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Energiesparen ohne Einsparungen?

Heute erlaube ich mir mal einen Hinweis auf den Gastbeitrag eines meiner Kollegen zum Thema „Energieeffizienz“ auf energynet.de. Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie der weitere Anstieg des Energieverbrauchs für die Innen- und Außenbeleuchtung durch den Einsatz neuartiger LED-Beleuchtungselemente gebremst werden kann, ohne dass „sichtbare Einsparungen“ erforderlich sind.
Menschliches Verhalten versetzt mich immer wieder in Erstaunen. Wir wollen gesünder essen – aber dafür weniger Geld ausgeben. Wir wollen die Umwelt schonen – aber keine Minute weniger im Auto verbringen. Meine Studenten wollen stets gute Noten – aber eine möglichst genaue Eingrenzung des Klausurstoffs. Und – wir wollen Energie und CO2 sparen und den Klimawandel aufhalten, ohne dass dies Auswirkungen auf unseren Konsum oder unsere Art zu Leben hat …

Genau das trifft den Kern, wenn etwas verändert werden soll. Lesenswert: www.scienceblogs.de

Als Künstler der sich mit Licht beschäftigt, ist sicher der Energieverbrauch und die Lichtverschmutzung ein Thema. Der Energiesparfaktor bei Beleuchtungen (LED/CCFL) die wenig Energie verbrauchen, steht ein explodierender Markt, von der beleuchteten Toilettenschüssel bis zur kompletten Hausbeleuchtung gegenüber.

Der ewigwährende Untergang

Was kommt demnächst?

Nun haben wir den Klimawandel – falsch – die Klimakatastrophe, hört sich auch besser an und die Angst davor lässt sich besser verkaufen. Die Bevölkerung hat kurz mal das Licht ausgeschaltet und jetzt? Normalerweise müsste ja demnächst wieder die Vogelgrippe oder eine andere Form von Grippe wieder Schlagzeilen machen. Angst vor der Pandemie, Angst vor der Explosion eines Supervulkans (dann gibt es eben eine Eiszeit) oder Angst vor dem Meteoriten und Kometen, der irgendwann bei uns auf der Erde einschlägt.

Die Überfischung der Ozeane, die Knappheit der natürlichen Ressourcen, Umweltschäden usw. – das sind zwar auch Katastrophen, aber die wirkliche grosse Katastrophe ist nunmal der Mensch mit seiner Profitgier. Aber das scheint keinen zu kümmern bis es 5 nach 12 ist und dann kommt das ganze Gejammer und der übliche blinde Aktionismus. Man kennt es ja.

Katastrophenszenarien liebt der Mensch und das schon seit Jahrtausenden. Darüber gibt es viele, eigentlich witzige Geschichten zu lesen. Angst vor den Marsmenschen – vor mehr als 60 Jahren löste die Rundfunkversion vom fiktiven „Krieg der Sterne“ in den USA eine Massenpanik aus.

Deshalb ist es eher interessant, wie sich die Massen von Medien und Untergangsgeschichten beeinflussen lassen.

Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert

Der Historiker Thomas Etzemüller arbeitet in seinem aufschlussreichen Buch „Ein ewigwährender Untergang“ die Grundstruktur der Bevölkerungsdebatte heraus, um ein neues Denken über die Bevölkerung möglich zu machen.

Das Buch bietet einen hervorragenden Einstieg ins Denken über Bevölkerungen und seine Beschränktheiten. Link