Das vorläufige Ende des Seeblog

Damit Ihr nicht unnötig spekulieren müsst weshalb der Seeblog geschlossen ist, eine kurzes Statement

Überraschend wie sich der Seeblog entwickelt hat, in den letzten 11 Monaten hatte der Blog knapp über 690.000 Besucher, die Zugriffszahlen (1.743.649) waren um einiges höher. 1204 Besucher haben Kommentare geschrieben, mich selbst hat das Interesse an den geschriebenen Artikeln ziemlich erstaunt. 
Die Entscheidungspunkte sind einfach erklärt; zum einen der Zeitaufwand (kleinere Grund) und ich suche zur Zeit eine Arbeitsstelle (wichtiger Grund). Wie jeder weiss, schauen die Arbeitgeber gerne im Internet nach, wer sich da bei ihnen bewirbt. Es scheint das Menschen, die grössere komplexe Zusammenhänge erkennen, sie in ein gesundes Verhältnis setzen und einiges in Frage stellen auf dem Arbeitsmarkt nicht so gefragt sind. Oder sie wollen sie einen sehr kreativen Mitarbeiter, aber keinen der auch noch Kunst macht. … jemanden der denkt, aber doch lieber nicht denkt.

Es ist aber noch nicht entschieden ob ich  den Seeblog nun ganz beende oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehme. Mir ist es nicht leicht gefallen diese Entscheidung zu treffen.

Ich danke für die vielen Besuche, die vielen Kommentare und das rege Interesse für den Blog und wünsche Euch eine gute Zeit.
Zum Schluss noch ein Zitat:

Es reicht nicht aus, einen gut funktionierenden Verstand zu haben; das Wichtigste ist, ihn auch gut zu nutzen. (René Descartes (1596-1650) – Philosoph und Mathematiker)

Wer mit den Wölfen heulen möchte, sollte zumindest so tun als wäre man einer. (Michael Prax)

21 Kommentare zu “Das vorläufige Ende des Seeblog”

1. Heinz on November 19th, 2008 19:17 e Das heißt, die älteren Beiträge sind gar nicht mehr abrufbar? Ein Blog muss ja für einen Arbeitgeber nichts negatives sein.

2. Michael on November 19th, 2008 19:33 e “Das heißt, die älteren Beiträge sind gar nicht mehr abrufbar? Ein Blog muss ja für einen Arbeitgeber nichts negatives sein.” Schön wäre es, aber der Blog war zum aktuellen Zeitgeschehen sehr kritisch. Beim auswerten der Logfiles fand ich genau die Firmen die mir abgesagt haben. Ich habe es nicht gerne getan, aber um weiterzukommen musste ich diesen Entschluss fassen, deshalb ist er komplett weg. Wer stellt schon einen sehr kritischen Menschen ein, der gerne über den Tellerrand schaut und es auch ausspricht. Kaum einer. Vielleicht sollte ich in den Journalismus wechseln.

3. Paul on November 19th, 2008 19:37 e Hey das finde ich sehr schade. Deine Themen waren sehr interessant und genial geschrieben. Ich werde ihn vermissen, den seeblog. Übrigens hattest du bei bloggerei.de ein verdammt gutes Ranking.

4. 1. Vorsitzender der RDA-Initiative on November 21st, 2008 00:19 e Schade ist das. Bin gerade zufällig mal wieder reingestolpert – und nun so. Aber vielleicht überlegst Du Dir das doch nochmal anders, denn ja, es gibt auch sie, die Arbeitgeber, die sich über kritische Köpfe freuen. Denn kritische Mitarbeiter sind immerhin diejenigen, die noch selber denken können. Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu lesen.

5. Michael on November 21st, 2008 08:33 e “Denn kritische Mitarbeiter sind immerhin diejenigen, die noch selber denken können.” Davor haben die Geschäftsführer anscheinend ziemlich Angst.

6. Klimaforum on November 21st, 2008 14:27 e … wieder ein guter Blog weniger, trotz und auch deswegen weil Sie eine andere Position bezogen haben als die Masse. Gut geschriebene und interessante Artikel, sehr gut recherchiert und auch sich die Mühe gemacht die Quellen zu verlinken. Ich finde es nur schade!

7. Ursula on November 21st, 2008 14:47 e Ich schliesse mich den Vorschreiber an. … nur schade. :-(((((((((

8. Paul on November 22nd, 2008 09:37 e Ich hoffe Du überlegst es Dir noch anders. Hast einen super Schreibstil, interessante Themen und bringst es mit einer gehörigen Portion Humor und ein wenig Sarkasmus auf den Punkt. Paul

9. Herr Lehmann on November 22nd, 2008 15:27 e Warum schliessen immer die wirklich guten Blogs Dummgeschwätz scheint sich unheimlich zu vermehren. Aber den Spruch “wer mit den Wölfen heulen möchte, sollte zumindest so tun als wäre man einer” – kann ich gut nachvollziehen. Kritische Mitarbeiter haben es heute noch schwerer. Traurig das es wieder einen objektiven, spannenden und interessanten Blog nicht mehr gibt. Herr Lehmann

10. Wolf Harmes on November 24th, 2008 18:58 e Das darf doch nicht wahr sein, der Blog ist komplett geschlossen. Kein einziger Bericht mehr. Bin zwar kein täglicher Besucher, aber habe den Blog immer mit einem Grinsen gelesen. War es der Bericht über die Headhunter oder die unfähigen Manager und Politiker, die den Firmen nicht gefallen hat. Schande! Traurig! Ich hoffe doch Sie machen irgendwann weiter, man soll ein Talent nicht vergeuden. Grüße aus dem Norden Wolf Harmes

11. Hans-Ruedi on November 26th, 2008 11:00 e Bin sehr entäuscht, warum überlassen Sie den hirnlosen Schreibern das Feld. Solche Menschen wie sie bringen wenigsten die Themen auf einen Punkt. Auch ich hoffe wie die anderen Schreiber – machen Sie bitte weiter! Grüsse Hans-Ruedi ein eifriger Leser des Seeblog

12. christian on November 26th, 2008 13:37 e tschau michael, schade um deine arbeit. mir ist zwar nicht einleuchtend klar, weshalb arbeitgeber deine situation ernsthaft beeinflussen können oder wollten… ! du hast dich doch mit der lichttechnik befasst: keine freie stelle in diesem markt mit deinen hohen besucherfrequenzen wären doch auch gut bezahlte werbeflächen zu verkaufen gewesen, oder nicht auf ein gespräch im atelier freue ich mich, christian

13. Marcel on November 28th, 2008 14:52 e Schade, Schade, Schade!

14. Peter Frei on November 29th, 2008 19:55 e Das ist bisher das unüblichste Argument um einen sehr interessanten Blog zu schliessen. Werde Sie persönlich kontaktieren aus Interesse wegen der Hintergründe. Grüsse aus Deutschland Peter Frei

15. Team Nukleus on Dezember 1st, 2008 12:44 e Wir hoffen doch bald wieder Beiträge zur Teilchenforschung und der theoretischen Elementarphysik von Ihnen zu sehen und lesen. Unverständlich warum Sie wegen solcher Artikel Probleme seitens der Arbeitgeber bekommen. Mail an Sie persönlich folgt. Grüsse aus Genf

16. Susanne on Dezember 1st, 2008 12:51 e Mist wieder ein guter Blog weniger und dafür kommen 100 neue ohne interessanten Inhalt. Warum in aller Welt löscht Du diesen super Blog ??? ich verstehe es nicht! :-((((( Susanne

17. Karl on Dezember 2nd, 2008 14:06 e Pech und ich dachte bald kommt wieder ein interessanter Bericht über die Zustände hier auf der Welt. Der seeblog war einer meiner Lieblingsblogs und ich finde es sehr schade weil es ihn nicht mehr gibt.

18. Dr. Feelgood on Dezember 2nd, 2008 14:25 e hallo michael was ist nun passiert kein seeblog mehr scheint so als hättest du es wahr gemacht was du anfang dieses jahr geschrieben hast “das digitale nirwana – wie real ist ein blog”. du hast ja darüber berichtet wenn ein blog plötzlich weg ist und was davon übrigbleibt. zumindest sehr konsquent deine tat, die stellensuche ist wohl vorgeschoben, oder

19. Arschgeiger on Dezember 7th, 2008 21:26 e Nanu? Schade. Sehr schade. Aber vielleicht treffen wir uns mal auf dem See. Gruß und viel Erfolg!

20. Nads on Dezember 26th, 2008 23:14 e Das glaub ich nicht! Egal in welchem Winkel der Welt ich schon steckte: ein Blick auf deine wunderschönen Fotos brachte mich wieder an den See zurück. Ich liebe deine Perspektive Richtung Mettnau, die wunderschön stimmungsvollen Ruderfotos. Das werde ich vermissen! Doofe Arbeitgeber. Trotzdem – oder besser: deshalb – viel Erfolg bei der Jobsuche!

21. admin on Januar 3rd, 2009 16:55 e Irgenwann kommen die ganzen Fotos auf eine Seite – ein alte gibt es noch: http://www.gridnetwork.ch

Die Hanf-Initiative in der Schweiz

Die Forderungen sind nicht neu. Drogenfachleute wiederholen sie seit Jahren: Der Konsum von Betäubungsmitteln muss straffrei sein. Der Staat soll den Handel mit Cannabis regeln.

thc.jpg

Die Empörung
Das interessante sind die Gegner dieser Initiative. Paradox ist die Empörung immer: Die heutige Hochleistungsgesellschaft kann ohne Drogen – legale, illegale oder rezeptpflichtige – nicht funktionieren. Gleichzeitig bedrohen die Drogen dieses Funktionieren; der Grat zwischen Leis­tungssteigerung und Schädigung ist ­schmal. Drogen als Genuss- und Kultmittel gehören zu allen Kulturen der Welt. Ihr Konsum kann angenehm und sinnvoll sein, aber Selbstschädigung ist nichts Schönes, im Dienst des Kapitalismus schon gar nicht.

Das gesunde Verhältnis?
Wenn man dies in einem gesunden Verhältnis betrachtet: Was ist mit den gefährlichen Pestiziden in unseren Essen, wie gefährlich ist die Antibiotika-Resistenz von Viren, wie wirken sich langfristig Umweltbelastungen auf den Menschen aus … . Schädigen solche Ursachen nicht auch den Menschen? Gibt es ausreichende Gesetze für den Schutz des Menschen durch die schleichenden Umweltbelastungen? Wie viele Menschen sind an Dioxinen und anderen Umweltgiften gestorben, oder sind davon stark belastet und haben dadurch Schädigungen. Wieso ist dies legal? Man fragt sich wieso dieses Thema so polarisierend ist, um was geht es denn wirklich. Um das Wort „Droge“ – Droge automatisiert mit Sucht und gesellschaftlicher Absturz?

Das Paradox der Hanf-Gegner
alkohol.jpgAuf einer Konferenz der Gegner wurde Alkohol konsumiert, auf die Frage ob dies keine Droge sei, kam als Antwort: Alkohol sei schliesslich ein Kulturgut und vernünftig konsumiert stellt es keine Gefahr dar. Märchenstunde? Hier scheint doch eine ziemliche Doppelmoral vorzuherrschen, da allgemein bekannt ist, die Droge Alkoholverursacht beim Menschen grossen Schaden. Es wird immer gerne angeführt „die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Hanf-Konsumenten seien auf keinen Fall zu unterschätzen.“ Lächerlich, denn grössere Gefahren lauern im legalen Gebiet wie Genmanipulation, Nanoteilchen im Trinkwasser, die Umweltverschmutzung durch Chemiekonzerne und die sind real und werden trotzdem unterschätzt.

Das verwundert doch, die Saubermänner die gerne mit dem erhobenen Zeigefinger umherlaufen, sind auf der anderen Seite mehr gefährdet für Sucht als andere. Ein schönes Beispiel war damals der Fall Friedmann, dieser war ein ausgesprochener Gegner von Drogen – die er selbst konsumierte. 2001 das Bundesverdienstkreuz und 2003 die Kokainaffäre, diese Fälle lassen sich beliebig fortsetzen.

Und dann gibt es noch die Elite der ganz reinen Menschen, kein Alkohol, kein Tabakkonsum, natürlich keine Drogen – einfach gesund leben. Schön. Sind dies die edlen Menschen, die Gutmenschen auf unserem Planeten? Nein! Sie haben nur für sich eine persönliche Entscheidung getroffen und diese ist vollkommen in Ordnung, leider scheint die Nebenwirkung ein erstarrter rechter Zeigefinger zu sein. Man könnte es auch so beschreiben: Ein Mensch der seinen Glauben gefunden hat, muss nicht andere überzeugen – wenn aber der gefundene Glauben manifestiert wird als die absolute Wahrheit und damit andere überzeugt werden müssen, dann hat man schon alles verloren was man gefunden hat. Die Überzeugung dient nur als Selbstzweck und kann man als einseitig egoistisch bezeichnen oder in anderen Worten: Wer laut schreit hat meist unrecht!

Würde man sich gegen Alkohol genauso verhalten?
2007 waren dies pro Kopf: Bei Wein 39,3 Liter und bei Bier 57,4 Liter. Das liegt daran in erster Linie, Alkohol ist legal und Alkohol ist ein Konsumgut, wie jedes andere auch. Neue Sorten von alkoholischen Mischgetränken (Alcopops, alkoholhaltige Energiedrinks) und Bier mit verschiedensten Geschmacksorten wurden erfolgreich vermarktet.

Das reichste Land der Welt litt schon oft unter höchsten Aids- und Selbstmordraten und hat, auch wenn die Zahlen seit drei Jahren rückläufig sind, bis heute am meisten Drogentote zu beklagen. In der Schweiz leben 150 000 Alkoholkranke und doppelt so viele Tablettensüchtige, 1,7 Millionen Raucher, über 600 000 Kiffer und gegen 30 000 Abhängige sogenannt harter Drogen bei hoher Dunkelziffer.

Zum anderen bedeuten die vielen Alkoholkranken eine grosse Belastung des Gesundheitssystem, ähnlich wie die Tablettensüchtigen und dann gibt es noch die Menschen die durch Umweltgifte geschädigt wurden. Also stellt sich die Frage, wie Gesundheitsschädlich sind die Stoffe die illegal und legal sind. Würde man diese in einem korrekten Verhältnis betrachten, so würde man feststellen, dass es noch einiges gefährlicheres gibt als Cannabis. Aber das scheint eine andere Geschichte zu sein.

Selbstverantwortung eines jeden für sich?
Es stellt sich doch die Frage, wie selbstverantwortlich gehen die Alkoholtrinker und Kiffer mit der Droge um. Da der Mensch gerne über die Stränge schlägt, sind Suchtkranke sicher vorprogrammiert. Aber in der Wirtschaft ist es nicht anders, da gibt es die Sucht Gier, Machthunger und Verantwortungslosigkeit.
Wenn ein Workaholic einen Zusammenbruch hat nennt man es Burnout-Syndrom, hier hat der Normalbürger grosses Verständnis – es ist mit Leistung verbunden, tatsächlich ist es reine Sucht und dient nur dem Selbstzweck.

Würde man hinter die Kulissen unserer so sauberen Gesellschaft schauen, so würde sich zumindest hier Ernüchterung einstellen. Wie viele Vorbilder konsumieren Alkohol und nehmen andere leistungssteigernde Drogen. Kokain ist dem Vormarsch oder Medikamente die Leistungsfördernd sind, tendenziell werden hyperaktiven Kindern Beruhigungsmittel verabreicht und ist es zu ruhig, dann braucht es eben ein anders Medikament. Scheinheiligkeit bei dem Cannabisthema war schon immer und wird auch so bleiben.

Ungesund?
Natürlich ist Cannabis ungesund, besonders wenn man es raucht schädigt es die Lunge mehr als Tabak, extremer Gebrauch kann viele psychische Erkrankungen hervorrufen. Aber im einem gesunden Verhältnis gesehen; wenn sich jemand aus irgendwelchen Gründen entschliesst den Everest hochzuklettern und dabei wie so oft ein paar Körperteile erfrieren, die hinterher amputiert werden müssen – ist das gesünder? JA – weil keine Drogen im Spiel waren?

Information:
Hanfinitiative Quelle: Hanfinitiative Schweiz
Bessere Kontrolle – weniger Kriminalität Quelle: Pro Jugendschutz
Argumentarium Hanfinitiative Quelle: Bundesamt für Gesundheit BAG
Information der alkoholtrinkenden Gegner:
Nationalräte gegen die Hanfinitiativ Quelle: Hanf Nein
Hanfinitiative-Nein Quelle: Hanfinitiative-Nein
Nationalrat lehnt Hanfinitiative ab Quelle: NZZ (Man beachte bei dem Artikel die Drogenwerbung für Wein!)
Nein zur Hanfinitiative Quelle: Drogstop

Drogstop argumentiert zum Nein zum revidierten Betäubungsmittelgesetz folgend:
· weil es eine erfolglose Politik der Toleranz gegenüber dem Drogenkonsum zementiert; (eine erfolglose Politik sieht man in äusserst vielen Bereichen)
· weil die Kosten der Drogensucht für unsere Krankenkassen, unsere Sozialhilfe unsere Invalidenversicherung usw. bereits heute 4.1 Milliarden betragen und weiter zunehmen werden. Als Vergleich hat die nützliche SBB im Jahr 2007 3.5 Milliarden für den Bahnverkehr eingenommen. (das ist das schwachsinnigste Argument bisher und basiert auf einer bewussten Unwahrheit, was die Kosten angeht)
· weil das neue Gesetz den Jugendschutz schwächt.
· weil die Verabreichung von allen möglichen Rauschgiften an süchtigen Menschen ein vermeidbares Verbrechen darstellt. (was ist mit Umweltgiften in unserem Essen und den Rauschgiften Alkohol, Tablettensucht, Arbeitssucht, Machtsucht, Computersucht, nicht zu vergessen das Rauschmittel „Glauben“ und „Geldgier“ …)

und weil es schöner ist mit den Wölfen zu heulen, als sich selbst eine umfassende Meinung zu bilden.

Der Verfasser: Ich komme mit Menschen aus beiden Lagern in Kontakt, auffällig war tatsächlich ein nicht unerheblicher Alkoholkonsum bei den Veranstaltungen der Gegner. Es verwundert dann doch, wenn man dann lallend erklärt bekommt wie gefährlich Cannabis ist und mit erhobenen Zeigefinger gesagt bekommt, Hanf wäre schliesslich ein RAUSCH-Gift . Deswegen sollte man Dummheit zu einem Kulturgut erklären.

Phishing – Confirm your PayPal Anti-Fraud Protection

phising.gifAlle Tage wieder ein Versuch an Daten von User zu kommen, diesmal über PayPal. Viele User haben ihr Konto bei PayPal und einige sind schon auf diese Mails reingefallen. Die Absenderadresse ist service@intl.paypal.x.com und hat mit PayPal nichts zu tun! Also Augen auf!

Hinter dem Link: www.paypal.com verbirgt sich:
http://secure.paypal.com.session-89691(…)6525.ssl67.ru/ – da sind wieder die Russen am Werk (!Bitte nicht draufklicken!).

Ähnliche Mails werden von den Betrügern als Bankdatenüberprüfung oder Sicherheitsüberprüfung gesendet. Die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass es um das ausspionieren von Daten geht – wer seinen Menschenverstand benutzt kommt schnell dahinter, Banken oder ähnliche Institutionen machen es niemals über den normalen Mailverkehr. Aber darüber ist im Internet und in den Medien schon soviel besprochen und aufgeklärt geworden. Sehr verwunderlich – es fallen immer wieder einige darauf rein.

PayPal – The safer, easier way to pay
Use your credit card without exposing your card number to merchants.
Speed through checkout without stopping to enter your card number or address.
Send money to family and friends for free.

Fight fake emails
Make sure you’re using the latest internet browser.
Visit the PayPal Security Center.

Protect Yourself from Fraud!

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LaCie LaCinema Premier – Test

lacinema_premier.jpgVerwandeln Sie Ihren Fernseher im Handumdrehen in ein Unterhaltungscenter für Filme, Fotos und Musik. Schließen Sie die LaCinema Premier einfach per USB an Ihren Mac oder PC an und übertragen Sie Ihre digitalen Medien. Anschließend können Sie sie mit Ihrem Fernsehgerät verbinden und den Inhalt sofort darauf abspielen. (Lacie)

Mit Freude habe ich dieses Gerät erwartet, um meine Filme und Musik abzuspielen und zu verwalten. Das Handling ist sehr einfach, am USB des Computers anstecken, die Files draufladen und Musik, Fotos oder Filme am Fernseher ansehen.
Im grossen und ganzen spielt er die AVI und XVID, DIVX Filme korrekt ab, leider passiert ab und zu das sich ein Film mittendrin aufhängt, ruckelt oder springt – am Rechner hat der gleiche Film dagegen kein Problem. Scheint an der LaCinema Premier zu liegen scheint mir. Diesen Fehler habe ich noch nicht verifizieren können. Schade das Quicktime Filme nicht abgespielt werden können, das fehlt noch bei den ganzen Formaten die abgespielt werden können. Bei reinen DVD-Video Formaten und HD-Formaten (1080i) scheint es Probleme zu geben, sie werden einfach nicht abgespielt.

Musik in den Formaten MP3, WMA, AC3, Ogg Vorbis spielt die LaCinema Premier anstandslos. Wer aber glaubt seine ganze MP3 Sammlung auf der LaCinema Premier unterzubringen, was anhand der Speicherkapazität sicher kein Problem darstellt, der wird enttäuscht sein. Hier zeigen sich die Schwächen ganz deutlich, es dauert mehrere Minuten um ein Archiv mit 300 bis 800 Musik-Ordner anzeigen zu lassen. Wenn man einen Titel anspielt und wieder zurück in das Hauptmenü der Musiktitel will, dauert das wieder einige Minuten und das nervt dann doch gewaltig. Also habe ich die Musikordner nach Alphabet aufgeteilt und die Unterordner auf maximal 60 Stück begrenzt. Trotzdem eine untragbar lange Wartezeit, wenn man wieder die 60 Ordner anzeigen lassen will. Schnelles navigieren und Musiktitel kurz anspielen ist nicht möglich. Schade.

Negativ: Als Musikverwaltung mit tausenden von Titeln taugt die LaCinema Premier absolut nichts, nicht wegen der Qualität, sondern wegen den ewig langen Zugriffszeiten, die sind wirklich viel zu lange.
Positiv: Wunderbar wie leise eine Festplatte sein kann, sie schnurrt wie ein Kätzchen. Als reine Filmstation macht sie sich sehr gut und alles ist sehr komfortabel mit der Fernbedienung zu bedienen – so macht Filme ansehen wirklich Spass. Die Zugriffszeiten bei den Filmen ist auch schneller.

Wie von der Firma LaCie gewohnt, eine solide und sehr gute Verarbeitung mit ansprechenden Design. Der Support von Lacie ist immer noch eine positive Ausnahme gegenüber der Konkurrenz *. Auch das Zubehör ist mit dabei und man muss nicht wie üblich neue Verbindungskabel kaufen, das hat mir bei LaCie schon immer sehr gut gefallen.
Sicher wäre noch einiges mehr drinnen mit der Multimedia Station, aber LaCie hat damit schon mal einen guten Anfang gemacht und wenn die Geschwindigkeit zunimmt wäre das eine klasse Sache.

* 12/2009: Der Support lässt wie bei anderen Firmen, auch leider bei LaCie nach, auch bekanntermassen die Qualität. Das zeigt sich deutlich bei den externen Quadra-Festplatten, wo reihenweise die Netzteile defekt sind. Kulanz ist hier in den seltenen Fällen zu erwarten. Schade – den LaCie war eine sehr gute und solide Firma.

Banker kamen ans WEF – um Party zu machen

davos.jpgDie Topbanker kamen nicht ans Weltwirtschaftsforum in Davos, um über die Wirtschaft zu diskutieren, sondern um rauschende Luxuspartys zu feiern. Das sagt WEF-Gründer Klaus Schwab.

Wen verwunderts? Sicher alle die mit dem Zeigefinger auf die Demonstranten und Gegner gezeigt haben, alle die den Bückling vor diesen arroganten Wichtigtuern machen und alle die meinen mit einer rektalen Glukoszufuhr mittels eines Trinkhalmes weiterzukommen (Link).

Inmitten der Finanzkrise hat Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF), eine Bombe platzen lassen: Die meisten Topbanker seien nämlich nicht etwa für ökonomische Debatten angereist, sondern für rauschende Luxuspartys.
«Die Partys haben nach und nach überhand genommen», sagte Schwab der Nachrichtenagentur Bloomberg, wie das Newsnetz berichtet. Er bedaure heute, dass er die Banken-Bosse nicht stärker dazu gedrängt habe, sich ernsthafter mit der Gefahr einer globalen Kreditkrise auseinanderzusetzen.

Warnungen bereits 2003
Schwab sagte weiter, dass das WEF bereits 2003 begonnen habe, Investmentbanken, Versicherungsgesellschaften und Hedge Funds vor den Risiken zu warnen, die an der Weltwirtschaft nagten. «Man hat uns aber kein Gehör geschenkt.»
Auch der operative WEF-Chef Kevin Steinberg wirft den Bankern Verantwortungslosigkeit vor. Doch er übt auch Selbstkritik: Das WEF habe sich mehr und mehr von den Bankern vereinnahmen lassen. (Quelle: Schweizer Fernsehen 1)

Klaus Schwab: Feiernde Banker am WEF «ausser Kontrolle» Quelle: Bazonline
Klaus Schwab: Feiernde Banker am WEF «ausser Kontrolle» Quelle: Tagesanzeiger mit vielen Kommentaren
«Partys am Wef ausser Kontrolle» Quelle: 20 Minuten
Die Party ist eine Sache und die andere ist – die riesigen Kosten für die Absicherung von Davos zum Hochsicherheitstrakt. Vermutlich um ungestört Party feiern zu können. Wissen Sie eigentlich wie hoch der Konsum dieser wichtigen Bankleute bezüglich Kokain ist? Sie würden vermutlich den Restglauben verlieren.

Die Kosten von rund 8 Millionen Franken für das Sicherheitsdispositiv werden zwischen dem Bund (3/8), dem Kanton Graubünden (2/8), dem WEF (2/8) und der Gemeinde Davos (1/8) aufgeteilt. Nicht eingeschlossen sind in dieser Rechnung die Leistungen der Armee. Diese kosten voraussichtlich rund 2 Millionen Franken.

Finanzsystem – Umdenken tut not!

boerse_runter.jpgAktivisten des globalisierungskritischen Netzwerks Attac nutzen eine Führung in der Frankfurter Börse für Proteste. (Frankfurter Börse zeigt Dax-Demonstranten an) Wer zeigt die Verursacher der Finanzkrise an?

In dieser Krise sind die Fehler der letzten Jahrzehnte zum tragen gekommen. Es ist aber auch eine Chance zum Umdenken, zumindest theoretisch. Das Potential an neuen Ideen ist gross, die Handlungsfähigkeit der Verantwortlichen klein. Jeder weiss, jetzt der grosse Aktionismus – siehe Politiker und danach bleibt es beim alten bis zur nächsten Finanzblase.
Hört man heute noch etwas von der Klimaerwärmung. Erst die grosse Hysterie, dann blinder Aktionismus und danach totale Stille. Das kennt man. Natürlich haben sich die Probleme verlagert, statt Klimaerwärmung die Finanzabkühlung. Muss jetzt irgendein Meteorit die Erde bedrohen oder ein Supervulkan ausbrechen, damit die Finanzkrise in den Hintergrund tritt?

Scheint ein typisches menschliches Prinzip zu sein. Verlagerung von Problemen, aber keine vernünftigen Lösungen. Eigentlich sollten wir uns mal über das zukünftige Finanz- und Wirtschaftssystem Gedanken machen, ist ja auch gekoppelt mit dem Umweltproblem und der Armut auf der Welt. Ganz sicher ist, es wird keine perfekte und zufriedenstellende Lösung für alle geben. Aber was sind ein paar Superreiche gegen Millionen von Menschen die durch Hunger und Armut bedroht sind? Demokratisch wäre es, wenn die extremen Spitzen egalisiert werden. Beschränkung von Superreichen und der Verminderung von Armuts- und Hungertoten.

Aber auch dies hat nicht nur Vorteile, geht es den Menschen in der Dritten Welt besser, wird dort die Bevölkerung stark wachsen. Schon erscheint das nächste Problem. Steigende Bevölkerungszahlen, also höhere Wirtschaftsleistung, mehr Umweltbelastung, noch grössere Hungerkatastrophen. Wie man sieht sind die Probleme sehr verzahnt und gute Ideen können sich dann langfristig negativ auswirken.

Ideale langfristige Lösung – dies würde global bedeuten (sehr pauschal gesehen):
– Wirtschaftswachstum auf die nächsten Jahrzehnte im Promillewert festsetzen bzw. auf maximal 0,2% begrenzen
– Bevölkerungswachstum weltweit mit einem Minuszeichen

… und das wird niemals geschehen, denn man muss ja auch den Menschen berücksichtigen mit seinen Eigenschaften. Also warten wir auf den nächsten Kollaps eines vom Menschen geschaffenen Systems, was übrigens auch ein ganz natürliches Prinzip ist. Das kennt man auch von der Natur oder auch von der Physik. Auch wenn der Mensch meint er würde über der Natur stehen – für adäquate Problemlösungen braucht er aber ein Bewusstsein, das über den berühmten Tellerrand blicken kann und das benötigt noch ein paar Jahre (Jahrtausende). Dann versteht er eventuell den komplexen Zusammenhang aller Ereignisse und Entscheidungen. Es gibt keine Insellösungen.

Ein kleiner Hinweis für die „brillanten menschlichen Systeme“: Die Mathematik. Schon den Griechen war klar, dass eine mathematische Theorie auf gewissen Aussagen beruht, die als wahr vorausgesetzt werden, den Axiomen. Die Unmöglichkeit, die Widerspruchsfreiheit der Mathematik zu beweisen zeigt Gödels Unvollständigkeitssatz Quelle:NZZ von 2006.

UBS auf Tiefkurs im Oktober

«Die Welt erlebt eine Finanzkrise von gigantischem Ausmass», hiess es im Marktkommentar der Zürcher Kantonalbank. Hypothekarschulden, StudentInnendarlehen und eine Blackbox von achtzehn Milliarden Dollar. Der wirkliche Wert der nationalisierten UBS-Papiere bleibt im Dunkeln.
 
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Im Strudel der Finanzkrise – bei der auch die UBS massgeblich beigetragen hat.

Sowohl die «Sonntagszeitung» (SoZ) wie der «Sonntag» berichten in ihren Ausgaben, dass die Zürcher Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die UBS-Führung aufgenommen hat. Im Raum stehen unwahre oder unvollständige Angaben, welche die UBS-Führung gegenüber Kunden und Aktionären gemacht haben könnte. Gemäss Strafgesetzbuch macht sich strafbar, wer «unwahre oder unvollständige Angaben von erheblicher Bedeutung macht, die einen anderen zu schädigenden Vermögensverfügungen veranlassen können».

In naher Zukunft soll der Schweizerischen Nationalbank und damit allen SchweizerInnen eine sogenannte Zweckgesellschaft auf den Cayman Islands gehören, die in ihren Büchern über Wertschriften von bis zu sechzig Milliarden US-Dollar verfügen wird. Diese Papiere werden in den nächsten Wochen und Monaten der Schweizer Grossbank UBS abgekauft, die dafür 54 Milliarden US-Dollar erhält.

Alle wissen: Das ist ein schlechter Deal. Die sechzig Milliarden sind reine Buchwerte. Würde man versuchen, die Papiere heute auf dem freien Markt zu verkaufen, so bekäme man dafür nur einen Bruchteil dieses Werts.
Das Risiko besteht, dass diese Spekulationspapiere nie mehr zu einem vernünftigen Preis verkauft werden können und die Zinsen darauf nicht bezahlt werden.

Etwa 55 Milliarden Franken wurden schon von der UBS abgezogen, zumeist umgeschichtet auf kleinere Banken. Die UBS befindet sich in der größten Krise ihrer Geschichte. „Wir kommen gar nicht mehr dazu, über die Wertentwicklung mit unseren Kunden zu sprechen. Die Leute wollen vor allem wissen: ist mein Geld sicher?“, sagt Vorstandsmitglied Jürg Zeltner der Schweizer „Handelszeitung“. Geht die UBS pleite, dann dürfte die Finanz-Schweiz fertig sein – dies ist mittlerweile nahezu gängige Meinung unter Bankenexperten.

Willkommen in der UBS ARENA – hier wird ihr Geld vernichtet!
Natürlich ist es vernünftig sein Geld auf Kantonalbanken zu bringen. „Wir kommen gar nicht mehr dazu, über die Wertentwicklung mit unseren Kunden zu sprechen“. Kein Wunder, wer spricht denn tatsächlich mit den Kunden. Das ist wieder eine typische Floskel und Ausrede der UBS Bankberater und eine gute Lösung haben sie auch nicht parat. Zum Beispiel ist mein Bankberater laut UBS irgendwo in NY. Beförderung für seine miserable Anlagestrategie und die leeren Versprechungen? Vermutlich wurde er aus der Schusslinie geholt, bevor die vielen kleinen Anleger mit dem dicken Minuszeichen im Depot, ihn in der UBS in Kreuzlingen besuchen wollen. Gegenüber liegt die CS und daneben die TKB – etwas was ganz sicher ist, die Thurgau Kantonalbank wird sicher an ihrem Domizil bleiben, denn die haben das Finanzkasino nicht als ihre Spielwiese angesehen. Die UBS liebt ja das Wort „Arena“, nun ist sie selbst in der Arena oder ist es mittlerweile doch eher ein Boxring. KO in der 9 Runde?

UBS-Grossbank-Geschädigte der Schweiz Der Link für die UBS-Geschädigten (leider erst im Aufbau)
Fall UBS und Aktuell (UBS) Quelle: thomas illi forensic services GmbH

Fortsetzung der Plünderung – Der Transkapitalismus Quelle: Wochenzeitung
UBS kämpft um Vertrauen Quelle: Handelsblatt
UBS-Boni mit Notrecht zurückholen Quelle: Bazonline
Schweizer Börse dämmt Verluste ein Quelle: Tagesanzeiger
Bankenplatz Schweiz nähert sich einem gefährlichen Abwärtsstrudel Quelle: Abendblatt

Passend zum Thema, man könnte die „Wall Street“ auch durch „UBS“ ersetzen: Die Zocker von der Wall Street Quelle: Der Spiegel

Die Schweizer glauben an ihre Geldhäuser – ausser an die UBS. Eine Mehrheit will neue Gesetze, um Bankenpleiten zu verhindern. Früher wurden die Kantonalen Banken und Raiffeisenbanken belächelt – und wer lacht heute?

Es gibt auch eine sehr interessanten Dokumentarfilm über die UBS von Hansjürg Zumstein.
Zumsteins Film zeigt auf, wie die Führung in Zürich ahnungslos das UBS-Schiff direkt auf die Riffs zusteuerte. Während andere Banken bereits versuchten, das Steuer herumzureissen und mit allen Mitteln aus dem Markt auszusteigen, kauften die UBS-Händler noch wie wild auf dem Hypothekarmarkt ein – motiviert durch die von Zürich verordnete Profitmaximierung um fast jeden Preis. Und: Je mehr die Händler kauften, desto höher ihr Bonus. Die Führung in Zürich realisierte die drohende Katastrophe erst viel zu spät – das Risikomanagement versagte völlig.

Zusammenfassung: Das Spiel der Banker und Bankberater
Wenn ich gewinne, werde ich dadurch schnell reich, wenn ich verliere, kostet mich das höchstens den Job.
Der Profit überbietet den möglichen Verlust. Da bleibt für moralische Gedanken kein Platz.

So wird nicht nur bei den Banken agiert, sondern auch in vielen Bereichen der Industrie.