Der Umweltminister Sigmar Gabriel und seine Kompetenz, aber wo liegt diese eigentlich genau? Ich glaube er weiss es selbst nicht mal. Seine CO2 Einsparungspredigt beeindruckte nicht so besonders, dann die Superidee mit dem Biosprit und die Bürger sollen sparen und am besten neue Autos kaufen. Dafür bläst er letztes Jahr 44,66 Tonnen Kohlendioxid für seinen Kurztrip Mallorca – Berlin (Kabinettssitzung) – Mallorca in die Umwelt. Was soll man von ihm halten?
Der Biosprit den er forciert, ist eine ziemlich üble Sache für unsere Umwelt und Nahrungsmittelproduktion, besonders wenn dafür Genmais (von Monsanto) angebaut wird. Mutationen sind die Folge wie man im Bild unschwer erkennen kann.

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Klimaschutzziele verhindern Kurswechsel
Steffi Augter (Berlin)

Auch in der Politik wächst die Kritik am Biosprit. Doch die hehren Klimaschutzziele lassen keinen Kurswechsel zu.
Vom Raps zum Biosprit: Die Produktion des Benzins vom Acker ist teuer, das aggressive Ethanol eine Gefahr für viele alte Autos – und wirklich klimaneutral ist das Ganze auch nicht (dpa)

Manchmal passt die ganze Wahrheit in nur einen Satz: „Lange war Biosprit der Himmel – heute ist er die Hölle.“ Diese Erkenntnis von Naturschützern bringt Michael Kauch, Umweltexperte der FDP-Fraktion, von einem Kurztrip nach Brasilien mit. Sechs Tage lang tourte der Liberale mit Parlamentariern der G8-Staaten und der fünf großen Schwellenländer durch das Land, sprach über den Schutz der Regenwälder und wie Biomasse-Zertifikate verhindern können, dass der Urwald für den Anbau von Energiepflanzen abgeholzt wird.
Denn der Weg vom Ökohimmel in die Hölle ist kurz: Den Biosprit-Boom beobachtet man nicht nur in Lateinamerika mit wachsender Skepsis. Eine breite Koalition aus Umweltpolitikern, Ökoverbänden und Mineralölwirtschaft spricht sich inzwischen auch hierzulande für einen Kurswechsel bei der Förderung von Biosprit aus. Zehn Prozent Biokraftstoff soll nach einem EU-Beschluss ab 2020 europaweit getankt werden müssen. Deutschland strebt sogar eine Beimischungsquote von 20 Prozent an. Doch die Produktion des Benzins vom Acker ist teuer, das aggressive Ethanol eine Gefahr für viele alte Autos – und wirklich klimaneutral ist das Ganze auch nicht.
Es gibt mittlerweile kaum noch einen Experten, der nicht vor den negativen Folgen dieser Politik warnt. Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Gefahr zwar erkannt, doch seine Reaktion könnte die Lage noch verschlimmern. (Das macht er doch sicher, dafür hat er ein gutes Händchen)

Seiner „Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung“ zufolge dürfen Biokraftstoffe nicht von Flächen stammen, die bis 2005 Wald oder Naturschutzgebiet waren. Nur dann bekommen Pflanzenölhersteller Zertifikate, die ihren Beitrag zum Klimaschutz belegen. Doch dieser Plan hat eine Schwäche: Weil er nur Flächen für Biokraftstoffe, aber nicht für Nahrungsmittel erfasst, bauen Plantagenbesitzer in aller Welt Energiepflanzen wie Mais, Raps und Soja für deutsche Tankstellen dort an, wo der Wald längst gerodet ist.
Beim Anbau von Pflanzen für die Lebensmittelproduktion weichen sie dafür auf Regenwaldflächen aus. Deutschland fährt auf diese Weise zwar sauber Auto, heizt aber die Waldzerstörung weiter an. Die FDP fordert nun, die Biomassequote ganz auf Eis zu legen. „Sonst ist der Regenwald weg, bevor das erste Zertifikat ausgestellt wurde“, sagt Kauch.

Sein Vorschlag: Da sich die Zehn-Prozent-Quote wohl kaum abschaffen lasse (? Scheint so das man keine Gesetze der EU mehr rückgängig machen kann ?), sollte sie zumindest so lange ruhen, bis es ein verlässliches internationales System der Zertifizierung von Biokraftstoffen gibt. Denn auf Biomasse-Importe könne Deutschland kaum verzichten, ohne die ehrgeizigen Klimaziele zu gefährden. Und in Brüssel fordert Industriekommissar Günter Verheugen, Biokraftstoffe erst dann einzusetzen, wenn die Forschung Kraftstoffe entwickelt hat, deren Ökobilanz positiv ausfällt. Verheugen: „Wir sollten auf die Beimischung verzichten, bis wir über Biokraftstoffe der zweiten Generation verfügen, die wirklich nachhaltig sind“.

Quelle: Klimaschutzziele verhindern Kurswechsel Quelle: Wirtschaftswoche
OECD rügt Biosprit-Subventionen Quelle: Heise

Alter Beitrag: Sigmar Gabriel ein Heuchler? via seeblog

Berlin (dpa) – Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die EU-Kommission zu deutlichen Korrekturen an ihren jüngsten Klimaschutz-Plänen aufgefordert. So müsse die Europäische Union (EU) das schädliche Kohlendioxid bis 2020 um 40 Prozent abbauen und nicht nur um 30 Prozent.
So kennt man Sigmar Gabriel – blinder Aktionismus, aber irgendwann stellt er sich selbst das Bein und fällt auf die Nase. Vorher denken – dann reden! Dafür gibt es nochmal ein schönes Beispiel:

China: Gabriel warnt vor innenpolitisch motivierten Tibet-Debatten Quelle: blog.china-guide
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat davor gewarnt, wegen des Themas Tibet die Beziehungen zu China zu gefährden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und wertet damit wirtschaftliche Interessen ganz klar höher als Menschenrechte. Es stellt sich die Frage, ob es im Sinne der „deutschen Sache“ ist, die Augen vor Verfolgung und Diskriminierung zu verschließen. „Wir müssen lernen, dass in China eine andere Wahrnehmung des Dalai Lama vorherrscht“, fügte er hinzu.

Recht hat er, auch bei ihm als Umweltminister herrscht eine andere Wahrnehmung. Deshalb muss er viel im Web googeln um auf dem laufenden zu bleiben, aber auch das kann folgen haben: „Einmal googlen entspricht einer Stunde Licht“ Quelle: Spiegel
Eine Such-Anfrage bei Google verbraucht genauso viel Strom wie eine Energiesparlampe benötigt, um eine Stunde lang zu leuchten. So lautet die Schätzung eines großen Berliner Internet-Dienstleisters. Demnach gleicht der CO2-Ausstoß der IT-Industrie dem des Luftverkehrs.

Klimaschutzziele, Sigmar Gabriel, Biosprit und Tibet
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Ein Gedanke zu „Klimaschutzziele, Sigmar Gabriel, Biosprit und Tibet

  • Google scheint ein ziemlicher Energiefresser zu sein, bin ziemlich überrascht.
    Gabriel ist und bleibt ein kleiner dicker Junge der gerne überall mitspielen will und nicht merkt das er anderen auf den Nerv geht.

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