Beitrags-Archiv für die Kategory 'Finanzkrise'

UBS wir an einen Chinesischen Investor verkauft

Dienstag, 16. Februar 2010 21:52

Kurzmeldung (dpa): Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet wird die UBS wir an einen Chinesischen Investor verkauft. Der neue Name lautet Kontofutschi.

Die Original-Quelle ist, wer hätte das gedacht, die Fasnachtszitig vo de Gmoend Saleschte, Nr. 11 / Johr 2010. Ein lesenswertes Heft! :-)

Post to Twitter Tweet This Post

Thema: Finanzkrise, Seeblog | Kommentare (1) | Autor: seeblog

Let`s make Money – Irrsinn des Finanzmarktes

Samstag, 4. Juli 2009 21:52

Wer kennt nicht den Film “WE FEED THE WORLD”, hier hat der Regisseur Erwin Wagenhofer es sehr gut auf den Punkt gebracht, doch mit “Let`s make Money” ist im wirklich ein Meisterstück gelungen.
  
wbg.jpg
  
Hier ein Auszug:

Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.

Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Let’s make MONEY zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldvermehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen.

So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.

“Lassen Sie Ihr Geld arbeiten” – hört sich doch gut an, oder? Wenn man über diesen Spruch nachdenkt, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass das ein unfassbarer Schwachsinn ist. Geld kann nicht arbeiten. Arbeiten können Menschen, Maschinen und vielleicht noch Tiere.

Quelle und Info: Let`s make Money

Post to Twitter Tweet This Post

Thema: Finanzkrise, Seeblog, Unsere Gesellschaft | Kommentare (0) | Autor: seeblog

Moral und Ethik

Montag, 8. Juni 2009 21:57

Moral und Ethik in Unternehmen

moral.jpgDer wachsende Druck, ständig und kurzfristig Erfolge vermelden zu müssen, agieren Manager ohne persönliche Moral und Ethik. Die unternehmerische Philosophie als Glaubenssatz, der Glaube an unbegrenztes Wachstum und Wachstum des Wachstums willen. Mehr als 57 Prozent der Führungskräfte quält mehrmals jährlich ihr schlechtes Gewissen, weil ihr Handeln mit einstigen Wertvorstellungen unvereinbar ist. 47 Prozent beobachten in ihrem beruflichen Umfeld regelmässig moralisch verwerfliches Handeln. Und bei 72 Prozent der Leistungsträger haben sich die Vorstellungen von Moral und Ethik im Laufe ihres Berufslebens verschoben.

Was ist zu tun in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, der Ruf nach Gerechtigkeit und Moral wird lauter. Aber ist es nicht so, wenn der Mensch tief in Ängsten steckt, dass der Ruf und Glaube an den lieben Gott automatisch lauter wird und deshalb dann zu Weihnachten die Kirchen besonders voll sind – in guten und sicheren Zeiten aber dafür immer leerer werden.

Was ist überhaupt Moral?
Moral sind Zwänge etwas zu tun und Tabus etwas nicht zu tun. Und die Ethik ist die strukturierte Beschäftigung mit Moral. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass auch die Moral im Negativen wie im Positiven aus egoistischen Beweggründen geschieht. Bekanntermassen und durch Studien belegt neigen Menschen die eine hohe moralische Meinung von sich haben, eher zu Geiz.

Antworten und Einsichten über Moral und Ethik findet man bei:
Arendt, Aristoteles, Augustinus, F. Bacon, Benjamin, Bentham, Berkeley, Bloch, Camus, Cassirer, Chomsky, Comte, Condillac, Condorcet, Descartes, Dewey, Fichte, Frege, Grotius, Hegel, Heidegger, Hobbes, Hume, Husserl, James, Jaspers, Kant, Kierkegaard, Leibniz, Locke, Mill, Morus, Nietzsche, Peirce, Platon, Quine, Russell, Schelling, Schleiermacher, Schopenhauer, Sellars, Spinoza, Stirner, Thomas von Aquin, Voltaire, Wittgenstein, Wollstonecraft.

Moral in der Finanzkrise?
Die Finanzkrise entstand nicht durch bewusstes absichtliches Handeln, sondern durch die natürlichen menschlichen Eigenschaften “Egoismus, Macht und Gier” und dem sehr komplexen Umfeld des Finanzmarktes. Daraus resultiert: “die eine Hand wusste nicht was die andere Hand macht”. Die abstrakte Dynamik in den Führungsebenen trägt dazu beschleunigend bei, wer will schon in der Profitmaximierung als letzter dastehen. Führungspersonen mit gesunden moralischen Anspruch werden in starken Wachstumszeiten schnell entfernt, weil sie gegen die gängige Firmenphilosophie von Wachstum und Profit verstossen.

Die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind natürlich erheblicher wenn Globalplayer dies tun, als wenn ein einzelner Angestellter/Arbeiter agiert. Auch der einfache Angestellte trägt seinen kleinen Teil dazu bei; beim Manager ist es Profitmaximierung und beim Angestellten die Arbeitsplatzsicherung.

Gibt es eine soziale Marktwirtschaft mit ethischen und moralischen Grundpfeilern?
Ja – nach den Zeiten von kriegerischen Auseinandersetzungen. Kein Krieg ist moralisch gerechtfertigt, im Gegenteil, je länger kriegerische Auseinandersetzungen dauern umso roher die Gewalt. So hatte auch die tatsächlich nie eintretende soziale Marktwirtschaft ihre grösste Chance nach dem zweiten Weltkrieg, doch der Mensch ist gerne vergesslich, je weiter das Ereignis in der Vergangenheit zurückliegt, desto mehr verfälscht sie sich. Der Mensch besitzt keine Festplatte wie ein Computer wo die Daten unverfälscht abgesichert sind, sondern der Mensch gestaltet seine Vergangenheit um – so wie sie ihm genehm ist. Deshalb erscheint dem Menschen die Vergangenheit immer etwas rosiger als die Zukunft, die er nicht kennt. Das Gehirn des Menschen und die subjektive Realität ist definitiv keine objektive Wahrheit.

Die Moral ist wie ein physikalisches Phänomen, erst wenn extreme Bedingungen und Eigenschaften auftreten kommt es zu einer Reaktion. Warum soll ich über Moral und Ethik nachdenken wenn alles in Ordnung ist?

Ursache und Wirkung?
Die heutige Diskussion über die Moral und Ethik ist nur dadurch entstanden, dass wie so oft eine Situation eskaliert ist, wäre nichts passiert und wären wir noch im Wachstumshöhenflug so würde diese Diskussion nie stattfinden. Im Gegenteil, man würde ablehnend auf diejenigen deuten, die die mangelnde Moral aufzeigen und diese werden deshalb als emotionale Moralapostel abgestempelt. Vielleicht sollte man bei diesem Thema anmerken, dass der Mensch nur eine Weiterentwicklung des Tieres ist mit einem Wirbeltiergehirn. Genau deshalb vermag der Mensch nicht aus seiner Rolle auszusteigen, er ist wahrlich nicht der “Gutmensch” als der er sich fühlt. Um diesen Teufelskreis zu verlassen, hat der Mensch nur die Möglichkeit die extremen Ausschläge des Pendels zu begrenzen. Sturmwellen sind ungefährlicher als Tsunami.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen über Moral und Ethik ergeben dieses Bild:
 
MoralundEthik.gif
 
Ein Ergebnis vorurteilsfrei und ohne Bewertung zu sehen ist des Menschen nicht besonders eigen, deshalb werden manche ein Grinsen im Gesicht haben wenn sie die obige Grafik sehen. Klar erkennt man, dass die Moral der Manager unter denen von Straftätern angesiedelt ist, das ist aber nur vordergründig. Schauen wir die Grafik genauer an.

Den religiösen Mitarbeitern wird eine grosse moralische und ethische Kompetenz bescheinigt, Manager und Politiker liegen noch unter dem Mass von Straftätern und Angestellten. Dieses Ergebnis wird niemanden verwundern, so ist es nunmal auf unserem Planeten.
Betrachten wir das Ergebnis aber aus verschiedenen Gesichtspunkten, die wären: Im welchem Umfeld bewegen sich die Menschen, welcher Gesellschaftsschicht sind sie zugehörig und welche Philosophie vertreten sie.
Der Manager im Gegensatz zu einem religiösen Menschen bewegt sich in einem ganz anderen Umfeld und das Umfeld prägt. Ein religiöses Umfeld vermittelt andere moralische Instanzen als eine Grossbank. Inwieweit sind sie in einer abstrakten Welt verhaftet; vergleich Bauer und Finanzberater. Welche Rolle spielen sie in der ihnen angehörigen Gesellschaftsschicht und welche Philosophien sind dort vertreten.
Der Manager oder Politiker lebt in einem sehr komplexen Umfeld, seine Sichtweise auf die getroffenen Entscheidungen ist eingeschränkt. Es werden sehr abstrakte Instrumente benutzt und Manipulationen vorgenommen um den Profit zu steigern. Der Mensch besitzt nur eine begrenzte Wahrnehmung für sehr komplexe Vorgänge. Er ist biologisch nicht in der Lage eine umfassende Auswirkung seiner Entscheidungen zu erkennen. Das Prinzip beruht auf “Versuch und Irrtum” (englisch trial and error). Solange es klappt, ist man überzeugt das Richtige zu tun und wenn es scheitert erkennt man die Ursache. Die oben erwähnten Philosophen haben sich um diesen Umstand viele Gedanken gemacht und wenn man die neuzeitliche Hirnforschung hinzuzieht, dann gelangt man zu der Erkenntnis das wir in unserem Leben nur eingeschränkt Handlungsfähig sind – aber immerhin Handlungsfähig. Aber wir haben keine Chance sehr grosse Komplexität mit komplexen Instrumenten verwalten zu wollen, die dann später mit anderen komplexen Systemen überwacht werden.

Warum schneiden Straftäter so gut ab? Die einfachste Antwort, weil sie erwischt wurden und in einem Gefängnis sitzen. Der Weg von der Straftat, Angst erwischt zu werden, von der Polizei festgenommen, Untersuchungshaft und Befragung, Gerichtsverhandlung und die Einweisung in ein Gefängnis sind ein langer Prozess. So wie viele Menschen die in einer ausweglosen Situation zum lieben Gott beten, an den sie ein ganzes Leben lang nicht glaubten – so auch der Straftäter. Denn wenn er eingesperrt ist, findet er eher einen Zugang zur Moral. Liest man die Bibel, gibt es zahlreiche Hinweise für dieses Phänomen – “vom Saulus zum Paulus”.
Vereinfacht gesagt; wären die Straftäter nicht aufgeflogen, so wäre ihre Moral sicher im ähnlich tiefen Bereich von Managern. Auch bei den Managern gibt es wiederum moralische und ethische Einsichten ähnlich wie bei Straftätern, meist nach der Katastrophe. Davon abgesehen, was ist schon Moral? Gibt es sie tatsächlich und was sagen solche Grafiken aus. Nichts!

Am einfachsten lässt sich dieses Phänomen mit Platon`s (427 v. Chr. bis 347 v. Chr.) Höhlengleichnis erklären:
“Platon beschreibt einige Menschen, die in einer unterirdischen Höhle von Kindheit an so festgebunden sind, dass sie weder ihre Köpfe noch ihre Körper bewegen und deshalb immer nur auf die ihnen gegenüber liegende Höhlenwand blicken können. Licht haben sie von einem Feuer, das hinter ihnen brennt. Zwischen dem Feuer und ihren Rücken befindet sich eine Mauer. Hinter dieser Mauer werden Bilder und Gegenstände vorbeigetragen, die die Mauer überragen und Schatten an die Wand werfen. Die „Gefangenen“ können nur diese Schatten der Gegenstände wahrnehmen. Wenn die Träger der Gegenstände sprechen, hallt es von der Wand so zurück, als ob die Schatten selber sprächen. Da sich die Welt der Gefangenen ausschließlich um diese Schatten dreht, deuten und benennen sie diese, als handelte es sich bei ihnen um die wahre Welt.

Platon (bzw. Sokrates) fragt nun, was passieren würde, wenn man einen Gefangenen befreien und ihn dann zwingen würde, sich umzudrehen. Zunächst würden seine Augen wohl schmerzlich vom Feuer geblendet werden, und die Figuren würden zunächst weniger real erscheinen als zuvor die Schatten an der Wand. Der Gefangene würde wieder zurück an seinen angestammten Platz wollen, an dem er deutlicher sehen kann.

Weiter fragt Platon, was geschehen würde, wenn man den Befreiten nun mit Gewalt, die man jetzt wohl anwenden müsste, an das Sonnenlicht brächte. Er würde auch hier zuerst von der Sonne geblendet werden und könnte im ersten Moment nichts erkennen. Während sich seine Augen aber langsam an das Sonnenlicht gewöhnten, würden zuerst dunkle Formen wie Schatten und nach und nach auch hellere Objekte bis hin zur Sonne selbst erkennbar werden. Der Mensch würde letztlich auch erkennen, dass Schatten durch die Sonne geworfen werden.

Erleuchtet würde er zu den anderen zurückkehren wollen, um über seine Erkenntnisse zu berichten. Da sich seine Augen nun umgekehrt erst wieder an die Dunkelheit gewöhnen müssten, könnte er (zumindest anfangs) die Schattenbilder nicht erkennen und gemeinsam mit den anderen deuten. Aber nachdem er die Wahrheit erkannt habe, würde er das auch nicht mehr wollen. Seine Mitgefangenen würden ihn als Geblendeten wahrnehmen und ihm keinen Glauben schenken: Man würde ihn auslachen und „von ihm sagen, er sei mit verdorbenen Augen von oben zurückgekommen“. Damit ihnen nicht dasselbe Schicksal zukäme, würden sie von nun an jeden umbringen, der sie „lösen und hinaufbringen“ wollte. (Quelle: Wikipedia)”

Wie dem auch sei, wir leben in einer sehr komplexen Welt und sehen immer nur einen mikrokleinen Ausschnitt von ihr.

Post to Twitter Tweet This Post

Thema: Finanzkrise, Unsere Gesellschaft | Kommentare (5) | Autor: seeblog

Mein Lieblingsgesicht aus Deutschland

Freitag, 29. Mai 2009 22:19

depp.jpgImmer wenn ich dieses Gesicht sehe, dann spiegelt das für mich die Humorlosigkeit der deutschen Politiker wieder. Irgendwie habe ich das Gefühl, dem Mann geht eine ziemliche Portion Humor ab. Aber so ist das nunmal, den Banken die Kohle in den Hintern schieben und versuchen das Defizit wieder woanders einzutreiben. Peer Steinbrück ist Urgroßneffe des Bankgründers Adelbert Delbrück. Eigentlich sollte er sich mit Banken auskennen. Während seiner Zeit als Finanzminister und später als Ministerpräsident in NRW beschloss der Landtag in den Jahren 2001 und 2002 Haushalte, die nach Auffassung des Landesverfassungsgerichts verfassungswidrig waren. Die kreditfinanzierte Bildung von Rücklagen habe gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit verstoßen.
2003 kam Peer Steinbrück im Rahmen der WestLB-Affäre in die Kritik, da er an den Sitzungen des Kreditausschusses nicht teilgenommen hatte, dessen Mitglied er als Ministerpräsident ist. Hinzu kam, dass er dabei nicht auf die damit verbundenen Bezüge verzichtet hatte. 2007 wurde Steinbrück für die Einführung der lebenslang gültigen Steuer-Identifikationsnummer für alle Einwohner Deutschlands der Negativpreis Big Brother Award verliehen.
Für einen SPD Mann ist die Krise keine einfache Sache, hat doch diese Partei das grosse soziale Desaster unter Schröder begonnen. Natürlich sind sie für die Finanzkrise nicht verantwortlich, ausser das sie die Türen dafür noch mehr ein Stück weit geöffnet haben. Der Mann muss ziemlich unter Stress stehen, auf seiner Webseite prangt: “Diese Website wird zur Zeit nicht aktualisiert.” Armer Steinbrück, ist so im Stress die Kohle zusammenzukratzen. Übrigens, auf der Webseite lacht er noch oder ist das nur eine gute Bildretusche. Die Neuverschuldung steigt auf nunmehr 47,6 Milliarden Euro vor. Bravo Peer Steinbrück – Held der Staatsverschuldung.

Wie geht es weiter? Die nächste Blase ist die Staatsverschuldung? Positiv ist, Deutschland selbst ist ja kein DAX- Unternehmen.

Ich kann dieses absolut humorlose und negative Gesicht nicht mehr sehen. Aber sicher liegt es an dieser Tatsache:

FDP, Grüne und Linkspartei erhöhen im Streit um die Beinahepleite der Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) den Druck auf Finanzminister Peer Steinbrück (SPD). Schon die ersten Zeugenvernehmungen im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss hätten deutlich gemacht, dass sich “die bisherige Version des Bundesfinanzministers” nicht werde aufrechterhalten lassen, erklärten Vertreter aller drei Oppositionsfraktionen am Mittwoch übereinstimmend.

Bereits im September 2008 erhielt die HRE erste staatliche Hilfen. Diese bestanden zunächst in Ausfallbürgschaften. Als sich kurz darauf weitere Finanzlöcher auftaten, wurden Anfang Oktober Kredite in Höhe von 15 Milliarden Euro an den Immobilienfinanzierer überwiesen. In der Folge gab es dann noch mal 50 Milliarden Kredite sowie weitere 52 Milliarden als Bürgschaften. Der Bund stieg mit 60 Millionen Euro bei der Hypo Real Estate ein und erwarb auf diese Weise 8,7 Prozent der Anteile des Unternehmens. Gleichzeitig kündigte man an, die Bank vollständig übernehmen zu wollen. Mit dem auch als HRE-Gesetz bezeichneten Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetz wurde die bis dahin fehlende juristische Basis für eine solche Übernahme geschaffen.

Post to Twitter Tweet This Post

Thema: Finanzkrise | Kommentare (3) | Autor: seeblog

Banker kamen ans WEF – um Party zu machen

Donnerstag, 30. Oktober 2008 13:09

davos.jpgDie Topbanker kamen nicht ans Weltwirtschaftsforum in Davos, um über die Wirtschaft zu diskutieren, sondern um rauschende Luxuspartys zu feiern. Das sagt WEF-Gründer Klaus Schwab.

Wen verwunderts? Sicher alle die mit dem Zeigefinger auf die Demonstranten und Gegner gezeigt haben, alle die den Bückling vor diesen arroganten Wichtigtuern machen und alle die meinen mit einer rektalen Glukoszufuhr mittels eines Trinkhalmes weiterzukommen (Link).

Inmitten der Finanzkrise hat Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF), eine Bombe platzen lassen: Die meisten Topbanker seien nämlich nicht etwa für ökonomische Debatten angereist, sondern für rauschende Luxuspartys.
«Die Partys haben nach und nach überhand genommen», sagte Schwab der Nachrichtenagentur Bloomberg, wie das Newsnetz berichtet. Er bedaure heute, dass er die Banken-Bosse nicht stärker dazu gedrängt habe, sich ernsthafter mit der Gefahr einer globalen Kreditkrise auseinanderzusetzen.

Warnungen bereits 2003
Schwab sagte weiter, dass das WEF bereits 2003 begonnen habe, Investmentbanken, Versicherungsgesellschaften und Hedge Funds vor den Risiken zu warnen, die an der Weltwirtschaft nagten. «Man hat uns aber kein Gehör geschenkt.»
Auch der operative WEF-Chef Kevin Steinberg wirft den Bankern Verantwortungslosigkeit vor. Doch er übt auch Selbstkritik: Das WEF habe sich mehr und mehr von den Bankern vereinnahmen lassen. (Quelle: Schweizer Fernsehen 1)

Klaus Schwab: Feiernde Banker am WEF «ausser Kontrolle» Quelle: Bazonline
Klaus Schwab: Feiernde Banker am WEF «ausser Kontrolle» Quelle: Tagesanzeiger mit vielen Kommentaren
«Partys am Wef ausser Kontrolle» Quelle: 20 Minuten
Die Party ist eine Sache und die andere ist – die riesigen Kosten für die Absicherung von Davos zum Hochsicherheitstrakt. Vermutlich um ungestört Party feiern zu können. Wissen Sie eigentlich wie hoch der Konsum dieser wichtigen Bankleute bezüglich Kokain ist? Sie würden vermutlich den Restglauben verlieren.

Die Kosten von rund 8 Millionen Franken für das Sicherheitsdispositiv werden zwischen dem Bund (3/8), dem Kanton Graubünden (2/8), dem WEF (2/8) und der Gemeinde Davos (1/8) aufgeteilt. Nicht eingeschlossen sind in dieser Rechnung die Leistungen der Armee. Diese kosten voraussichtlich rund 2 Millionen Franken.

Post to Twitter Tweet This Post

Thema: Finanzkrise | Kommentare (2) | Autor: seeblog

Seiten: Prev {1} 2 3 {letzte} Next