Amoklauf im Internet

Amoklauf im Internet geht natürlich nicht, aber ihn anzukündigen ist eine feine Sache. Davon mal abgesehen wird ja so ziemlich alles im Internet angekündigt.

Nur wer kann zwischen einem ernsten Hintergrund oder einem Spass unterscheiden? Im jugendliche Alter probiert man vielleicht einmal aus, wenn man einen Amoklauf ankündigt, was dann tatsächlich passiert. Überreaktion seitens der Behörden und Medien ist mit Sicherheit zu erwarten. Die Medien haben sich mittlerweile von einer vernünftigen und sachlichen Berichterstattung seit Jahren verabschiedet. Dafür stimmt dann die Höhe der Auflage.

Die Presse hat die Geschichte vom verhinderten Schulmassaker in Köln in ihrer üblichen reisserischen Art berichtet: Zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren, die ihre Lehrer und Mitschüler am Georg-Büchner-Gymnasium nach dem Vorbild US-amerikanischer Amokläufe kaltblütig niedermetzeln wollten.
Die mit Softair-Waffen und Armbrüsten geplante Kölner Tat habe nach der entdeckten Vorankündigung im Internet nur durch schnelles Handeln von Schulleitung und Polizei verhindert werden können. Nun stellt sich inzwischen heraus, dass zumindest der ältere der beiden Schüler die Pläne für einen Amoklauf bereits vor vier Wochen aufgegeben hat. Dies hätten Computerdateien und Chat-Protokolle auf den sichergestellten Computern der Jugendlichen belegt, erklärte der Kölner Oberstaatsanwalt Alf Willwacher am heutigen Montag.

Wäre ich Schüler in der heutigen Zeit, dann würde ich den Klassenstreber oder unliebsamen Mitschüler als Urheber eines geplanten Amoklaufs in Internet bringen. Ich kann mir vorstellen, dass zum Beispiel diese Idee von Schülern in ihre Überlegungen einfliesst. Wir leben in einer Zeit, in der hinter jeden Jugendstreich etwas gefährliches vermutet wird. Früher war es die Rauferei auf dem Pausenplatz und heute ist es Nötigung und Körperverletzung. Es wird von den Medien übersensibel, fast schon hysterisch berichtet. Das Internet eignet sich perfekt um Verwirrung zu stiften, deshalb werden in den nächsten Wochen oder Monaten solche Fälle zunehmen. Es ist die Aussicht ins Fernsehen zu kommen und welcher Jugendliche findet es nicht spannend wenn ein Streich Deutschlandweit ausgestrahlt wird.

Gibt es schon so eine Plattform wie Amoklauf.xx in der man dann seinen Amoklauf ankündigen kann? Das wäre doch eine gute Idee, eine zentrale Plattform für Amokläufer und Politiker.

Das muss noch sein: Ich kenne auch so einen Amokläufer, eine verbaler Amokläufer. Er sitzt irgendwo in Deutschland, vermutlich in Berlin. Derjenige sitzt im Rollstuhl und warnt vor Menschen die so sind wie er. Das sind die gefährlichsten Amokläufer (oder besser Amokroller).

Nachtrag 25.11.07: Doch es geht auch im Internet, nämlich bei Second Life – wundert mich das dort noch nie etwas in dieser Richtung passiert ist. Von virtuellen Vergewaltigungen und Kinderschändung dagegen schon.

Vorratsdatenspeicherung ab 2008 in Deutschland

Nach einem Gesetz von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden.

Wer nicht mit dem Schäuble-Überwachungsstaat einverstanden ist, sollte sich informieren und an der Sammelklage beteiligen. Die gängige Meinung „Ich habe nichts zu verbergen“ kann sich irgendwann negativ auswirken. Man denke nur an die Rasterfahndung (1970), in der viele unbescholtene Bürger in die Mühlen der Justiz gekommen sind.

Link: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
Link: Sammelklage gegen die Vorratsdatenspeicherung

Wünsche an die japanische Walfangflotte

Ich wünsche der japanischen Walfangflotte, die bekanntermassen auf wissenschaftliche Waltötung der Buckelwale unterwegs in die Antarktis ist – das ein Unglück passiert und sie alle absaufen oder von militanten Tierschützern versenkt werden.

Mehr muss nichts dazu gesagt werden, ausser:

Japan ignoriert hartnäckig das Walfangverbot von 1986 und hat seitdem über 13.000 Großwale getötet. Für 2007 setzte Japan eigenmächtig eine Fangquote für 1.010 Minkewale (160 im Nordpazifik + 850 im Antarktis-Schutzgebiet), 50 Bryde- und 100 Seiwale, 10 Pottwale sowie je 50 Finn- und Buckelwale fest. Japan erweitert sein Walfangprogramm seit Jahren schamlos: Die Fangquoten werden seit Jahren erhöht, und immer neue Arten – wie die hochbedrohten Finn- und Buckelwale – werden ins Visier genommen.

Hier ein Link über die aktuellen Ereignisse: blog.migaloo.de

Armes Schwein – Flucht aus Deutschland?

Achtung: Der Film zeigt ein kleines totes Wildschwein. Nichts für sensible Menschen. Betrachten des Filmes auf eigene Gefahr.

Armes kleines Wildschwein! Es wurde nicht erschossen, denn nach eingehender Untersuchung konnte ich keine Schussverletzung feststellen. Manchmal schwimmen Rehe und Wildschweine von der Reichenau oder Horn zum Schweizer Ufer – ist es unterwegs ertrunken? Haben die Wildschweine genug von der Deutschen Politik und Frau Ferkel? Zurzeit grassieren im Fernsehen ja jede Menge Sendungen über Deutsche, die ins Ausland auswandern. Kein Schwein will mehr in Deutschland bleiben und manchmal passieren dann grosse Dramen die leider tödlich enden.

Schaut aus als würde der Frischling selig schlafen, was er ja auch in einer Form gewissermassen tut. Der Tod als etwas Besonderes – wir Menschen verdrängen gerne den Tod aus unseren Alltag oder wir erzählen den Kindern, dass nun der geliebte Mensch zu einem Engel wird.

Gibt es nun ein Engelwildschwein oder einen wilden Schweineengel?

Die Reichenau

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Reichnau II | 90 x 120 cm | Acryl auf Leinwand | 2007

Die Reichenau hat mich schon immer fasziniert, kein Wunder, denn ich schaue jeden Tag vom Fenster darauf. Also was blieb mir übrig diese Stimmung einzufangen. Gemalt habe ich das Bild in gelb/orange und dann lasierend mit verschiedenen Grüntönen. So wurde es speziell Blau – so wie es November bis Februar um ca. 17:00 bis 17:30 Uhr oftmals aussieht.     

Big Brother Awards in der Schweiz verliehen

234x60_b_on_w.gifIn St. Gallen wurde der schweizer Big Brother Awards verliehen. Die Preise wurden in vier regulären Kategorien verliehen, zusätzlich gab es einen Positivpreis, der vom Publikum verliehen wurde.

Abräumer des Abends war der Bundesrat Christoph Blocher (SVP), der gleich zwei Preise mit nach Hause hätte nehmen können, wenn er denn erschienen wäre: Blocher wurde sowohl für die Revision „Bundesgesetz über Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit“, mit dem Blocher die Befugnisse der Bundespolizei drastisch erweitern will, als auch für sein gesamtes Lebenswerk ausgezeichnet.

In der Kategorie „Business“ wurde die Helsana Krankenkasse für ein Controllingsystem für Leistungen in Pflegeheimen ausgezeichnet. Hierbei erhalten die Controller auch ohne Zustimmung der Betroffenen Zugriff auf Patientendossiers mit sensiblen Informationen.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und das Bundesamt für Verkehr (BAV) wurden in der Kategorie „Arbeitsplatz“ für die Einführung willkürlicher Drogen- und Alkoholtests bei Angestellten im öffentlichen Verkehr geehrt.

Der Publikumspreis, die einzige Positivauszeichnung des Abends, ging an den schweizer Blogger Thomas „BloggingTom“ Brühwiler. (Quelle: datenschutz.de / bigbrotherawards.ch)

Lost and found

Grosser Ausstellungsraum – viele Bilder. Da findet man auch noch welche die noch nie im Katalog oder Internet publiziert wurden. Hier eine kleine Auswahl davon, zu sehen sind sie dann bei Casamobile in Konstanz.

Vernissagetermin ist der Freitag, der 23.11.2007 um 18:00 Uhr bei Casa Mobile in Konstanz.

Ausstellung bei Casamobile by Fretz in Konstanz

Wenn man eine Ausstellung zusammenstellt, kommen Kunstwerke aus dem Lager zum Vorschein die ich 10 Jahre nicht mehr gesehen habe. Hier ist so eines!
    
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Three Red Square | 90 x 70 cm | Öl/Acryl auf Leinwand | 1994

    
Ausstellungen zu machen ist nicht unbedingt meine Lieblingstätigkeit. Aber einmal im Jahr sollte man schon eine Kunstausstellung auf die Beine stellen können.

Ich wurde durch die Freundschaft mit Marco Fretz ermuntert, die Räumlichkeiten von Casamobile als Ausstellungsraum zu nutzen. Dass die Symbiose von hochwertigen Möbelstücken und moderner Kunst ein Erlebnis sein kann, wurde mir erst bewusst als ich ein paar Bilder vorab aufhängte.

Am Freitag, den 23. November 2007 zeige ich einen Querschnitt (1993 bis 2007) meiner traditionell gemalten Arbeiten bei Casamobile by Fretz in der Max-Sromeyer-Strasse 174 in Konstanz. Wenn am Zoll nichts dazwischen kommt sollte alles wunderbar klappen. Die Uhrzeit wird noch bekannt gegeben – wie bei mir üblich alles auf den letzten Drücker.