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Blick Journalisten mit dem Tod bedroht mit toten Fischen in ihren Briefkästen

Der November 2011 steht wohl für das Motto „Hetze“ – als hätten sich die Medien abgesprochen, diesmal wurde der Spiess umgedreht.

Heisst es nicht wer Wind sät wird Sturm ernten, im Leben trifft man sich zweimal, wie man in den Wald ruft, so …? Dies scheint den Blick Journalisten widerfahren zu sein. Nun wird beklagt wie ungerecht diese Welt doch ist. Die Plakate gleichen ihren eigenen Schlagzeilen, also „Blick-Like“ und die armen Journalisten müssen nun am eigenen Leib erleben, wie es ist wenn sie über andere schreiben. Das nennt man dann Erfahrung am eigenen Leib. Doch daraus lernen werden sie sicher nichts, denn sie sind ja die Opfer. Hetzen ist das Geschäft von BLICK , das trägt sicher zu einer höheren Auflage bei – das ist nun zu einem Bumerang geworden. Sicher ist, der Wurf erscheint ungefährlich, nur wenn der Bumerang zurück kommt und trifft tut es weh.

„In der Nacht auf Freitag sind fünf Journalisten des «Blicks» massiv bedroht worden. Unbekannte hatten tote Fische in ihren Briefkästen deponiert und auf dem Schulweg ihrer Kinder Hetzflyer verteilt.“

Die Aktion fand in der Nacht auf Freitag statt. Unbekannte legten fünf Journalisten tote Fische in die Briefkasten, verteilten Drohflyer und veröffentlichten Plakate mit den Gesichtern sowie den Telefonnummern der «Blick»-Angestellten. Dies alles geschah nicht ganz überraschend und ist wohl ein Racheakt von Fussball-Anhängern. Solche diskutieren in verschiedenen Foren und auf Facebook schon seit mehreren Tagen über die Berichterstattung des «Blicks» im Zusammenhang mit dem Fan, der in Rom durch eine Petarde verletzt wurde. Das Blatt nannte den Mann in mehreren Beiträgen «Petarden-Trottel***». Ein Fan schrieb mit Bezug auf einen «Blick»-Redaktor: «Dem gehört das Maul gestopft.» … weiterlesen (Quelle: 20min) Wenn man den ***Bericht des Blick liesst, dann muss man sich nicht wundern, dass ein Echo kommt.

Peer Teuwsen, Leiter des Schweizer Büros der Zeit, bezeichnete die Berichterstattung als «Pranger» und das Vorgehen des Blicks als «Skandal», wie er in einem Interview mit nationofswine.ch sagte.

Teuwsen wirft neben dem Blick auch anderen Medien vor, die Objektivität verloren zu haben. Gewisse Journalisten würden jegliches Mass verlieren. … weiterlesen (Quelle: Tagesanzeiger)

20min hat vorsorglich die Kommentare gesperrt, es waren wohl zu viele Leser der Meinung, dass Blick es wohl verdient hat. „Das ist doch sehr demokratisch und unterstreicht die Meinungsfreiheit“.

Offensichtlich hat Ringier Mühe damit, die eigene Giftsuppe zu löffeln, die sie gekocht haben. Sollen wir jetzt in Tränen ausbrechen, weil der Rechts-Journalismus des „BLICK“ von seiner eigenen, braunen Leserschaft eingeholt wird? Wenn Ringer wieder zu einer vernünftigen Berichterstattung zurückkehrt, werden sie von ihrer Leserschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder mit Respekt behandelt werden und solche Vorfälle wird es dann sicher auch nicht geben – denn auch die Leser gehören dann einer anderen Gruppierung an (das wird nicht passieren, da der Umsatz einbrechen würde und sie keine Ahnung von guten Journalismus haben). Oder gibt es ähnliche Vorfällen von einer Zeitung, die eine gute Berichterstattung macht – ich glaube kaum.

Lesenswert: Wie man in den Wald ruft … (Quelle: Medienwoche)

In der USA läuft eine ganz andere Hetze:
Wie „Fox News“ Krieg gegen „Occupy“ führt
Konservative Medien haben Mühe mit den Aktivisten von «Occupy Wall Street». Allen voran der TV-Sender «Fox News»: Er fährt eine regelrechte Hetz-Kampagne gegen die Bewegung. … weiterlesen (Quelle: 20min)
„Glück gehabt, dass sie nicht gegen militante Gruppierungen hetzen … „

oder

Wieder Nazi-Hetze gegen Angela Merkel in Athen
Nach Angela Merkels unermüdlichem Einsatz beim großen Krisen-Gipfel in Brüssel, bei dem sie den Banken einen 50-Prozent-Schuldenschnitt abrang, erntet die Bundeskanzlerin jede Menge Lob.
Doch die Griechen selbst schießen quer – wieder einmal! Mit Mitteln, die nichts mit Kritik, mit Ärger, Not oder Zukunftsangst zu tun haben.
„Die  Griechen haben keinen Ärger, Not oder Zukunftsangst – wo leben die Journalisten der Bildzeitung eigentlich?“.

Schlechtestes Fangergebnis der Bodenseefischer

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„Warten auf die Fische“

2006 war ein schlechtes Fangjahr – der Trend zu weniger hält an. 2007 haben die Berufsfischer am Bodensee das schlechteste Fangergebnis seit über 50 Jahren erzielt. 470 Tonnen Felchen und 51 Tonnen Barsche bedeuten einen Fangrückgang von 10 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Fischer haben einen Antrag an die Behörden gestellt um engmaschigere Netze zuzulassen. Der Chef des Internationalen Bodensee-Fischerei-Verbandes (IBF) Sigg forderte, deren Zahl weiter zu erhöhen und mehr und grössere Netze zu erlauben.

Der Rückgang der Felchengrösse ist auch Folge der Fischerei selbst, behaupten einige Wissenschaftler. Die sinkende Phospatkonzentration im Bodensee habe damit keinen Zusammenhang.

Wenn engmaschigere Netze verwendet werden, so kann sich jeder Laie ausrechnen, wird der Fischbestand weiter sinken. Die menschliche Eigenschaft, die Lage durch seinen Eingriff zu verschlechtern, „wird sicher den gewünschten Erfolg bringen“. Erfolgreich wird nur der Versuch der Fischer sein, immer kleinere Maschenweiten zu verlangen, mehr und grössere Netzte einzusetzen und die „Schuldigen“ wo anders zu suchen. Da gäbe es zum Beispiel die Klimaerwärmung, der Kormoran und das zu saubere Wasser.

Manchmal hat man den Eindruck, mit dem Wort Unendlichkeit sind auch die natürlichen Ressourcen gemeint. Aber fast alle Wirtschaftssysteme der heutigen Zeit sind auf unbegrenztes Wachstum ausgerichtet. Wie im grossen so im kleinen.

Schon ertönt der Ruf: „Der Bodenseefisch und die Bodenseefischer müssen ein Wahrzeichen unserer Heimat bleiben“. Tradition ist alles. Wenn man die letzten 10 bis 20 Jahre zurückblickt, dann wird man feststellen, dass schon viele Berufe ausgestorben sind. Es ist nunmal so, ob es uns gefällt oder nicht, Stillstand gibt es nicht. Eigentlich verrückt – zum einen wollen wir Tradition und zum anderen Beschleunigen wir dessen Untergang.

Petri Heil!