Die brotlose Kunst

brot.jpg„Immer wenn ich ein Brot sehe, dann denke ich an die brotlose Kunst“, sagte ein depressiver Kollege zu mir.

Will ich Brotlose Kunst machen? Nein, das brachte mich auf eine gute Idee – mache Kunst mit Brot und dadurch eliminiere den Begriff „brotlose Kunst“. Das Ergebnis ist hier zu sehen. Wiki sagt dazu: Brotlose Kunst bezeichnet Tätigkeiten und Handlungen, in der Regel beruflicher Art, die für den Ausführenden zwar wichtig sind, von anderen allenfalls als interessant empfunden werden, aber nicht in ausreichendem Maße zum Lebensunterhalt des Ausführenden beitragen. Beispielsweise ist bekannt, dass der Maler Vincent van Gogh zu Lebzeiten nur wenige seiner Werke verkaufen konnte – ein Schicksal, das er mit vielen Künstlerkollegen teilte.

Arme Künstler! Aber frei nach Andy Warhol:
 
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Für angehende Wahrsager, die anstatt eines Kaffeesatzes lieber die absolute Wahrheit aus einem Brot herauslesen möchten, ist das hier die gute Gelegenheit. Wer genau hinsieht erkennt die ganze Wahrheit des Finanzdebakels (Brot), Wirtschaftskrise (Butter) und der Schweinegrippe (Tomatenmark). Der Faktor Zeit ist mehr als erkenntlich. Nun gilt es die Zukunft richtig zu deuten.

… und angefressen ist es auch schon! Was mag das bedeuten?

Klimaschutz kontra Naturschutz

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Wie ich im unteren Bericht geschrieben habe “Warum der Aktionismus des Klimaschutzes langfristig mehr Schaden anrichtet als nutzt” kurz den Artikel dazu. Diesmal versteige ich mich nicht im globalen Dorf, sondern zeige lokal wie es funktioniert und dann kann man ja die globale Wirkung abschätzen.

Es geht um den Faltenbach in Bayern / Allgäu. Dort soll eine Effizienzsteigerung der bestehenden Wasserkraftnutzung durch eine technische Modernisierung und die Verlängerung der Ausleitung zum jetzt geplanten Turbinenhaus durchgeführt werden. Der Faltenbach ist einer der noch unverbauten Naturbäche.

Laut einer Studie des Umweltbundesamtes “Wasserkraft als erneuerbare Energie” erzeugen etwa 6000 Kleinkraftwerke nur 0,3% der Gesamtstrommenge. Das noch nicht ausgebaute Potential würde eine Steigerung von nur 0,5% der Gesamtstrommenge bedeuten. Der Preis dafür, das Opfern der letzten Fliessgewässer, wie beispielsweise den Faltenbach, ist nicht hinnehmbar. Die CO2-Vermeidung liegt bei nur 0,09%, also weniger als einem Zehntel Prozent Der weitere Ausbau wäre etwa eine CO2-Vermeidung von 0,1 bis 0,15%. Diesem verschwindend geringen Gewinn würde weitere 1000km Gewässer mit allen ökologischen Folgen zum Opfer fallen.

Da der Mensch wie üblich mit Scheuklappen unterwegs ist, zerstört er lieber die letzten intakten Naturgebiete mit der Begründung es ist für den Klimaschutz. Also steht der Klimaschutz über den Naturschutz – bei den Kreuzzügen stand ja auch der Glaube an das Gute und hat die Gegner niedergemezelt.

Was will ich damit sagen: Wenn der Klimaschutz mit Scheuklappen betrieben wird, dann kommt dabei sicher nichts gutes heraus. Wirtschaftliches Denken und Klimaschutz ist meistens nicht nachhaltig, sondern hat nur den kurzfristigen Profit im Auge – zuweilen bleibt eben der Naturschutz auf der Strecke.
 
Also alles beim alten – es hat sich am Unvermögen des Menschen seit paar tausend Jahren nicht geändert.

Der Seeblog und was nun?

Wie man sieht schreibe ich fast garnix mehr. Ehrlich gesagt fällt mir auch nicht viel ein, die Welt hat sich weitergedreht und das globale Dorf entwickelt sich wie üblich weiter. Im Gegensatz zu meinen früheren Artikeln schreibe ich über die unglaublichen Geschehnisse die überall passieren nicht mehr, warum auch.
Ich könnte schreiben: Warum der Aktionismus des Klimaschutzes langfristig mehr Schaden anrichtet als nutzt – aber das wird man dann sowieso sehen. Ich könnte schreiben, wie sich die Wirtschaftskrise entwickelt, aber unser Wirtschaftssystem ändert sich sowieso nicht – also was soll`s.

Nicht das ich in Fatalismus verfalle – aber ich habe festgestellt – Gedanken sind nunmal Gedanken und diese machen unsere/meine Realität. Also ist es vernünftiger auf das Denksystem aufzupassen, bzw. die Energie soweit abzuziehen um aus der Stille die eigenen Gedanken zu beobachten. So kann man feststellen, dass der Hauptteil der Gedanken nunmal Müll ist, sie entstehen in der konditionierten Vergangenheit und werden in die Zukunft transportiert und – sie sind nie im “Hier und Jetzt”. Eigentlich ziemlich witzig – denn wenn man sich sucht – sucht man überall, nur nicht in der Stille und im “Hier und Jetzt”.

So gesehen schaffen auch die Gedanken die Dualität, darüber hatte ich ja früher schon einiges geschrieben. Es ist die Welt der Formen oder der Manifestation, aber es gibt etwas das dem zugrunde liegt – das “Nichts”. Das unmanifestierte, das keine Form hat – ehrlich gesagt gibt es dort nicht mal etwas was “Persönlichkeit oder ein Ich” besitzt. Und jeder der meint er könne Gott, Allah, Buddha oder wie auch immer beschreiben ist schon auf dem Holzweg – er kann nur die Form beschreiben, aber niemals das was dahinter steht. Deshalb ist auch das Osterfest nichts anderes als eine Gedankliche Manifestation.

Vielleicht schreibe ich mal mehr darüber – über das Formlose.

Das vorläufige Ende des Seeblog

Damit Ihr nicht unnötig spekulieren müsst weshalb der Seeblog geschlossen ist, eine kurzes Statement

Überraschend wie sich der Seeblog entwickelt hat, in den letzten 11 Monaten hatte der Blog knapp über 690.000 Besucher, die Zugriffszahlen (1.743.649) waren um einiges höher. 1204 Besucher haben Kommentare geschrieben, mich selbst hat das Interesse an den geschriebenen Artikeln ziemlich erstaunt. 
Die Entscheidungspunkte sind einfach erklärt; zum einen der Zeitaufwand (kleinere Grund) und ich suche zur Zeit eine Arbeitsstelle (wichtiger Grund). Wie jeder weiss, schauen die Arbeitgeber gerne im Internet nach, wer sich da bei ihnen bewirbt. Es scheint das Menschen, die grössere komplexe Zusammenhänge erkennen, sie in ein gesundes Verhältnis setzen und einiges in Frage stellen auf dem Arbeitsmarkt nicht so gefragt sind. Oder sie wollen sie einen sehr kreativen Mitarbeiter, aber keinen der auch noch Kunst macht. … jemanden der denkt, aber doch lieber nicht denkt.

Es ist aber noch nicht entschieden ob ich  den Seeblog nun ganz beende oder zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehme. Mir ist es nicht leicht gefallen diese Entscheidung zu treffen.

Ich danke für die vielen Besuche, die vielen Kommentare und das rege Interesse für den Blog und wünsche Euch eine gute Zeit.
Zum Schluss noch ein Zitat:

Es reicht nicht aus, einen gut funktionierenden Verstand zu haben; das Wichtigste ist, ihn auch gut zu nutzen. (René Descartes (1596-1650) – Philosoph und Mathematiker)

Wer mit den Wölfen heulen möchte, sollte zumindest so tun als wäre man einer. (Michael Prax)

21 Kommentare zu “Das vorläufige Ende des Seeblog”

1. Heinz on November 19th, 2008 19:17 e Das heißt, die älteren Beiträge sind gar nicht mehr abrufbar? Ein Blog muss ja für einen Arbeitgeber nichts negatives sein.

2. Michael on November 19th, 2008 19:33 e “Das heißt, die älteren Beiträge sind gar nicht mehr abrufbar? Ein Blog muss ja für einen Arbeitgeber nichts negatives sein.” Schön wäre es, aber der Blog war zum aktuellen Zeitgeschehen sehr kritisch. Beim auswerten der Logfiles fand ich genau die Firmen die mir abgesagt haben. Ich habe es nicht gerne getan, aber um weiterzukommen musste ich diesen Entschluss fassen, deshalb ist er komplett weg. Wer stellt schon einen sehr kritischen Menschen ein, der gerne über den Tellerrand schaut und es auch ausspricht. Kaum einer. Vielleicht sollte ich in den Journalismus wechseln.

3. Paul on November 19th, 2008 19:37 e Hey das finde ich sehr schade. Deine Themen waren sehr interessant und genial geschrieben. Ich werde ihn vermissen, den seeblog. Übrigens hattest du bei bloggerei.de ein verdammt gutes Ranking.

4. 1. Vorsitzender der RDA-Initiative on November 21st, 2008 00:19 e Schade ist das. Bin gerade zufällig mal wieder reingestolpert – und nun so. Aber vielleicht überlegst Du Dir das doch nochmal anders, denn ja, es gibt auch sie, die Arbeitgeber, die sich über kritische Köpfe freuen. Denn kritische Mitarbeiter sind immerhin diejenigen, die noch selber denken können. Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu lesen.

5. Michael on November 21st, 2008 08:33 e “Denn kritische Mitarbeiter sind immerhin diejenigen, die noch selber denken können.” Davor haben die Geschäftsführer anscheinend ziemlich Angst.

6. Klimaforum on November 21st, 2008 14:27 e … wieder ein guter Blog weniger, trotz und auch deswegen weil Sie eine andere Position bezogen haben als die Masse. Gut geschriebene und interessante Artikel, sehr gut recherchiert und auch sich die Mühe gemacht die Quellen zu verlinken. Ich finde es nur schade!

7. Ursula on November 21st, 2008 14:47 e Ich schliesse mich den Vorschreiber an. … nur schade. :-(((((((((

8. Paul on November 22nd, 2008 09:37 e Ich hoffe Du überlegst es Dir noch anders. Hast einen super Schreibstil, interessante Themen und bringst es mit einer gehörigen Portion Humor und ein wenig Sarkasmus auf den Punkt. Paul

9. Herr Lehmann on November 22nd, 2008 15:27 e Warum schliessen immer die wirklich guten Blogs Dummgeschwätz scheint sich unheimlich zu vermehren. Aber den Spruch “wer mit den Wölfen heulen möchte, sollte zumindest so tun als wäre man einer” – kann ich gut nachvollziehen. Kritische Mitarbeiter haben es heute noch schwerer. Traurig das es wieder einen objektiven, spannenden und interessanten Blog nicht mehr gibt. Herr Lehmann

10. Wolf Harmes on November 24th, 2008 18:58 e Das darf doch nicht wahr sein, der Blog ist komplett geschlossen. Kein einziger Bericht mehr. Bin zwar kein täglicher Besucher, aber habe den Blog immer mit einem Grinsen gelesen. War es der Bericht über die Headhunter oder die unfähigen Manager und Politiker, die den Firmen nicht gefallen hat. Schande! Traurig! Ich hoffe doch Sie machen irgendwann weiter, man soll ein Talent nicht vergeuden. Grüße aus dem Norden Wolf Harmes

11. Hans-Ruedi on November 26th, 2008 11:00 e Bin sehr entäuscht, warum überlassen Sie den hirnlosen Schreibern das Feld. Solche Menschen wie sie bringen wenigsten die Themen auf einen Punkt. Auch ich hoffe wie die anderen Schreiber – machen Sie bitte weiter! Grüsse Hans-Ruedi ein eifriger Leser des Seeblog

12. christian on November 26th, 2008 13:37 e tschau michael, schade um deine arbeit. mir ist zwar nicht einleuchtend klar, weshalb arbeitgeber deine situation ernsthaft beeinflussen können oder wollten… ! du hast dich doch mit der lichttechnik befasst: keine freie stelle in diesem markt mit deinen hohen besucherfrequenzen wären doch auch gut bezahlte werbeflächen zu verkaufen gewesen, oder nicht auf ein gespräch im atelier freue ich mich, christian

13. Marcel on November 28th, 2008 14:52 e Schade, Schade, Schade!

14. Peter Frei on November 29th, 2008 19:55 e Das ist bisher das unüblichste Argument um einen sehr interessanten Blog zu schliessen. Werde Sie persönlich kontaktieren aus Interesse wegen der Hintergründe. Grüsse aus Deutschland Peter Frei

15. Team Nukleus on Dezember 1st, 2008 12:44 e Wir hoffen doch bald wieder Beiträge zur Teilchenforschung und der theoretischen Elementarphysik von Ihnen zu sehen und lesen. Unverständlich warum Sie wegen solcher Artikel Probleme seitens der Arbeitgeber bekommen. Mail an Sie persönlich folgt. Grüsse aus Genf

16. Susanne on Dezember 1st, 2008 12:51 e Mist wieder ein guter Blog weniger und dafür kommen 100 neue ohne interessanten Inhalt. Warum in aller Welt löscht Du diesen super Blog ??? ich verstehe es nicht! :-((((( Susanne

17. Karl on Dezember 2nd, 2008 14:06 e Pech und ich dachte bald kommt wieder ein interessanter Bericht über die Zustände hier auf der Welt. Der seeblog war einer meiner Lieblingsblogs und ich finde es sehr schade weil es ihn nicht mehr gibt.

18. Dr. Feelgood on Dezember 2nd, 2008 14:25 e hallo michael was ist nun passiert kein seeblog mehr scheint so als hättest du es wahr gemacht was du anfang dieses jahr geschrieben hast “das digitale nirwana – wie real ist ein blog”. du hast ja darüber berichtet wenn ein blog plötzlich weg ist und was davon übrigbleibt. zumindest sehr konsquent deine tat, die stellensuche ist wohl vorgeschoben, oder

19. Arschgeiger on Dezember 7th, 2008 21:26 e Nanu? Schade. Sehr schade. Aber vielleicht treffen wir uns mal auf dem See. Gruß und viel Erfolg!

20. Nads on Dezember 26th, 2008 23:14 e Das glaub ich nicht! Egal in welchem Winkel der Welt ich schon steckte: ein Blick auf deine wunderschönen Fotos brachte mich wieder an den See zurück. Ich liebe deine Perspektive Richtung Mettnau, die wunderschön stimmungsvollen Ruderfotos. Das werde ich vermissen! Doofe Arbeitgeber. Trotzdem – oder besser: deshalb – viel Erfolg bei der Jobsuche!

21. admin on Januar 3rd, 2009 16:55 e Irgenwann kommen die ganzen Fotos auf eine Seite – ein alte gibt es noch: https://www.gridnetwork.ch