Wieder gefakte PayPal Mails unterwegs

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Geachte PayPal Lid: Let op Uw PayPal-account is beperkt!

Als onderdeel van onze veiligheidsmaatregelen,
wij regelmatig inspecteren vande activiteit van de PayPal-scherm.
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Ons systeem heeft ontdekt dat uw PayPal-rekening een aantal verschillende
IP-adres dan de jouwe te gebruiken, hebben we geprobeerd
contact met u op uw mobiele telefoon, tenzij je injoignable.
apparemment je bent een slachtoffer van internet fraude.

Referentie nummer: DK-294-874-XTdl (Poging tot fraude)

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Eenmaal aangesloten, volg de stappen om uw account te activeren.
Aub merk en een geldig telefoonnummer op, omdat wij uw informatie een van onze
agenten te ontvangen zal je bellen om te controleren met u de nieuwste utulisations uw kaart credit.
Si u eventuele gebreken zal worden gehouden zijn rekening en u betaalt via overschrijving

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We stellen uw aandacht voor dit probleem.
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Onze excuses voor het ongemak ..

Afdeling herziening van PayPal-rekeningen

WordPress 2.9 und 3.0/3.0.x und myGallery Problem

Achtung: Beim Update auf 3.0.5 erzeugt myGallery einen fatalen Fehler. Bis jetzt habe ich keine Lösung gefunden.

Update WordPress 2.9 oder WordPress 3.x und Fehler der myGallery:
wp-content/plugins/mygallery/mygallery.php on line 42

Die einfachste Lösung:
Aus der alten WordPress 2.8.6 Installation

…/wp-includes/gettext.php
…/wp-includes/streams.php

in das Webverzeichnis hochladen. Fertig und läuft.
Bei der neuen WordPress 3.0.4 Version klappt das auch ganz wunderbar!

Leider wird die myGallery nicht mehr weiterentwickelt. Artikel vom Entwickler der mygallery: Fotos und so – myGallerys Zukunft

Wenn es langsam nervt, jedesmal die myGallery zum laufen zu bekommen, dem empfehle ich diesen englischsprachigen Artikel: Convert myGallery to NextGen Gallery oder hier in Deutsch.

Polizeigewalt bei Datenschutz-Grossdemo „Freiheit statt Angst“ in Berlin (12.09.2009)

Deutschland: Bei der Demo in Berlin unter dem Motto „Freiheit statt Angst“ kam es am Rande zu einem brutalen Übergriff. Ein Video zeigt, wie ein Polizist einen Demonstranten mit Faustschlägen eindeckt. Scheint das die deutsche Polizei den Titel der Demo falsch verstanden hat: „Angst statt Freiheit“.

Es zeigt einen Fahrradfahrer im blauen Hemd, der „Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten wollte, weil der einen Freund von ihm unter unfreundlichen Umständen (…) festgesetzt“ habe.

Zu sehen ist, wie ein Beamter den Mann offenbar wegschickt, dieser in eine andere Richtung als die gewiesene geht und von dem Polizisten weggezerrt wird. Ein anderer Polizist schlägt ihn mehrfach mit der Faust ins Gesicht, während der erste Beamte ihn festhält. Mindestens ein anderer Demonstrationsteilnehmer wird verletzt, blutet im Gesicht.


Deutschland live – wie war das in Kunduz mit den Kollateralschaden – den gibt es bei den Demonstrationen wohl auch in Deutschland. ;-)

Hier kann man es sich runterladen:
Das video in 720P (250MB) von der CCC

Der TAZ Artikel

Der egomanische Garten und die Kausalität – Kunstprojekt Mannenbach

Ganz nach dem Sinne von Joseph Beuys entstand der egomanische Garten als Gestaltungsprinzip des gesellschaftlichen Miteinander, um die am Materialismus erkrankte westliche Welt zur Neuorientierung zu bewegen. Dieser neue soziale Organismus war für Beuys ein Kunstwerk, das er die „Soziale Plastik“ (oder zuweilen: die „soziale Skulptur“) nannte. Diese Transformierung zeigt sich deutlich beim „egomanischen Garten“ – fast schon ein Kassler Documentaprojekt, aber mit gesellschaftskritischen Ansätzen über die Entwicklung des Menschen, der über den normalen gesunden Egoismus herausgeht – ihn schlussendlich isoliert und sein Wahrnehmungsfeld einschränkt – nur so kann ein egomanischer Garten entstehen.

Der egomanische Garten ist das Produkt einer Entwicklung, die sich nach 2 Jahren in seiner Bedeutung und Tragweite als ein Art Performance manifestierte und die Begrifflichkeit etabliert „Das Leben ist die grösste Kunst“.

Der egomanische Garten repräsentiert die typische gesellschaftliche Systematik wieder, die nicht nur bei sehr reichen und einfachen Bürgern zu finden ist, sondern sie zieht sich vielmehr durch alle Gesellschaftsschichten – es ist der überzogene Egoismus sowie die damit einhergehende Wahrnehmungsverschiebung auf die übersteigerte Ich-Bezogenheit.

Durch Studien wurde längst bewiesen, dass Menschen die sich selbst eine sehr hohe soziale Kompetenz oder auch humanitäre Eigenschaften zuschreiben, meist konträr agieren. Besonders Pädagogen und Manager haben eine sehr hohe Meinung über sich, da sie auf einer angenommenen psychologischen Ebene der Überlegenheit basiert. Zum Beispiel – sehr wohlhabende Menschen treten gerne als Sponsoren auf um soziale Projekte zu unterstützen. Im allgemeinen dient dies meist nur dem sozialen Erscheinungsbild um Angriffe auf unlauteres oder unmoralisches Handeln zu entgegenwirken. Tatsächlich empfinden sich solche Menschen durch ihre mildtätigen Taten als moralisch einwandfrei, obwohl sie den Wohlstand auf Kosten anderer aufgebaut haben. Aktuelle Beispiele finden sich auch hier im Bodenseegebiet, wo solch ein Wohltäter des Sport zur Zeit in Untersuchungshaft sitzt wegen Betrugs bei Finanzgeschäften.

Das Kunstprojekt spiegelt zum einen die fiktiven Besitzerin oder Verwalterin des Gartens, sie repräsentiert den egomanischen Garten, das Kerngebiet und die hintere Stahl-Skulptur. Die Lichtskulptur den Aussenstehenden, Beobachter oder Betroffenen und die andere Komponente wäre der Helfershelfer, dieser tritt nur temporär auf, um dem egomanischen Garten eine Grundstruktur zu erhalten. Würde er dies nicht tun, so würde das Kerngebiet übergangslos bis zu den äusseren Rändern des Gesamtgartens reichen. Dazu braucht er notwendigerweise einen Rasenmäher. Die Künstler versetzten sich in die Lage der 2 Charaktere – interessanterweise verselbständigt sie das Kunstprojekt wie bei bekannten Experimenten „Die Welle“ und „Das Experiment“.

Hauptakteure: 1 Künstlerin die fiktive Besitzerin, 1 Künstler der Betroffene und der Nebenakteur: 1 Künstler
Ort: Mannenbach, Kunstobjekte: der egomanische Garten mit einer Stahlskulptur, einer Licht-Skulptur, das Gesamtobjekt „Der egomanischer Garten“ umfasst ca. 2.500 Quartmeter Fläche.

Aufgabe: Ein Künstler/Künstlerin übernimmt die Rolle eines Egomanen/Egomanin und lebt sich in dieser Rolle aus.

Augenscheinlich ist aber, das durch die selbsterhöhende Betrachtungsweise des Egomanen oder Egomanin, sich ein Bild der subjektiven realen Wirklichkeit widerspiegelt und somit definitiv als Performance gelten kann, ohne das sich die Akteure in diesem geschehen objektiv einordnen können.

Aber nun zur Erklärung des Kunstprojektes:

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Hier das Bild des Gartens.

Das Kerngebiet des Gartens ist das Reich des EGOMANEN, grosse Fläche, chaotisch anmutend und doch erkennt man eine Ordnung im unstrukturierten. Verschlungene Wege, die besondere Komposition von Pflanzen, die zu einem besinnlichen Verweilen einladen. Wilde Schönheit. Dies ist sein Reich und niemand findet dort Einlass, denn es gibt nur den Selbstzweck. Geistig zu besitzen ist elementarer als es real zu nutzen und unbewusst unternimmt der/die Egomane/Egomanin alles um diesen Bereich zu schützen um ihn nicht teilen zu müssen.
Dazu gehört ein verbaler sozialer Pseudo-Konsens der als Einladung verstanden werden könnte, dieser ist leicht zu durchschauen, da er nur rein verbal das Gartenreich öffnet und nicht wirklich als reale herzliche Einladung zu verstehen ist. Denn der Egomane will nicht als solcher erkannt werden, dafür sorgt aber das Unbewusstsein. Das Unbewusste ist in der Psychologie jener Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist. In der Umgangssprache wird für das Unbewusste auch der Begriff Unterbewusstsein verwendet.
Der unbedarfte Eingeladene fällt gerne auf diesen Trick herein. Eventuell ist diese Geste auch sogar ehrlich gemeint aus einer spontanen Euphorie, doch schnell wird dieser „soziale Fehltritt“ korrigiert. Interessant auch der Zusammenhang mit der Verteilung von persönlichen Gegenständen des Egomanen im Garten, so wie ein Hund sein Revier markiert, so schafft auch der Egomane sein Reviermarken. All diese Prozesse laufen im allgemeinen unbewusst ab. So agiert auch in diesem Kontext der/die Künstler/Künstlerin.

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Dazu gehört eine Stahlskulptur, sie besteht aus 2 Lagen geflochtenen Stahldraht, dazwischen ist ein Gehirn eingebettet. Es ist auch die zentrale Skulptur die über den Garten wacht. Damit repräsentiert diese Skulptur die Unzulänglichkeit, dass die Umgebung nicht bewusst und ganzheitlich wahrgenommen werden kann, denn der Stahl versperrt dem Verstand die Wahrnehmung nach aussen. Es ist in sich isoliert und genügt sich selbst – es hat seine eigene Wahrnehmung von der Welt. Sie hat nur einen kleinen Spalt links, rechts und oben. So kann nur ein kleiner begrenzter Ausschnitt der Umwelt wahrgenommen werden.

gartenskulptur.jpg

Die Lichtskulptur in Vordergrund zeigt den Menschen mit seiner Wahrnehmungssensibilität. Idealerweise ist das Licht unsichtbar im inneren der Skulptur verborgen, in diesem Falle einen UV-CCFL Röhre die über das herausragende Plexiglas mit seinen fluoreszierenden Stäben das Licht nach aussen transportiert. Diese Plexiglasstäbe zeigen die Aussenwahrnehmung bzw. die Antennen nach aussen in die Welt. Diese tasten von innen nach aussen, das Licht kommt von innen, es braucht keinen Glanz oder Schein von aussen um zu glänzen oder zu leuchten. Dies könnte man als Empathie ansehen. Sie steht aber auf verlorenen Posten, denn das Licht kann nicht mehr leuchten da die Energie versiegt ist, einfach gesagt: das Stromkabel fehlt – man könnte auch hier einen kausalen Zusammenhang sehen, ist aber reiner Zufall. So steht die Skulptur isoliert und kann nichts mehr bewirken – anlog zu unserer Welt würde dies heissen: „Man steht auf verlorenen Posten“. Zudem vermag das Licht nicht die andere Stahlskulptur zu durchdringen, zum einen ist sie zu weit entfernt und zum zweiten ist der geflochtene Stahl undurchdringlich und zum dritten will die Stahlskulpturen nicht innerlich beleuchtet werden. Sie liebt es, das eingebettete Gehirn in einer Art Dämmerzustand zu halten.

Dazu entstehen im Gesamtkunstwerk parallel kleine Geschichten der Kausalität, ähnlich wie in den Filmen – „Die Welle“ und „Das Experiment“. Wenn etwas im egomanischen Garten nicht so wächst wie gewünscht oder im schlimmsten Falle eingeht, ist die Grundursache generell von aussen zu sehen – man schafft sich ein Feinbild. Schuld kann dann nur jemand von aussen sein, vermutlich um sich selbst zu schützen – denn ansonsten wäre es ein selbsthervorgerufener oder ein naturbedingter Prozess. Ausserdem ist es auch einfacher den anderen ins Unrecht zu setzten.

Selbstreflektion gibt es bei Egomanen/Egomanin nicht, denn diese leben in einer Parallelwelt und besitzen dieses Werkzeug nicht, daher kann man auch keinen Vorwurf erheben. Kritik oder andere Meinung wird dementsprechend als Angriff wahrgenommen – nur so lebt der/die Egomanen/Egomanin glücklich und kann sein Selbstwertgefühl im „Recht“ zu sein ausleben. Das Kunstprojekt erlebte im Zeitraum von 2 Jahren eine Eigendynamik die zu überraschenden Erkenntnissen führte und wird bevor es eskaliert vermutlich abgebrochen. Zum heutigen Zeitpunkt kann zumindest die Aussage getroffen werden, dass der egomanische Garten vollkommen durch den Egomanen/Egomanin isoliert wird und parallel dazu führt das dessen Reich nicht mehr betreten wird. Dadurch wird paradoxerweise der egomanische Garten auch vom Egomanen/von der Egomanin seltener benutzt. Hier spiegelt sich primär der geistige Besitz wieder, der elementarer ist als das geniessen der Lokalität. Das Ziel des Egomanen/Egomanin ist erreicht.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder tatsächlichen Begebenheiten sind rein zufällig, denn dies ist ein Kunstprojekt und eine allgemeine Beobachtung und Teilausschnitt unserer Gesellschaft zum Thema „übersteigerter Egoismus und Besitz“.

(* Anm.) Egoismus (frz.: égoïsme; zu griech./lat.: ego = ich) bedeutet „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, „Eigenliebe“. Egoismen (Plural) sind demnach Handlungsweisen, bei denen einzig der Handelnde selbst die Handlungsmaxime bestimmt. Dabei haben diese Handlungen zumeist uneingeschränkt den eigenen Vorteil des Handelnden zum Zweck. Der so Handelnde kann es zudem nicht akzeptieren, wenn andere Menschen ihm gegenüber das gleiche Verhalten zeigen, da es als schädlich eingestuft wird. Der Egoist räumt sich selber also mehr Freiheiten ein, als er anderen zugesteht. Wesentliche Aspekte eines unumschränkten Egoismus‘ sind damit das Verwenden von zweierlei Mass und die generelle Missachtung der Goldenen Regel.

Die negative Sicht auf den Egoismus als Egomanie steht im Kontrast zu einer positiven Wertung eines „gesunden“ Egoismus, die im Ethischen Egoismus philosophisch ausgearbeitet ist. Eine wertungsfreie Auffassung ist die faktische Behauptung des Psychologischen Egoismus, dass alle Menschen de facto egoistisch handelten. Ebenfalls wertfrei ist das wirtschaftswissenschaftliche Modell des Homo oeconomicus.

Update 2010:
Die letzte Bastion im Kunstprojekt ist gefallen. Die Lichtskulptur musste entfernt werden – somit ist zumindest das Kunstprojekt als beendet anzusehen. Die Egomanin kann sich weiter unbegrenzt entfalten.

Burgfest Burghausen 2009

Immer wieder einen Besuch wert ist das Burgfest in meiner Heimatstadt Burghausen. Burghausen liegt an der Salzach, die hier die Grenze zu Österreich bildet. Auf einem Höhenzug über der Altstadt erstreckt sich mit 1.043 Metern Länge die längste Burg Europas. Hier fühle ich mich sehr wohl, nicht nur weil meine ganze Familie hier wohnt – es ist ein besonderer Ort.

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Es herrschte eine angenehme Atmosphäre und viele haben sich gerne fotografieren lassen. Hier ein paar Impressionen.

Web 2.0 – wenn das Internet selbst zur Anwendung wird

trojaner.gifDas Phänomen „Web 2.0“ von der Wandlung des Internets von einem Medium der reinen Informationsbeschaffung und Recherche zu einer multimedialen Plattform für Kommunikation und Interaktion und deren Schattenseiten. Heisst es nicht – „wo viel Licht auch viel Schatten?“ Diese Entwicklung sieht man in den verschiedensten Finanz- und Wirtschaftszweigen. Wo eine CO2 Einsparung angestrebt wird, zum Schutz unseres Klimas heisst dies noch lange nicht, das dies auch umweltfreundlich geschieht. Aber wir sind ja beim Thema Web 2.0 und den Trojanern, Malware ….

Trojaner wachsen zur zentralen Bedrohung aus dem Internet heran. Immer öfter greifen die Schadprogramme Unternehmen und die Rechner öffentlicher Einrichtungen und Regierungen an und spionieren sensible Daten aus. Über 90 Prozent der Datendiebstähle werden inzwischen mit Trojanern ausgeführt.

Konsequenterweise entwickelt es sich auch in die andere Richtung, Web 2.0 als eine Plattform zur Verbreitung von Schadsoftware wie Viren, Trojaner. Neue Sicherheitslücken von localen Webanwendungen, Datenverlust, Schutz der Daten vor unberechtigten Zugriffen, qualitativ schlechte, falsche oder gefälschte Inhalte in den Web 2.0-Datenbanken. Im Bedarfsfall und dieser wird demnächst der normale Standard sein, müssen entsprechende Vorbereitungen getroffen werden.

Globale Vernetzung, kollektive Intelligenz, datengetriebene Plattformen, Geräteunabhängigkeit sind der Motor für Web 2.0. Doch wie jede neue technische Entwicklung, hat Web 2.0 auch seine Schattenseiten – was auch zu erwarten war. Nach der anfänglichen Euphorie über globale Kommunikation und Interaktion kommt nun die Realität zum tragen. 2009 wird die Web 2.0 als Plattform jeglicher Hacker dienen. Trojaner als Anhang mit Mails versendet gehören irgendwann der Vergangenheit an.

Experten wie Symantec oder Websense sind sich einig, dass 2009 erheblich mehr Trojaner-Infektionen von Web-2.0-Seiten ausgehen werden als im Vorjahr. Nachdem Sites wie Google Docs oder Facebook regelmäßig vom Arbeitsplatz aus genutzt werden – schließlich sind diese Angebote durchaus relevant für den Job –, wandert das von solchen Seiten ausgehende Sicherheitsproblem ins Unternehmen. Herkömmliche Firewalls sortieren ein- und ausgehende Datenströme anhand des TCP/IP-Ports und des Protokolls. Damit ist die Gefahr einer von Web-2.0-Angeboten ausgehenden Malware-Infektion aber keinesfalls zu bekämpfen. Denn der Trojaner schwappt genau wie der legitime, das http-Protokoll nutzende Traffic über Port 80 ins Intranet. Stolze 80 % der Malware-Angriffe sollen im Jahr 2009 von an sich gutartigen Webseiten ausgehen.

Einer der hartnäckigsten Mythen aus der sauberen Welt: „Mit Datendieben in Kontakt kommt nur der Websurfer, der sich auf zwielichtigen Schmuddelseiten von Raubkopierern und Pornoanbietern herumtreibt.“ Diese Annahme war schon 2008 grundfalsch. Denn viele Attacken gingen auch bisher schon von Sites mit guter Reputation aus. Prominente Beispiele waren cnn.com, usatoday.com oder walmart.com. Es gelang den Angreifern, diese Seiten – zumeist die dort gehosteten Foren – zu hacken und Download-Links auf Trojaner einzupflanzen.

Warum dies so ist zeigt schliesslich auch die Finanz- und Wirtschaftskrise – der Mensch und seine Gläubigkeit an das Gute und sich selbst regulierende Systeme. Meist geht genau diese „Selbst-Regulierung“ gewaltig in die Hose, man hat es schliesslich mit der Gattung Mensch zu tun und der hat nicht nur „Gutes“ im Sinn. Unter anderem werden die meist positiven Errungenschaften auch negativ angewendet (ein Babyfon kann zu einer ganz anderen Überwachung eingesetzt werden).

Technologien für eine feindliche Übernahme für die neue Plattform sind folgende:

Technologien als „Motor“ oder Hilfsmittel für die Weiterentwicklung des Webs, um neue innovative Funktionen und Services zu verwirklichen: Dynamische Webseiten mit ActionScript, Flash, JavaScript, JSP, PHP, Silverlight – Frameworks für die Entwicklung von Web-Anwendungen wie Ajax, Embedded Links, Flex, Feeds (RSS, Atom), JavaFX, Ruby on Rails – neuartige Architekturen mit offenen APIs, um umfassende Dienste für Dritte bereitzustellen.

Folgend sind diese Dienste die optimale Angriffsfläche für eine feindliche Übernahme:

Embedded Links
Enterprise 2.0
Feeds (RSS, Atom)
Mashup (Portale)
Messaging
Office 2.0
Online-Community
Podcast
REST/Representational State TransferSocial Bookmarking
Social WebWeblog/Blog

SQL-Injections: Interaktive Web 2.0-Webseiten mit Ajax-Technologie (Asynchronous Javascript and XML) machen es Angreifern leichter, Sicherheitslücken in Web-Anwendungen auszunutzen. Wird eine Lücke beispielsweise in einer beliebten Blogsoftware bekannt, können entsprechende Würmer tausende von Blogs innerhalb von Minuten mit Malware infizieren.

Es wird spannend!

Let`s make Money – Irrsinn des Finanzmarktes

Wer kennt nicht den Film „WE FEED THE WORLD“, hier hat der Regisseur Erwin Wagenhofer es sehr gut auf den Punkt gebracht, doch mit „Let`s make Money“ ist im wirklich ein Meisterstück gelungen.
  
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Hier ein Auszug:

Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.

Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Let’s make MONEY zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldvermehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen.

So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.

„Lassen Sie Ihr Geld arbeiten“ – hört sich doch gut an, oder? Wenn man über diesen Spruch nachdenkt, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass das ein unfassbarer Schwachsinn ist. Geld kann nicht arbeiten. Arbeiten können Menschen, Maschinen und vielleicht noch Tiere.

Quelle und Info: Let`s make Money

Na endlich – Firefox überholt in Deutschland Internet Explorer

firefox_wordmark_vertical_small.pngWenn freut es nicht? Wachwechsel im Internet: Mozilla Firefox ist laut einer aktuellen Studie erstmals die Nummer eins unter den Browsern – zumindest in Deutschland. Damit schlägt der einstige Außenseiter den US-Konzern Microsoft und dessen Internet Explorer. Weltweit betrachtet sieht die Situation allerdings leider anders aus. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.
Mit einem Nutzeranteil von 40 Prozent habe der Browser der Mozilla Foundation die beiden jüngsten Versionen 7 und 8 des Internet Explorers zumindest unter den deutschsprachigen Nutzern bereits überrundet. Microsofts jüngste IE-Versionen kommen danach zusammen auf einen Anteil von nur 38 Prozent. Apples Webbrowser Safari kommt auf einen Nutzeranteil von 3,1 Prozent, noch vor Opera (2,4 Prozent) und Googles Chrome mit 1,3 Prozent.

Firefox überholt in Deutschland Internet Explorer (Quelle: Welt)
Mozilla kontert Apples Download-Statistik für Safari (Quelle: Heise)
Aktuelle Browser: Firefox überholt den Internet Explorer (Quelle: der standard)
Posse um Internet Explorer (Quelle: Focus)

Download Firefox

Mensch und Komplexität – Warum wir Fehler machen

Diesmal kein Bericht von mir, sondern von Prof. Dr. Jürgen Tausch – er spricht mir aus der Seele. Leider ist Prof. Dr. Jürgen Tausch am 22. Januar 2009 verstorben.

Das Verhalten des Menschen in komplexen Situationen –
Warum wir Fehler machen

(Mit freundlicher Genehmigung von Frau Tausch – Prof. Dr. Jürgen Tausch)

Wenn jemand sagt, wir leben heute in einer komplexen Welt, mit mannigfachen Wechselbeziehungen, die bei der Bewältigung von Problemen berücksichtigt werden müssen, so findet niemand etwas Besonderes an dieser zur Alltagsweisheit gewordenen Aussage. Das Leben des Menschen in komplexen Systemen ist jedoch – historisch gesehen – erst von kurzer Dauer. Im größten Teil der langen evolutiven Entwicklung des Menschen waren unsere Vorfahren eingebettet in einfache, überschaubare Umweltbedingungen und ihre Handlungen z.B. als Jäger und Sammler hatten nur geringe ökologische Bedeutung. Für die Bewältigung ihrer Lebenssituation reichte im Wesentlichen ein “Denkapparat“, der Aufgaben aufgrund von “Wenn-Dann-Beziehungen“ lösen konnte. Da diese Denkstrategie sich in der Evolutionsgeschichte des Menschen als vorteilhaft erwiesen hat, ist die Annahme berechtigt, dass dieses auch als „lineares Denken“ bezeichnete Denkmuster noch heute in unseren Genen verankert ist.

Demgegenüber sind die in unserer Zeit zu bewältigenden Lebenssituationen durch eine rasante Entwicklung der Zivilisation immer komplexer und damit weniger durchschaubar geworden. Wer hätte schon beim ersten Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln daran gedacht, dass diese Schadstoffe sich in Flüssen und Meeren oder gar in der Muttermilch anreichern würden. Dieses und viele andere Beispiele sind ein Indiz für unsere Neigung, auf eine bestimmte konkrete Situationen mit einer nur darauf bezogenen Maßnahme zu reagieren, ohne die Neben-, Folge- oder Fernwirkungen zu bedenken und in das Handeln einzubeziehen. Gefordert wäre hier vor allem Denken in Ursache-Wirkungs-Netzen und nicht lineares Denken. 

Vernetztes Denken fällt uns jedoch vermutlich aufgrund unzureichender genetischer Vorgaben sowie diesbezüglicher mangelhafter Ausbildung und Erziehung besonders schwer. Will man derartige „Denkgewohnheiten“ ändern, d.h. verbessern, müsste man zunächst genauer wissen, durch welche Faktoren menschliches Entscheidungsverhalten angesichts von Komplexität und Unbestimmtheit beeinflusst wird und wie dabei Denken, Lernen, Einstellungen und Emotionen zusammenwirken. DÖRNER u.a. (DÖRNER 1975, 1979, 1982, 1989; DÖRNER u. REITHER 1978; DÖRNER et al. 1983; DÖRNER u. KAMINSKI 1987) haben seit Anfang der 70er Jahre eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe in der Zwischenzeit aufschlussreiche Erkenntnisse gewonnen wurden.

Ausgangspunkt der Untersuchung war die Computersimulation komplexer Wirklichkeiten, z.B. Entwicklungsländer, Betriebe, Kleinstädte etc. Obwohl die entsprechend programmierten Rechner nur grobe Abbilder der Realität liefern, kann man Versuchspersonen in solchen “als-ob-Realitäten“ z.B. als Bürgermeister planen und agieren lassen. Seine Entscheidungsbefugnisse betreffen z.B. Steuern, Löhne, Wohnungsbau, Ansiedlung einer Fabrik, Gesundheitspolitik u.a. Die Versuchspersonen müssen also mit einem merkmals- und beziehungsreichen, dynamisch sich entwickelnden System umgehen, das ihnen teilweise unbekannt und undurchsichtig ist. Beschließt der Bürgermeister Maßnahmen, so werden diese dem Computer zugeliefert, der zugleich die Rückmeldung über den Effekt der Maßnahmen liefert usw.
Der Vorteil dieser Untersuchungsmethode besteht insbesondere darin, dass die Ausgangsbedingungen für alle Versuchspersonen einheitlich sind und damit eine breite Basis für allgemeine Aussagen bezüglich des Verhaltens in komplexen Situationen erreicht wird.

Die Fülle der bisher gewonnenen Erkenntnisse soll durch einige Beispiele belegt werden.

  • Richtlinien zum Handeln aus globalen Zielen abzuleiten fällt dem Menschen schwer, weil es an der Fähigkeit mangelt, zuvor klar definierte Teilziele zu beschreiben. Die meisten Versuchspersonen handeln nämlich nach dem sogenannten “Reparatur-dienstprinzip“. Dabei wird das betreffende System auf Missstände hin abgesucht. Findet man zufällig eine Fehlerquelle, versucht man diese zu beseitigen und gibt sich damit zufrieden. Dieses Verhalten ähnelt in etwa dem eines Anfängers im Schachspiel, der primär darauf bedacht ist, die eigenen Figuren nicht zu verlieren und möglichst viele Figuren des Gegners zu schlagen. Obwohl dieses Ziel insgesamt gesehen richtig ist, ist es ohne ein gut durchdachtes Konzept, das auch die Folge-, Neben- und Rückwirkungen der eigenen Züge mit einbezieht, gegen einen erfahrenen Gegner nicht zu erreichen.

Der Vergleich mit dem Schachspiel zeigt nun zugleich an, auf welchem Wege Verbesserungen möglich sind. Der Unterschied zwischen guten und weniger guten Schachspielern beruht allerdings nicht nur auf unterschiedlichen Trainingsbedingungen, sondern steht in deutlicher Beziehung zu bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen. Kehren wir zum Computersimulationsexperiment zurück, so wird diese Aussage durch folgende Ergebnisse belegt:

  • Versuchspersonen, die gut mit komplexen Systemen umgehen können, verfügen über allgemein anwendbare Schemata, mit deren Hilfe sie fast jedes System ordnen können. Eine solche Strukturidee ist z.B. der Regelkreis, der bei der Hypothesenbildung zur Erfassung eines unbekannten Realitätsbereiches sehr hilfreich sein kann.
  • Wer über derartige Ordnungsprinzipien verfügt, neigt auch dazu, einen Sachverhalt immer als Teil eines umfassenderen Sachverhalts zu betrachten. Wer z.B. häufig mit ökologischen Zusammenhängen zu tun hat, bewertet einen wahrgenommenen Fisch eher als mögliches Element einer Nahrungskette und weniger nach Gesichtspunkten zoologischer Systematik.
  • Gute Versuchspersonen scheuen nicht die Konfrontation mit neuen, unbekannt und unkontrolliert wirkenden Situationen, während diese bei schlechten Versuchspersonen eher Angst und Fluchttendenzen auslösen. Im Experiment neigen solche Personen zum Verharren in Kleindetails, zu schnellem Themenwechsel oder zum Abschieben der Verantwortlichkeit.
  • Hilflosigkeit in komplexen Situationen äußert sich nicht selten in sog. „Notfallreak-tionen“. Sie finden ihren Niederschlag in beinahe rabiaten Entscheidungen, die ohne hinreichende Analyse der Bedingungen zustande kommen, aber in der Hoffnung getroffen werden, die große Wende herbeizuführen. So wurde z.B. das restliche Kapital einer Kleinstadt in eine überdimensionale Werbekampagne für Fremdenverkehr und die Errichtung von Hotels investiert, ohne die Nachfrage geprüft zu haben.

Eine andere grobe Fehlerquelle bei der Erfassung von komplexen Systemen ist die Einordnung von Zeitabläufen. Die meisten Versuchspersonen halten den augenblicklichen Zustand einer Variablen für besonders wichtig, obwohl deren Entwicklung wesentlich bedeutsamer ist. Hat eine Firma z.B. zu einer gegebenen Zeit ein Kapitel von 2 Millionen DM, so besagt das wenig. Wichtig wären Daten über den Kapitaltrend. Je nach dem, ob das Kapital vor einem Jahr noch 10 Millionen DM betrug oder die Firma verschuldet war, gewinnt die Zahl von 2 Millionen DM eine andere Bedeutung. Solche Trends richtig einzuschätzen – insbesondere wenn diese exponentiell verlaufenden Entwicklungen folgen – macht den meisten Menschen große Schwierigkeiten. Dabei sind derartige “Wachstumskurven“ nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel, wie ökonomische und ökologische Systeme hinreichend deutlich machen.

Diese geringe Fähigkeit zum Umgang mit nicht linearen Zeitabläufen lässt sich auch im psychologischen Experiment als allgemeines Phänomen beobachten und belegen, dass wir dazu neigen, exponentielle Wachstumsverläufe zu unterschätzen. DÖRNER (1989, S.168) beschreibt folgendes Beispiel: „Wir gaben Versuchspersonen den Auftrag, eine Wachstumsrate von 6 Prozent über 100 Jahre zu schätzen. Dieser Auftrag war in der Form folgender Instruktion verkleidet:

Die Leitung eines kleinen Traktorenwerkes meint, dass 6 Prozent jährliches Wachstum der Produktion notwendig ist, um auf die Dauer die Existenz der Unternehmung zu sichern. 1976 wurden 1000 Traktoren hergestellt. Schätzen Sie einmal, ohne viel zu rechnen, wie viel Traktoren das Werk jeweils in den Jahren 1990, 2020, 2050 und 2080 herstellen muss, damit die Wachstumsrate erreicht wird.“

Die mittleren Schätzwerte lagen bei 2200, 5000, 9500 und 15000. Die Berechnung der tatsächlich notwendigen Produktion lässt sich mit folgender Formel berechnen:

0001.jpg

Den tatsächliche Verlauf des Wachstums veranschaulicht die nachfolgende Tabelle:

0004.gif
 
Man sieht, dass die Versuchspersonen sich stark verschätzen und dass die Schätzwertfehler mit der Zeit immer größer werden. Ähnliche Fehler machen wir Menschen bei vergleichbaren Experimenten, wie sie in der Sendereihe Quarks & Co des WDR vom 14.01.98 vorgestellt wurden:

Die Zinsfalle
Besonders schwierig wird es bei den Zinsen. Beispiel:
Sie leihen sich 100.000 € von der Bank: Die möchte aber 10 % Zinsen pro Jahr. Frage: Wie hoch ist die verbleibende Schuld, wenn Sie fünf Jahre lang Monat für Monat 1.000 € zurückzahlen?

39.000 €
47.000 €
65.000 €
87.000 €

N0002.jpgAbb.43: „Die Rechnung“

Die Restschuld liegt nach fünf Jahren noch immer bei 87.000 €. Die nebenstehende Grafik verdeutlicht es: Sie haben also in diesen fünf Jahren 60.000 € bezahlt. Trotzdem schulden Sie Ihrer Bank immer noch 87.000 €, denn 47.000 € hat die Bank an Zinsen bekommen- fast 80% des Geldes!
Vorsicht also bei Kreditangeboten- unser gesunder Menschenverstand täuscht uns da schnell. Übrigens: 1,8 Mio. Haushalte in Deutschland sind so überschuldet, daß sie ihre Schulden nur mit weiteren Krediten abbezahlen können.
 
Die Vollbremsung
Wie sehr wir unserem gesunden Menschenverstand misstrauen müssen, zeigt das folgende Beispiel:
zwei Autos fahren in der Stadt. Eins der Autos fährt 50 km/h, das andere 70 km/h. Das schnellere Auto überholt das langsamere, und als beide gerade mit den vorderen Stoßstangen auf gleicher Höhe sind, blockiert ein LKW die Straße. Der langsamere Wagen macht eine Vollbremsung und kommt 1 cm vor dem LKW zum Stehen. Wie schnell ist der schnellere Wagen, der ebenfalls eine Vollbremsung gemacht hat, zu diesem Zeitpunkt?

30 – 40 km/h
40 – 50 km/h
60 km/h

Die Geschwindigkeit beträgt 60 km/h. Die Ursache dafür: fährt jemand doppelt so schnell wie jemand anderes, dann verdoppelt sich sein Bremsweg nicht, sondern vervierfacht sich. Das ist auch der Grund dafür, dass der schnellere Wagen am Anfang so wenig Geschwindigkeit verliert. Erst auf den letzten Metern seines Bremsweges wird er deutlich langsamer. So können ein paar Meter darüber entscheiden, ob es überhaupt nicht oder richtig kracht.

Chef, ich brauche mehr Geld
Bestimmte Fehler sind praktisch in uns eingebaut: zum Beispiel beim Umgang mit Zahlen. Wir vertrauen auf unseren gesunden Menschenverstand- und liegen leider völlig falsch. Das wird deutlich bei einem kleinen Experiment. Stellen Sie sich vor, Sie bewerben sich und bekommen einen neuen Job. Sie sitzen nun im Zimmer des Personalchefs und verhandeln mit ihm über Ihr Gehalt. Er bietet Ihnen zwei Alternativen an:
• (A) Ein Jahresgehalt von 40.000.- € und jedes Jahr gibt es 1.000.- € mehr.
• (B) Ein Jahresgehalt von 40.000.- € und jedes halbe Jahr mehr Geld, aber nur 250.- €

Bitte entscheiden Sie!

Wenn Sie (A) gewählt haben, haben Sie sich wie die meisten Menschen in dieser Situation entschieden- und fahren damit schlechter. Damit Sie besser vergleichen können, haben wir ein Jahr in jeweils zwei Halbjahre getrennt.

N0003.jpgAbb.44: die Rechnung

Bei Alternative A erhält man im ersten halben Jahr 20.000 Euro, im zweiten halben Jahr ebenfalls 20.000 Euro, zusammen 40.000.- €. Im zweiten Jahr erhält man im ersten Halbjahr 500.- € mehr und auch im 2. Halbjahr- zusammen also 41.000.- €.
Bei Alternative B erhält man nach einem halben Jahr 250.- € mehr, hat also am Ende des ersten Jahres 250.- € mehr als bei Alternative A. Im zweiten Jahr erhält man im ersten Halbjahr wieder 250.- € mehr, also 21.500.- € wie bei Alternative A; im zweiten Halbjahr aber wird das Gehalt schon wieder aufgestockt, so dass man auch jetzt 250.- € plus macht. Und so geht das jedes Jahr weiter.

  • Die Bevorzugung linearer Denkmuster und eine schlecht ausgebildete Fähigkeit zur Analyse von Zeitreihen sind also die Hauptfehlerquellen, mit denen man beim Handeln in komplexen Situationen rechnen muss (vgl. auch DITFURTH 1985; D. NEUMANN 1993; LÜPERTZ u. WEBER 1993). Es gibt allerdings individuelle Unterschiede. Manche Personen in dem oben beschriebenen Experiment verbesserten sich erheblich, andere wiederum schafften dies nicht. Dies zeigt auch, dass Mängel im diesbezüglichen Denken nicht unausweichlich festgeschrieben sind. Selbst wenn diese ausschließlich auf einer genetischen Grundlage beruhen würden, ist eine Veränderung durch Lernen möglich, was nicht bedeutet, dass das leicht möglich ist und tatsächlich vielen Menschen gelingt. Das gleiche gilt, wenn man davon ausgeht, dass die genannten Mängel hauptsächlich auf einseitiges Training der linken menschlichen Gehirnhemisphäre durch unser Erziehungssystem zurückzuführen sind (vgl. WINDE 1981; ROTH 1994).

Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang, dass die Intelligenz der Versuchspersonen in keinem deutlichen Zusammenhang zu den Fähigkeiten im Umgang mit komplexen Systemen steht. Nicht minder bedeutsam ist die Feststellung, dass die Einstellungen und Überzeugungen sich viel weniger auf das tatsächliche Verhalten auswirken als man eigentlich erwartet. So stellte man z.B. erstaunt fest, dass “links-liberal“ eingestellte Versuchspersonen in der “Bürgermeistersituation“ bei der Verteilung von Löhnen und Gehältern keine Maßnahmen einbezogen, die verhinderten, dass die Gehälter der ohnehin schon gut Verdienenden absolut und prozentual stärker stiegen als z.B. die Löhne der relativ schlechter verdienenden Fabrikarbeiter, obwohl die Struktur des Systems dies durchaus zugelassen hätte.

Man mag alle diese in “Spielsituationen“ gewonnenen Erkenntnisse als realitätsfern ablehnen, es ist jedoch zu bedenken, dass gespielte Realitäten durchaus ernst genommen werden. Familienspiele wie “Mensch-ärgere-dich-nicht“ oder “Monopoly“ u.a. können – wie jeder weiß – leicht das Familienklima erheblich beeinträchtigen. Analoges konnte man bei den Versuchspersonen beobachten.

Es lassen sich aber auch direkte reale Lebensbezüge beschreiben, bei denen “mensch-liches Versagen“ entscheidend zum Misserfolg – bis hin zu tödlichem Ausgang – geführt hat. Das jedenfalls zeigen einige Analysen von Katastrophen. Drei Beispiele sollen der Erläuterung dienen.

Als vor nicht allzu langer Zeit ein Flugzeug zur Landung auf Miami ansetzte, stellten die Piloten fest, dass es Schwierigkeiten mit dem Ausfahren des Bugrades gab. Während man sich fieberhaft bemühte, den Defekt zu beheben, bemerkte die Crew nicht, dass die Maschine ständig an Höhe verlor. Aber der Höhenmesser war aus dem Blickfeld geraten und eine Reihe deutlich sichtbarer und hörbarer Warnsignale wurden ignoriert, weil die Crew auf das Problem mit dem Bugrad fixiert war. Als der Fehler nach ca. 4 Minuten bemerkt wurde, war es zu spät. Die Maschine stürzte ins Meer und 100 Menschen kamen ums Leben. Tragisch darüber hinaus: Das Fahrwerk funktionierte einwandfrei, nur die Glühbirne der Anzeige war defekt.

„Am 6.3.87, um 19.28 Uhr, kenterte die Fähre Herald of Free Enterprise vor der belgischen Küste. Die Untersuchung des Unglückshergangs brachte eine Reihe von Vorkommnissen ans Licht, die, für sich genommen, zumeist banal waren, aber auf unheilvolle Weise zusammenwirkten. Am Anfang der Ereigniskette standen Zeitdruck, Personalmangel und unklare Zuständigkeiten. Der Erste Offizier versäumte, das Schließen der Bugklappen zu überwachen, der Bootsmann, der ihr Offenstehen bemerkte, sah das Schließen nicht als seine Aufgabe an, und sein Stellvertreter, der dafür zuständig gewesen wäre, schlief nach Erledigung anderer Aufgaben in seiner Kabine. Der Kapitän ahnte nichts – erstens, weil ihm die Betriebsvorschrift nahe legte, sich nur um Gemeldetes zu kümmern, zweitens, weil es auf der Kommandobrücke keine Bugklappenanzeige gab. – Vielleicht wäre die Fähre trotz offener Bugklappen nicht gleich gekentert – wenn sie nicht vornüber im Wasser gelegen hätte: Weil die Laderampe konstruktionsbedingt und dann noch wegen Hochwassers zu niedrig war, hatte die Besatzung das Schiff buglastig getrimmt, und weil der Fahrplan drängte, waren die Ballasttanks vor dem Ablegen nicht geleert worden. – Dass beim Kentern der Fähre 192 Menschen ums Leben kamen, ist insbesondere der mangelhaften Notfallausrüstung zuzuschreiben: Die Rettungswesten waren nicht nur schwer zu handhaben, sondern teilweise sogar weggeschlossen – aus Angst vor Vandalismus“ (ROMBERG 1996, S.19).

Eine andere Katastrophe ist vielen Menschen noch in Erinnerung. Tschernobyl. Für die Durchführung eines Testprogramms wurde die Leistung des Reaktors heruntergefahren. Dabei geriet der Reaktor durch gewohnheitsmäßiges Ausschalten einer Reihe elementarer Sicherheitsvorkehrungen auf ein viel zu niedriges Leistungsniveau und damit in den Zustand gefährlicher Instabilität. Als die Ingenieure das bemerkten, brachen sie das Experiment zwar ab, aber die Zeit reichte nicht mehr, um durch Schnellabschaltung des Reaktors die Kettenreaktion zu beenden. Es konnte nicht mehr verhindert werden, dass die Reaktorleistung unkontrolliert hochschnellte. Das war – soweit man heute weiß – die Ursache der Explosion.
„Tschernobyl ist ein Beispiel für ‘menschliches Versagen’ auf allen Ebenen – von den Operateuren bis hin zu den Managern und Konstrukteuren des Atomkraftwerks. Beim Versuch, die Vorgeschichte der Katastrophe zu rekonstruieren, kamen die Richter des Tschernobyl-Prozesses 1987 auf eine Gesamtzahl von 71 Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften“ (ROMBERG 1996, S.20).
Nicht jeder Fehler führt zu einer solchen Katastrophe, denn nicht alles, was schief gehen kann, geht dann auch wirklich schief. Eine Katastrophe ist jedoch in der Regel das Ergebnis von vielen kleinen Missgriffen, Versäumnissen und Fehlentscheidungen, die auf meist unvorhergesehene Art zusammenwirken. Jede einzelne Fehlhandlung für sich betrachtet führt dabei keineswegs zwangsläufig zu einem Unglück!
Kann man der Logik des Misslingens entkommen? Man kann, sagt DÖRNER: „Die Fähigkeit, vernetzte Zusammenhänge zu durchdringen, sich über die Folgen eigener Entscheidungen klar zu werden, rationale Prognosen zu formulieren, und, was das Schwerste ist, einmal gefasste Entscheidungen aufgrund neuer Einsichten zu korrigieren – all das ist zwar schwierig, aber bis zu einem gewissen Grad durchaus lernbar. Man muss es bloß wollen“ (ROMBERG 1996, S.27).

Literatur
DITFURTH, H.v.: Unfähig zu zählen. In: natur (1985) 2, 54-57
DÖRNER, D.: Zerstörung einer Welt. In: Bild der Wissenschaft 12 (1975) 2, 48-53
DÖRNER, D.: Mängel menschlichen Denkens beim Umgang mit sehr komplexen Systemen. In: Berichte der ökologischen Außenstelle Schlüchtern, Bd.2 (1979) 43-61
DÖRNER, D.: Anatomie von Denken und Handeln – Der Mensch in komplexen Situationen. In: biologica didactica 5 (1982) 2, 56-58
DÖRNER, D.: Logik des Misslingens. Rowohlt: Reinbek 1989
DÖRNER, D. u. F. REITHER: Über das Problemlösen in sehr komplexen Realitätsbereichen. In: Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie, Bd.25 (1978) 4, 527-551
DÖRNER, D., KREUZIG, H.W., REITHER, F. u. T. STAUDEL (Hrsg.): Lohausen – Vom Umgang mit Unbestimmtheit und Komplexität. Bern 1983
DÖRNER, D. u. G. KAMINSKI: Handeln- Problemlösen – Entscheiden. In: Funkkolleg Psychologie, Studienbegleitbrief 7, 69-115. DIFF, Beltz: Weinheim 1987
LÜPERTZ, V. u. E. WEBER: Vernetztes Denken als Schlüsselqualifikation. In: Wirtschaft und Erziehung 45 (1993) 9, 287-292
NEUMANN, D.: Falsche Zielvorstellungen und ungewollte Nebenwirkungen. Das „Dörner-Expe-riment“ im Erziehungsbereich. In: Pädagogische Rundschau 47 (1993) 2, 181-197
ROMBERG, J.: Menschliches Versagen. Warum wir Fehler machen müssen. In: GEO (1996) 2, 8-27
ROTH, G.: Das Gehirn und seine Wirklichkeit – Kognitive Neurobiologie und ihre philosophi-schen Konsequenzen. Suhrkamp: Frankfurt/M. 1994
WINDE, P.: Menschliches Bewusstsein und Erziehungswissenschaft. In: Praxis der Naturwissen-schaften, Biologie 30 (1981) 9, 257-267

QUELLE
BEROLD BUNK u. JÜRGEN TAUSCH: Menschsein wider seine Natur? Grundlagen der Verhaltensbiologie, Band I – Angeborenes und erlerntes Verhalten bei Tier und d Mensch, S. 82-89. Hahner Verlagsgesellschaft: Aachen 2001

(Komplette Quelle: Prof. Dr. Jürgen Tausch, † 22. Januar 2009)

Anmerkung: Die Grafiken wurden zum Teil neu von mir erstellt, die DM zu Euro angepasst und wurden ein wenig bunter. Die Zahlen blieben unverändert. Im Text wurden nur die DM zu Euro

Katzenquälerei (Manipulation,Wirklichkeit und Medien)

gaehn.jpgHusum (ots) – Der Polizei ist am heutigen Tag ein Fall von grausamer Tierquälerei in Tönning bekannt geworden. In dem Zeitraum der letzten zwei Wochen mussten gleich zwei Katzen von einem örtlichen Tierarzt nach schweren Misshandlungen behandelt werden. In beiden Fällen wurden den Katzen die Unterlippe bis zum Kinn abgerissen / geschnitten, in einem Fall erlitt die Katze zusätzlich einen Bruch des Kieferknochens. Die Haut wurde jeweils sauber abgetrennt / skalpiert, vermutlich mittels eines Werkzeuges wie einer Zange und eines Messers. Der Tierarzt schließt bei einer solchen Verletzung einen Unfall aus. (Quelle: Presseportal) OK, der Bericht ist wirklich schlimm, aber lest mal bitte jetzt weiter.

Manipulation, Wirklichkeit und Medien

Ich habe bewusst ein sehr emotionales Thema gewählt. Genauso hätte man einen Bericht über Mobilfunkmasten nehmen können und ein Bild von einem missgebildeten Baby. Das einzige „reale“ ist der Bericht aus dem Internet, ich gehe davon aus „er ist wahrheitsgemäss“, aber überprüfen kann ich es nicht. Kombiniert mit dem Foto ergibt es das Bild einer gequälten Katze. Damit wird die Wirkung des Artikels enorm verstärkt – Kombination Bild und Text – so arbeiten gerne alle Medien. Bilder vermögen es, viel stärkere Emotionen auszulösen als purer Text, dies ist schon lange kein Geheimnis mehr. Mit hoher Emotionalität gehen jedoch auch eine größere Identifikation mit den handelnden Personen, eine höhere Aufmerksamkeit und damit verbunden eine höhere Informationsverarbeitung und -speicherung einher.

Die meisten Leser konsumieren lediglich Titel, Lead und Bilder. Es ist deshalb nicht gleichgültig, welche Titel gesetzt werden. Jedenfalls bestimmt auch darüber nur die Redaktion. Deshalb auch hier der reisserische Titel: Katzenquälerei!

Auflösung: Der Bericht hat nichts mit dem Foto zu tun, ich distanziere mich sowieso von jeder Art von Tierquälerei und verurteile solch kranke Menschen wie in dem realen Eingangstext oben. Mit diesem Bericht geht es nicht darum, diese Manipulationen der Medien (Falsches Bild – Text) moralisch zu verurteilen, sondern vielmehr das Bewusstsein für diese Problematik herzustellen und / oder zu verstärken und dieses Thema war für mich das geeignetste.
Die Katze ist unsere und hat auf dem Foto nur gegähnt!!! Der Bericht „Lebende China-Importware zum Verzehr“ ist ähnlich aufgebaut und unsere Katze liebt es in einer Plastikfolie (beidseitig offen) zu spielen und zu schlafen. Dafür sind die Kommentare ziemlich heftig, obwohl mitten in den Kommentaren die Auflösung steht. Der Mensch sieht und liest nur das was er lesen will.

Manipulation durch Medien
Peking 2008: Die Welt schaut auf manipulierte Bilder

Spart Euch die Kommentare wegen Tierquälerei, die Menschen die solche Dinge tun sind geistig kranke Menschen die grosse Probleme mit ihrem Ego und Verstand haben. Mit geht es hier um Manipulation der Medien.