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Ich liebe Klimapapst Al Gore, er kann die Klimaerwärmung oder sollte man eher sagen „den Weltuntergang“ immer so schön bildhaft beschreiben (klick drauf um es grösser zu geniessen). Aber jetzt fand er auch noch einen guten Vergleich.
  
Was haben der Klimawandel und die Nazis gemeinsam? Der Friedensnobelpreisträger Al Gore bemüht derzeit sein umweltpolitisches Engagement um eine ideologische Grundlage. Als geschichtlichen Vergleich zieht er das Einknicken der Welt vor Hitler beim Münchener Abkommen heran.

Was kommt demnächst? Wer sich nicht zum Klimapapst Al Gore bekennt, wird als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Wissenschaftler die andere Thesen entwickeln als der Mainstream sind nicht objektiv oder von der Kohleindustrie bezahlt? Oder ist Al Gore doch eher beides, Klimapapst und Klimadiktator zugleich? Danke Al Gore unser Klimaretter! (Nachtrag 10/2008: Al Gore hat in den meisten Punkten recht und dieser Vergleich war von ihm unglücklich gewählt, aber im Kern hat er Recht)

Hier der Artikel: Das Klima und die Nazis debatte.welt.de*
noch einer: Al Gores maßlose Übertreibungen debatte.welt.de*

Das wird Al Gore nicht so sehr gefallen:

Václav Klaus: Starke Stimme gegen Klimahysterie

Für Klaus ist die Problematik der globalen Erwärmung „mehr eine Angelegenheit der Gesellschaftswissenschaften als eine der Naturwissenschaften“. Es gehe mehr um den Menschen und um die Freiheit „als um die Veränderung der Durchschnittstemperatur um ein paar Zehntelgrad Celsius“. Er sieht die Freiheit insbesonders durch den „Environmentalismus“ bedroht, der zu einer Religion geworden ist, die die spontane Entwicklung der Menschheit bremsen will: „Die Verfechter dieser Ideologie wollen eine Gesellschaft schaffen, die durch hunderte von Vorschriften und Verboten gefesselt ist. Dadurch wird die Freiheit zum Opfer fallen.“

Wunderbar das es noch Menschen auf dem Planeten gibt, die zu Gore`s Sekte noch nicht beigetreten sind. ;-)

*debatte.welt.de gehört zum Springer-Verlag. Gegenüber dem Verlag bin ich eher skeptisch eingestellt, da er das grösste Volksverblödungsblatt herausgibt. Die beiden Artikel waren aber sehr interessant.

Das Klima und die Nazis
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22 Gedanken zu „Das Klima und die Nazis

  • Zu Al Gores Film kann ich nur sagen da er filmisch und dramatisch sehr gut gemacht ist. Genauso gut wie er manipulativ und beeinflussend ist.
    In Gores Film werden die Tatsachen genauso verdreht wie in dieser Doku. Die Wahrheit liegt dazwischen.
    Allerdings ist Al Gore für mich jemand mit einer Profilneurose der sich auf ad Thema eingeschossen hat. Was sollte denn z. Bsp. dieses Konzert gegen CO2? Da wurde soviel Strom verbraucht wie in einer Kleinstadt und Madonna und die anderen Super-Öko-Stars sind mit ihrne Privatjets angebraust gekommen um den zahlenden und gutgläubigen Idioten zu erzählen wie man CO2 einspart… What a fucking hoax!
    Der Klimawandel ist längst ein Industrie geworden. Spätestens zu dem Zeitpunkt als aus der „Klimakatastrophe“ irgendwann der „Klimawandel“ wurde.
    Klngt doch viel harmloser und lässt sich auch viel besser vermarkten.
    Wenn die es jetzt noch schaffen dieses Thema mit Terrorismus zu verbinden haben die das absolute Totschlagargument für alle die aufmüpfig sind.
    Und nebenbei erklärt unsere Kanzlerinsimulation der Autoindustrie das es keine gesetzlichen Grenzwerte geben wird. Da ja schadstoffarme Autos Arbeitsplätze gefährden.
    DAS SIND DOCH ALLES NUR SCHEINPROBLEME UM UNS DAVON ABZULENKEN DAS WIR IMMER MEHR AUSGEBEUTE WERDEN!!!
    ES WIRD ZEWIT AUFZUSTEHEN UND SICH ZU WEHREN!!!
    Das ist meine Meinung dazu.

  • Hallo Herr Prax,
    danke für die prompte Antwort. Ich bin Mitglied in einem Debattierklub und die Frage wurde seit längerer Zeit schon vielmals behandelt. Enorm wie präzise Sie die Situation erfassen, alles eindampfen und noch dazu das Konzentrat gut servieren. Werde sie weiter empfehlen.

    Ihr Roland Bertsch
    (Finanzberater)

  • @Roland Bertsch

    Man würde meinen es wären die Banken, dem ist aber nicht so. Die Verwalter der Pensionskassen sind die übelsten Profithaie, die Banken kommen aber gleich hinterher. Da sie grosse Mengen an Kapital sammeln können, haben diese Investorengruppen sehr viel Macht auf dem Markt/Börse. Denn der Arbeiter oder Angestellte will ja sein Pension für die Zukunft absichern. Die grossen Fondsverwalter sind auf maximalen Profit aus, allein durch die grossen Kapitalbestände verdienen diese allein auf dem Tagesmarkt an der Börse Millionen.
    Das folgende Beispiel habe ich zwar schon vor 6 Jahren geschrieben, aber ist aktueller den je und ich erzähle vom Arbeiter in den USA.

    Der kleine Arbeiter gibt grossen Pensionskassen sein Geld, um für die Zukunft seine Pensionsansprüche zu sichern. Diese Pensionskassen sammeln dadurch sehr viel Kapital an. Dadurch können sie auch in grosse Firmen als Investor einsteigen und dadurch maximalen Druck ausüben, der dann heisst: maximaler Profit, Neustrukturierung der Firmen um noch mehr Profit zu bekommen usw.

    Das Ziel ist „kurzfristig“ viel Profit zu machen. Der Arbeiter, der genau diesen Pensionskassen sein Geld gibt, wird im schlimmsten Falle seinen Arbeitsplatz verlieren wegen Rationalisierungsmassnahmen. Denn die Pensionskasse investiert zufälligerweise in die Firma, wo er arbeitet. Pech für den Arbeiter, dafür ist aber seine Pensionskasse im Plus.

  • Sehr guter Blog, manchmal haben sie schon fast englischen Humor. Aber die Artikel die sie schreiben sind sehr interessant und vielseitig. Ihre Kritik zeigt den Blick hinter die Kulissen und hinterfragen die allgemeinen Ströme. Gut gefallen hat mir „Das Wasserglas und die Seele“. Auch Ihre Kommentare zu eher „fragwürdige Zeitgenossen“ zeigen ihre klare Souveränität. Ihre Kunstseiten bei „Kunst am See“ sind beeindruckend.

    Diese Frage würde ich noch gerne von Ihnen beantwortet haben: „Wer hat in der globalen Finanzwelt die meiste Macht auf die Wirtschaft“?

    Ich wünsche Ihnen noch viel Kreativität!

  • @Rainer Hoffmann

    Atomenergie ist ein schwieriges Gebiet. Ich habe hier meine eigene Meinung. Zudem habe im Kraftwerksbau gearbeitet, auch in AKW`s und deshalb bin ich eher dagegen eingestellt, aber offen für die Kernfusion. Solange die Endlagerung nicht vernünftig geklärt ist, sind für mich AKW keine Alternative. Das dauert aber noch ein paar Jahrzehnte und falls noch einmal eine Reaktor hochgeht ist das AKW Thema sowieso vom Tisch.

    Unsere derzeitige Marktwirtschaft passt auf die Menschheit. Unbegrenztes Wachstum der Dummheit, gepaart mit Egoismus und der Profit sind die kurzfristigen Annehmlichkeiten.

    Im Prinzip muss sich erstmal der Mensch zum Mensch weiterentwickeln, dann kann auch eine vernünftige sozialverträgliche Marktwirtschaft entstehen. Da bin ich aber eher pessimistisch eingestellt, ich denke das geht noch ein paar 10.000 Jahre. Aber – der Weg ist ja das Ziel.

  • @Michael Prax

    Thema Atomenergie:
    Solange wir als führende Industrienation keine Energiemenge in der gleichen Menge wie Kernenergie mit Ökoenergien liefern können, gibt es keine alternative zur Kernenergie und es ist fatal unseren Standard an Kernenergietechnik aufzugeben, zu einem Zeitpunkt, wo die Ökoenergien keine echte Alternative darstellen.

    Thema Freie marktwirtschaft:
    Ich bin auch gegen eine überregelierung und Planwirtschaft, wie es gegenwärtig die grün-ideologische Politik in Deutschland betreibt, wo das Klimathema als Vorwand benutzt wird.

    m.E. Einzige Lösung:
    Wir müssen wieder zu ehrlicher und glaubwürdiger und transparenter Politik zurückkehren, der die Bürger (Wähler) auch wieder Vertrauen schenken können. Dann läuft der Rest von alleine. Wir brauchen eine „Agenda2010“ die „von Oben nach unten“ funktioniert und nicht „von unten nach oben“.

    Das ganze Klimathema ist der Höhepunkt der verlogenen Ökopolitik der letzten knapp 30 Jahre. Ich hoffe, daß wir danach wieder zur „Normalität“ und Glaubwürdigkeit zurückfinden.

  • An die Bild-Diebe

    Wenn ihr schon das Bild vom Klimapapst Gore für euren Blog benutzt, wäre es fair wenn ihr auf den Urheber (mich) oder auf den seeblog verweist. Danke.

  • @ Konrad Fischer
    Es war schon immer gefährlich wenn man Forderungen durchdrücken will, die Nazis als Beispiel zu nehmen.

    @Rainer Hoffmann
    Václav Klaus ist sicher ein sehr interessanter Mann, hat aber ein paar Thesen mit denen ich persönlich nicht einverstanden bin (Atomkraft, freie Marktwirtschaft im konservativen Sinne)

  • Was Gore wohl geflissentlich übersah: A.H. war ein maßgeblicher Vorläufer und Protagonist der Klimaschutz-Politik.

    Beleg:

    Adolf Hitler (aus: Dr. Henry Picker, „Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier“):

    „Wasser, Wind und Gezeiten, die Energiespender der Zukunft

    Die Ausnutzung der Wasserkräfte ist bei uns aufgrund der Macht der privatkapitalistischen Interessen noch ganz in den Anfängen. Die Großwasserkraft muß sich in erster Linie an die Großabnehmer, die chemische Industrie und so weiter halten. Im übrigen wird aber geradezu prämiiert werden müssen die Gewinnung jeder Pferdekraft im Stil unserer früheren Mühlen-Kraftnutzung: Das Wasser rinnt, man braucht sich nur eine Stufe zu bauen und hat, was man braucht. Während die Kohle eines Tages zu Ende geht, ist das Wasser immer neu da. Das kann man alles ganz anders auswerten als jetzt. Man kann Stufe hinter Stufe bauen und das kleinste Gefälle nutzbar machen. Man erhält dabei einen gleichmäßigen Wasser-Ablauf. Und man kann bombensicher bauen. …

    Wenn alle unsere Städte das Münchner Faulschlamm-Verfahren zur Gasgewinnung ausnutzen würden (12 Prozent vom normalen Gasbedarf werden in München damit gedeckt), so machte das etwas Ungeheures aus. …

    Aber für die Zukunft sind sicher: Wasser, Winde und Gezeiten. Als Heizkraft wird man wahrscheinlich Wasserstoffgas verwenden. …

    Grundsätzlich solle sich in Zukunft jeder Bauer, der geeignete Verhältnisse hat, einen Windmotor anschaffen. Liege der Bauernhof an einem Bach, dann solle sich der Bauernhof auch ohne weiteres an den Bach anschließen können, um sich selbst den benötigten Strom zu erzeugen. Die Monopole bestimmter Gesellschaften, die heute die Privatinitiative des einzelnen Volksgenossen auf dem Gebiet der Energieerzeugung weitgehend hemmen, müßten grundsätzlich fallen. …

    Die Hauptsache sei, daß die Energiewirtschaft der privatwirtschaftlichen Spekulation entzogen werde. Im übrigen solle man aber einem einzelnen Mühlenbesitzer oder einer einzelnen Fabrik durchaus die Eigenerzeugung von Elektrizität gestatten und darüber hinaus durchaus erlauben, daß Mühle oder Fabrik den überflüssigen Strom, den sie selbst nicht brauchten, an andere Verbraucher abgäben.“

    Der Schoß ist fruchtbar noch …

    Konrad Fischer
    Klimaleugner

    PS. Übrigens gründete der Thüringer Gauleiter Sauckel die erste Windkraftfirma, im KZ Auschwitz wurde der Klärschlamm zu Biogas verwertet. „Kampf dem Verderb“ hieß es damals, und heute? Klimaschutz!

  • @Duepmann
    Habe mir ihre Seiten angesehen und bin zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Denn Stromerzeugung mit subventionierten Windkraftanlagen verfälscht das Ergebnis und die Ausfallquote der Grossanlagen ist auch nicht gering. Dafür kann man auf der Börse mit Umweltfonds gut Geld machen und die Abschreibungsmodelle sind auch sehr lukrativ. Heute ist alles Markt und nach diesen Gesichtspunkten wird entschieden.

  • Mit D-Day begann die Endphase der Befreiung Europas vom Nazitum. Bevor allerdings die Amerikaner eingriffen, hat es große Diskussionen gegeben. Offensichtlich gibt es auch derzeit zwei Läger (siehe Al Gore – Bali-Position) Aber ich bin noch optimistisch, dass irgendwann die im Sinne der Menschenrechte und der Freiheit agierenden die Oberhand gewinnen und dann kommt irgenwann D-Day II und wir werden vom Ökologismus befreit.

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