Beitrags-Archiv für die Kategory 'Finanzkrise'

Erbschaft – Postbank hält Geldvermögen zurück!

Freitag, 30. Juli 2010 14:43

Das Drama mit der Postbank im Falle einer Erbschaft ist mehr als ärgerlich. Das Testament wurde pflichtgemäss dem Nachlassgericht vorgelegt und amtlich beglaubigt, nebst Eröffnungsniederschrift (kostenpflichtig). Nach geltender Rechtsprechung ist dies ausreichende Legitimation bei vielen Banken. Die Postbank besteht jedoch stur auf zusätzlichem kostenpflichtigen Erbschein und noch zusätzlich, da ich im Ausland wohne, auf eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom deutschen Finanzamt. Das steht weder in ihren AGB noch in ihren eigenen Informationsschriften für den Erbfall. Die Postbank ist absolut beschwerderesistent bis hin zur Klage!

So arbeitet die Postbank, mittlerweile sind 10 Monate vergangen, mit dem Geld weiter und das hat bei der Postbank System. Man nennt das Unterschlagung und ungerechtfertigte Bereicherung. Denn diese Probleme bei Erbschaften gibt es nur bei der Postbank und davon können viele berichten. Zudem hat die Postbank eine absolut desolate und kostenpflichtige Hotline. Wer erbt braucht bei der Postbank und nur bei der Postbank extrem starke Nerven. Sogar das Nachlassgericht schüttelt über die Praxis der Postbank den Kopf. Es ist leider nicht der erste Fall, 2 Jahre vorher gab es bei einem anderen Todesfall/Erbschaft das gleiche Drama und dies dauerte 12 Monate bis über das Geld verfügt werden kann.

Postbank als Erfüllungsverweigerer mit möglicher Strafrechtsrelevanz!

Vor dem Erbfall für die eigene Geldanlage eine andere Bank suchen, damit es die eigenen Erben mal besser (kostengünstiger) und stressfreier haben!

FAZIT: Niemals bei der Postbank ein Konto eröffnen!

Ein netter Presseartikel von der Postbank: Lachende Erben in Deutschland
Die Deutschen sind ein Volk der Erben. Acht Millionen deutsche Haushalte werden zwischen den Jahren 2001 und 2010 ein großes Vermögen von insgesamt zwei Billionen Euro weitergeben. Wie die Postbank mitteilt, gelangen gut 15 Millionen Haushalte in den Genuss des vererbten Vermögens. … bla, bla, bla

Lachen kann da nur die Postbank, aber nicht die Erben die dort ihr Depot und Konto haben.

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Thema: Finanzkrise, Seeblog | Kommentare (2) | Autor: seeblog

Griechenland, Spekulanten und Politiker

Sonntag, 2. Mai 2010 12:28

Griechenland kurz vor dem Bankrott. Spekulanten und Investoren sahnen wie üblich ab. Politiker reden lieber, als dass sie handeln: über Banker-Boni, Bad-Banks und über die eigenen desolaten Staatsfinanzen.

Das nennt man strafrechtlich Fahrlässigkeit. Was sich in den vergangenen Tagen ereignete, ist nichts anderes als die Kapitulation der Politik vor den Finanzmärkten. Fallen die Kurse für Staatsanleihen dramatisch, knicken die Regierungen ein.

Alle Prinzipien werden dann über Bord geworfen. Niemand redet mehr über die „No-Bailout-Klausel“, mit der sich einst vor allem Deutschland davor schützen wollte, für die Staatsschulden anderer Staaten einstehen zu müssen. Niemand wagt es, die Banken und Hedgefonds an der Last zu beteiligen.
Erneut müssen die Steuerzahler mit Milliarden ins Risiko gehen – sonst droht der nächste Flächenbrand. Denn Portugal, Spanien und Italien stehen schon startbereit am Abgrund und die europäischen Banken gleich mit. Dass die Finanzmärkte der Politik ihr Handeln quasi diktieren, liegt nicht an bösen Spekulanten – die Grundursache sind die Politiker. Wurde seitens der Politiker etwas dagegen getan – NEIN. Also ist die Spielwiese der Spekulation ein ganz legales Instrument der Finanzwirtschaft und solange das so ist, wird sich nichts verändern.

Schulden machen - Probleme, die längst erkannt wurden, werden ignoriert. “Der Markt gehört reguliert” – so das Politikergeschwätz von gestern. Diesmal können die Politiker nicht sagen, sie hätten von all dem nichts gewusst. Die griechische Pleite war angesagt: „Wir haben schon kurz nach der Lehman-Pleite davor gewarnt, dass die Situation unkontrollierbar werden könnte“, sagt ein hochrangiger Notenbanker.

Nun ist das Problem da, es heisst: “Es geht um die Stabilität des Euro”. Was wird sich ändern?

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Thema: Die Welt, Finanzkrise | Kommentare (0) | Autor: seeblog

Standard & Poors – die Brandbeschleuniger

Mittwoch, 28. April 2010 21:44

Mit heißer Nadel stricken die Medien Geschichten zusammen, um die Aufregung anzuheizen. Doch auch von anderer Seite wird kräftig Öl ins Feuer gegossen.
Es ist durchaus fragwürdig, ob das Timing glücklich gewählt ist. Standard & Poors hat Griechenland auf BB+, also auf den „Ramsch-Status” herabgestuft. Kein Wunder, den USA behagte der Euro noch nie. Gute Gelegenheit, dem Euro einen Schlag zu versetzen. Noch halten die beiden Konkurrenten Moody’s und Fitch still. Doch wenn sie bei Griechenland nachziehen und dessen Staatsschulden ebenfalls zurücksetzen, wird an den Finanzmärkten die Hölle ausbrechen – das gleichlautende Urteil zweier Agenturen wiegt bei Banken und Finanzunternehmen schwer genug.

Nichts als eine gut geplante Kampagne, den Dollar zu stärken. Optimal wurde das Rating gesetzt – das hat eine Wirkung wie ein Brandbeschleuniger.
So könnte sich das Problem für Griechenland noch verschärfen, weil bei einer starken Herabstufung institutionelle Investoren wie Versicherer oder Pensionskassen Anleihen des Landes nicht mehr in ihren Depots halten dürfen. “S&P muss sich den Vorwurf gefallen lassen, in einem illiquiden Markt diese Prozesse noch verschärft zu haben.

Die Geschichte der Ratingagenturen ist gespickt mit Niederlagen und Merkwürdigkeiten. Diese Spezialunternehmen haben die Finanzkrise mit ebenso dummen wie dramatischen Fehleinschätzungen überhaupt erst möglich gemacht.

Die amerikanischen Investmentbanken
Die Probleme der Euro-Länder mit Griechenland sind künstlich aufgeblasen. Die vorübergehende Euro-Schwäche beruht auf Ablenkungsmanövern. Fraglos haben auch amerikanische Investmentbanken zum eigenen Vorteil kräftig dazu beigetragen, die Schulden Griechenlands hochzutreiben und daran zu verdienen. In welchem Umfang sie dabei geholfen haben, die Zahlen des griechischen Staatshaushalts zu frisieren, bleibt einstweilen der Spekulation überlassen. Auf jeden Fall werden sie an der Restrukturierung der Schulden, beginnend schon in diesem April, wieder tüchtig mitverdienen, obendrein wohl auch an den Euro-Dollar-Währungsturbulenzen.

Im schlimmsten Fall lösen sie einen Dominoeffekt an den Finanzbörsen aus, wenn die Staatspleite kommt. Portugal und Spanien sind die nächsten Wackelkanditaten für den Euro. Immerhin werden - wie gehabt - durch kurzfristiges Denken kurzfristig hohe Gewinne erzielt.

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Thema: Die Welt, Finanzkrise | Kommentare (0) | Autor: seeblog

Riskmanagement im Factoring und die Wirtschaftsblase

Sonntag, 7. März 2010 9:32

Die Finanzblase und die Auswüchse, aktuell ist aber die Wirtschaftsblase. Factoring hat sich als alternative Finanzierungsform etabliert, da die Banken den Geldhahn zugedreht haben und lieber an der neuen Spekulationsblase bauen. Fast jedes zweite Unternehmen klagt über mangelnde Verfügbarkeit von Krediten und schlechtere Konditionen. Denn viele Unternehmen, die den Abschwung überlebt haben, müssen aufpassen, dass der Aufschwung nicht zur eigentlichen Gefahr wird, falls dieser falsch finanziert wird oder gar nicht finanziert werden kann.

Besonders die mittelgrossen Firmen versuchen sich vermehrt mit Factoring über Wasser zu halten, also Forderungen abzutreten. Aber die Rückversicherer versichern nicht gegen Betrug und somit haben die Unternehmen, die Full-Factoring oder selektiertes Factoring betreiben, meist das Nachsehen. Wie heisst es so schön: Die Auslagerung des Debitorenmanagements ermöglicht mehr Freiraum für unternehmerische Aktivitäten und eben auch mehr Möglichkeiten für Betrug.

Besonders die Firmen mit grossen Liquiditätsproblemen, die auf Factoring angewiesen sind, werden immer erfinderischer. Das beginnt mit gefälschten Lieferscheinen, Verträgen, Forderungen und beschönigten Bilanzen. Also alles sehr perfekt aufgebaut – die elektronische Datenverarbeitung macht’s möglich.

Wie betrügt man eine Factoringgesellschaft?
Wer denkt, dies wäre einfach zu durchschauen, irrt sich gewaltig. Sogar die Telefonnummern der bestätigten Lieferscheine werden so perfekt verschleiert, dass bei einem Kontrollanruf beim Schuldner, ob die Ware geliefert wurde, auf die Nummer des Lieferanten (der Betrüger selbst) umgeleitet wird. Der meldet sich dann als Schuldner - er hat ja die weitergeleitete Telefonnummer auf dem Display - und bestätigt den ordnungsgemässen Eingang der Lieferung. Hier geht es nicht um Kleinbeträge, sondern Rechnungen im sechsstelligen bzw. siebenstelligen Bereich. Da die Zahlungsziele mittlerweile zwischen 60 bis 120 Tage liegen, versuchen die Firmen in diesem Zeitraum ihre Zahlungsunfähigkeit zu überbrücken – meist endet dies in der Insolvenz. Somit fliesst auch die vorgestreckte Finanzierung in die Insolvenz – wohl dem, der bei diesem Spiel das nötige Glück hat und sozusagen die “Rechnung” aufgeht. Dann ist ja alles in Ordnung – der Betrug fällt nicht auf. Denn der Schuldner hat aus Versehen ihm den Betrag überwiesen, dieser wird dann dem Factorer überwiesen. Aber setzt sich der Lieferant mit dem ganzen eingesammelten Geld in das Ausland ab, dann ist es weg. Dieses Spiel wird meist parallel mit mehreren Factoringunternehmen gestartet – somit entstehen Ausfälle in mehrstelligen Millionenbeträgen. Das ist dann der geplante Betrug.

Kein Factorer gibt zu, wie heikel mittlerweile die Lage ist. Besonders kleine Factorer kommen in`s Schleudern – denn auch hier droht dann Insolvenz. Aber auch grosse Banken sind betroffen.

Beispiel:
Henkel-Mitarbeiter sollen durch falsche Rechnungen 45 Millionen Euro von Factoringgesellschaften eingesammelt haben. Sie sollen so genannte Scheinrechnungen auf gestohlenem Henkel-Briefpapier erstellt und als echte Forderungen verkauft haben. Hierdurch hätten die Factoringgesellschaften einen Schaden erlitten – sie haben praktisch Luft gekauft.

Beim Plüschtier-Hersteller Nici aus Altenkunstadt in Nordbayern, der Insolvenz anmeldete, ist seit Jahren in großem Stil kriminell gewirtschaftet worden. Nach ersten Erkenntnissen der Strafverfolger hat Pfaff seit dem Jahr 2000 mindestens 40,5 Millionen Euro für Nici ergaunert, indem er Geschäfte mit Grossabnehmern vortäuschte. Pfaff veräusserte Scheinrechnungen für die nur auf dem Papier ausgelieferte Nici-Ware an Factoringgesellschaften, die sich vornehmlich im Besitz von Banken befinden.

Und die Schuldner?
Auf der anderen Seite sind immer mehr Schuldner absolut zahlungsunfähig. Diese Zahlungsausfälle sind zwar durch die Rückversicherer gedeckt – doch auch die Rückversicherer ziehen sich immer mehr aus diesem mittlerweile gefährlichen Geschäft zurück oder verlangen hohe Prämien.

Es ist erschreckend, wenn man die Zahlen der Bilanzen von KMU oder auch Grossbetrieben sieht. Hier wird getrickst, was das Zeug hält. Ein eher witziger Fall ist, wenn ein Betrieb seine Firmendomain auf 800.000 CHF bewertet – natürlich unauffällig in der Bilanz verankert, so dass es auf den ersten Blick nicht auffällt, ansonsten wäre der Geschäftsabschluss nicht gerade noch eine kleine schwarze Zahl gewesen. Die Grossbanken machen es nicht anders, nur mit staatlichem Segen. So werden Swaps (Ein Credit Default Swap – CDS), sie sind ein Kreditderivat zum Handeln von Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen zu Kursen bewertet, die absolut unrealistisch sind um die Bilanz zu beschönigen.  Tatsächlich sind die so bewerteten CDS keine Milliarden wert, sondern besitzen nur noch den Papierwert.

Auch die staatlichen Zuschüsse erzeugen Blasen: Solon, der Hersteller von Solarmodulen, ist 2009 infolge des Preisverfalls in der Branche und der Finanzkrise tief in die Verlustzone gerutscht. Besonders stark getroffen wurde Solon zudem vom Markteinbruch in Spanien infolge der Kappung der staatlichen Solarförderung.

20 – 35% der Unternehmen schrammen knapp an der Insolvenz entlang, zumindest sagen das die (internen) Bilanzen aus. Kein Unternehmen gibt zu, dass es ihm wirtschaftlich nicht gut geht. Ansonsten würde man ja zukünftige Geschäfte in Frage stellen. Deshalb heisst die Devise, wir haben volle Auftragsbücher. Ich spreche hier hauptsächlich vom Mittelstand in Deutschland und der Schweiz.

Schweiz: Im Januar 2010 wurde über insgesamt 481 im Handelsregister eingetragene Unternehmen der Konkurs eröffnet. Das entspricht einer Zunahme von 38% gegenüber dem Januar 2009.
Deutschland: Im Jahr 2009 stieg die Anzahl der Unternehmen, die Insolvenz anmelden mussten, um elf Prozent an. Damit bestätigte sich die Prognose der Hamburger Wirtschaftsauskunftei BÜRGEL für 2009. Auch für 2010 wird eine deutliche Zunahme der Insolvenzzahlen prognostiziert.

Künstliche Blasen überall: gezielte PR-Kampagnen, um die Firma gut aussehen zu lassen, vollmundige Versprechen über Grossaufträge und die Hoffnung, die dürren Zeiten irgendwie zu überbrücken. Da der Mensch meist dem Geschriebenen oder den Versprechen glaubt und definitiv nicht den gesunden Menschenverstand einschaltet, kann man davon ausgehen, dass noch eine gewaltige Insolvenzwelle auf uns zukommt. Ich behaupte, der Dominoeffekt, der dadurch entsteht, lässt die vorherige Finanzkrise eher lächerlich erscheinen.

Und zum guten Schluss – Riskmanagement in der heutigen Zeit, in der auch noch Personal gespart wird, der Betrüger äusserst erfinderisch ist und der Rechtsweg unendlich lange dauert, hinkt immer den Ereignissen hinterher. Zeit ist Geld, einer der geflügelten und wohl dümmsten Sprüche der Menschheit birgt gewaltige Risiken.

Kunstprojekt “Wirtschaft”
So gesehen, erscheint mir das ganze Wirtsschaftsystem mit ihren Akteuren als grosses Kunstprojekt. Man hat mit vielen kreativen Menschen zu tun, ok – sie haben alle einen Anzug an, sind schicker gekleidet als die meisten Künstler – aber das ist nunmal die Berufskleidung. Sind sehr gute Rethoriker, können sich bestens verkaufen (sind ja auch gute Verkäufer ) und haben grosse Visionen (Profit). Die meisten Künstler haben nur Visionen (Nonprofit). Sie schaffen durch ihre Phantasie eine Art Schatten-Realität in der sie eine Zeitlang leben und mehr oder weniger verdienen können, hinterher kommt die andere Realität – die harte Realität. Ähnlich wie die Wirtschaft zur Zeit.

Alle machen mit. Die Vision “Luft”  erscheint real wenn sie gut verkauft wird, Marketing-  und Werbetechnisch gut ausstaffiert, hohe Renditen verspricht und schon schaffen wir eine neue Realität. Nicht das es verwerflich wäre, so tickt nunmal die Welt. Wir sind alle dabei, die Mitarbeiter und Angestellten. Unbewusst und immer an das Gute glaubend. Die Masse braucht den Arbeitsplatz. Ein Teufelskreis.

Besonders bei den wirtschaftlichen Berechnungen oder Finanzplanungen zukünftiger Entwicklungen (neues Bilanzjahr, Budgetierung, …) kann man sehr kreativ sein. Denn Wachstumskurven zeigen ausschliesslich nach oben, wie sollte es auch sein – wir reden nunmal vom Wachstum, ja sogar vom unbegrenzten Wachstum. Wenn man Zukunftsprognosen aufstellt, die schon rein vom gesunden Menschenverstand als falsch erkannt werden, dieses Wachstum nie eintreffen wird – dann wird in der Zukunft genau diese falsche Berechnung Grundlage für alle weiteren Berechnungen sein – eigentlich der absulute Irrsinn. So läuft es in unserer Wirtschaft – zur Zeit eben einiges extremer, da wir uns ja auch in einer extremen Zeit befinden. Hat man “Schwein gehabt” schafft man die wirtschaftliche Talsohle, ansonsten knallt man gegen die Wand. Es lebe die Blase!

Wie ein vernünftiges Riskmanagement aussehen soll vermittelt die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht):
Mindestanforderungen an das Risikomanagement

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Thema: Finanzkrise | Kommentare (4) | Autor: seeblog

4,3 Milliarden Verlust auf die UBS-Schrottpapiere

Samstag, 6. März 2010 11:24

Noch immer sitzt die Nationalbank auf Risikopositionen im Umfang von 24,1 Milliarden Dollar aus der Rettungsaktion der Grossbank UBS. Der Betrag ist für die Schweizer Wirtschaft noch immer bedrohlich hoch. 4,1 Milliarden Dollar ist nach wie vor ein enormer Betrag. Er entspricht rund 5 Prozent des Schweizerischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).

SNB-Risiko noch bei 24 Milliarden Dollar
Das Totalrisiko der Nationalbank beläuft sich theoretisch – falls die Papiere den ganzen Wert verlören – auf 24 Milliarden Dollar, da die SNB noch 4 Milliarden für Eventualverbindlichkeiten übernehmen müsste.

Aber es gibt noch andere, die Probleme haben - die Engländer. Aber ehrlich gesagt, welcher der überschuldeten Staaten hat keine Probleme – die Industrienationen sind pleite.

Briten als Schuldenkönige
Londons Schuldenvolumen gibt Anlass zur Sorge, denn die Briten sind die Schuldenkönige der G20-Staaten. Infolge der Finanzkrise hat sich das britische Defizit – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – fast verdoppelt. Die Schulden Italiens stiegen dagegen lediglich um 20 Prozent. Blicken die Briten nach Griechenland, können sie sich alles andere als auf die Schultern klopfen. Londons Verschuldung beträgt in diesem Jahr 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – etwa so viel wie beim Pleitekandidaten Hellas.

2009 wurde fleissig an der neuen Finanzblase gearbeitet
Durch den Einbruch am Gewerbeimmobilienmarkt in den USA drohen Kreditausfälle in Milliardenhöhe. Tausende US-Banken könnten das Problem auf die gesamte amerikanische Wirtschaft übertragen. Es drohen den US-Banken in den kommenden Jahren Ausfälle gewerblicher Immobiliendarlehen in Höhe von 200 bis 300 Milliarden Dollar. Insgesamt - so eine Analyse des COP - stehen in den Vereinigten Staaten von 2010 bis 2014 solche Kredite mit einem Volumen von etwa 1,4 Billionen Dollar zur Anschlussfinanzierung an. Beinahe die Hälfte dieser Darlehen steht nach Angaben des COP bereits jetzt “unter Wasser”, sprich, die Kreditsumme übersteigt den gegenwärtigen Wert der Immobilie. Die neue Krise abzuwenden, wird schwer; einige meinen, gar unmöglich.

Da hilft wohl nur der eigene Tresor, Sparstrumpf und das liebe alte Gold. Doch auch die Inflationsgefahr scheint weiter zu steigen, also doch lieber den eigenen Kartoffelacker bewirtschaften. Denn jeder weiss: “Geld kann man nicht essen”.

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Thema: Finanzkrise | Kommentare (0) | Autor: seeblog

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