Durch den Kommentar von Alex Frauchen beim Artikel „Künstler lässt Hund verhungern“ bin ich auf das Katzenvideo von Zoltan Toepler gestossen. Es gibt unter den Künstlern, so wie sie auch in jeder Gesellschaft vorkommen, die extremen Randgruppen. Otto Mühl war so einer, wer kennt nicht den Blutkünstler aus Österreich.

Der ungarische Künstler Zoltan Toepler geht hier einen, nein ein grossen Schritt zu weit. Natürlich ist das töten überall um uns herum, ist es nicht Medial publiziert wird es nicht in unserer Gesellschaft wahrgenommen. Ich habe das Video gefunden und es mir angesehen. Ich habe sicher eine grosse Bandbreite an Toleranz für die Kunst, aber was ich gesehen habe ist absolut keine Kunst im allgemeinen Sinn, denn hier wurde vom Künstler eine moralische Grenze überschritten. Grenzen werden von vielen überschritten, im Krieg, in häuslicher Gewalt, Kindesmisshandlung … Aber hier geht es um die Publizität eines Aktes, in der gegen einen moralischen Kodex verstösst in dem Gewalt im Namen der Kunst legalisiert wird. Es handelt sich um eine narzisstische Einstellung, dass im Sinne der Kunst getötet werden kann. Hier muss gestoppt werden und Konsequenzen müssen gezogen werden. Dieser Akt ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft wenn wir uns so weiterentwickeln.

Im Gegensatz zum „Künstler lässt Hund verhungern„, wovon ich von der Annahme ausgehe, dass der Hund noch lebt. Diese Kunstaktion hat für mich eine andere moralische Tragweite, hier geht es um eine Realität die tagtäglich passiert. Auch seitens der Besucher der Ausstellung wurde nicht eingegriffen, um den Hund zu befreien. Somit sind sie in der gleichen moralischen Verantwortung wie der Künstler. Im Prinzip passiert genau das, was ausserhalb der Galerie jeden Tag passiert. Im Katzenvideo dagegen nicht, es ist ein geplanter Vorgang, der die Tötung der Katze vorsieht. Der ungarische Künstler falls man ihn überhaupt so nennen kann, Zoltan Toepler ist reif für eine psychiatrische Behandlung. Schlimmer wiegt noch, dass er für diesen Kurzfilm einen Filmpreis erhielt, ich meine aber er wurde ihm wieder aberkannt.

  
WARNUNG: Hier wird real eine Katze in der Badewanne ertränkt, jeder soll selbst entscheiden ob er sich dies antun will.

Ich habe lange über legt ob ich das Video einstellen soll, aber ich finde jeder soll mal sehen wenn Künstler sich jenseits von Moral bewegen. Leider ist es so das viele Künstler, aber nicht nur Künstler, extrem provokative Dinge machen um den Bekanntheitsgrad zu steigern. Zum anderen muss man auch die Medien kritisieren, die sich auf solche Themen regelrecht stürzen und die Museumsleiter die es aufgreifen und provokante Künstler einladen um volle Häuser zu haben. Würden solche Künstler ignoriert, dann würden sie vermutlich auch nicht solche extreme Dinge tun, sie brauchen die Öffentlichkeit für ihre Provokation. Ohne die Öffentlichkeit sind es dann nur psychisch angeschlagene Normalbürger. Zum anderen zeigen solche Kunstaktionen der Gesellschaft ihre immer grössere Dekadenz und Stumpfheit auf. Die Kunst ist nur der Vorreiter von zukünftigen Entwicklungen – man sieht es, wenn man sich die letzen 40 Jahre mit Kunstentwicklung und Gesellschaftentwicklung befasst.

Zitat Zwischennetzzeitung:

Katze für Filmszene ertrunken

Der ungarische Filmproduzent Zoltan Toepler, auch als Nicolaus Myslicki bekannt, gewann bei dem ungarischen Film Festival 2007 einen Preis für die beste experimentelle Kurzszene. Diese Szene aus seinem Film „Alszent“ zeigt wie ein kleines Kätzchen, mit größtmöglichstem Leiden getötet wird, nur um „den gewünschten Effekt“ zu erzielen.

Der Herman Otto Tier-und Natur-Schutzverband, lässt verlauten das dies ein ernstes Verbrechen gegen die Gesellschaft sei. Denn das entsprechende ungarische Gesetz besagt, das Tiere nur aus annehmbaren Gründen wie unheilbare Krankheiten und zu Zwecken der akademischen Forschung getötet werden dürfen. Außerdem sei das herbei führen des Todes durch Betäubungsmittel nur dann erlaubt, wenn dies wenig Leid verursacht.

Toepler selbst bestreitet am Tod der Katze Schuld zu sein, doch die Mitglieder der Film-Wochen Jury teilten bereits auf der Event Webseite mit, das sie den Preis zurück nehmen werden, wenn über jeden Zweifel hinaus nachgewießen werden kann, dass das Tier nur um des Filmes Willen getötet wurde.

Filme in denen Tiere umgebracht werden gehören nicht belohnt

Die Grenze der künstlerischen Freiheit endet hier!
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24 Gedanken zu „Die Grenze der künstlerischen Freiheit endet hier!

  • Solche Menschen wie der Macher des Films sind in meinen Augen keine Menschen mehr. Das ist absolut krank, gestört und meiner Ansicht nach auch zu bestrafen. Wie gut, dass ich ihn nicht kenne!
    Ungarisch kann ich leider nicht…

  • Verdammte intellektuelle Ratten!!!!
    Die sind schuld an Perversionen aller
    Schattierungen zB. Pädo,Sado-Maso
    sowie als auch Jugendgewalt

  • Vielleicht sollte man erwähnen, dass diese Kunstaktion nur die Spitze des Eisberges des menschlichen Verhaltens ist. Wenn man sich genau umsieht, wird man feststellen können, das diese Auswüchse überall zu finden sind. Die gab es schon immer, jetzt und in der Vergangenheit – über die Medien wird es publik und dadurch auch verzerrt. Ob dies nun Kunst oder keine Kunst ist, diese Frage stellt sich eigentlich nicht, es ist eher die Frage ob der Mensch nach einigen tausend Jahren Entwicklung nichts dazu gelernt hat. So wie es scheint, hat er ausser dem technischen Fortschritt, sich nicht weiterentwickelt. Der Mensch ist immer noch das Missing Link zwischen einem äusserst aggressiven Virus und einem bewussten Lebewesen.

  • *sprachlos*

    solche Filme und Kunstwerke muss man boikottieren …
    verbieten und die Macher anzeigen :(

  • ich kann es echt nich fassen.Ganz ehrlich, ich konnts nich zu ende schauen! Zu brutal ist das alles. Ich kann nicht verstehen, wie man so etwas mit einem Tier machen kann. Es tut mir echt weh so etwas zu sehn… Aber was soll man dagegen tun, wenn ein Tier bei uns nur eine „Sache“ ist und es deshalb auch nur Sachbeschädigung ist… Dieser „Künstler“ geht echt viel zu weit. Das ist der Hammer. Am besten würde man ihn dafür ertrinken lassen!

  • ich fasse es nicht aus das so ein arsch echtnoch rumlaufen darf? wer ist sein nächste opfer? ein hund? ein mensch`? darf er danach immer noch rumlaufen? weg mit dem arsch weg weg weg mit dem ich hab die ganze nacht nur geheult und sehe jetzt noch das schreckliche abeben dieser süssen mietze in meinem kopf so was ist für mich einfach nur krank

  • @ Michael

    Zu dem mit der Todesstrafe.
    Sag mir wieso du findest das dies in keinem Verhältnis steht.
    Er hat getötet und verdient dann vielleicht nichts anderes.
    Aber du kennst meine Meinung eh schon ;-)

    Ich will da jetzt nur nicht so für die Relation dieser Dinge einstehen weil ich aus Prinzip schon gegen die Todesstrafe bin.

  • So gesehen muss ich mich schämen wenn viele meiner Bekannten sagen dass ich eine Künstle-rin bin.
    Doch ich gehör zu den altmodischen wie Christian so schön sagte ;-).

    Tatsache ist, das der eigentliche Gedanke der Kunst schon lange verloren gegangen ist. Würde das nicht der Fall sein könnt ich wahrscheinlich sogar etwas Geld mit meinen Bildern machen hinter denen echt harte Arbeit steckt, doch ist es leider ganz anders.

    KLAR würde dich jetzt ein Pferd erdrosseln und es als Kunst verkaufen DAS würde mich wahr-scheinlich berühmt machen.
    Doch versteh ich nicht wie man einen Hund verhungern oder eine Katze ertränken kann nur um seine Popularität zu steigern.

    Ich kann nur noch verständnislos den Kopf schütteln….

  • Das gefällt mir auf dem seeblog, heiße Themen anschneiden und konstruktive Kritik mit dem gewissen Humor. Sehr sehr gut erklärt wo die Todesstrafe hinführt, wenn man sie schon bei solchen Kunstaktionen einseztzen würde.

    Seeblog gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsblogs …

  • „Das sind Sadisten für die die Todesstrafe wieder eingeführt werden sollte.“

    Wenn man über die Konsequenz dieser Aussage nachdenkt und sie auch praktisch anwenden würde, dann sind wir wieder bei der menschlichen Unverhältnismässigkeit angelangt. Wer meint ein Extrem mit einem anderem Extrem zu bekämpfen, der begibt sich, wie man in der Vergangenheit gut beobachten konnte in die Eskalation. Todesstrafe für dieses Vergehen steht in keinem Verhältnis zur Tat, das wäre als würde man eine Atombombe bei einem Familienstreit einsetzen. Eine differenzierte Betrachtungsweise ist bei solchen „Kunstunfällen“ angebracht, ansonsten sind wir wieder in den braungefärbten Zeiten angelangt. Man kann diese Aktion auch ein wenig moderater und konstruktiver kritisieren.

    Im ländlichen Gebiet auf Bauernhöfen ist es übrigens „normal“ die jungen Katzen auf diese Art zu beseitigen – mitten in Deutschland ohne Kunsthintergedanken.

    Bei der obigen Aussage „Todesstrafe“ gehe davon aus, das dies ein emotionaler Schnellschuss war.

  • geisterskrank ? in Behandlung mit derartigen „Menschen“ oder so genannten Künstlern? Nein ! Das sind Sadisten für die die Todesstrafe wieder eingeführt werden sollte.

    Ray Kunzmann

  • Wie ich im anderen Bericht geschrieben habe, ist das zeigen von moralisch äusserst bedenklichen Handlungen mittlerweile überall zu finden. Wenn militante Islamgruppen die Tötung ihrer Gefangenen per Video im Internet verbreiten oder bestimmte Nachrichtensender vom töten live berichten, dann ist das, was in der Kunst geschieht dem nur einen kleinen Schritt voraus.

  • Zumindest der „Künstler“ Georg Schneider, der einen Menschen live im Museum sterben sehen will, bekommt seit seiner Ankündigung ein wenig Contra:

    http://www.focus.de/kultur/kunst/sterbender-als-objekt-kuenstler-erhaelt-selbstmordaufrufe_aid_296739.html

    Der schönste Satz des Artikels stammt aus einer Erklärung der beiden CDU-Abgeordneten Wolfgang Börnsen und Günter Krings: „Kunst darf sich nicht allein im Tabubruch erschöpfen“.

    So sieht es aus. Leider sehen viele Museen und Künster dies ganz anders.

  • @Dominik Paul: Ok, ich bin davon ausgegangen, das der Hund noch lebt – weil ich mir auch nicht vorstellen kann, das ein Hund innerhalb eines Tages verhungert.

    Welche Tiere haben den wirklich Wahlfreiheit? Die Wale, die grossen Fischbestände, schweizer Bären … ? Natürliche Wahlfreiheit gibt es höchstens in der freien Natur ohne Menschen. Genauso gut könnte ich einen Hund am Rande einer Autobahn aussetzen, wird er überfahren, war es zumindest eine Wahlfreiheit für den Hund. Das ist doch keine Wahlfreiheit. Die Frage ist eher, warum gibt es soviele Strassenhunde?

    Zum Künstler: die meisten nenne sich lieber so, ansonsten wären sie in einer geschlossenen Anstalt.

  • clip<> clip
    nein, der Hund starb im Rahmen dieser „Installation“

    clip<> clip
    genau richtig, aber die Initialverantwortung hat der …. arrrrghm ich tu mich echt schwer, dieses Indiviuum „Künstler“ zu nennen…

    clip<> clip

    Einspruch: auf der Strasse sterben jeden Tag Hunde, das ist richtig. Aber sie haben die Option, nennen wir es ruhig die „Wahlfreiheit“, um ihr Überleben zu kämpfen. Wenn ein solcher Hund aus gesundheitlichen Gründen „nicht mehr kann“ legt er sich hin und stirbt. Das ist normal. Strassenhunde sind, auch nach wissenschaftlichen Untersuchungen von Ray Coppinger und G. Bloch,mitnichten eine stets am Rande des qualvollen Sterbens dahinvegetierende Spezies, sondern bilden, gerade in südlichen Ländern, vielerorts eine funktionierende, stabile und selbstversorgende Population die ähnlichem Evolutions.druck und .Kriterien ausgesetzt sind wie wildlebene Rudeltiere.

    Insofern gehört auch der Südamerikaner genauso in die Psychatrie eingewiesen wie der Ungar…. und die, die daran vorbei gingen einschließlich der Museumsleitung, sollten einfach mal nur 48 Stunden irgendwo angebunden werden ohne Zugang zu Essen und Trinken…

  • Scheint das sich die Künstler überbieten wollen. Mal sehen was habe ich in meinem Fundus – eine professionelle Videokamera, Schusswaffen, Internetzugang – das sollte reichen um sehr bekannt zu werden.
    Die Frage ist nur, soll ich einen harmlosen Spaziergänger („Spaziergang in den Tod“) oder lieber … denk, denk. Obwohl die Sache mit dem öffentlichen Selbstmörder ist auch nicht schlecht, man erschiesst ihn hinterher und erschafft so einen neuen Kunstbegriff: „Posthume Kunst“. Wahrscheinlich gibt es das schon.

    Aber zu dem Bericht: Vernünftiger wäre es, der Künstler würde Gift nehmen, ist dann zwar kein natürlicher Tod und alle dürfen dann im Museum zusehen. Wäre doch ganz ok, oder?

  • Ich darf mal zitieren: „Die Grenzenlosigkeit führt genau zu diesen Extremen, mal sehen wann der erste Mensch im Namen der Kunst stirbt.“

    Gestern noch eine düstere Prophezeiung, heute schon aktuell(!):

    „Der Tod als Kunstwerk: Bislang hat der Künstler Gregor Schneider die Grenze vom ästhetischen Schein zum wirklichen Tod nie überschritten. Jetzt will er einen Menschen im Museum sterben lassen.“

    „Nun sagt er, er wolle eine Person im Rahmen einer künstlerischen Arbeit zeigen, die gerade eines natürlichen Todes stirbt oder soeben gestorben ist. Die Düsseldorfer Pathologin Roswitha Franziska Vandieken will Schneider bei der Suche nach geeigneten Personen helfen.“

    http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/kultur/artikel/536/170041/

    Und schon ist es soweit. Das Museum dürfte sich bei „Gelingen“ der „Kunstaktion“ über steigende Besucherzahlen und etliche Medienberichte freuen. Und darauf kommt es doch schließlich an….

    Schön dass es wenigstens noch ein natürlicher Tod sein darf und niemand in der Badewanne ertränkt wird. Aber steigern kann man sich ja immer noch. Als nächstes sucht man dann bestimmt nach einem öffentlichen Selbstmöder….

  • Die gotischen Gewölbegänge auf den Bildern deines Vaters finde ich klasse.

    Es ist ein ausuferndes Thema was Kunst eigentlich ist, vielleicht habe ich auch im Bericht zu schnell eine Schublade gezogen. Es ist „Kunst“ wenn es als Kunst deklariert wird, so ist dann wie nach Boys alles Kunst. Die Kunst ist nur Vorreiter von unserer Gesellschaft und wenn man sich diese ansieht, ist sie vom Künstler nicht so weit entfernt. Kunst ist für mich persönlich ein übergeordneter Begriff, mir persönlich ist es egal, ob ich nun Künstler oder als etwas anderes tituliert werde. Ich denke wir sind in der technischen Entwicklung um Jahrzehnte der geistigen voraus, Je grösser die Aussenreize, desto mehr stumpft der Mensch ab und das Ergebnis sieht man überall.

    Aber eigentlich ging es um die Grenze der künstlerischen Freiheit und diese ist absolut mit der Aktion überschritten.

  • Ich habe irgendwie noch ein altmodisches Verständnis von Kunst. Mein Urgroßvater, der inzwischen leider verstorben ist, hat jahrzehntelang als Maler und Zeichner gearbeitet und ich weiß noch wie ich als Grundschüler in den Ferien immer Stunden im Atelier und im Bilderkeller verbracht habe.

    Das klingt jetzt vielleicht wirklich altmodisch, aber so richtige Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Landschaften, Bauwerken oder Menschen – das ist für mich Kunst! Ebenso wie ein Klavierstück von Mozart oder eine ausdrucksstarke Plastik. Die meiste „moderne“ Kunst empfinde ich dagegen als schreiend laut, grell und provokativ. Immer noch einen draufsetzen, immer noch einen Schritt weiter gehen, immer noch mehr Menschen vor den Kopf stoßen…. An Kunst haben sich ja schon immer die Geister geschieden, aber zumindest in früheren Zeiten hat es auch Kunst gegeben, die nicht auf die überwiegende Mehrzahl der Menschen abstoßend gewirkt hat.

    Und dann dieser übertriebene, hochgeistige Anspruch, mit dem solche Provokationen häufig daherkommen. Es reicht nicht mehr, einfach nur das Leben auf künstlerisch wertvolle Art und Weise darzustellen oder zu bereichern – dafür müsste man sich ja bemühen – statt dessen wird irgendein Mist (oder – zunehmend – irgendeine Grausamkeit) abgezogen und das ganze mit hanebüchenen Thesen über Gott und die Welt hinterlegt. Und wer das nicht versteht ist eben einfach zu dumm….

    Kreativität liegt im Schaffen nicht im Zerstören und wahre Kunst äußert sich dadurch, dass sie Menschen erfreut oder zum Nachdenken anregt. Wie ein Video von einem Typen, der eine Katze umbringt irgendjemand inspirieren oder erfreuen soll ist mir schleierhaft. Ebenso wie die „Fehlgeburten-Kunst“ aus Yale, die ich persönlich zum Ko**en finde!

    Aber wie Du schon richtig feststellst braucht man Provokation um die Häuser zu füllen. Kürzlich gab es im Nordhäuser Meyenburg-Museum eine Ausstellung mit Bildern meines Urgroßvaters – und zumindest an dem Tag, an dem ich das Museum besucht habe, war ich definitiv der einzige Besucher…. Wenn man natürlich erst mal mit genug Gewalt und Provokation die Medien angelockt hat….

    If it bleeds, it leads. If it thinks, it stinks….

    Furchtbar. Ich hege und pflege zum Beispiel im Internet unter http://walther-reinboth.bplaced.de noch immer Bilder, die heute praktisch keinen mehr interessieren, während einem Tierquäler wie diesem Toepler auch noch ein Kunstpreis nachgeworfen wird. Aber sei es drum. Wenn ich das Talent dazu hätte, würde ich mich mit richtiger Kunst beschäftigen – es hat sich aber leider nicht vererbt. Da kann man nur an der Seitenauslinie zusehen wie alles immer schriller und hässlicher wird und hoffen, dass es sich nur um eine „Phase“ handelt und irgendwann wieder Vernunft (und ein wenig Ästhetik) einkehrt….

  • @Christian: Ehrlich gesagt geht mir das ganze Künstlervolk ziemlich auf die Nerven. Bemüht man sich gute Kunst zu machen und hier geht es mir auch sehr um die Kommunikation, so steht man in einer wirtschaftlichen Sackgasse.

    Die Museumsleiter wollen volle Häuser und da setzen sie gezielt auf extreme Provokation, solche Menschen unterstützen genau solche Aktionen. Vielleicht hätte ich mir den Film nicht ansehen sollen, neben mir sass unsere Katze, da konnte ich erstmal nur den Kopf schütteln und hinterher hatte ich eine Mordswut.
    Wie kann es sein, das dies auch noch als Kunst deklariert wird, wo sind wie angelangt? Nimm 1000 soggenannte Künstler und du findest nur einen einzigen der dies auch wirklich ist. Die meisten sind krankhafte Narzissten die sich einfach grenzenlos ausleben wollen. Das hinter der Kunst ausser der vielbeschworenen „Kreativität“ auch Disziplin, erarbeiten von handwerklichen Können und eine Umsetzung in den eigenen gesetzten Grenzen verläuft ist komplett abhanden gekommen.
    Die Grenzenlosigkeit führt genau zu diesen Extremen, mal sehen wann der erste Mensch im Namen der Kunst stirbt.

  • Vollkommen geisteskrank. Der Künstler gehört nicht nur in Behandlung sondern auch wegen Misshandlung auf die Anklagebank. Un-glaub-lich!

    Zum Thema Moral in der Kunst habe ich heute auch schon gebloggt:

    http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2008/04/fehlgeburten-als-kunstprojekt.php

    Es ist wirklich unfassbar, was da in manchen Hirnen abläuft – sowohl bei denen, die solche Aktionen faken als natürlich auch bei denen, die deartig kranke „Kunstprojekte“ tatsächlich durchziehen….

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