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Wale, Delfine und Sonargeräte

Eigentlich ein altes Thema – Ursache Mensch (wer sonst?). An den Küsten Perus sollen seit Jahresanfang Tausende Delfine verendet sein. Umweltschützer vermuten, dass Lärm unter Wasser die Tiere in den Tod getrieben hat. In der Region wird nach Öl gesucht und dabei auch mit Sonar gearbeitet.Peruanische Medien sprechen von 3000 toten Meeressäugern seit Jahresbeginn. Die Organisation BlueVoice, die sich für den Schutz der Tiere einsetzt, berichtet auf ihrer Web-Seite von 615 gestrandeten Delfinen, die die Naturschützer an nur einem Tag auf einer Strecke von 135 Kilometern gesehen hätten.

Die Sonargeräte erzeugen extrem laute Geräusche, Pings genannt, deren Echo von Objekten unter Wasser zurückkommt. So erkennt die Marine zum Beispiel feindliche U-Boote. Es scheint, als wäre das Leben im Ozean bis 1963 von diesen aktiven Sonaren unbeeinträchtigt geblieben. Doch dann änderte sich die Situation. Die US-Marine führte ein neues Sonar ein, das Pings in Frequenzen zwischen 1.000 und 10.000 Hertz abgab. Es war der amerikanische Meeresbiologe James G. Mead, der feststellte: Erst mit der Einführung dieses Mittelfrequenz-Sonars kam es zu Massenstrandungen von Schnabelwalen. Und das immer öfter; mittlerweile sind überall auf der Welt Massenstrandungen nach Marinemanövern zu beobachten.

Darüber berichtete 2007 schon Quarks & Co. Höllenlärm im Reich der Stille

Vielleicht ist es auch hilfreich sich mal diese File anzusehen.
Warum stranden Wale Teil 1
Warum stranden Wale Teil 2
Warum stranden Wale Teil 3
Warum stranden Wale Teil 4

Sommerzeit – Lärmzeit am See

Ich dachte immer es wäre ein Vorurteil der Thurgauer gegenüber Züricher, das jene ziemlich unangenehm sind. Mittlerweile kann ich die Thurgauer Aversie gegen die ZH sehr gut verstehen. Hier am See sind es interessanterweise meist die Züricher, die sich sehr bemühen sich möglichst rücksichtslos zu benehmen und maximalen Lärm zu erzeugen. Natürlich nicht alle, das kann man sicher nicht pauschalisieren.

Aha, deshalb sind sie so unbeliebt.

Wie kommt das? Vermutlich macht der Lärm in der grossen Stadt die Leute taub und durch die Anonymität lässt es sich besonders gut den Ego ausleben, daher grosse Probleme mit der Wahrnehmung – besonders gegenüber Einheimischen. Deshalb gibt es wohl eine grosse Diskrepanz zwischen Stadtbewohner und Landbewohner.

Der Zürcher kommt, lässt die Sau raus und verschwindet dann wieder und erzählt dann vermutlich daheim, wie schön ruhig es am See war. Lärmschutz an der Westumfahrung Zürich? Auch hier bräuchte man so eine Umfahrung Untersee/Bodensee.

Das ist in Bayern auch nicht so anders, am Chiemsee oder anderen bayrischen Seen sind die Münchner (die ja keine Bayern sind, sondern Münchner) äusserst unbeliebt.

Gut das dies nur 2 Monate im Jahr sind – dann ist wieder Ruhe.

Schon 1910 prophezeite Robert Koch: „Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen, wie die Cholera und die Pest“.