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Der Fall Kaczynski

Es ist wohl so – ein tragischer Tod versöhnt besonders. Lech Kaczynski, der verunglückte polnische Präsident, war durch seine populistisch-konservative Politik bei seinen Landsleuten alles andere als unumstritten. Der Wille zum Ausgleich ging ihm gänzlich ab. Statt die weltanschaulichen Lager zu versöhnen, versuchte er sie gegeneinander auszuspielen. Die Mehrheit der Polen aber schätzte Kaczynskis im positiven Sinne unprofessionelle, ungekünstelte Menschlichkeit – und seine Ehrlichkeit. Dennoch, seine Wiederwahl für eine zweite Amtszeit bei den Präsidentenwahlen im kommenden Herbst erschien laut Umfragen so gut wie ausgeschlossen.

Nun startet die grosse Heuchelei
Kondolenzbotschaft um Kondolenzbotschaft aus dem Aus- und aus dem Inland – gerade auch von Kaczynskis politischen Gegnern. Trauer als Imageträger. US-Präsident Barack Obama telefonierte mit Tusk. „Der heutige Verlust ist verheerend für Polen, die USA und die Welt“, hieß es in einer schriftlichen Erklärung Obamas. Was bitte ist verheerend? Einer, den keiner mochte, ist nicht mehr unter uns? Leben wir nur noch in einer Welt von Heuchelei und Medieninteresse. In Europa hatte kaum ein polnischer Politiker in den letzten Jahren für so viele Kontroversen gesorgt wie der 1949 in Warschau geborene Lech Kaczynski. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Jaroslaw, dem konservativen Oppositionschef, wollte Lech das Land moralisch erneuern, den Traum einer national-katholischen Wiedergeburt Polens in der sogenannten „Vierten Republik“ realisieren.

Nun eint Lech Kaczynski Europa in einem Ozean aus Teelichtern, ein Tod auf dem Schlachtfeld der Erinnerung, der Kommandos von Kommentatoren zu schwelgerischen Lobeshymnen anregt. Arme Welt – ein grosser Haufen an Heuchlern. Trotzdem hat der Unfall eine interessante Seite: so nebulös wie seine gesamte Taktik war und der populistische Ruf nach Erinnerung der Toten der Vergangenheit – nun hat es ihn eingeholt. Die „Vierte Republik“ – bei nebligem Wetter vier Landeversuche? Wollte er nicht die Todesstrafe wieder einführen? Nun ist sie vollstreckt!

Heisst es nicht, man trifft sich zweimal im Leben, die ausgleichende Gerechtigkeit?  Im Weltbild der Kaczynskis heiligt der Zweck die Mittel  – richtig! Diesmal ist es passiert. Warum die ganze Heuchelei? Hinter vorgehaltener Hand empfinden viele den Unfall als ausgleichende Gerechtigkeit. Aber das wäre ja im höchsten Sinne unmoralisch, deshalb auch das andere extrem – die Heuchelei – eine normale menschliche Eigenschaft. „The Show must go on“. Und wenn der Fluglotse, wie Verschwörungstheorien munkeln, tatsächlich zuviel Alkohol intus hatte – so war das ein wohlwollendes Schicksal. Was kommt als Nächstes? Sein Bruder wird sich, weil die Bevölkerung es (so wird es sicher publiziert) wünscht, sich als Präsident aufstellen lassen. ;-) … die Welt funktioniert so durchschaubar.

Wenn die Polen trauern, ist das verständlich, aber der Rest ist nur reine Heuchelei.

Flugreisen 2020: Schockarmbänder für alle Passagiere?

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus sind bekanntlich auch „unkonventionelle“ Ideen gefordert. Nun wurde jedoch in den USA eine neue Entwicklung vorgestellt, die geradezu bedrohlich wirkt: Ferngesteuerte „Schockarmbänder“ für alle Passagiere. ….

Gefunden bei scienceblogs Absolut lesenswert der Artikel von Christian Reinboth. Auf solche Ideen können eigentlich nur die Amis kommen. Die USA ist jetzt schon eine geschlossene Anstalt für Angstneurotiker, naja die Deutschen sind da auch nicht so weit weg. Damit meine ich nicht die Bevölkerung, sondern die Politiker.

Kunstaktion mit Innenminister Wolfgang Schäuble

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Nehmen wir an, der Schäuble wäre ein Künstler – ein Aktionskünstler. Man gebe ihm eine geladene und entsicherte doppelläufige Schrotflinte und er steht mit seinem Rollstuhl auf einer weissen Leinwand, unter dem Rollstuhl sind drei Pinsel befestigt die mit schwarzer, roter und goldener Farbe getränkt sind. Die Reifen werden auch mit einer Farbe eingestrichen, nehmen wir treffender weise eine braune Farbe.

Dann feuert Wolfgang Schäuble diese Schrotflinte, beide Läufe gleichzeitig, auf eine Puppe ab. Diese ist vermummt oder zumindest sieht sie wie ein Islamist aus, der Puppe wurde ein Schild umgehängt, dort steht “Al Qaida” oder “Terrorist”. Dabei bewegt sich der Rollstuhl dank der kinetischen Energie der Schrotflinte ein paar Meter zurück. Dabei zeichnen sich auf der Leinwand die drei Pinselstriche und die Reifen des Rollstuhls ab.

Eine technische Bemerkung: Wichtig ist, der Schuss muss aus der Hüfte kommen, denn an der Schulter angelegt würde man sich sonst rückwärts überschlagen – das gäbe dann ein anderes Bild. Möglich wäre es auch, die Schrotflinte am Bauch anzulegen. Dann würde beim Aktionskünstler das gleiche Gefühl entstehen, wie bei anderen Menschen die seine Reden als Innenminister hören. Und die Bremsen müssen gelöst sein – wer will sich schon bremsen in der Politik und Kunst!

So würde er als Künstler sich selbst und seine Gedanken initiieren und gleichzeitig noch ein Kunstwerk schaffen. Bei der Aktion wird die Puppe vernichtet, als einen Akt der Spontanität, nur ein Finger setzt alles in Gang. Schon fast Minimalismus in der Kunst. Dadurch entstehen die 3 Farben auf der Leinwand die Deutschland repräsentieren und sind zudem links und rechts eingefasst mit den braunen Spuren. Interessant auch das sich beim Rückschlag der Schrotflinte der Rollstuhl rückwärts in Bewegung setzt, die Augen aber blicken nach vorne. Das lässt viel Raum für Interpretationen und Assoziationen der politischen Landschaft.

Die Aktionskunst wird filmisch festgehalten und auf DVD´s gebrannt und das Kunstwerk kann kaufen wer will, vielleicht erzielt es ja einen absurden hohen Preis. Die Puppe wird den Taliban geschickt, damit sie sich mit europäischer Kunst auseinander setzen können, sozusagen als Kulturbeitrag. Dann werden wir sehen ob sie auch Kulturverständnis und Humor besitzen.

Wenn es ihnen gefällt, bekommen sie die gesamte documenta 12 dazu, samt Ausstellungsleiter der ihnen dann alles erklären kann. Dann wären sie die nächsten 10 Jahre beschäftigt, es wäre ruhig in Afghanistan und die Soldaten könnten wieder zurückkommen. Im schlimmsten Fall werden eventuell irgendwelche Kunstkritiker entführt, wenn sie mehr über westliche Kunst erfahren wollen. Das wäre doch eine gute Sache und es wird kein Schaden angerichtet. Also, ich glaube Herr Schäuble könnte als Künstler viel mehr erreichen und er könnte einen Antrag beim Behindertenkunstpreis für geistig und körperlich Behinderte Menschen stellen und vielleicht auch gewinnen. Als Politiker würde er dies nicht schaffen.

Auf vielfachen Wunsch nochmals die Kunstaktion der Herrn Schäuble. Findet denn keiner den Originalartikel im Blog unter Kunst? Kunst und ihre extremen Eigenheiten oder die Kunst des Innenminister Wolfgang SchäubleE

Die Anleitung zum Bau einer Bombe hat mittlerweile über 153476 Hits – gut das der Blog und Server in der Schweiz ist und nicht im Überwachungsstaat Deutschland.

Vorratsdatenspeicherung ab 2008 in Deutschland

Nach einem Gesetz von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden.

Wer nicht mit dem Schäuble-Überwachungsstaat einverstanden ist, sollte sich informieren und an der Sammelklage beteiligen. Die gängige Meinung „Ich habe nichts zu verbergen“ kann sich irgendwann negativ auswirken. Man denke nur an die Rasterfahndung (1970), in der viele unbescholtene Bürger in die Mühlen der Justiz gekommen sind.

Link: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung
Link: Sammelklage gegen die Vorratsdatenspeicherung

Spamfilter für Politiker

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Immer wieder erstaunt es mich wie Kurt Beck einfache konstruktive Ideen zu Problemlösungen vorträgt. Könnte man seine geistreichen Problemlösungen visuell darstellen, dann käme das rechte Bild zustande. Wie man sieht erscheint das linke Bild viel vereinfachter – hier kann man seine Lösung des Problems nur erahnen.
Deshalb wäre es vernünftig wenn es einen Spamfilter für Politiker geben würde, denn wer kennt es nicht von zuhause. 95% der Mails sind Spam. Gäbe es einen Spamfilter für Politiker, so vermute ich, würde die politischen Spamattacken einen ähnliches Spamaufkommen aufweisen wie die Spammails. Beim Innenminister Schäuble wären es dann vermutlich 100%.

Was wir brauchen ist ein visueller Spamfilter für unsere Politiker. Nach dem Motto: „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“. Im Internet bremst Spam den Datenverkehr und verbraucht unnötig Ressourcen . Bei Politikerspam ist das genauso, nur der ist gefährlicher. Da Politiker ihren Spam nicht nur über das Fernsehen und Tageszeitung verbreiten, sondern in der ganzen Welt herumreisen um ihren Spam gezielt zu verbreiten – entstehen CO2 Emissionen im grossen Stil. So trägt Politikerspam zur Klimaerwärmung bei. Die Saurier sind entweder durch einen Meteoriten oder einem grossen Vulkanausbruch ausgestorben und wir werden durch Politikerspam aussterben. ;-)