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Künstler Hinrichtung oder Schaf Hinrichtung


Wäre es nicht passend auch eine Abstimmung für die Künstler durchzuführen, dann könnte man auf Basis ihrer Idee demokratisch abstimmen ob man sie köpft oder teert und federt. Sie müssten, da „demokratisch“ das Ergebnis akzeptieren – so werden sie zum demokratischen Schaf. Die Köpfe werden dann auf der ART Basel ausgestellt – ist ja schliesslich auch Kunst.

 

Update: Das umstrittene Kunstexperiment „Die Guillotine“ um die angebliche Hinrichtung eines Schafes mittels Fallbeil ist zu Ende. Am Donnerstag endete die Internet-Abstimmung über den Tod eines Ouessant-Schafes. Bis zum Ende zählte die Seite mehr als 2,5 Millionen Stimmen gegen die Tötung, etwa 1,7 Millionen votierten dafür.

Der vielfach geäußerte Vorschlag, die Künstler sollten sich anstelle eines Schafes selbst als Pfand einsetzen und im Web über ihre eigene Hinrichtung abstimmen lassen, wiesen die Studenten am Freitag auf der Pressekonferenz zurück. Diese Forderung sei Ausdruck der Perversität einzelner.
Scheint dass die Kunststudenten den Sinn ihrer eigenen Kunstaktion nicht verstanden haben.

Schaf-Hinrichtung – Kunst?

Kunststudenten wollen das kleine braune Schaf „Norbert“ mit einer Guillotine köpfen, wenn genug Internetuser dafür stimmen. Bald endet das Votum – und die Entscheidung ist bei weitem nicht eindeutig….

Die holde KUNST – darf Kunst so weit gehen?
Zwei Berliner Kunststudenten, Iman Rezai und Rouven Materne wollen eventuell ein Schaf mit einer originalgetreu nachgebauten Guillotine hinrichten. Im Internet rufen sie seit Wochen zu einer Abstimmung auf: „Soll dieses Schaf getötet werden?“ Dazu läuft ein Video, in dem das Fallbeil unzählige Male auf die Richtbank kracht. An diesem Donnerstag, Christi Himmelfahrt, läuft die Abstimmungsfrist ab. Was dem puscheligen Schaf „Norbert“ nun droht, ist offen. „Wenn die Leute demokratisch wollen, dass ein Schaf hingerichtet wird, dann muss es auch hingerichtet werden“, sagt Rezai. „Deshalb haben wir die Guillotine so gebaut, dass sie funktioniert.“

Was fällt als erstes auf – es ist wie üblich provokativ und polarisierend.
Die Idee dahinter, besser gesagt die Philosophie der Kunstaktion besticht vordergründig mit einer klaren Logik: Mit ihrem Experiment wollen die Künstler die Demokratie auf die Probe stellen. „Die Auswirkungen unserer „demokratischen“ Entscheidungen sind uns längst nicht mehr bewusst“, sagt Rezai. „Es wird permanent im Namen der Demokratie, des Friedens und der Menschenrechte die eigene sowie die Freiheit anderer beschnitten.“
In Wahrheit ist dies nur der politische und moralische inszenierte Boden für die Provokation.

Auf dem seeblog gibt es ja schon einige Artikel darüber, Künstler lässt Hund verhungern oder Die Grenze der künstlerischen Freiheit endet hier! und Geburt als Kunstperformance – The Birth of Baby X. Erst kürzlich wurde einer Berliner Künstlerin gerichtlich verboten, in einer „Performance“ zwei Hundewelpen zu erdrosseln.

Passend zum Zeitgeist sind diese zugegebenermassen perfekt Marketingtechnisch zubereiteten Kunstaktionen, denn zu Profitgier kommt nunmal auch eine grosse Portion Dekadenz.

Zum Abstimmen geht es hier: Schafhinrichtung
Wäre es nicht passend auch eine Abstimmung für die Künstler durchzuführen, dann könnte man auf Basis ihrer Idee  demokratisch abstimmen ob man sie köpft oder teert und federt. Stimmt ab -> siehe rechts!