Die hochschwangere New Yorker Künstlerin Marni Kotak plant aus der Geburt ihres Kindes eine Performance mit dem Titel „The Birth of Baby X“ zu machen. Sie will das Baby, dessen Geschlecht sie noch nicht kennt in einer Galerie zu Welt bringen und damit die Grenzen von Kunstwelt und Realitat, Voyeurismus und Privatsphäre neu definieren.

Auf der anderen Seite ist die Geburt eine der naturlichsten Sachen der Welt, warum also nicht Kunst daraus machen?“, so eine Besucherin. Die Künstlerin selber findet ja eine Galerie sowieso persönlicher als ein Krankenhaus. Quelle: kulturnetzwerk
(Webseite der Künstlerin: Marina Kotak)

Wenn die natürlichsten Sachen der Welt Kunst sind, stellt sich natürlich die Frage was Kunst dann noch eigentlich ist – der Alltag? Dann wird jeder Toilettengang zur Kunst, jede Operation, jeder Unfall wird zur Performance. So gesehen machen die Medien dies ja schon die ganze Zeit, oder sind das alles mittlerweile Kunstzeitschriften. Nur weil alles in den heiligen Räumen der Kunst abläuft, muss es nicht zwangsweise Kunst sein. Es ist einfach nur der einfache Weg Aufmerksamkeit zu erwecken – denn mit Provokation kommt man in die Medien und man wird dadurch bekannt – also Marketing und Werbung.

Wenn Kunst der Vorreiter unser Gesellschaft ist, zeigt es der westlichen Gesellschaft den eingeschlagenen Weg auf und das passt ja. Facebook und Co. ist nun schliesslich auch Kunst, jeder der seine Urlaubsfotos einstellt ein Fotokünstler, das lässt sich beliebig fortsetzen – schöne Welt.

Geburt als Kunstperformance – The Birth of Baby X
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