Spamfilter für Politiker

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Immer wieder erstaunt es mich wie Kurt Beck einfache konstruktive Ideen zu Problemlösungen vorträgt. Könnte man seine geistreichen Problemlösungen visuell darstellen, dann käme das rechte Bild zustande. Wie man sieht erscheint das linke Bild viel vereinfachter – hier kann man seine Lösung des Problems nur erahnen.
Deshalb wäre es vernünftig wenn es einen Spamfilter für Politiker geben würde, denn wer kennt es nicht von zuhause. 95% der Mails sind Spam. Gäbe es einen Spamfilter für Politiker, so vermute ich, würde die politischen Spamattacken einen ähnliches Spamaufkommen aufweisen wie die Spammails. Beim Innenminister Schäuble wären es dann vermutlich 100%.

Was wir brauchen ist ein visueller Spamfilter für unsere Politiker. Nach dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“. Im Internet bremst Spam den Datenverkehr und verbraucht unnötig Ressourcen . Bei Politikerspam ist das genauso, nur der ist gefährlicher. Da Politiker ihren Spam nicht nur über das Fernsehen und Tageszeitung verbreiten, sondern in der ganzen Welt herumreisen um ihren Spam gezielt zu verbreiten – entstehen CO2 Emissionen im grossen Stil. So trägt Politikerspam zur Klimaerwärmung bei. Die Saurier sind entweder durch einen Meteoriten oder einem grossen Vulkanausbruch ausgestorben und wir werden durch Politikerspam aussterben. ;-)

Seezeichen 5 und 4

Seezeichen 5 war vorgestern, gestern war Seezeichen zwischen Horn und Iznang dran. Heute habe ich Muskelkater. Genau nach dem Foto (Seezeichen 4) setzte kräftig die Bise (Ostwind) ein. Auf einem Skiff und zügig aufkommende Wellen wird das rudern zu einem Kampf. Der direkte Weg nach Mannenbach war unmöglich, denn Wellen und Wind seitlich am Boot ist schlichtweg ein Desaster und führt sehr schnell zum Kentern. Ich muss zugeben ich habe nicht mal eine Erfahrung ob ich bei dem Wellengang überhaupt noch in das Boot komme.

Das wollte ich natürlich unbedingt vermeiden, denn mein MP3 Player und die superteueren Kopfhörer sind nicht wasserfest, der Fotoapparat schon. Deshalb entschloss ich mich gegen den Wind in Richtung Reichenau / Strandbad zu fahren. So ziemlich in der Mitte gingen die Wellen komplett über das Skiff und lief voll. Dadurch wurde es noch unruhiger. Ein Segler zeigt mir was für ein guter Wind das war und segelte mit maximaler Schräglage ein paar mal an mir vorbei. Am Strandbad angekommen, hier war ich im Windschatten, drehte ich erstmal das Boot um damit das Wasser draussen war.
Von dort ruderte ich erstmal dicht am Ufer bis zur Spitze, dann 30 Grad zum Hafen Reichenau und von dort aus wieder leicht schräg zu den Wellen nach Mannenbach.

Mal sehen was bei Seezeichen 3 passiert.

Dokument bringt Yahoo in Bedrängnis

Die chinesische Menschenrechtsorganisation Dui Hua Foundation, hat in ihrem Blog die englische Übersetzung eines pikanten Dokuments veröffentlicht: eine schriftliche Anfrage des chinesischen Staatssicherheitsamts an Yahoo bezüglich des regimekritischen Journalisten Shi Tao. Dieser sitzt wegen “Verdacht auf Verrat von Staatsgeheimnissen” seit 2004 im Knast. Dumm für Yahoo, dass man damals verkündet hatte, “keinerlei Informationen über die Natur der Untersuchung” zu haben.

Mehr dazu gibts bei Spiegel-Online: Dokument bringt Yahoo in Erklärungsnot.

Schade das sich Firmen wie Yahoo auf solche Sachen einlassen – scheint schon fast amerikanische Kultur zu sein. Google ist da kein wenig besser, die zukünftige Monopolstellung birgt jetzt schon grosse Risiken.

Die Werbefuzzies

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Diesen Pfahl sehe ich ganz schemenhaft, wenn ich auf dem Balkon stehe und Richtung Horn schaue. Entdeckt habe ich ihn als es im April kristallklares Wetter hatte. Im Sommer geriet er in Vergessenheit und letzte Woche entdeckte ich ihn wieder und nun schaute ich mir ihn mal aus nächster Nähe an. Beindruckend – 6 ist ja eine schöne Zahl .

Beim zurück rudern musste ich über einen Haufen Dreck der mitten im See dahindümpelte und auch den typischen modrigen Seegeruch hatte. Mitten in der Biomasse schwamm das Konglomerat unserer Wohlstandsgesellschaft, von der in der Werbung gepriesene „unsichtbare Damenbinde“ – hier wird sie wieder sichtbar und die üblichen Getränkeflaschen aus Kunststoff oder Glas.

Dabei fielen mir die Werbefuzzies ein. Ich mache ab und zu Marketingkonzepte für Firmen und als die Werbeagentur ihre drei Mitarbeiter schickte, brillierten sie alleine durch ihren Auftritt. „Man in Black“ ist cool, die drei waren noch cooler. Mit ihren schicken schwarzen Designeranzügen, die Aktenmappe (bestimmt so ein Designprodukt) lässig in der Hand und den „Wir sind die Oberkreativen und DU hast sowieso keine Ahnung“ Blick. Eigentlich schon fast eine Uniformität in dieser Branche.

Kurz wurde das Konzept der Webseite vorgestellt mit 4 grafischen Vorschlägen, ein paar Printmedien usw. – erstmal das übliche lange kreative Worthülsengeschwätz, wobei ich mir sicher bin, sie verkaufen ihre Phantasiewelt und Vorstellung. Dann die Kosten. Bei der Summe fiel auch mir erstmal der Unterschied zwischen Abgehoben und der Realität auf.
Bei der Frage wie sie die hohe Summe gerechtfertigten, schwang auch schon der andere einen Packen A4 Papier auf den Tisch. „Alles Programmierarbeit“ meinte er mit ernsten Blick – „viel Arbeit“ und nickte mir zu.
Auf der ersten Seite konnte ich den Editor erkennen. „Und das schreibt ihr alles von Hand“ fragte ich. Zustimmendes nicken der Drillinge.

Ihr arbeitet doch sicher auf Mac`s und benutzt doch den Dreamweaver“ (ist ein WYSIWYG – Editor).

Hier wurde kurz geschluckt und wortstark gekontert – vom Feintuning der Bilder bis zum manuellen Feinschliff des HTML-Codes und wie schaut es mit einem Flashintro aus?

Jeder hat es und keiner braucht es das tolle Flashfilmchen. Hier will sich der Designer selbstverliebt austoben und der Kunde soll es ja schliesslich auch bezahlen – bekanntermassen wird das Intro zu 95% weggeklickt bevor es geladen ist oder wollen sie, wenn sie Informationen bei einer Firma suchen, jedesmal dieses grafische unnütze Filmchen ansehen? Da ist ja jeder Fuchsschwanz an der Antenne eine Mantafahres sinnvoller.

Und bei den Kosten müssen auch die wichtigen Abläufe berücksichtigt werden: „erstmal kommt die Konzeptbesprechung mit drei Mitarbeitern, das sind schon jeweils vier mal 2 Stunden, dann muss das Scribble gemacht werden, das Rohlayout und der Vorschlag muss dann nochmals in einer Kreativbesprechung angepasst werden und hier sitzen wir ja auch schon 1 1/2 Stunden mit drei Personen … – ja das kostet eben seinen Preis, die hohe Qualität“.

Soso!

Der Massstab der Werbeagenturen

massstab.jpgIch schreibe hier von Werbeagenturen ab einer Grösse von 10 Mitarbeitern mit klangvollen Namen wie xxx & yyy, dort werden dann auch die Groblayouts komplett abgerechnet – wer macht schon Groblayouts mit InDesign oder QuarkXPress? Manche versuchen sogar die Filmmontage zu berechnen, soweit ich weiss benutzen 90% der Druckereien CTP-Belichter, auch so ein fauler Abrechnungsposten. Oder PDF Generierung von irgenwelchen Layouts oder Powerpointvorträgen – da langen sie nochmals richtig zu, obwohl das eine Sache eines Mausklicks ist. Die Daten werden in der Werbeagentur gebunkert, das nennt man Kundenbindung. Manche verlangen für die Speicherung der Daten auch noch ihren Obulus und wenn sie die Daten rausrücken müssen, dann werden sie so manipuliert das die andere Agentur möglichst nichts damit anfangen kann.

Abrechnung einer wirklich einfachen 6-Seiten Broschüre (Text und Bild vom Kunden geliefert) für stolze 3600.- CHF ohne Druck und das funktioniert nur bei sehr grossen Firmen, diese haben keine oder nur wenig Ahnung von der „kreativen Show“ einer Werbeagentur und glauben so ziemlich alles was ihnen erzählt wird. Wie sollten sie es auch besser wissen, dazu müsste man einige Zeit in dieser Branche gearbeitet haben.

Die kleinen Kreativen (Einzelkämpfer) bekommen dafür auf der anderen Seite Kunden, die alles gratis bekommen möchten – es darf ja nichts kosten und man will trotzdem ein edles Produkt haben. Die goldene Mitte „faire Kunden – faires Angebot“ scheint es nicht zu geben.

Und so weiter und sofort.

Schlussendlich war dann meine Meinung diese: „Ich hatte keine Lust den Lebenswandel der Elite der Werbefuzzies zu finanzieren, nicht ihre schwarzen Designeranzüge, ihre Solarienbenutzung, ihre schicken Autos und ihre grosse Klappe. Die Dienstleistung ist zum Aufwand absolut überteuert, aber das können sich nur die grossen Werbeagenturen erlauben, sie verkaufen dem Kunden eine superkreative aufgeblähtes Produkt zu überzogenen Preisen. Sie sollten aufhören sich das Kokain ins Hirn zu pusten, das bremst den Höhenflug, ist gesünder und spart viel Geld.“

Soviel zum Dreck im See – je grösser der Haufen – desto mehr stinkt er.

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