Beitrags-Archiv für die Kategory 'Seeleben'

Sturm am Bodensee (01.03.2008)

Samstag, 1. März 2008 14:51

http://seeblog.seelicht.ch/_film/sturm.flv
  
Eine kleine Impression des heutigen Sturms am Untersee (Teil des Bodensee zwischen Konstanz und Stein am Rhein) in Mannenbach. Man hätte den Film sicher dramatischer gestalten können. Auf dem Bodensee wäre es sicher noch extremer, aber dafür gibt es hier ein schönes Farbenspiel des Wassers.

Es ist auch kein spektakulärer Vorfall passiert, Surfer gegen den Pfeiler geknallt, Schiff gekentert, Kitesurfer in den Baum geflogen … oder ein Steuerflüchtiger mit Schwarzgeld aus Deutschland im See abgesoffen. Wäre eigentlich das ideale Schwarzgeld – Schmuggelwetter, kein Zollboot auf dem See – aber nur deshalb, weil man bei dem Wellengang nicht vernünftig Karten spielen oder würfeln kann. ;-)

Update: Stimmt doch nicht, heute am Sonntag, obwohl der Sturm einiges nachgelassen hat, musste sich das Zollboot durch die Wellen kämpfen.

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Thema: Seeleben | Kommentare (3) | Autor: seeblog

Arme Ente und der Angelhaken

Sonntag, 24. Februar 2008 17:57

verletzte Ente mit Angelhakenverletzte Ente mit Angelhakenverletzte Enteverletzte Ente

  
Heute war ein herrlicher Tag auf dem See und wir waren von Mannenbach Richtung Reichenauer Horn unterwegs bzw. wir ruderten gemütlich dort hin. Scheint so, dass ich eine gute Intuition besitze was verletzte Wasservögel angeht. Die Ente im See verhielt sich zwar normal, aber etwas machte mich stutzig. Deshalb ruderten wir vorsichtig zu ihr, schnell stellten wir fest was nicht in Ordnung war (siehe grosses Foto). Am Haken war noch die Angelschnur, die sich irgendwo am Seegrund verheddert hat und die Ente konnte nur in einem Radius von 10 Metern schwimmen.
Leider war es unmöglich den Drilling aus dem Fuss zu entfernen ohne die Ente zusätzlich zu verletzen, denn er war noch in der Schwimmhaut verdreht. Deshalb ruderten wir zur Wasserschutzpolizei Reichenau, nachdem wir versucht hatten das deutsche Zollboot am Seezeichen 6 durch Winken auf uns aufmerksam zu machen – wir dachten die hätten sicher Werkzeug an Bord. Sie bemerkten uns leider nicht. In diesem Falle muss ich mal bei der WSP nachfragen, was die beste Taktik ist um Hilfe zu erhalten (zum Beispiel mitten im See mit dem Skiff kentern und nicht mehr in das Boot kommen).
  
ente_verletzt.jpg
  
Der Polizeiposten war geschlossen, deshalb bat ich einen Kellner vom Hotel Seeschau an der Schiffslände um einen Seitenschneider, der verweigerte mir dies mit der Begründung, dass er keine Zeit hätte und er sich auch keine Zeit nehmen wollte. Auf Hinweis wegen der Ente meinte er lapidar “ist mir doch egal”. Wie heisst es bei der Seeschau in ihrer Werbung “Am südlichen Ufer der Insel Reichenau am Bodensee, einer der berühmtesten deutschen Kulturlandschaften liegt eines der feinsten romantischen Hotels der Luxusklasse, wo wir Sie als Gast willkommen heißen.” Nur den Luxus von Hilfsbereitschaft wollen sie sich dann wohl doch nicht leisten – kostet ihnen wohl zuviel.

Aber es gibt auch noch hilfsbereite Menschen, so bekam ich von einer Privatperson (gegenüber von dem Hotel Seeschau) das gewünschte Werkzeug und nach 5 Minuten war die Ente befreit und schwamm wieder in den See hinaus.

Im Hotel Seeschau habe ich gerne mal etwas gegessen oder einen Kaffee getrunken – nach dieser unfreundlichen Erfahrung nie wieder!

Übrigens, es war dieses Jahr schon die dritte Ente und ein Belchen (Blesshuhn) die an einem Angelhaken festhing. 2 mal am Seezeichen 6, eine am Seezeichen 4 und diese Ente am Reichenauer Horn. Und auch diesmal wieder: Ente gut – alles gut! Trotzdem drängt sich wegen der Häufigkeit und dem kleinen Gebiet die Frage auf, alles Zufall? Oder geht es um die Dezimierung der Kormorane, da dies ein Gebiet ist wo sich viele aufhalten?

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Thema: Seeleben | Kommentare (1) | Autor: seeblog

Die selbsterfüllende Prophezeiung

Freitag, 8. Februar 2008 19:04

wasserbad.jpg
“Die selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Vorhersage, die sich erfüllt, nur weil sie von einem sozialen Akteur geäußert und von anderen aufgenommen worden ist. Sie ist also eine besondere Ursache der Folgen, von denen sie spricht. Eine typische Anwendungsform ist zum Beispiel das als Vorhersage getarnte gezielte Gerücht.
Auch ohne diese besondere Ursache können die vorhergesagten Folgen eintreten, müssen es aber keinesfalls. Besonders können von Vielen geteilte Erwartungen eine eigene soziale Wirkungskraft entwickeln. …”

So steht es im Wikipedia. Ich kann mich daran erinnern, das ich letzten Sonntag sagte: “Das ich besondere Sorgfalt darauflege, besonders jetzt wo das Wasser 4 Grad hat, die Dolle in denen die Skulls (“Ruder”) liegen, sehr genau kontrolliere ob sie auch fest angezogen sind. Mir war im Sommer vor 3 Jahren die Dolle aufgesprungen, da flog mir auch das Ruder aus der Hand, aber im warmen Wasser ist es egal.

Genau heute wurde mir das gesagte zum Verhängnis und ich muss sagen, das Wasser ist ziemlich frisch. Die Fischer fanden es zumindest sehr interessant, standen sogar im Boot auf um besser sehen zu können.

unten.jpgDenn wenn ein Skull nicht mehr in seiner Ruderdolle fixiert ist, kann man das Skiff nicht mehr stabilisieren, dann dreht sich das Boot schlagartig zur Seite – es kentert. Wenn ich nicht so überrascht gewesen wäre, hätte ich es noch mit dem rechten Skull eventuell stabilisieren können, aber das ist nur graue Theorie. Da ich mit den Schuhen fest mit dem Boot verbunden bin und jetzt Socken anhabe, komme ich nicht schnell genug aus den Schuhen bevor das Boot durchkentert (dadurch wäre man dann wieder schneller im Skiff – der Rettungssprung aus dem Skiff)). Das heisst, ich hänge im Wasser unter dem Skiff und bei 4 Grad wirkt das auf meinen Körper so, als hätte man 100 Tassen Kaffee intravenös verabreicht. Ach ja, und die Klettverschlüsse der Schuhe muss man auch noch lösen, weil ich sie auch richtig fest zugemacht hat. Heute war es auch schon schön warm, also auch dünner angezogen, das verstärkt den angenehmen schlagartigen Effekt des eiskalten Wasser. (Das Foto war vom letzten Sommer, heute hatte ich eine Mütze auf)

Aber ich weiss sicher, das ich sie vorher kontrolliert habe. Naja, wohl nicht genug. Und was lerne ich daraus, vermutlich nix, bis zum nächsten Mal.

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Thema: Seeleben | Kommentare (11) | Autor: seeblog

Untersee und das Skiff (Foto)

Samstag, 8. Dezember 2007 13:33

skiff_see450.jpg
 

(Klick auf das Bild und es wird grösser)

Auf dem leeren See, trifft man die nettesten Menschen. Nun habe ich auch ein schönes Foto von mir und dem Skiff. Danke an den netten Polizisten von der Wasserschutzpolizei auf der Reichenau. Das was wie ein Rohr (bei den Füssen) aussieht, ist kein Lufteinlass für einen Turbolader, sondern sind meine Gummistiefel. ;-)

Leicht rechts hinter mir ist das “Lieblingsseezeichen 6″, links ist Deutschland (Reichenau) und rechts das Schweizer Ufer. Hinter mir liegt Konstanz und vor mir der Horner Spitz. Das Foto wurde, man glaubt es kaum, am 05. Dezember 07 gemacht.

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Thema: Seeleben | Kommentare (8) | Autor: seeblog

Armes Schwein – Flucht aus Deutschland?

Sonntag, 18. November 2007 18:31

http://seeblog.seelicht.ch/_film/frischling.flv

Achtung: Der Film zeigt ein kleines totes Wildschwein. Nichts für sensible Menschen. Betrachten des Filmes auf eigene Gefahr.

Armes kleines Wildschwein! Es wurde nicht erschossen, denn nach eingehender Untersuchung konnte ich keine Schussverletzung feststellen. Manchmal schwimmen Rehe und Wildschweine von der Reichenau oder Horn zum Schweizer Ufer – ist es unterwegs ertrunken? Haben die Wildschweine genug von der Deutschen Politik und Frau Ferkel? Zurzeit grassieren im Fernsehen ja jede Menge Sendungen über Deutsche, die ins Ausland auswandern. Kein Schwein will mehr in Deutschland bleiben und manchmal passieren dann grosse Dramen die leider tödlich enden.

Schaut aus als würde der Frischling selig schlafen, was er ja auch in einer Form gewissermassen tut. Der Tod als etwas Besonderes – wir Menschen verdrängen gerne den Tod aus unseren Alltag oder wir erzählen den Kindern, dass nun der geliebte Mensch zu einem Engel wird.

Gibt es nun ein Engelwildschwein oder einen wilden Schweineengel?

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Thema: Jägerlatein, Seeleben | Kommentare (11) | Autor: seeblog

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