimalismus in der Kunst. Dadurch entstehen die 3 Farben auf der Leinwand die Deutschland repräsentieren und sind zudem links und rechts eingefasst mit den braunen Spuren. Interessant auch das sich beim Rückschlag der Schrotflinte der Rollstuhl rückwärts in Bewegung setzt, die Augen aber blicken nach vorne. Das lässt viel Raum für Interpretationen und Assoziationen der politischen Landschaft.

Die Aktionskunst wird filmisch festgehalten und auf DVD´s gebrannt und das Kunstwerk kann kaufen wer will, vielleicht erzielt es ja einen absurden hohen Preis. Die Puppe wird den Taliban geschickt, damit sie sich mit europäischer Kunst auseinander setzen können, sozusagen als Kulturbeitrag. Dann werden wir sehen ob sie auch Kulturverständnis und Humor besitzen.
Wenn es ihnen gefällt, bekommen sie die gesamte documenta 12 dazu, samt Ausstellungsleiter der ihnen dann alles erklären kann. Dann wären sie die nächsten 10 Jahre beschäftigt, es wäre ruhig in Afghanistan und die Soldaten könnten wieder zurückkommen. Im schlimmsten Fall werden eventuell irgendwelche Kunstkritiker entführt, wenn sie mehr über westliche Kunst erfahren wollen. Das wäre doch eine gute Sache und es wird kein Schaden angerichtet. Also, ich glaube Herr Schäuble könnte als Künstler viel mehr erreichen. Als Politiker würde er dies nicht schaffen.

Ich könnte ja mal Wolfgang Schäuble fragen ob er da mitmacht, könnte mir aber vorstellen das er lieber kein Künstler sein möchte, obwohl diese Kunstaktion perfekt auf ihn zugeschnitten wäre.

Fast hätte ich den Titel des Kunstwerkes vergessen – “Ohne Titel” ist zu wenig, wie wäre es mit “Deutschland in der richtigen Spur” oder besser “Deutschland in der rechten Spur”.

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Nicht das es heisst ich kenne keine Politiker. Das ist zwar ein altes Foto mit Aussenminister Kinkel, ich glaube es war 1997, da hatte ich auch noch mehr Haare auf dem Kopf. Ja, ja die Zeit hinterlässt ihre Spuren.

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Thema: K U N S T | Kommentare (10) | Autor: seeblog

Onanieren auf die Kunst – onanieren in der Kunst?

Dienstag, 31. Juli 2007 20:41

In meinem Blog mit dem Titel “Exzessiv und die Wut die entsteht wenn man nicht malen kann” schrieb ich von einem Künstlerkollegen, der auf seine Bilder onaniert. Zu diesem Blog bekam ich einige Mails bezüglich des Künstlers, schade das sie nicht unter den Kommentaren verfasst worden sind.
Die Fragen die auftauchten waren sehr interessant, deshalb hier meine und seine Antworten dazu:

  • Nach Rücksprache mit dem Künstler – er will nicht seinen Namen preisgeben (kann ich verstehen).
  • Ich habe es nur von ihm erfahren, kann aber dessen Wahrheitsgehalt nicht verifizieren. Da ich ihn aber schon lange kenne, glaube ich das es der Wahrheit entspricht.
  • Die Bilder die er macht sind keine pornografischen Werke, sondern abstrakte Malerei die eher der informellen Malerei zuzuordnen sind.
  • Er ist auch nicht verklemmt, denn er versucht jede Frau anzumachen.
  • Es gibt ihm ein Gefühl der Macht, diese Bilder zu verkaufen, da der Käufer nichts davon weiss – aber nur bei Frauen.
  • Ja, manchmal uriniert er auch auf seine Kunstwerke. Er begündet dies mit einen normalen Malprozess seiner Person. Vielleicht kommt die andere Steigerung auch noch, man weiss ja nie.
  • Ja, er ist soweit geistig gesund und verhält sich einigermassen normal – ausser er hat zuviel getrunken – dann erzählt er am liebsten wie seine Bilder entstehen.
  • Er ist nicht aggressiv – ausser er lässt sich von einem anderen Mann provozieren, dann kommt aber eher eine Verbalattacke übler Worte.
  • Sein Alter ist 34 Jahre.
  • Ja, er hat ein ziemliches Machogehabe und er meint, dass er der genialste Künstler aller Zeiten ist. (Das gibt es bei anderen Künstlern natürlich auch)
  • Nein, er hat keine feste Beziehung (Lässt das einen neuen Aspekt erwachsen? Ich glaube nicht wenn er eine feste Freundin hätte, das er sich anders verhalten würde).
  • Nein, er kann von seiner Kunst nicht leben, will es aber sehr wohl.
  • Er hat Jeff Koons (ist er eigentlich ein Maler?) als Vorbild – damit kärt sich schon viel auf. Vor allem die Bilder mit Ilona Staller.

Ich hoffe alle Fragen der Mails beantwortet zu haben.

Festzustellen ist, das ich nichts vergleichbares bei Frauen gefunden habe. Diesen Gestus in der Kunst scheint eher die Männerwelt zu haben, ausser Künstlerinnen die sich Operationen unterziehen um sich selbst als Kunstwerk zu präsentieren. Wie die französische Künstlerin Orlan die ihr Gesicht mehrfach umoperieren hatte lassen oder die amerikanische Künstlerin Vanessa Tiegs die Bilder mit Menstruationsblut malte (scheint aber das es da noch mehr Künstlerinnen gibt).

Da sind wir wieder bei dem Thema: “Es gibt nichts was es nicht gibt”, folglich fehlt nur noch der “Mord im Namen der Kunst” und der kommt ganz sicher.

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Thema: K U N S T | Kommentare (4) | Autor: seeblog

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