Schweiz – Shopping im Ausland soll begrenzt werden

345.gif

Nein, dies ist kein Aprilscherz – ansonsten wäre es sicher ein guter.

Entmündigung des Schweizer Konsumenten? 1,3 Milliarden Franken geben Schweizer jährlich allein in Deutschland aus. Nun wollen Parlamentarier gegen den Einkaufstourismus vorgehen – mit rigorosen Massnahmen.

Jetzt wird im Parlament der Ruf laut nach Unterstützungsmassnahmen für die gebeutelten Grenzregionen: Denn anders als die klassischen alpinen Tourismusregionen, denen der Bundesrat etwa durch eine Subventionierung der Bergbahnen unter die Arme griff, gingen grenznahe Agglomerationen wie Schaffhausen, Basel, Genf und das Tessin bislang leer aus. Weiterlesen… (Thurgauer Tageszeitung) Viel interessanter als der Bericht sind die Leserkommentare zu diesem Thema.

Will die Schweiz ihre Konsumenten entmündigen, am besten eine Mauer bauen wie damals die DDR? Dasselbe Parlament, das sich sonst gegen jede noch so vernünftige Regulierung sperrt, wünscht jetzt eine Regulierung. Die Superreichen in der Schweiz bekommen jede mögliche Erleichterung und wenn der kleine Schweizer in Deutschland einkauft, soll das eine Schweinerei sein? Begründet werden gerne die hohen Preise in der Schweiz mit den hohen Lohnkosten, eigentlich müssten dann die Lohnkosten zum Beispiel gegenüber Deutschland 150% höher liegen. Die Mär von den hohen Lohnkosten ist übrigens längst widerlegt.

Der Schweizer hat mehr Arbeitsstunden, weniger Urlaub, weniger Feiertage, zahlt viel höhere Mieten und nicht zu vergessen viel zu hohe Preise. Der Schweizer Patriotismus – das ist nichts anderes als gezieltes Marketing, um den Schweizer auf ein selbstbewusstes Podest zu stellen, damit er mehr arbeitet, mehr duldet und sein verdientes Geld in der Schweiz ausgibt.

Es werden im Baugewerbe Arbeiter mit Lohndumping eingestellt, andere Unternehmen gleichen den Lohn an den Euro an bzw. der schwache Eurokurs wird mit Überstunden ausgeglichen und nun soll noch der Konsument nur in der Schweiz einkaufen dürfen. Am besten gleich noch die Ferien im Ausland verbieten.

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt, hat den grössten Bankenplatz von Europa und wollte aber nie zur EU, schottet sich ab. Seit Monaten wird diskutiert, den Euro auf 1,40 zu fixieren – das ist übrigens eines der Hauptprobleme, denn als der Wechselkurs bei 1,60 war, profitierte die Schweiz vom deutschen Einkäufer.

Viele Schweizer Unternehmen kaufen Dienstleistungen und Produkte vorzugsweise im EU-Raum, weil es dort günstiger ist, als sie vom Schweizer Produzenten zu beziehen. Auch verbieten?

Wechselkursgewinne gehören den Konsumenten! (Konsumentenschutz)

Update (10.11.2011):
Die Preise kennen wieder nur die eine Richtung
Der Schweizer Franken ist immer noch massiv überbewertet. Doch die Vergünstigungen bei den Importen werden nicht an die Konsumenten weitergegeben. Im Gegenteil: Die Preisunterschiede zum Ausland nehmen zu.

Wichtig: Ihr ClickandBuy-Konto ist zeitlich begrenzt!

phising.gifSehr geehrtes Mitglied ClickandBuy,

Aufgrund der Online-Betrug, erhöhter ClickandBuy Sicherheitssysteme für alle Benutzer.

So aktualisieren Sie Ihr Konto mit der neuen Sicherheitsmaßnahmen laden Sie bitte das beigefügte Formular aus und befolgen Sie alle Schritte. Wichtig: Wenn Sie nicht ausfüllen des Formulars, wird Ihr Konto eingeschränkt werden.
Danke für Ihr Verständnis

Copyright 2011 ClickandBuy. Alle Rechte vorbehalten.

Klares Phishing! Der Absender bzw. der Absender, dessen Mailserver missbraucht wurde, ist  IP 210.48.155.94 (helo=mailinglist.emerge.com.my). Den Anhang logischerweise nicht öffnen und ausfüllen!

Aktienhändler rücksichtsloser als Psychopathen

boersenguru.jpgWas wir alle schon immer vermuteten und ohne die Universität schon längst herausgefunden haben:

„Börsenmakler tun einer Studie zufolge alles, um erfolgreicher zu sein als ihre Konkurrenten. In einem Vergleich mit Psychopathen schnitten sie noch egoistischer ab.“

Das Timing der Studie ist perfekt: In einer MBA-Arbeit an der Universität St. Gallen haben Thomas Noll und Pascal Scherrer das Verhalten von 27 professionellen Tradern untersucht, die hauptsächlich bei Schweizer Banken, aber auch bei Rohstoffhändlern und Hedge-Funds arbeiten.
Sie taten das in einer Art und Weise, die den direkten Vergleich der Resultate mit einer existierenden Studie an 24 Psychopathen in deutschen Hochsicherheits-Kliniken und einer Kontrollgruppe von 24 «normalen» Personen ermöglichte. Die Ausgangs-Hypothese war, dass sich Trader in einem Gefangenendilemma-Computerspiel ähnlich rücksichtslos, egoistisch und unkooperativ wie Psychopathen verhalten würden – dabei aber eine deutlich bessere Performance erzielen. Quelle: NZZ

Weiterlesen: NZZ – Destruktive Dynamik im Handelsraum

Dazu der sehr passende Artikel vom 27. September 2011: Ein Börsenhändler packt aus – „Ziel ist es, aus der Krise richtig Geld zu machen“ oder
„Goldman Sachs regiert die Welt“ (welt.de)
Die böse Beichte eines Börsianers (stern.de)
Der ehrliche Spekulant bekennt sich zu seinem Hobby  (Financial Times Deutschland)

Könnte aber auch ein Hoax sein – Rastani ist kein echter Börsenhändler, sondern ein Mitglied der Guerrilla-Gruppe «The Yes Men». Die Organisation ist bekannt dafür, dass sich ihre Mitglieder als «Experten» ausgeben und in seriös wirkenden Interviews völlig überspitzte Aussagen machen. Und wenn es so wäre oder alles nur ein Fake war, passt das Interview aber trotzdem sehr gut zum Leitartikel! ;-) Denn die Aussage des Berichts kann man fast jeden Tag sehen.

Update: Die Aktion sei zwar «eine meisterhafte Performance» gewesen, doch Alessio Rastani gehöre nicht zur Organisation. «Yes Man» Andy Bichlbaum erklärt sich in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Webseite einverstanden mit Rastanis Aussagen und lässt dem Leser die Freiheit, zu vermuten, dass seine Gruppe sehr wohl hinter einer solchen Aktion stehen könnte. Lesenswert: 5 Aktionen, um die Welt zu verbessern
Rastani ist ein aggressiver Selbstvermarkter, er betreibt eine Web-Seite, auf der er sich selbst als „erfahrenen Aktienhändler“ anpreist. Er hat ja nicht neues gesagt, oder?

YES WE CAN
Aber seien wir doch ehrlich, wen verwundert dies? Sicher gibt es auch ganz andere Bereiche in der Wirtschaft, wo dieses Ergebnis ähnlich sein könnte. Es ist der Zeitgeist unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Wie würde das Ergebnis dieser Studie wohl bei Politikern aussehen?

So zum Beispiel?
Politiker haben eine Wahrnehmungsstörung. Eine Wahrnehmungsstörung ist eine Störung in der Verarbeitung von Sinneseindrücken im Zentralnervensystem. Wahrnehmungsstörungen im engeren Sinne liegen dann vor, wenn das verlässlichste Umweltorientierungssystem – das Spüren, die Verbindung der Sinnessysteme untereinander oder die geordnete Abfolge von Sinnesreizen betroffen sind. Man unterscheidet zwischen taktil-kinästhetischer, intermodaler oder serialer Wahrnehmungsstörung. Beispiel: Dass man nach der Finanzkrise 2008 an eine Rückkehr zur Normalität geglaubt hat, sei nicht nur naiv gewesen, sondern zeugt von einer Wahrnehmungsstörung.

Spam von der Deutschen Post

hsdjhjsd_1.jpgZur Zeit werden wieder Spam verschickt im Namen der Deutschen Post mit folgendem Text:

Lieber Kunde,

Es ist unserem Boten leider misslungen einen Postsendung an Ihre Adresse zuzustellen.
Grund: Ein Fehler in der Leiferanschrift.
Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich kriegen.
Anbei finden Sie einen Postetikett.
Sie sollen dieses Postetikett drucken lassen, um Ihre Postsendung in der Postabteilung empfangen zu konnen.

Vielen Dank! Deutsche Post AG.

Der Anhang ist eine Zip-Datei mit folgender Bezeichnung: Postetikett#36625.zip oder mit anderen Zahlen

Am besten downloaden und entpacken und schon habt Ihr Besuch. (Das natürlich auf keinem Fall machen!!! – Also sofort löschen.)

Cisco: Cisco Security Intelligence Operations has detected significant activity related to German-language spam e-mail messages that claim to contain a German Post mailing failure notification. The text in the e-mail message instructs the recipient to open the attachment and view the details. However, the .zip attachment contains a malicious .exe file that, when executed, attempts to infect the system with malicious code.

Was natürlich klar ist – es sind keine Mails von der Deutschen Post!

Google, Serverfarmen und Stromverbrauch und CO2-Emissionen

server.jpgIm Jahre 2010 verbrauchte Google exakt 2.259.998 MWh an Strom und generierte dabei 1,46 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Rechnet man diese Zahlen durch alle Personen, die Google-Dienste im vergangenen Jahr nutzten, entstanden pro User im Jahr 2010 also 1,46 Kilogramm Kohlendioxid.

Weiterlesen bei: www.pcdaily.de

 

Bekanntermassen sind grosse Serverfarmen reine Energiefresser, nicht nur, dass sie klimatisiert werden, auch die Herstellung kostet Energie.
Energieverbrauch von Serverfarmen:

  • Yahoo und Google setzen stärker als andere Firmen auf erneuerbare Energien.
  • Facebook bezieht zu über 50% Kohlestrom.
  • Apples neues Datenzentrum wird fast 100 Megawatt Strom benötigen (Das entspricht laut Greenpeace 80.000 US-Haushalten oder 250.000 EU-Haushalten -> man beachte den Faktor 3 zwischen US und EU).
  • Momentan erzeugen die Server etwa 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes, das entspricht dem der Flugindustrie.
  • Die Basisstationen und Netze der Mobilfunkbetreiber verbrauchen zusammen mit den Serverfarmen des Internets weltweit rund 240 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Hinzu kommen die fast 500 Millionen Hosts, die die Rechenknoten in den Serverfarmen ergänzen. Addiert man den Verbrauch für die Infrastruktur der Mobilfunknetze, des Festnetzes und des Internets, „erscheint ein Anteil von drei Prozent an der weltweit konsumierten Elektroenergie noch als konservative Schätzung“.
Zurzeit verdoppelt sich der Energiebedarf für Serverfarmen und Telekommunikation nämlich alle vier bis fünf Jahre. Den informationstechnischen Standard von Nordamerika, Westeuropa und Japan auf die ganze Welt zu übertragen, würde bereits heute 40 Prozent der weltweiten Kraftwerksleistung verschlingen. In kaum zehn Jahren würden sämtliche jetzt laufenden Kraftwerke nicht mehr ausreichen.
„Für jeden in Computer-Hardware investierten Dollar sind weitere rund 50 Cent für den Stromverbrauch aufzubringen“, stellt eine Studie des Marktforschers IDC fest: „26 Milliarden Dollar kosteten 2005 Strom und Kühlung der weltweit vorhandenen Server – mehr als das Doppelte als zehn Jahre zuvor“. Neue Großrechenzentren siedeln sich daher heute dort an, wo Strom und Kühlwasser billig sind.

Die grosse Frage ist das Thema mit erneuerbaren Energien – dieser Trend kostet schliesslich auch – oftmals auf Kosten der Natur. Und die berühmte Klimaerwärmung wird genauso verlaufen wie das berühmte Waldsterben.

Die Schweiz – Polizei schröpft Touristen am Flughafen

Ein wirklich lesenswerter Bericht, besonders für Touristen:

Reisende, die über kein spezielles Visum für die Schweiz verfügen, werden bei der Passkontrolle in Zürich gebüsst. Auch, wenn sie nur umsteigen. Die im Transitbereich anfallenden Bussen machen beim Statthalteramt Bülach mit jährlich rund 1,7 Millionen Franken bereits ein Drittel der anfallenden Bussensumme aus. Statthalter Hanspeter Frei nimmt die Visaproblematik mit Humor, bezeichnet etwa den täglichen Swiss-Flug nach São Paulo als «auch recht ergiebig». Die Bussensummen bewegen sich inklusive Gebühren zwischen 200 und 650 Franken.

Quelle und weiterlesen: Tagesanzeiger