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		<title>Artenschutz &#8211; Gier frisst Verstand</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 21:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seeblog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Japan sieht Sushi bedroht &#8211; nicht den Thunfisch. Die Artenschutzkonferenz in Doha wird f&#252;r Natur- und Umweltsch&#252;tzer mehr und mehr zur Farce. In Katar haben die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens am Donnerstag gegen ein Handelsverbot f&#252;r Eisb&#228;ren und Roten Thunfisch gestimmt. Bei der Abstimmung auf dem Treffen der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens Cites in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/thunfisch-dose.jpg" rel="lightbox[773]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-780" title="thunfisch-dose" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/thunfisch-dose-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Japan sieht Sushi bedroht &#8211; nicht den Thunfisch. Die Artenschutzkonferenz in Doha wird f&#252;r Natur- und Umweltsch&#252;tzer mehr und mehr zur Farce. In Katar haben die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens am Donnerstag gegen ein Handelsverbot f&#252;r Eisb&#228;ren und Roten Thunfisch gestimmt. Bei der Abstimmung auf dem Treffen der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens Cites in Doha stimmten 68 L&#228;nder gegen den Vorschlag Monacos, den Roten Thunfisch auf die Liste der besonders bedrohten Tierarten zu setzen. Der Grund f&#252;r Monacos Vorstoss: In den letzten zwei, drei Jahrzehnten hat r&#252;cksichtslose &#220;berfischung die Best&#228;nde laut Internationaler Kommission zum Schutz des Thunfischs (ICCAT) um 85 bis 90 Prozent dezimiert. Auch der internationale Handel mit Eisb&#228;ren bleibt unter Auflagen erlaubt.</p>
<p>Damit d&#252;rfte f&#252;r beide Arten das Todesurteil gesprochen werden. Besonders dramatisch scheint die Lage f&#252;r den Roten Thunfisch, der vielen unter der Bezeichnung Blauflossen-Thunfisch und als Sushi bekannt ist, zu sein. Vor allem am Protest japanischer Sushi-Esser. Nicht nur die Japaner halten einen fragw&#252;rdigen Weltrekord: Kein anderes Volk der Erde verspeist mehr Thunfische pro Jahr (450.000 Tonnen Thunfisch), auch Frankreich verdient an diesem System; kein anderes Land exportiert so viel Thunfisch. 78 Prozent des weltweiten Fangs an Thunfisch landet auf japanischen Tellern. Umweltsch&#252;tzer gehen davon aus, dass die Best&#228;nde in wenigen Jahren dramatisch zur&#252;ckgegangen sein werden – und der Thunfisch ausstirbt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Konsumgesellschaft k&#246;nnte es daher passieren, dass die Menschheit einen wichtigen Speisefisch so lange isst, bis nichts mehr von seiner Art &#252;brig ist. Knapp 80 Prozent der Best&#228;nde im Mittelmeer sind abgefischt. Um die verbliebenen Tiere k&#228;mpfen die Fischerei-Nationen mit immer gr&#246;&#223;eren Spezialschiffen, mit Radar&#252;berwachung und Flugzeugaufkl&#228;rung.</p>
<p>Was wird logischerweise passieren?<br />
Die Ware wird sich verteuern. Die Japaner werden zum Ausgleich zum verst&#228;rkten Fang in den Pazifik ausr&#252;cken und leer fischen. Eine der L&#246;sungen dagegen: &#8220;<a href="http://seeblog.seelicht.ch/suche-fur-ein-walfangschiff-eine-veraltete-exocet-mm38-lenkrakete/">Wissenschaftlicher Walfang</a>&#8220; der Japaner.</p>
<p>Man muss aber keine Bedenken haben, denn der Thunfisch kommt ja nicht aus dem Meer, sondern bekannterweise aus der Dose. (<em>Kein Kandidat f&#252;r die Rote Liste ist in Katar der weisse Thunfisch, der vor allem in Konservendosen in unsere Superm&#228;rkte kommt und anschlie&#223;end in der Spaghetti-Sosse, auf der Pizza oder im Salat beim Italiener an der Ecke landet.)</em></p>
<p>Auch der Schutz von Hai-Arten wird abgelehnt. Beim Tiger hat die internationale Gemeinschaft bereits versagt. Nur 3200 dieser Raubkatzen leben noch in freier Wildbahn. Drei Unterarten gelten als ausgestorben. Die Chinesen z&#252;chten mittlerweile Tiger f&#252;r ihre Potenzmittel. Naja &#8211; was soll man &#252;ber die Chinesen &#252;berhaupt noch schreiben, sie gehen mit den eigenen Landsleuten auch nicht besser um. So gesehen geht es dem Chinesen nicht besser als den Tieren in China.</p>
<p><a href="http://www.bz-berlin.de/archiv/im-schlachthaus-der-koenigstiger-article744729.html" target="_blank">In einer Chinesischen Zuchtfarm vegetieren 1500 Tiger</a>. (BZ)<br />
<a href="http://www.focus.de/panorama/welt/safaripark-stukenbrock_aid_133262.html" target="_blank">Tiger aus NRW zu Potenzmittel verarbeitet?</a> (Focus)</p>
<blockquote><p><em>PEKING, M&#228;rz 2010. </em>Im Skandal um den Hungertod von mindestens elf Sibirischen Tigern gibt es neue Vorw&#252;rfe gegen die Betreiber des chinesischen Zoos. Wie die Zeitung &#8220;Beijing News&#8221; berichtete, sollen aus den Knochen der toten Tiere Potenzmittel hergestellt worden sein.(AFP)</p></blockquote>
<p>Wie gehabt und nichts neues: Bei Wirtschaftsinteressen muss der Artenschutz  hinten anstehen, aber nicht nur der, auch der Mensch. Nettes Wort: &#8220;Wirtschaftsinteressen&#8221; sollte wohl heissen &#8220;Gier frisst Verstand&#8221;.</p>
<p><strong>Diese Arten stehen unter besonderen Schutz:</strong><br />
Bei speziellen Arten klappt immerhin der Artenschutz, obwohl diese nicht vom aussterben bedroht sind, im Gegenteil. Diese Artenvielfalt sind in vielen politischen Einrichtungen anzutreffen &#8220;Der schleimige Sesselkleber&#8221; oder die &#8220;Dummdreiste Spracht&#252;te&#8221;, im Finanzbereich der &#8220;Gemeine Millionenverzocker&#8221;, der weltweit verbreitete &#8220;Menschliche Mastdarmkriecher&#8221; und der im Wirtschaftsbereich anzutreffende &#8220;Gierige Dummhirnler&#8221; oder auch &#8220;Gieriger Volksparasit&#8221; genannt. Nicht zu vergessen die bekannte &#8220;schwachsinnige Worth&#252;lse&#8221;, die &#8220;Dickh&#228;utige Amnesie&#8221; und die vielen Arten die in Paralleluniversen zuhause sind. Die Aufz&#228;hlung ist nicht als abschliessend zu sehen.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Artenschutz+%E2%80%93+Gier+frisst+Verstand+http://4bsei.th8.us" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Artenschutz+%E2%80%93+Gier+frisst+Verstand+http://4bsei.th8.us" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Margot K&#228;&#223;mann &#8211; Respekt</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 20:29:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ 	L&#228;ngst auf dem seeblog &#252;berf&#228;llig: Respekt vor Menschen wie Margot K&#228;&#223;mann. Die Bisch&#246;fin und Chefin der evangelischen Kirche &#252;berfuhr mit 1,54 Promille eine rote Ampel, wobei gottlob niemand zu Schaden kam. Sie reagierte nach Politikermanier und zeigte sich erschrocken &#252;ber ihren Fehler. Einen Tag sp&#228;ter besann sie sich und reagierte angemessen. Das macht kein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/kaesmann.jpg" rel="lightbox[753]"><img class="alignleft size-full wp-image-754" title="kaesmann" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/kaesmann.jpg" alt="" width="250" height="283" /></a>L&#228;ngst auf dem seeblog &#252;berf&#228;llig: Respekt vor Menschen wie Margot K&#228;&#223;mann. Die Bisch&#246;fin und Chefin der evangelischen Kirche &#252;berfuhr mit 1,54 Promille eine rote Ampel, wobei gottlob niemand zu Schaden kam. Sie reagierte nach Politikermanier und zeigte sich erschrocken &#252;ber ihren Fehler. Einen Tag sp&#228;ter besann sie sich und reagierte angemessen. Das macht kein Politiker. Im Gegenteil &#8211; aussitzen, lamentieren und wenn gar nichts mehr geht, der R&#252;cktritt &#8211; aber sehr selten. Es hat mich sehr beeindruckt, wie Margot K&#228;&#223;mann ihren R&#252;cktritt erkl&#228;rt hat und f&#252;r ihr Handeln die Konsequenzen gezogen hat.</p>
<p>Erinnert sich noch jemand an den CSU-Politiker Otto Wiesheu, der 1983 bei einem Unfall im Suff (1,75 Promille) einen Menschen t&#246;tete? Mehr noch: Unter Edmund Stoiber wurde der wegen grob fahrl&#228;ssiger T&#246;tung rechtskr&#228;ftig zu zw&#246;lf Monaten auf Bew&#228;hrung und 20.000 DM Geldstrafe Verurteilte bayerischer Staatsminister f&#252;r Wirtschaft, <em><strong>Verkehr</strong> </em>und Technologie. So wird das unter M&#228;nnern (Politiker) gehandhabt.</p>
<p>&#220;brigens, &#228;hnlicher Fall in der Zeit von Wiesheu in meiner Heimatstadt. Ein Familienvater, 1,4 Promille hat einen unbeleuchteten Fahrradfahrer (auch betrunken) get&#246;tet. 2 Jahre ohne Bew&#228;hrung. Vor dem Gesetz sind alle gleich &#8211; dachte ich. Wie es wirklich aussieht, weiss ja jeder.</p>
<p>Da dr&#228;ngt sich aber noch ein anderer Verdacht auf: M&#228;nnern werden &#8220;moralische Verfehlungen&#8221; immer noch eher nachgesehen als Frauen. &#8220;Geschieden, vorlaut und jetzt f&#228;hrt sie auch noch besoffen Auto. Oder liegt es daran, dass die gr&#246;ssten Idioten meistens auch gerne an ihren Sesseln kleben. Die gr&#246;ssten Moralisten und Gutmenschen sind meistens auch die ausgepr&#228;gtesten Egomanen &#8211; die leben gerne in Paralleluniversen. Da soll mal einer sagen, es g&#228;be bei uns keine Aliens <em>(siehe Westerwelle).</em></p>
<p>Nach Anzeigen wegen des Verdachts auf Geheimnisverrat im Fall K&#228;&#223;mann ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft L&#252;neburg. Hintergrund ist die Frage, warum die Alkoholfahrt der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Margot K&#228;&#223;mann so schnell publik wurde. Ein Antragsteller vermutet, ein Polizist habe die Information an die Bild-Zeitung weitergegeben. &#220;ber Bildzeitungsleser muss man ja nichts schreiben &#8211; diese haben noch das Weltbild im Kopf als die Erde noch eine Scheibe war.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Margot+K%C3%A4%C3%9Fmann+%E2%80%93+Respekt+http://daptd.th8.us" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Margot+K%C3%A4%C3%9Fmann+%E2%80%93+Respekt+http://daptd.th8.us" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Kunst zu leben im NICHTS und wo ist das SELBST?</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 12:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seeblog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	
So, genug von der Welt der Gedanken. Das Ergebnis sieht man jeden Tag in den Nachrichten. Es sind nur die Symptome. Kreativit&#228;t ist angesagt im Leben, Wandlung bestimmt das Leben. Entstehen und Verg&#228;nglichkeit sind die elementaren Bestandteile des Lebens.
Wenn man als K&#252;nstler ein Kunstwerk schafft, dann ist dieses Kunstwerk eine Art Momentaufnahme. Alle Kunstwerke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/spur1.jpg" rel="lightbox[738]"><img class="aligncenter size-full wp-image-742" title="spur" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/spur1.jpg" alt="" width="520" height="189" /></a></p>
<p>So, genug von der Welt der Gedanken. Das Ergebnis sieht man jeden Tag in den Nachrichten. Es sind nur die Symptome. Kreativit&#228;t ist angesagt im Leben, Wandlung bestimmt das Leben. Entstehen und Verg&#228;nglichkeit sind die elementaren Bestandteile des Lebens.</p>
<p>Wenn man als K&#252;nstler ein Kunstwerk schafft, dann ist dieses Kunstwerk eine Art Momentaufnahme. Alle Kunstwerke sind eine Aneinanderreihung von Momentaufnahmen &#8211; also der Entwicklungsweg. Wo kann ich das SELBST erkennen? In den vergangenen Kunstwerken? Oder doch im HIER und JETZT &#8211; also gerade jetzt, w&#228;hrend ich es male?</p>
<p><strong>Erstmal der biologische Faktor</strong><br />
Der Mensch als biologisches Wesen? Die Biologie ist in gewisser Weise unabh&#228;ngig von den in Physik und Chemie geltenden Naturgesetzen, da die Besonderheiten der einzelnen Arten nicht aus reproduzierbaren Gesetzen, sondern aus einmaligen historischen Ereignissen heraus entsteht. Deshalb sollte man in der Biologie nicht von Gesetzen, sondern eher von Konzepten sprechen. Denn zu jeder anderen Zeit herrschen andere Gesetze bzw. Konzepte. Der Mensch als Krone der Sch&#246;pfung hat sich schliesslich nicht nach Naturgesetzen entwickelt, sondern aus historisch entwickelten Ereignissen. Dass wir heute &#228;lter werden als vor 800 Jahren, liegt nicht an einem Naturgesetz, sondern an der Entwicklung, den Erkenntnissen der Naturforschung und dem technischen Stand dieser Entwicklungen.</p>
<p><strong>Die Entstehung des Lebens</strong><br />
Fest steht, dass diese Entwicklung seit 15 Milliarden Jahren andauert und dass das Universum, die Entstehung des Lebens und letztlich des Menschen Teil dieser langsamen Evolution sind. Von ein und derselben Bewegung ausgehend, reihen sich die einzelnen Etappen aneinander wie die Glieder einer Kette. Der Mensch stammt ebenso von Affen und Bakterien ab wie von Himmelsk&#246;rpern und Galaxien. Der Anfang war der Urknall, von dem wir so gut wie nichts wissen.</p>
<p>Warum existiert das Universum? Warum ist die Erde so einzigartig und warum leben wir? Nur weil wir da sind und uns diese Fragen stellen k&#246;nnen?</p>
<p><strong>Wo lebt der Mensch &#8211; &#252;berall?</strong><br />
Die graue Theorie: Der Mensch lebt im &#8220;Hier und Jetzt&#8221; und das bedeutet: Das Leben ist immer in der Gegenwart, also &#8220;hier&#8221; und &#8220;jetzt&#8221;. Denn die Vergangenheit ist immer schon vorbei und die Zukunft noch nicht erreicht. Oder in der Sprache des Existentialismus: &#8220;Der Mensch versteht sich selber nur im Erleben seiner selbst.&#8221; Das &#8220;Sein&#8221;, also das, was ist und das, was ich bin, ist nur zu verstehen durch das Gewahrwerden vom gegenw&#228;rtigen Ort und der gegenw&#228;rtigen Zeit. Diese Inhalte und die daraus f&#252;r das Leben und den pers&#246;nlichen Entwicklungsprozess entstehenden Konsequenzen werden im Begriff &#8220;Hier und Jetzt&#8221; verdichtet.</p>
<p>Tats&#228;chlich lebt der Mensch selten im &#8220;Hier und Jetzt&#8221;. Dank seines Verstandes lebt er entweder in der Zukunft oder in seiner konditionierten Vergangenheit, die wiederum seine &#196;ngste in die Zukunft transportiert. Das Aberwitzige dabei ist, dass der Mensch aufgrund seines Verstandes meint, es w&#228;re das &#8220;Selbst&#8221;. Der Verstand ist aber nur das Werkzeug. Somit bestimmt der Mensch sein Werkzeug als sein ICH, das SELBST, den EGO.</p>
<p>Viele suchen ihr Heil in den &#246;stlichen Philosophien. Im Tantra ist das &#8220;Hier und Jetzt&#8221; im Sinne von &#8220;permanentes Gewahrsein&#8221; ein zentrales Element und im Buddhismus ist das &#8220;Hier und Jetzt&#8221; Bestandteil der Achtsamkeit (Achtfacher Pfad). Dar&#252;ber kann man auch viel nachdenken, bringt aber rein &#252;berhaupt nichts &#8211; ausser man ist genau da, wo man ist &#8211; in der LEERE.<br />
Wenn ich in der heutigen Zeit &#252;ber Power-Entspannung und Power-weissderteufelsonstnochwas sinniere und besch&#228;ftige, bin ich nur in der oberfl&#228;chlichen Welt und weit davon entfernt, zu dem zu werden, was ich werden will. Der Schnellkurs zum h&#246;heren Bewusstsein ist erstmal der kontr&#228;re Weg und doch geht es wom&#246;glich damit schneller zur Erkenntnis. Paradoxien sind nicht ausgeschlossen.</p>
<p><strong>Der Mensch sucht sich, aber wo?</strong><br />
Interessanterweise sucht der Mensch sein ICH, seine Bestimmung &#252;berall, aber nie dort, wo er gerade im &#8220;Hier und Jetzt&#8221; ist. Man kann sein ganzes Leben lang sich suchen und es nie finden, wie auch. Das SEIN ist nie in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft. Man kann ewig dar&#252;ber nachdenken und genau das ist das Paradoxe. Wenn ich denke, bin ich nicht!</p>
<p>Der Mensch liebt nicht die LEERE und STILLE; er f&#252;rchtet sich davor. Deshalb muss er immer in Bewegung bleiben, seinen analytischen Verstand benutzen, sich mit Problemen besch&#228;ftigen, die sein Verstand verursacht hat und die wiederum mit dem Verstand gel&#246;st werden. Wie gesagt, man ist &#252;berall, nur nicht da, wo man sich befindet. Denn nur wer denkt, IST. Frei nach Cogito ergo sum (lat.: „Ich denke, also bin ich“), dem Grundsatz des Philosophen René Descartes. Laut Jaakko Hintikka ist das „Cogito ergo sum“ kein logischer Schluss, sondern die Vermeidung eines performativen Widerspruchs. D. h., wenn ich versuche, meine Nichtexistenz anzunehmen, muss ich unweigerlich meine Existenz anerkennen. Auch ziemlich tricky.</p>
<p>Unser Verstand ist nichts als eine gewaltige Hochleistungs-Etikettiermaschine mit Bewertungsmuster, konditionierten Vergangenheitsschemas und grossen Realit&#228;tsmusterkoffer.</p>
<p>Deshalb &#8211; dar&#252;ber nachzudenken, wird zu keinem Ergebnis f&#252;hren. Denn das Nachdenken entfernt mich von der Erkenntnis, was die LEERE, die STILLE (das Nichtdenken) und das SEIN im &#8220;HIER und JETZT&#8221; ist.</p>
<p><strong>Warum gibt es Reinkarnation, das Leben nach dem Tod?</strong><br />
Weil der Mensch ohne sein EGO ein ganz armer Mensch ist. Deshalb braucht er die Philosophie, um den Glauben an sein EGO und SEIN zu rechtfertigen. Witzigerweise reinkarniert der Mensch t&#228;glich in seinem Leben &#8211; so gesehen, stetig. Oder er schleppt irgendein Karma mit sich herum, das er im jetzigen Leben aufl&#246;sen muss. Die Katholiken haben es da besonders schwer. Es sind nur Gedankengebilde, die durch das Denken zur Realit&#228;t werden. So entsteht dann die H&#246;lle, leider nur direkt auf dem Planeten, auf dem ich mich gerade befinde und sonst nirgendwo. Deshalb gibt es f&#252;r den Menschen auch Gott. Der Mensch braucht immer die Absolution f&#252;r sein &#8220;Dasein&#8221;. Keiner findet es gut, dass wir das Produkt aller M&#246;glichkeiten und Unm&#246;glichkeiten sind. Es ist der Zufall und die Bestimmung gleichzeitig.</p>
<p>Das EGO braucht ein Weiterleben nach dem Tod. Nichts ist unertr&#228;glicher f&#252;r das EGO als das NICHTS. Deshalb klammern sich alle bei dem Gedanken, was nach dem Tod noch sein k&#246;nnte, an die Hoffnung auf das Paradies oder sonstigen Gedankenm&#252;ll. Ich muss euch entt&#228;uschen &#8211; das EGO und SELBST zerst&#246;rt sich selbst und was danach kommt, ist grossartiger als alle EGO`s der Welt. Es ist alles und nichts. Es ist der Inbegriff aller M&#246;glichkeiten, aller Neuanf&#228;nge, aller Realit&#228;ten und trotzdem ist es das NICHTS! Punkt. Das ist das Grossartigste, was wir haben &#8211; das NICHTS, aus dem etwas Neues entstehen kann.</p>
<p>Nochmals: Die Gedanken schaffen unsere irrsinnige Realit&#228;t, die wir t&#228;glich auf dem Planeten Erde erleben. Das NICHTS, die STILLE schafft die gesamte Realit&#228;t auf einen Punkt ohne Bewertung. Wenn wir wirklich etwas zum Guten ver&#228;ndern wollen, m&#252;ssen wir das anerkennen und stellen aber gleichzeitig fest &#8211; das Gute gibt es &#252;berhaupt nicht. Denn erschaffen wir es, erschaffen wir auch das Gegenteil.</p>
<p><strong>So mal nachdenken …</strong><br />
Genau richtig, denken wir doch mal &#252;ber das Geschriebene nach und man wird nicht auf den Punkt kommen. Macht aber nichts, denn die LEERE kommt ja sowieso. Machen wir doch mit unseren Gedanken, unserem Verstand so weiter wie bisher &#8211; leben wir den gedanklichen Irrsinn aus.</p>
<p><strong>Was kann man tun?</strong><br />
Erkenne deine Gedankenmaschine, beobachte sie und du wirst erstaunt sein, wieviel M&#252;llgedanken herumschwirren. Sei im HIER und JETZT, in der STILLE, in der LEERE und den Rest verstehst du von selbst. Ach ja, und lache.</p>
<p>P.S. Der Verstand braucht unser Bewusstsein als Energie. Zieht diese Energie doch einfach mal ab.</p>
<p>P.P.S. Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich lebe im absoluten &#8220;Hier und Jetzt&#8221;. Ab und zu steige ich komplett aus. Das geh&#246;rt auch zum Leben. Hauptsache, man kommt wieder zur&#252;ck &#8211; dann ist es wieder sehr humorvoll (nat&#252;rlich nur r&#252;ckblickend). So bleibt das Leben sehr spannend.</p>
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		<title>Kunstwerk Gateway &#8211; Lost and not found</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 16:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seeblog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	(Michael Prax) Beim St&#246;bern in alten Grossformatdias kam mir dieses Bild in die Finger/unter die Augen. Dieses Bild &#8211; GATEWAY, &#214;l / Acrylpigmentfarbe / Polychromos auf Leinwand, 03 / 95, 90 x 120 cm bekam ich nie von der Galerie CAMUE in Mannheim zur&#252;ck. Das war ein ziemliches Theater mit dieser Galerie,  1997 &#8211; also schon etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	(Michael Prax) Beim St&#246;bern in alten Grossformatdias kam mir dieses Bild in die Finger/unter die Augen. Dieses Bild &#8211; GATEWAY, &#214;l / Acrylpigmentfarbe / Polychromos auf Leinwand, 03 / 95, 90 x 120 cm bekam ich nie von der Galerie CAMUE in Mannheim zur&#252;ck. Das war ein ziemliches Theater mit dieser Galerie,  1997 &#8211; also schon etwas l&#228;nger her.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/gate.jpg" rel="lightbox[731]"><img class="size-medium wp-image-732 aligncenter" title="gateway" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/gate-300x233.jpg" alt="" width="300" height="233" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Das Bild hat die Werkverzeichnisnummer 319 und ist hinten mit WVZ 319, Titel etc. signiert. W&#252;rde mich mal interessieren, wo dieses Kunstwerk abgeblieben ist. Wer hat es gesehen?</p>
<p style="text-align: left;"> </p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Kunstwerk+Gateway+%E2%80%93+Lost+and+not+found+http://9nqo5.th8.us" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Kunstwerk+Gateway+%E2%80%93+Lost+and+not+found+http://9nqo5.th8.us" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Untersee 07.03.2010 (Mannenbach)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 12:55:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seeblog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mal etwas Angenehmeres als die Wirtschaftslage, ein Foto vom heutigen Tag. Es weht eine kr&#228;ftige Bise (Ostwind), es ist ziemlich frisch; aber die Farben sind wundersch&#246;n.


 
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Mal etwas Angenehmeres als die Wirtschaftslage, ein Foto vom heutigen Tag. Es weht eine kr&#228;ftige Bise (Ostwind), es ist ziemlich frisch; aber die Farben sind wundersch&#246;n.<br />
<a href="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/mannenbach_2010.jpg" rel="lightbox[722]"><br />
<img class="size-medium wp-image-723  aligncenter" title="mannenbach_2010" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/mannenbach_2010-300x84.jpg" alt="" width="300" height="84" /></a></p>
<p style="text-align: center;"> </p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Untersee+07.03.2010+%28Mannenbach%29+http://bgqgf.th8.us" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=Untersee+07.03.2010+%28Mannenbach%29+http://bgqgf.th8.us" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Riskmanagement im Factoring und die Wirtschaftsblase</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 08:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seeblog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Die Finanzblase und die Ausw&#252;chse, aktuell ist aber die Wirtschaftsblase. Factoring hat sich als alternative Finanzierungsform etabliert, da die Banken den Geldhahn zugedreht haben und lieber an der neuen Spekulationsblase bauen. Wie im vorherigen Artikel &#252;ber die neuen Finanzblasen beschrieben , bleibt auch die Factoringbranche nicht verschont. Besonders die mittelgrossen Firmen versuchen sich mit Factoring [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<a href="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/blase.jpg" rel="lightbox[704]"><img class="alignleft size-full wp-image-711" title="blase" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/uploads/2010/03/blase.jpg" alt="" width="249" height="276" /></a>Die Finanzblase und die Ausw&#252;chse, aktuell ist aber die Wirtschaftsblase. Factoring hat sich als alternative Finanzierungsform etabliert, da die Banken den Geldhahn zugedreht haben und lieber an der neuen Spekulationsblase bauen. Wie im vorherigen Artikel &#252;ber die neuen Finanzblasen beschrieben , bleibt auch die Factoringbranche nicht verschont. Besonders die mittelgrossen Firmen versuchen sich mit Factoring &#252;ber Wasser zu halten, also Forderungen gegen&#252;ber Kunden abzutreten. Aber die R&#252;ckversicherer versichern ja nicht gegen Betrug und somit haben die Firmen, die Full-Factoring oder selektiertes Factoring betreiben, meist das Nachsehen. Wie heisst es so sch&#246;n: Die Auslagerung des Debitorenmanagements erm&#246;glicht mehr Freiraum f&#252;r unternehmerische Aktivit&#228;ten und eben auch mehr M&#246;glichkeiten f&#252;r Betrug.</p>
<p>Besonders die Firmen mit Liquidit&#228;tsproblemen, die auf Factoring angewiesen sind, werden immer erfinderischer. Das beginnt mit gef&#228;lschten Lieferscheinen, Vertr&#228;gen, Forderungen und besch&#246;nigten Bilanzen. Also alles sehr perfekt aufgebaut &#8211; die elektronische Datenverarbeitung macht&#8217;s m&#246;glich.</p>
<p><strong>Wie betr&#252;gt man eine Factoringgesellschaft?</strong><br />
Wer denkt, dies w&#228;re einfach zu durchschauen, irrt sich gewaltig. Sogar die Telefonnummern der best&#228;tigten Lieferscheine werden so perfekt verschleiert, dass bei einem Kontrollanruf beim Schuldner, ob die Ware geliefert wurde, auf die Nummer des Lieferanten (der Betr&#252;ger selbst) umgeleitet wird. Der meldet sich dann als Schuldner - er hat ja die weitergeleitete Telefonnummer auf dem Display - und best&#228;tigt den ordnungsgem&#228;ssen Eingang der Lieferung. Hier geht es nicht um Kleinbetr&#228;ge, sondern Rechnungen im sechsstelligen bzw. siebenstelligen Bereich. Da die Zahlungsziele mittlerweile zwischen 60 bis 120 Tage liegen, versuchen die Firmen in diesem Zeitraum ihre Zahlungsunf&#228;higkeit zu &#252;berbr&#252;cken &#8211; meist endet dies in der Insolvenz. Somit fliesst auch die vorgestreckte Finanzierung in die Insolvenz &#8211; wohl dem, der bei diesem Spiel das n&#246;tige Gl&#252;ck hat und sozusagen die &#8220;Rechnung&#8221; aufgeht. Dann ist ja alles in Ordnung &#8211; der Betrug f&#228;llt nicht auf. Denn der Schuldner hat aus Versehen ihm den Betrag &#252;berwiesen, dieser wird dann dem Factorer &#252;berwiesen. Aber setzt sich der Lieferant mit dem ganzen eingesammelten Geld in das Ausland ab, dann ist es weg. Dieses Spiel wird meist parallel mit mehreren Factoringunternehmen gestartet &#8211; somit entstehen Ausf&#228;lle in mehrstelligen Millionenbetr&#228;gen. Das ist dann der geplante Betrug.</p>
<p>Kein Factorer gibt zu, wie heikel mittlerweile die Lage ist. Besonders kleine Factorer kommen in`s Schleudern &#8211; denn auch hier droht dann Insolvenz. Aber auch grosse Banken sind betroffen.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong><br />
Henkel-Mitarbeiter sollen durch falsche Rechnungen 45 Millionen Euro von Factoringgesellschaften eingesammelt haben. Sie sollen so genannte Scheinrechnungen auf gestohlenem Henkel-Briefpapier erstellt und als echte Forderungen verkauft haben. Hierdurch h&#228;tten die Factoringgesellschaften einen Schaden erlitten – sie haben praktisch Luft gekauft.</p>
<p>Beim Pl&#252;schtier-Hersteller Nici aus Altenkunstadt in Nordbayern, der Insolvenz anmeldete, ist seit Jahren in gro&#223;em Stil kriminell gewirtschaftet worden. Nach ersten Erkenntnissen der Strafverfolger hat Pfaff seit dem Jahr 2000 mindestens 40,5 Millionen Euro f&#252;r Nici ergaunert, indem er Gesch&#228;fte mit Grossabnehmern vort&#228;uschte. Pfaff ver&#228;usserte Scheinrechnungen f&#252;r die nur auf dem Papier ausgelieferte Nici-Ware an Factoringgesellschaften, die sich vornehmlich im Besitz von Banken befinden.</p>
<p><strong>Und die Schuldner?</strong><br />
Auf der anderen Seite sind immer mehr Schuldner absolut zahlungsunf&#228;hig. Diese Zahlungsausf&#228;lle sind zwar durch die R&#252;ckversicherer gedeckt &#8211; doch auch die R&#252;ckversicherer ziehen sich immer mehr aus diesem mittlerweile gef&#228;hrlichen Gesch&#228;ft zur&#252;ck oder verlangen hohe Pr&#228;mien.</p>
<p>Es ist erschreckend, wenn man die Zahlen der Bilanzen von KMU oder auch Grossbetrieben sieht. Hier wird getrickst, was das Zeug h&#228;lt. Ein eher witziger Fall ist, wenn ein Betrieb seine Firmendomain auf 800.000 CHF bewertet &#8211; nat&#252;rlich unauff&#228;llig in der Bilanz verankert, so dass es auf den ersten Blick nicht auff&#228;llt, ansonsten w&#228;re der Gesch&#228;ftsabschluss nicht gerade noch eine kleine schwarze Zahl gewesen. Die Grossbanken machen es nicht anders, nur mit staatlichem Segen. So werden Swaps (Ein Credit Default Swap (CDS) ist ein Kreditderivat zum Handeln von Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen) zu Kursen bewertet, die absolut unrealistisch sind, um die Bilanz zu besch&#246;nigen &#8211; tats&#228;chlich sind die so bewerteten CDS keine Milliarden wert, sondern besitzen nur noch den Papierwert.</p>
<p>Auch die staatlichen Zusch&#252;sse erzeugen Blasen: Solon, der Hersteller von Solarmodulen, ist 2009 infolge des Preisverfalls in der Branche und der Finanzkrise tief in die Verlustzone gerutscht. Besonders stark getroffen wurde Solon zudem vom Markteinbruch in Spanien infolge der Kappung der staatlichen Solarf&#246;rderung.</p>
<p>20 &#8211; 35% der Unternehmen schrammen knapp an der Insolvenz entlang, zumindest sagen das die (internen) Bilanzen aus. Kein Unternehmen gibt zu, dass es ihm wirtschaftlich nicht gut geht. Ansonsten w&#252;rde man ja zuk&#252;nftige Gesch&#228;fte in Frage stellen. Deshalb heisst die Devise, wir haben volle Auftragsb&#252;cher. Ich spreche hier haupts&#228;chlich vom Mittelstand in Deutschland und der Schweiz.</p>
<p>Schweiz: Im Januar 2010 wurde &#252;ber insgesamt 481 im Handelsregister eingetragene Unternehmen der Konkurs er&#246;ffnet. Das entspricht einer Zunahme von 38% gegen&#252;ber dem Januar 2009.<br />
Deutschland: Im Jahr 2009 stieg die Anzahl der Unternehmen, die Insolvenz anmelden mussten, um elf Prozent an. Damit best&#228;tigte sich die Prognose der Hamburger Wirtschaftsauskunftei B&#220;RGEL f&#252;r 2009. Auch f&#252;r 2010 wird eine deutliche Zunahme der Insolvenzzahlen prognostiziert.</p>
<p>K&#252;nstliche Blasen &#252;berall: gezielte PR-Kampagnen, um die Firma gut aussehen zu lassen, vollmundige Versprechen &#252;ber Grossauftr&#228;ge und die Hoffnung, die d&#252;rren Zeiten irgendwie zu &#252;berbr&#252;cken. Da der Mensch meist dem Geschriebenen oder den Versprechen glaubt und definitiv nicht den gesunden Menschenverstand einschaltet, kann man davon ausgehen, dass noch eine gewaltige Insolvenzwelle auf uns zukommt. Ich behaupte, der Dominoeffekt, der dadurch entsteht, l&#228;sst die vorherige Finanzkrise eher l&#228;cherlich erscheinen.</p>
<p>Und zum guten Schluss &#8211; Riskmanagement in der heutigen Zeit, in der auch noch Personal gespart wird, der Betr&#252;ger &#228;usserst erfinderisch ist und der Rechtsweg unendlich lange dauert, hinkt immer den Ereignissen hinterher. Zeit ist Geld, einer der gefl&#252;gelten und wohl d&#252;mmsten Spr&#252;che der Menschheit birgt gewaltige Risiken.</p>
<p><strong>Kunstprojekt &#8220;Wirtschaft&#8221;</strong><br />
So gesehen, erscheint mir das ganze Wirtsschaftsystem mit ihren Akteuren als grosses Kunstprojekt. Man hat mit vielen kreativen Menschen zu tun, ok &#8211; sie haben alle einen Anzug an, sind schicker gekleidet als die meisten K&#252;nstler &#8211; aber das ist nunmal die Berufskleidung. Sind sehr gute Rethoriker, k&#246;nnen sich bestens verkaufen (sind ja auch gute Verk&#228;ufer ) und haben grosse Visionen (Profit). Die meisten K&#252;nstler haben nur Visionen (Nonprofit). Sie schaffen durch ihre Phantasie eine Art Schatten-Realit&#228;t in der sie eine Zeitlang leben und mehr oder weniger verdienen k&#246;nnen, hinterher kommt die andere Realit&#228;t &#8211; die harte Realit&#228;t. &#196;hnlich wie die Wirtschaft zur Zeit.</p>
<p>Alle machen mit. Die Vision &#8220;Luft&#8221;  erscheint real wenn sie gut verkauft wird, Marketing-  und Werbetechnisch gut ausstaffiert, hohe Renditen verspricht und schon schaffen wir eine neue Realit&#228;t. Nicht das es verwerflich w&#228;re, so tickt nunmal die Welt. Wir sind alle dabei, die Mitarbeiter und Angestellten. Unbewusst und immer an das Gute glaubend. Die Masse braucht den Arbeitsplatz. Ein Teufelskreis.</p>
<p>Besonders bei den wirtschaftlichen Berechnungen oder Finanzplanungen zuk&#252;nftiger Entwicklungen (neues Bilanzjahr, Budgetierung, &#8230;) kann man sehr kreativ sein. Denn Wachstumskurven zeigen ausschliesslich nach oben, wie sollte es auch sein &#8211; wir reden nunmal vom Wachstum, ja sogar vom unbegrenzten Wachstum. Wenn man Zukunftsprognosen aufstellt, die schon rein vom gesunden Menschenverstand als falsch erkannt werden, dieses Wachstum nie eintreffen wird &#8211; dann wird in der Zukunft genau diese falsche Berechnung Grundlage f&#252;r alle weiteren Berechnungen sein &#8211; eigentlich der absulute Irrsinn. So l&#228;uft es in unserer Wirtschaft &#8211; zur Zeit eben einiges extremer, da wir uns ja auch in einer extremen Zeit befinden. Hat man &#8220;Schwein gehabt&#8221; schafft man die wirtschaftliche Talsohle, ansonsten knallt man gegen die Wand. Es lebe die Blase!</p>
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		<title>4,3 Milliarden Verlust auf die UBS-Schrottpapiere</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seeblog</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 	Noch immer sitzt die Nationalbank auf Risikopositionen im Umfang von 24,1 Milliarden Dollar aus der Rettungsaktion der Grossbank UBS. Der Betrag ist f&#252;r die Schweizer Wirtschaft noch immer bedrohlich hoch. 4,1 Milliarden Dollar ist nach wie vor ein enormer Betrag. Er entspricht rund 5 Prozent des Schweizerischen Bruttoinlandprodukts (BIP).
SNB-Risiko noch bei 24 Milliarden Dollar
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Noch immer sitzt die Nationalbank auf Risikopositionen im Umfang von 24,1 Milliarden Dollar aus der Rettungsaktion der Grossbank UBS. Der Betrag ist f&#252;r die Schweizer Wirtschaft noch immer bedrohlich hoch. 4,1 Milliarden Dollar ist nach wie vor ein enormer Betrag. Er entspricht rund 5 Prozent des Schweizerischen Bruttoinlandprodukts (BIP).</p>
<p><strong>SNB-Risiko noch bei 24 Milliarden Dollar</strong><br />
Das Totalrisiko der Nationalbank bel&#228;uft sich theoretisch – falls die Papiere den ganzen Wert verl&#246;ren – auf 24 Milliarden Dollar, da f&#252;r die SNB noch 4 Milliarden f&#252;r Eventualverbindlichkeiten &#252;bernehmen m&#252;sste.</p>
<p>Aber es gibt noch andere die Probleme haben, die Engl&#228;nder. Aber ehrlich gesagt, welcher der &#252;berschuldeten Staaten hat keine Probleme &#8211; eigentlich sind die Industrienationen pleite.</p>
<p><strong>Briten als Schuldenk&#246;nige</strong><br />
Londons Schuldenvolumen gibt Anlass zur Sorge, denn die Briten sind die Schuldenk&#246;nige der G-20-Staaten. Infolge der Finanzkrise hat sich das britische Defizit – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – fast verdoppelt. Die Schulden Italiens stiegen dagegen lediglich um 20 Prozent. Blicken die Briten nach Griechenland, k&#246;nnen sie sich alles andere als auf die Schultern klopfen. Londons Verschuldung betr&#228;gt in diesem Jahr 13 Prozent des Bruttoinlandprodukts – etwas so viel wie beim Pleitekandidaten Hellas.</p>
<p><strong>2009 wurde fleissig an der neuen Finanzblase gearbeitet</strong><br />
Durch den Einbruch am Gewerbeimmobilienmarkt in den USA drohen Kreditausf&#228;lle in Milliardenh&#246;he. Tausende US-Banken k&#246;nnten das Problem auf die gesamte amerikanische Wirtschaft &#252;bertragen. Es drohen US-Banken in den kommenden Jahren Ausf&#228;lle gewerblicher Immobiliendarlehen in H&#246;he von 200 bis 300 Milliarden Dollar. Insgesamt, so eine Analyse des COP, stehen in den Vereinigten Staaten von 2010 bis 2014 solche Kredite mit einem Volumen von etwa 1,4 Billionen Dollar zur Anschlussfinanzierung an. Beinahe die H&#228;lfte dieser Darlehen steht nach Angaben des COP bereits jetzt &#8220;unter Wasser&#8221;, sprich, die Kreditsumme &#252;bersteigt den gegenw&#228;rtigen Wert der Immobilie. Die neue Krise abzuwenden wird schwer, einige meinen, gar unm&#246;glich.</p>
<p>Da hilft wohl nur der eigene Tresor, Sparstrumpf und das liebe alte Gold. Doch auch die Inflationsgefahr scheint weiter zu steigen, also doch lieber den eigenen Kartoffelacker bewirtschaften, den jeder weiss &#8220;Geld kann man nicht essen&#8221;.</p>
<p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=4%2C3+Milliarden+Verlust+auf+die+UBS-Schrottpapiere+http://acfy3.th8.us" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://seeblog.seelicht.ch/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=4%2C3+Milliarden+Verlust+auf+die+UBS-Schrottpapiere+http://acfy3.th8.us" title="Post to Twitter">Tweet This Post</a></p>]]></content:encoded>
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