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Der Mensch – warum sind wir hier

Das ist der Folgeartikel von „Die Kunst zu leben im NICHTS und wo ist das SELBST?“ Diesmal mehr naturwissenschaftlicher und (weniger) philosophisch.

Das Grundmuster der Natur

Zur Zeit sind 117 Elemente bekannt. 91 (andere behaupten es wären 88) davon kommen natürlich vor, die anderen sind ausschließlich künstlich erzeugt worden. Alle diese chemischen Elemente bestehen letztlich aus Atomen als kleinsten Bausteinen. Ein Atom ist für uns unvorstellbar klein: etwa 10-10 m. Die Welt ist aus Atomen in Kombination der chemischen Grundelemente zusammengesetzt. Elemente mit hoher Ordnungszahl sind radioaktiv und zerfallen oft mit einer Halbwertzeit von wenigen Millisekunden, wodurch es schwer wird, ihre Existenz zu beweisen. Ausserdem sind sie künstlich hergestellt, weil ihr Kern so schwer ist, dass er sich gar nicht erst bilden könnte. Das geschieht nur durch (künstliche) Kernfusion. (Wiki: Periodensystem)

92 verschiedene Atomkombinationen kommen in der Natur vor, sie sind die Grundsubstanz. Entscheidend, ob etwas einfach oder komplex ist, hängt davon ab, wie viele verschiedene Atome kombiniert werden. Ein Salzkristall ist eine einfache Struktur, es besteht aus Natrium und Chlor. Komplexere Strukturen wie Lebewesen unterscheiden sich nicht so sehr vom Material, also der Grundsubstanz. Sie bestehen vielmehr aus komplexen Anordnungen der Atome und wie sie organisiert sind. Grundlage sind: Zelle – Moleküle – Proteine oder DNA – Atome.

Menschen bestehen aus 10 Quadrillionen Atomen. Wieso haben sich in der Entwicklung die Atome so strukturiert? Atome haben die geniale Eigenschaft, harmonisch zueinander zu passen. Um etwas Komplexes bauen zu können, braucht man möglichst viele Kombinationsmöglichkeiten – einen grossen Raum und viel Zeit zum Experimentieren, hier auf der Erde gute 4 Milliarden Jahre.

Atome können nicht neu erschaffen oder vernichtet werden. Die Atome gab es schon vor unserem Sonnensystem. Der Kosmos besteht aus den gleichen Grundelementen. Woher kamen diese 92 (88) Grundelemente?

Vor 14 Milliarden Jahren war der Urknall. Vor dem Urknall und ein paar Milliarden Jahre danach bestand diese Materie aus 2 Elementen, Wasserstoff und Helium. Das war eine riesige Gaswolke. Dabei bildeten sich 25% Helium-4 (4He) und 0,001% Deuterium sowie Spuren von Helium-3 (3He), Lithium und Beryllium. Die restlichen 75% stellten Protonen dar, die späteren Wasserstoffatomkerne. Siehe auch: (‚Der Urknall war nicht der Anfang‘)

Die kollabierenden Gaswolken hatten sich inzwischen soweit verdichtet, dass sich Sterne, Kugelsternhaufen und die ersten Galaxien bildeten. In den Sternen entstanden nun durch Kernfusion alle schwereren Elemente bis zum Eisen. Die schwereren Sterne explodierten bereits nach wenigen Millionen Jahren als Supernova. Während der Explosion wurden durch Neutroneneinfang Elemente schwerer als Eisen gebildet und gelangten in den interstellaren Raum. Diese Umwandlung zu den 92 (88) Grundelementen gelang nur, weil es die Schwerkraft gab. Das Ergebnis ist das heutige Universum. Diese Umwandlung benötigt sehr viel Energie. Dazu braucht man Sonne – eine Fusionsreaktion. Durch die hohe Temperatur wird der Wasserstoff und das Helium in andere Atome umgewandelt – Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff. Wenn Sonnen instabil werden und implodieren (Supernova) stossen sie „Erbrütete Materie“ aus.

Alles aus Sternenstaub

Aus diesem wurden die 92 (88) Grundelemente geschaffen. So gesehen sind wir die Asche längst vergangener Sterne oder genauer gesagt, wir sind der nukleare Abfall der Energie, die die Sterne zum Leuchten brachte.

Dazu gibt es ausser Atome noch Dinge, die nicht atomarer Struktur sind, wie die dunkle Materie. Etwa 73 Prozent Dunkle Energie, 23 Prozent Dunkle Materie, rund 4 Prozent „gewöhnliche Materie“ (z. B. Atome) und 0,3 Prozent Neutrinos. Die „gewöhnliche Materie“ unterteilt sich dabei in selbstleuchtende (z.B. Sonnen) und nicht selbstleuchtende Komponenten (z.B. Planeten und vor allem kaltes Gas). Der Anteil der selbstleuchtenden Komponenten nimmt dabei nur etwa 1/10 der „gewöhnlichen Materie“ ein. Dies wird bewiesen durch die äussere Rotationsgeschwindigkeit der Sterne, die am Rand von Galaxien liegen, da die Masse der inneren Galaxie nicht ausreicht, um sie durch Schwerkraft an sich zu binden. Die Beweisbarkeit liegt in der Unbeweisbarkeit. Ohne Dunkle Materie gäbe es das Universum, so wie wir es kennen nicht bzw. ohne Dunkle Materie würde es nicht funktionieren.

Zudem gibt noch die „Dunkle Energie“ (73%). Diese wirkt der Anziehungskraft der Materie genau entgegen.  Das ist eine Kraft, die Dinge abstösst und nicht aneinander zieht. Diese wirkt nur zwischen Galaxien – Massenanziehung und Abstosseffekt. Deshalb expandiert unser Universum schneller (Inflationäres Universum). Was mit dem Universum in ferner Zukunft passiert, kann kein Wissenschaftler sicher sagen. Da es aber einen Anfang gehabt hat, wird es auch ein Ende geben – das nennt man dann Transformation.

Gibt es (k)einen Masterplan?

Wie sieht die Schöpfung aus? Wie wirklich sind wir? Die Komplexität des Lebens folgt einfachen, aber nicht zu einfachen Regeln. Es gibt 3 Grundregeln: Geburt, Überleben und Tod. Das Spiel des Lebens (engl. Conway’s Game of Life) ist ein vom Mathematiker John Horton Conway 1970 entworfenes System, basierend auf einem zweidimensionalen zellulären Automaten. Es ist eine einfache und bis heute populäre Umsetzung der Automaten-Theorie von Stanislaw Marcin Ulam. (Artikel bei Wikipedia )

Das Leben funktioniert rein zufällig – denn die Evolution hat keine spezielle Absicht. Wir sind nur das Ergebnis von Atomen, Zeit und Naturgesetzen. Natürlich könnte man annehmen, das Universum wäre ohne uns sinnentleert. Aber dagegen spricht, dass das Universum es nicht einmal bemerken würde, wenn wir nicht mehr wären. Was war, bevor der Mensch war? Ein Universum ohne Sinn? Der Mensch behauptet von sich selbst, er hätte eine Sonderrolle, die er einnimmt – das ist aber nur sein EGO (siehe ersten Artikel mit dem NICHTS). Deshalb darf der Mensch kein Produkt des Zufalls sein. Deshalb braucht er die Religionen und Gottes Masterplan.

Ausserdem kann es Intelligenz im Universum geben, die der Mensch als begrenztes Lebewesen nicht begreifen kann. Was ist mit den anderen Lebewesen auf diesem Planeten? Wissen wir absolut sicher, dass Tiere nicht intelligent sein können, weil sie keine technischen Erfindungen nachweisen können.

Zudem ist der Mensch nur in einer äusserst kurzen Zeitspanne in der gesamten Entwicklungszeit des Universums aufgetaucht – hier sieht man die menschliche Selbstüberschätzung am deutlichsten. Das Verhältnis Mensch zum Universum im Gesamtzeitraum – 14 Milliarden Jahre Universum zu dem Homo sapiens idaltu aus Äthiopien, von vor 160.000 Jahren der Älteste – wird unbestritten dem biologisch modernen Menschen zugeordnet.

Die Kosmologische Konstante

Nur weil alle Parameter der Naturgesetze so perfekt stimmen, ist dies kein Beweis, um unsere Entstehung als so genannte „Krone der Schöpfung“ zu rechtfertigen. Nur wir Menschen sehen diese vermeindliche Perfektion als die optimale Lösung an. Die Behauptung, wenn nur ganz kleine Parameter bei der Entstehung des Universums abgewichen wären, gäbe es uns in dieser Form nicht, ist vollkommen richtig. Doch das schliesst nicht automatisch jegliche andere Konstellationen, in denen Leben in anderer Formenvielfalt entstehen könnte, aus.

Die Kosmologische Konstante (Dunkle Materie und Dunkle Energie) ist das Fein-Tuning für das Entstehen von Leben; sie ist 1 hoch 127, also ein äusserst kleiner Wert. Gibt es nur wegen dieser kleinen Grösse keinen Zufall? Vielleicht war der Urknall ein Re-start von einem Universum, das gescheitert ist, um komplexe Strukturen hervorzubringen. Die alten Universen sind kollabiert, weil sie sich nicht als stabil erwiesen haben und sie starten so oft erneut, bis das Universum die nötige Stabilität erreicht. Und wie viele Universen gibt es mit unterschiedlichen Gesetzmässigkeiten?

Multiversum

Die Theorie eines Multiversums zielt auf eine Erklärung für die genaue Feinabstimmung der Naturkonstanten ab. Jedes einzelne Universum hat beliebige Werte für seine jeweiligen Naturkonstanten (z. B. Feinstrukturkonstante, Gravitationskonstante …). In den meisten Universen ist wegen der ungünstigen Werte kein Leben möglich – in anderen jedoch schon. Das beobachtbare Universum gehört zu der Teilmenge von Universen, in denen intelligentes Leben möglich ist; sonst könnten wir diesen vermeintlichen Zufall nicht beobachten. Der letztgenannte Gedankengang ist als anthropisches Prinzip bekannt.

Entscheidend scheint jedoch in erster Linie die Komplexität zu sein. Ist sie gross genug, entsteht auch Intelligenz. Dies entwickelt sich in einem bestimmten Rahmen zu Intelligenz und Selbstreflektion. Wie sie  in physikalischer oder mathematischer Hinsicht entstehen kann, ist vollkommen egal. Deshalb können auch Galaxien letztendlich eine Selbstreflektion besitzen. So gesehen, könnte die gesamte Komplexität des Universums oder Multiversums Gott sein; wir Menschen sind eine kleine Zelle davon – ohne Zelle kein Gott, kein Gott ohne Zelle.

Der besondere Mensch

 

Der Mensch ist aber doch etwas Besonderes: Hier haben sich die Atome so komplex angeordnet, dass sie über ihren eigenen Ursprung nachdenken können. Ist doch etwas Geniales. Sind das nun WIR oder denken die ATOME? Das Gehirn hat biologisch die maximale Grösse mit der optimalen Leistung erreicht. Wäre es grösser, sinkt die Leistung. Der Mensch ist mittendrin in einer Entwicklung als bewusstes intelligentes Lebewesen. Der Mensch verdient diese Bezeichnung nicht; er ist vielmehr ein intelligenter, aber trotzdem dummer Virus, der seinen Wirt tötet. Ansonsten würde der Umgang mit der Natur, anderen Lebewesen und seinesgleichen ein anderer sein. Was ist daran intelligent, Kriege zu führen, Folter zu verüben, das Meer leerzufischen, die Bevölkerung explodieren zu lassen usw.?  Oder ist der Mensch deshalb intelligent, weil er technische Höchstleistungen vorzuweisen hat?

Aber der Mensch wird aus seinen Fehlern lernen und sich dadurch weiterentwickeln zu dem, was er sein möchte – ein Mensch. Vorausgesetzt, er überlebt sich selbst. Entwickelt sich unsere Gesellschaft mit der Technologie, die wir entwickeln, weiter, werden wir das Zeitalter als transhumane Wesen einläuten.

Wir haben noch 6 Milliarden Jahre Zeit als biologische Lebewesen auf dem Planeten Erde – dann erlischt die Sonne. ;-(

 

Transhumanismus – neue tolle Welt?

Transhumanismus benötigt neue Technologien. Besonders wichtig dabei die Nanotechnologie, Biotechnologie mit Schwerpunkten in der Gentechnik und der regenerativen Medizin, der Informationstechnologie und der Kognitionswissenschaft. Darüber hinaus spielen spekulative zukünftige Technologien wie etwa starke künstliche Intelligenz, das Hochladen (engl.: Uploading) des menschlichen Bewusstseins in digitale Speicher, das Entwickeln von Superintelligenz und die Weiterentwicklung der Kryonik eine Rolle.

Aufgrund der aktuellen Beschleunigung des technologischen Fortschritts spekulieren viele Transhumanisten auf einen radikalen Durchbruch in den nächsten 50 Jahren. Der Transhumanismus unterstreicht, dass dies wünschenswert sei und dass der Mensch sich durch die Anwendung technologischer Innovationen, wie Gentechnik, molekulare Nanotechnologie, Neuropharmazeutik, prothetische Verbesserungen und neue Gehirn-Computer-Schnittstellen über den gegenwärtigen menschlichen Stand hinaus entwickeln kann und sollte. Vielleicht sind wir aber auch selbst nur Avatare eines grossen Computerspiels.

Die Welt ist so, wie sie ist, weil wir so sind, wie wir sind – beides bedingt sich. Alles andere ist das TAO.

Mensch und Komplexität – Warum wir Fehler machen

Diesmal kein Bericht von mir, sondern von Prof. Dr. Jürgen Tausch – er spricht mir aus der Seele. Leider ist Prof. Dr. Jürgen Tausch am 22. Januar 2009 verstorben.

Das Verhalten des Menschen in komplexen Situationen –
Warum wir Fehler machen

(Mit freundlicher Genehmigung von Frau Tausch – Prof. Dr. Jürgen Tausch)

Wenn jemand sagt, wir leben heute in einer komplexen Welt, mit mannigfachen Wechselbeziehungen, die bei der Bewältigung von Problemen berücksichtigt werden müssen, so findet niemand etwas Besonderes an dieser zur Alltagsweisheit gewordenen Aussage. Das Leben des Menschen in komplexen Systemen ist jedoch – historisch gesehen – erst von kurzer Dauer. Im größten Teil der langen evolutiven Entwicklung des Menschen waren unsere Vorfahren eingebettet in einfache, überschaubare Umweltbedingungen und ihre Handlungen z.B. als Jäger und Sammler hatten nur geringe ökologische Bedeutung. Für die Bewältigung ihrer Lebenssituation reichte im Wesentlichen ein “Denkapparat“, der Aufgaben aufgrund von “Wenn-Dann-Beziehungen“ lösen konnte. Da diese Denkstrategie sich in der Evolutionsgeschichte des Menschen als vorteilhaft erwiesen hat, ist die Annahme berechtigt, dass dieses auch als „lineares Denken“ bezeichnete Denkmuster noch heute in unseren Genen verankert ist.

Demgegenüber sind die in unserer Zeit zu bewältigenden Lebenssituationen durch eine rasante Entwicklung der Zivilisation immer komplexer und damit weniger durchschaubar geworden. Wer hätte schon beim ersten Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln daran gedacht, dass diese Schadstoffe sich in Flüssen und Meeren oder gar in der Muttermilch anreichern würden. Dieses und viele andere Beispiele sind ein Indiz für unsere Neigung, auf eine bestimmte konkrete Situationen mit einer nur darauf bezogenen Maßnahme zu reagieren, ohne die Neben-, Folge- oder Fernwirkungen zu bedenken und in das Handeln einzubeziehen. Gefordert wäre hier vor allem Denken in Ursache-Wirkungs-Netzen und nicht lineares Denken. 

Vernetztes Denken fällt uns jedoch vermutlich aufgrund unzureichender genetischer Vorgaben sowie diesbezüglicher mangelhafter Ausbildung und Erziehung besonders schwer. Will man derartige „Denkgewohnheiten“ ändern, d.h. verbessern, müsste man zunächst genauer wissen, durch welche Faktoren menschliches Entscheidungsverhalten angesichts von Komplexität und Unbestimmtheit beeinflusst wird und wie dabei Denken, Lernen, Einstellungen und Emotionen zusammenwirken. DÖRNER u.a. (DÖRNER 1975, 1979, 1982, 1989; DÖRNER u. REITHER 1978; DÖRNER et al. 1983; DÖRNER u. KAMINSKI 1987) haben seit Anfang der 70er Jahre eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe in der Zwischenzeit aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen wurden.

Ausgangspunkt der Untersuchung war die Computersimulation komplexer Wirklichkeiten, z.B. Entwicklungsländer, Betriebe, Kleinstädte etc. Obwohl die entsprechend programmierten Rechner nur grobe Abbilder der Realität liefern, kann man Versuchspersonen in solchen “als-ob-Realitäten“ z.B. als Bürgermeister planen und agieren lassen. Seine Entscheidungsbefugnisse betreffen z.B. Steuern, Löhne, Wohnungsbau, Ansiedlung einer Fabrik, Gesundheitspolitik u.a. Die Versuchspersonen müssen also mit einem merkmals- und beziehungsreichen, dynamisch sich entwickelnden System umgehen, das ihnen teilweise unbekannt und undurchsichtig ist. Beschließt der Bürgermeister Maßnahmen, so werden diese dem Computer zugeliefert, der zugleich die Rückmeldung über den Effekt der Maßnahmen liefert usw.
Der Vorteil dieser Untersuchungsmethode besteht insbesondere darin, dass die Ausgangsbedingungen für alle Versuchspersonen einheitlich sind und damit eine breite Basis für allgemeine Aussagen bezüglich des Verhaltens in komplexen Situationen erreicht wird.

Die Fülle der bisher gewonnenen Erkenntnisse soll durch einige Beispiele belegt werden.

  • Richtlinien zum Handeln aus globalen Zielen abzuleiten fällt dem Menschen schwer, weil es an der Fähigkeit mangelt, zuvor klar definierte Teilziele zu beschreiben. Die meisten Versuchspersonen handeln nämlich nach dem sogenannten “Reparatur-dienstprinzip“. Dabei wird das betreffende System auf Missstände hin abgesucht. Findet man zufällig eine Fehlerquelle, versucht man diese zu beseitigen und gibt sich damit zufrieden. Dieses Verhalten ähnelt in etwa dem eines Anfängers im Schachspiel, der primär darauf bedacht ist, die eigenen Figuren nicht zu verlieren und möglichst viele Figuren des Gegners zu schlagen. Obwohl dieses Ziel insgesamt gesehen richtig ist, ist es ohne ein gut durchdachtes Konzept, das auch die Folge-, Neben- und Rückwirkungen der eigenen Züge mit einbezieht, gegen einen erfahrenen Gegner nicht zu erreichen.

Der Vergleich mit dem Schachspiel zeigt nun zugleich an, auf welchem Wege Verbesserungen möglich sind. Der Unterschied zwischen guten und weniger guten Schachspielern beruht allerdings nicht nur auf unterschiedlichen Trainingsbedingungen, sondern steht in deutlicher Beziehung zu bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen. Kehren wir zum Computersimulationsexperiment zurück, so wird diese Aussage durch folgende Ergebnisse belegt:

  • Versuchspersonen, die gut mit komplexen Systemen umgehen können, verfügen über allgemein anwendbare Schemata, mit deren Hilfe sie fast jedes System ordnen können. Eine solche Strukturidee ist z.B. der Regelkreis, der bei der Hypothesenbildung zur Erfassung eines unbekannten Realitätsbereiches sehr hilfreich sein kann.
  • Wer über derartige Ordnungsprinzipien verfügt, neigt auch dazu, einen Sachverhalt immer als Teil eines umfassenderen Sachverhalts zu betrachten. Wer z.B. häufig mit ökologischen Zusammenhängen zu tun hat, bewertet einen wahrgenommenen Fisch eher als mögliches Element einer Nahrungskette und weniger nach Gesichtspunkten zoologischer Systematik.
  • Gute Versuchspersonen scheuen nicht die Konfrontation mit neuen, unbekannt und unkontrolliert wirkenden Situationen, während diese bei schlechten Versuchspersonen eher Angst und Fluchttendenzen auslösen. Im Experiment neigen solche Personen zum Verharren in Kleindetails, zu schnellem Themenwechsel oder zum Abschieben der Verantwortlichkeit.
  • Hilflosigkeit in komplexen Situationen äußert sich nicht selten in sog. „Notfallreak-tionen“. Sie finden ihren Niederschlag in beinahe rabiaten Entscheidungen, die ohne hinreichende Analyse der Bedingungen zustande kommen, aber in der Hoffnung getroffen werden, die große Wende herbeizuführen. So wurde z.B. das restliche Kapital einer Kleinstadt in eine überdimensionale Werbekampagne für Fremdenverkehr und die Errichtung von Hotels investiert, ohne die Nachfrage geprüft zu haben.

Eine andere grobe Fehlerquelle bei der Erfassung von komplexen Systemen ist die Einordnung von Zeitabläufen. Die meisten Versuchspersonen halten den augenblicklichen Zustand einer Variablen für besonders wichtig, obwohl deren Entwicklung wesentlich bedeutsamer ist. Hat eine Firma z.B. zu einer gegebenen Zeit ein Kapitel von 2 Millionen DM, so besagt das wenig. Wichtig wären Daten über den Kapitaltrend. Je nach dem, ob das Kapital vor einem Jahr noch 10 Millionen DM betrug oder die Firma verschuldet war, gewinnt die Zahl von 2 Millionen DM eine andere Bedeutung. Solche Trends richtig einzuschätzen – insbesondere wenn diese exponentiell verlaufenden Entwicklungen folgen – macht den meisten Menschen große Schwierigkeiten. Dabei sind derartige “Wachstumskurven“ nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel, wie ökonomische und ökologische Systeme hinreichend deutlich machen.

Diese geringe Fähigkeit zum Umgang mit nicht linearen Zeitabläufen lässt sich auch im psychologischen Experiment als allgemeines Phänomen beobachten und belegen, dass wir dazu neigen, exponentielle Wachstumsverläufe zu unterschätzen. DÖRNER (1989, S.168) beschreibt folgendes Beispiel: „Wir gaben Versuchspersonen den Auftrag, eine Wachstumsrate von 6 Prozent über 100 Jahre zu schätzen. Dieser Auftrag war in der Form folgender Instruktion verkleidet:

Die Leitung eines kleinen Traktorenwerkes meint, dass 6 Prozent jährliches Wachstum der Produktion notwendig ist, um auf die Dauer die Existenz der Unternehmung zu sichern. 1976 wurden 1000 Traktoren hergestellt. Schätzen Sie einmal, ohne viel zu rechnen, wie viel Traktoren das Werk jeweils in den Jahren 1990, 2020, 2050 und 2080 herstellen muss, damit die Wachstumsrate erreicht wird.“

Die mittleren Schätzwerte lagen bei 2200, 5000, 9500 und 15000. Die Berechnung der tatsächlich notwendigen Produktion lässt sich mit folgender Formel berechnen:

0001.jpg

Den tatsächliche Verlauf des Wachstums veranschaulicht die nachfolgende Tabelle:

0004.gif
 
Man sieht, dass die Versuchspersonen sich stark verschätzen und dass die Schätzwertfehler mit der Zeit immer größer werden. Ähnliche Fehler machen wir Menschen bei vergleichbaren Experimenten, wie sie in der Sendereihe Quarks & Co des WDR vom 14.01.98 vorgestellt wurden:

Die Zinsfalle
Besonders schwierig wird es bei den Zinsen. Beispiel:
Sie leihen sich 100.000 € von der Bank: Die möchte aber 10 % Zinsen pro Jahr. Frage: Wie hoch ist die verbleibende Schuld, wenn Sie fünf Jahre lang Monat für Monat 1.000 € zurückzahlen?

39.000 €
47.000 €
65.000 €
87.000 €

N0002.jpgAbb.43: „Die Rechnung“

Die Restschuld liegt nach fünf Jahren noch immer bei 87.000 €. Die nebenstehende Grafik verdeutlicht es: Sie haben also in diesen fünf Jahren 60.000 € bezahlt. Trotzdem schulden Sie Ihrer Bank immer noch 87.000 €, denn 47.000 € hat die Bank an Zinsen bekommen- fast 80% des Geldes!
Vorsicht also bei Kreditangeboten- unser gesunder Menschenverstand täuscht uns da schnell. Übrigens: 1,8 Mio. Haushalte in Deutschland sind so überschuldet, daß sie ihre Schulden nur mit weiteren Krediten abbezahlen können.
 
Die Vollbremsung
Wie sehr wir unserem gesunden Menschenverstand misstrauen müssen, zeigt das folgende Beispiel:
zwei Autos fahren in der Stadt. Eins der Autos fährt 50 km/h, das andere 70 km/h. Das schnellere Auto überholt das langsamere, und als beide gerade mit den vorderen Stoßstangen auf gleicher Höhe sind, blockiert ein LKW die Straße. Der langsamere Wagen macht eine Vollbremsung und kommt 1 cm vor dem LKW zum Stehen. Wie schnell ist der schnellere Wagen, der ebenfalls eine Vollbremsung gemacht hat, zu diesem Zeitpunkt?

30 – 40 km/h
40 – 50 km/h
60 km/h

Die Geschwindigkeit beträgt 60 km/h. Die Ursache dafür: fährt jemand doppelt so schnell wie jemand anderes, dann verdoppelt sich sein Bremsweg nicht, sondern vervierfacht sich. Das ist auch der Grund dafür, dass der schnellere Wagen am Anfang so wenig Geschwindigkeit verliert. Erst auf den letzten Metern seines Bremsweges wird er deutlich langsamer. So können ein paar Meter darüber entscheiden, ob es überhaupt nicht oder richtig kracht.

Chef, ich brauche mehr Geld
Bestimmte Fehler sind praktisch in uns eingebaut: zum Beispiel beim Umgang mit Zahlen. Wir vertrauen auf unseren gesunden Menschenverstand- und liegen leider völlig falsch. Das wird deutlich bei einem kleinen Experiment. Stellen Sie sich vor, Sie bewerben sich und bekommen einen neuen Job. Sie sitzen nun im Zimmer des Personalchefs und verhandeln mit ihm über Ihr Gehalt. Er bietet Ihnen zwei Alternativen an:
• (A) Ein Jahresgehalt von 40.000.- € und jedes Jahr gibt es 1.000.- € mehr.
• (B) Ein Jahresgehalt von 40.000.- € und jedes halbe Jahr mehr Geld, aber nur 250.- €

Bitte entscheiden Sie!

Wenn Sie (A) gewählt haben, haben Sie sich wie die meisten Menschen in dieser Situation entschieden- und fahren damit schlechter. Damit Sie besser vergleichen können, haben wir ein Jahr in jeweils zwei Halbjahre getrennt.

N0003.jpgAbb.44: die Rechnung

Bei Alternative A erhält man im ersten halben Jahr 20.000 Euro, im zweiten halben Jahr ebenfalls 20.000 Euro, zusammen 40.000.- €. Im zweiten Jahr erhält man im ersten Halbjahr 500.- € mehr und auch im 2. Halbjahr- zusammen also 41.000.- €.
Bei Alternative B erhält man nach einem halben Jahr 250.- € mehr, hat also am Ende des ersten Jahres 250.- € mehr als bei Alternative A. Im zweiten Jahr erhält man im ersten Halbjahr wieder 250.- € mehr, also 21.500.- € wie bei Alternative A; im zweiten Halbjahr aber wird das Gehalt schon wieder aufgestockt, so dass man auch jetzt 250.- € plus macht. Und so geht das jedes Jahr weiter.

  • Die Bevorzugung linearer Denkmuster und eine schlecht ausgebildete Fähigkeit zur Analyse von Zeitreihen sind also die Hauptfehlerquellen, mit denen man beim Handeln in komplexen Situationen rechnen muss (vgl. auch DITFURTH 1985; D. NEUMANN 1993; LÜPERTZ u. WEBER 1993). Es gibt allerdings individuelle Unterschiede. Manche Personen in dem oben beschriebenen Experiment verbesserten sich erheblich, andere wiederum schafften dies nicht. Dies zeigt auch, dass Mängel im diesbezüglichen Denken nicht unausweichlich festgeschrieben sind. Selbst wenn diese ausschließlich auf einer genetischen Grundlage beruhen würden, ist eine Veränderung durch Lernen möglich, was nicht bedeutet, dass das leicht möglich ist und tatsächlich vielen Menschen gelingt. Das gleiche gilt, wenn man davon ausgeht, dass die genannten Mängel hauptsächlich auf einseitiges Training der linken menschlichen Gehirnhemisphäre durch unser Erziehungssystem zurückzuführen sind (vgl. WINDE 1981; ROTH 1994).

Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang, dass die Intelligenz der Versuchspersonen in keinem deutlichen Zusammenhang zu den Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Systemen steht. Nicht minder bedeutsam ist die Feststellung, dass die Einstellungen und Überzeugungen sich viel weniger auf das tatsächliche Verhalten auswirken als man eigentlich erwartet. So stellte man z.B. erstaunt fest, dass “links-liberal“ eingestellte Versuchspersonen in der “Bürgermeistersituation“ bei der Verteilung von Löhnen und Gehältern keine Maßnahmen einbezogen, die verhinderten, dass die Gehälter der ohnehin schon gut Verdienenden absolut und prozentual stärker stiegen als z.B. die Löhne der relativ schlechter verdienenden Fabrikarbeiter, obwohl die Struktur des Systems dies durchaus zugelassen hätte.

Man mag alle diese in “Spielsituationen“ gewonnenen Erkenntnisse als realitätsfern ablehnen, es ist jedoch zu bedenken, dass gespielte Realitäten durchaus ernst genommen werden. Familienspiele wie “Mensch-ärgere-dich-nicht“ oder “Monopoly“ u.a. können – wie jeder weiß – leicht das Familienklima erheblich beeinträchtigen. Analoges konnte man bei den Versuchspersonen beobachten.

Es lassen sich aber auch direkte reale Lebensbezüge beschreiben, bei denen “mensch-liches Versagen“ entscheidend zum Misserfolg – bis hin zu tödlichem Ausgang – geführt hat. Das jedenfalls zeigen einige Analysen von Katastrophen. Drei Beispiele sollen der Erläuterung dienen.

Als vor nicht allzu langer Zeit ein Flugzeug zur Landung auf Miami ansetzte, stellten die Piloten fest, dass es Schwierigkeiten mit dem Ausfahren des Bugrades gab. Während man sich fieberhaft bemühte, den Defekt zu beheben, bemerkte die Crew nicht, dass die Maschine ständig an Höhe verlor. Aber der Höhenmesser war aus dem Blickfeld geraten und eine Reihe deutlich sichtbarer und hörbarer Warnsignale wurden ignoriert, weil die Crew auf das Problem mit dem Bugrad fixiert war. Als der Fehler nach ca. 4 Minuten bemerkt wurde, war es zu spät. Die Maschine stürzte ins Meer und 100 Menschen kamen ums Leben. Tragisch darüber hinaus: Das Fahrwerk funktionierte einwandfrei, nur die Glühbirne der Anzeige war defekt.

„Am 6.3.87, um 19.28 Uhr, kenterte die Fähre Herald of Free Enterprise vor der belgischen Küste. Die Untersuchung des Unglückshergangs brachte eine Reihe von Vorkommnissen ans Licht, die, für sich genommen, zumeist banal waren, aber auf unheilvolle Weise zusammenwirkten. Am Anfang der Ereigniskette standen Zeitdruck, Personalmangel und unklare Zuständigkeiten. Der Erste Offizier versäumte, das Schließen der Bugklappen zu überwachen, der Bootsmann, der ihr Offenstehen bemerkte, sah das Schließen nicht als seine Aufgabe an, und sein Stellvertreter, der dafür zuständig gewesen wäre, schlief nach Erledigung anderer Aufgaben in seiner Kabine. Der Kapitän ahnte nichts – erstens, weil ihm die Betriebsvorschrift nahe legte, sich nur um Gemeldetes zu kümmern, zweitens, weil es auf der Kommandobrücke keine Bugklappenanzeige gab. – Vielleicht wäre die Fähre trotz offener Bugklappen nicht gleich gekentert – wenn sie nicht vornüber im Wasser gelegen hätte: Weil die Laderampe konstruktionsbedingt und dann noch wegen Hochwassers zu niedrig war, hatte die Besatzung das Schiff buglastig getrimmt, und weil der Fahrplan drängte, waren die Ballasttanks vor dem Ablegen nicht geleert worden. – Dass beim Kentern der Fähre 192 Menschen ums Leben kamen, ist insbesondere der mangelhaften Notfallausrüstung zuzuschreiben: Die Rettungswesten waren nicht nur schwer zu handhaben, sondern teilweise sogar weggeschlossen – aus Angst vor Vandalismus“ (ROMBERG 1996, S.19).

Eine andere Katastrophe ist vielen Menschen noch in Erinnerung. Tschernobyl. Für die Durchführung eines Testprogramms wurde die Leistung des Reaktors heruntergefahren. Dabei geriet der Reaktor durch gewohnheitsmäßiges Ausschalten einer Reihe elementarer Sicherheitsvorkehrungen auf ein viel zu niedriges Leistungsniveau und damit in den Zustand gefährlicher Instabilität. Als die Ingenieure das bemerkten, brachen sie das Experiment zwar ab, aber die Zeit reichte nicht mehr, um durch Schnellabschaltung des Reaktors die Kettenreaktion zu beenden. Es konnte nicht mehr verhindert werden, dass die Reaktorleistung unkontrolliert hochschnellte. Das war – soweit man heute weiß – die Ursache der Explosion.
„Tschernobyl ist ein Beispiel für ‘menschliches Versagen’ auf allen Ebenen – von den Operateuren bis hin zu den Managern und Konstrukteuren des Atomkraftwerks. Beim Versuch, die Vorgeschichte der Katastrophe zu rekonstruieren, kamen die Richter des Tschernobyl-Prozesses 1987 auf eine Gesamtzahl von 71 Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften“ (ROMBERG 1996, S.20).
Nicht jeder Fehler führt zu einer solchen Katastrophe, denn nicht alles, was schief gehen kann, geht dann auch wirklich schief. Eine Katastrophe ist jedoch in der Regel das Ergebnis von vielen kleinen Missgriffen, Versäumnissen und Fehlentscheidungen, die auf meist unvorhergesehene Art zusammenwirken. Jede einzelne Fehlhandlung für sich betrachtet führt dabei keineswegs zwangsläufig zu einem Unglück!
Kann man der Logik des Misslingens entkommen? Man kann, sagt DÖRNER: „Die Fähigkeit, vernetzte Zusammenhänge zu durchdringen, sich über die Folgen eigener Entscheidungen klar zu werden, rationale Prognosen zu formulieren, und, was das Schwerste ist, einmal gefasste Entscheidungen aufgrund neuer Einsichten zu korrigieren – all das ist zwar schwierig, aber bis zu einem gewissen Grad durchaus lernbar. Man muss es bloß wollen“ (ROMBERG 1996, S.27).

Literatur
DITFURTH, H.v.: Unfähig zu zählen. In: natur (1985) 2, 54-57
DÖRNER, D.: Zerstörung einer Welt. In: Bild der Wissenschaft 12 (1975) 2, 48-53
DÖRNER, D.: Mängel menschlichen Denkens beim Umgang mit sehr komplexen Systemen. In: Berichte der ökologischen Außenstelle Schlüchtern, Bd.2 (1979) 43-61
DÖRNER, D.: Anatomie von Denken und Handeln – Der Mensch in komplexen Situationen. In: biologica didactica 5 (1982) 2, 56-58
DÖRNER, D.: Logik des Misslingens. Rowohlt: Reinbek 1989
DÖRNER, D. u. F. REITHER: Über das Problemlösen in sehr komplexen Realitätsbereichen. In: Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie, Bd.25 (1978) 4, 527-551
DÖRNER, D., KREUZIG, H.W., REITHER, F. u. T. STAUDEL (Hrsg.): Lohausen – Vom Umgang mit Unbestimmtheit und Komplexität. Bern 1983
DÖRNER, D. u. G. KAMINSKI: Handeln- Problemlösen – Entscheiden. In: Funkkolleg Psychologie, Studienbegleitbrief 7, 69-115. DIFF, Beltz: Weinheim 1987
LÜPERTZ, V. u. E. WEBER: Vernetztes Denken als Schlüsselqualifikation. In: Wirtschaft und Erziehung 45 (1993) 9, 287-292
NEUMANN, D.: Falsche Zielvorstellungen und ungewollte Nebenwirkungen. Das „Dörner-Expe-riment“ im Erziehungsbereich. In: Pädagogische Rundschau 47 (1993) 2, 181-197
ROMBERG, J.: Menschliches Versagen. Warum wir Fehler machen müssen. In: GEO (1996) 2, 8-27
ROTH, G.: Das Gehirn und seine Wirklichkeit – Kognitive Neurobiologie und ihre philosophi-schen Konsequenzen. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1994
WINDE, P.: Menschliches Bewusstsein und Erziehungswissenschaft. In: Praxis der Naturwissen-schaften, Biologie 30 (1981) 9, 257-267

QUELLE
BEROLD BUNK u. JÜRGEN TAUSCH: Menschsein wider seine Natur? Grundlagen der Verhaltensbiologie, Band I – Angeborenes und erlerntes Verhalten bei Tier und d Mensch, S. 82-89. Hahner Verlagsgesellschaft: Aachen 2001

(Komplette Quelle: Prof. Dr. Jürgen Tausch, † 22. Januar 2009)

Anmerkung: Die Grafiken wurden zum Teil neu von mir erstellt, die DM zu Euro angepasst und wurden ein wenig bunter. Die Zahlen blieben unverändert. Im Text wurden nur die DM zu Euro