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ART & DINE – Ausstellung Heidi Lenz

ART forum Bodensee und Hotel Chlosterhof
laden ein zum ersten ART&DINE 2010 am 3. April 2010
15.30 – open-end Vernissage in Stein am Rhein.

In der wundervollen Ambience des Hotels Chlosterhof in Stein am
Rhein stehen für diesen einen Tag Kunst, Philosophie, Jazz-Swing-
Blues, gediegenes Essen und feine Weine im Mittelpunkt.

Ausstellende Künstler:
Walter Giger, Steckborn/TG,
Reto Fenner, Berg/TG,
Susanne Lubach, D-Gaienhofen
Sergio Tilleria, Schaffhausen|SH
Mary Jetzer, Berg/TG
Heidi Lenz, Kreuzlingen/TG

Einladungskarte als PDF

(seeblog) Ich finde die Skulpturen von der Künstlerin Heidi Lenz ausgesprochen gut!

CRM – Lösungen und die Kunst

Zur Zeit bin ich in der Evaluierung für ein neues CRM-Projekt und beschreibe gerade die Prozessabläufe unserer Firma. Da kann einem schon mal der Kopf rauchen, die Struktur ist sehr komplex und vielschichtig. Vor diesem Prozess war ich in der Testphase eines anderen CRM, das die Firma vor ca. 2 Jahren in Auftrag gegeben hat und musste feststellen es genügt unseren Anforderungen absolut nicht. Äusserst komplex, undurchsichtig, keine abgrenzende Benutzerverwaltung, hohe Kosten für Anpassungen und man klickt sich zu Tode. Deshalb beschloss ich dieses Projekt zu stoppen, denn nach dem GoLive kommt sicher kein KeepLive – sondern nur noch Desaster. Das sind die schwierigsten Entscheidungen, da ja erhebliche Kosten entstanden sind.
Deshalb versuche ich ein möglichst schlankes, überschaubares und elegantes System zu bekommen, damit unsere Mitarbeiter intuitiv und möglichst praktisch arbeiten können. Praktisch heisst natürlich produktiv und fehlerfrei.

kunstundleben.jpg

Hier hilft mir meine künstlerische Arbeit, denn um Lichtobjekte zu bauen muss man in erster Linie kreativ und danach äusserst strukturiert arbeiten. Witzigerweise bekomme ich durch diese Arbeit wiederum gute Ideen für die Lichtkunst, ist manchmal schon komisch.

Die Kunst und die Wirtschaftlichkeit

Passt irgendwie nicht so ganz zusammen. Seien wir doch mal ehrlich, Kunst ist ein Business wie jeder andere Job auch. Man sollte schon ein guter Verkäufer sein, gutes Marketing machen und noch den Geschmack der Kunden treffen. Natürlich gibt es da auch die besonderen Beispiele von Künstlern die es geschafft haben, mit viel Glück den richtigen Galeristen gefunden und dann der Senkrechtstart nach oben. Auf jeder Messe vertreten, in jedem wichtigen Kunstmagazin abgebildet. Erst wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann man sich absolut in der Kunst verlieren – dann entwickelt sich das künstlerische Œuvre manchmal zu dem – wo man sich immer fragt ob die nicht in die Klappsmühle müssten. Das wäre dann wieder mal die Grenzenlosigkeit.

Es war eine sehr gute Entscheidung nicht mehr von der Kunst leben zu müssen. Da hatte ich doch einiges mehr an wirtschaftlichen Druck auszuhalten. Bei Gesprächen mit Kollegen aus der Kunst fühlte ich mich in dieser Entscheidung sehr bestätigt. Der Verkaufsdruck ist einfach enorm und deshalb kam dann auch die Freude an der Arbeit ziemlich unter die Räder. So habe ich auch entschieden pro Jahr ein Lichtobjekt und ein Bild zu malen, nur für mich und siehe da, es macht wieder richtig Spass. Die Wirtschaftskrise tat noch das übrige, denn 2007 war ein Investitionsjahr für die Lichttechnik die nicht gerade billig ist und 2008 kam wirtschaftlich fast überhaupt nichts mehr rein. Freiheit ist nicht selbständig zu sein und sich seine Zeit einteilen zu können, sondern durch geeignete Umstände eine gute Lebensqualität zu erreichen. Denn in der freien Zeit war ich stetig unter Stress zumindest die Fixkosten hereinzuholen und da kann man nicht mehr von der Freiheit der Entscheidungen reden. Sondern der wirtschaftliche Druck in der Kunst setzt einem Grenzen, die wesentlich enger sind, als wenn ich in einem Angestelltenverhältnis arbeite.

In den Gesprächen mit anderen Künstlern habe ich dies auch genauso erlebt. Die künstlerische Freiheit existiert nur im Glaubenssatz, also virtuell und die Realität ist tatsächlich eine ganz andere. Auch sie sind immer im wirtschaftlichen Stress, wovon soll man leben wenn man kein Bild verkauft und dieser Stress blockiert irgendwann die künstlerische Arbeit. Aber viele machen sich da auch etwas vor, die Hoffnung auf Erfolg bei einer Ausstellung, eventuell von einem Galeristen entdeckt zu werden, einen Mäzen zu finden usw.. Zum Schluss ist die einzige Belohnung ein Zeitungsartikel über sich und die Ausstellung und wieder wird die Hoffnung auf eine bessere Zukunft genährt.

Wie auch sei, ich habe eine klare Entscheidung für mich getroffen, bevor die Entscheidung von aussen kommt. Viele sagen wie schade es ist, dass ich mich aus dem Kunstzirkus zurückziehe. Wenn ich aber denn Sachverhalt erkläre, wird auch jedem bewusst „Brotlose Kunst“ ist eben auch nichts. Ich habe mich tatsächlich für die Kunst entschieden die mir wichtig ist, nur das ich sie jetzt nur noch für mich mache und jetzt bin ich wieder da wo ich angefangen habe – kreativ zu sein.

Die dubiosen Kunstaussteller

Wie versprochen fange ich nun die Liste der Kunstaussteller an, die dem Künstler einiges kosten oder im schlimmsten Falle ruinieren. Natürlich würde es mich freuen, wenn ich von den KünstlerkollegenInnen Informationen oder Erfahrungen genau zu dem Thema dazu bekomme. Ansonsten schläft diese Projekt wieder ein.

ARMUT.jpg

Camaver Kunsthaus (Italien)
http://www.camaver.com
340 Euro Gebühr für 3 Kunstwerke, um an einer Ausstellung teilzunehmen und dann wollen sie noch 20% Provision haben.

Artbusiness (Brasilien)
Ansprechpartner: Cammile Lobo Klein
http://www.artbusiness.com.br/
Im Prinzip geht es um die Galerie „79 Art Gallery in Curitiba (Brasilien)“
„Betrugsverdacht, es wurden wohl schon Anzeigen erstattet“

KSK Nachforderungen?
Information unter: http://www.ksk-protest.melson.de/

Galerie Böhner (Deutschland)
Auch hier sind die Konditionen zu hinterfragen, die sind ziemlich deftig. Rechnet mal selbst nach.
http://www.galerie-boehner.de

ArtDomain Galerie und der THE PALM ART AWARD (Deutschland)
Erst mal muss man für die Vorrunde sein Geld abdrücken: „Bitte beachten Sie, daß mit der Anmeldung eine Gebühr von 28 Euro fällig wird. Sie bekommen die Bankdaten nach Eingang der Anmeldung.“

Für die Teilnahme an unseren Finalisten-Ausstellungen zum Palm Art Award mit drei Werken wird eine Buchungs-Gebühr von 130 Euro (zzgl. USt*) fällig. *Für Künstler, die nicht in Deutschland leben und eine gültige USt-Nummer angeben können, beträgt die Gebühr 130 Euro ohne USt. Ein zweiter Betrag in Höhe von 190 Euro ist zahlbar bis spätestens 8 Wochen vor Ausstellungs-Eröffnung. (28+130+190= 348.- Euro – das waren mal 700.- DM)
„An Preisgeldern sind mindestens 2000 Euro vorgesehen (Ob es mehr wird, hängt von unseren Sponsoren ab)“. Toll wenn Künstler, die gleichzeitig als Sponsoren den Kunstpreis selbst finanzieren. Das ist eine der üblen Maschen auf dem Kunstmarkt.
http://www.art-domain.com/index-de.html

Im Prinzip solltet ihr alle Angebote, besonders die per Mail zu euch kommen, ganz genau überprüfen. Es scheint, dass die finanziellen Risiken der Galerien mittlerweile der Künstler tragen sollte. Wenn ihr solche Galerien unterstützen wollt ist eure Sache.

Update: 2011 – scheint das immer noch jede Menge Künstler auf den Palm-Award reinfallen. Dieser Award ist absolut nichts wert, aber wer es braucht soll bitte teilnehmen. Mittlerweile steht auf der Webseite nichts mehr von sonstigen Gebühren, ausser der Anmeldegebühr von 35.- Euro. Kein Wunder, mittlerweile ist es ein reiner Online-Award – also absolute nichts wert, scheint so das sich die Galerie nicht besonders gut getragen hat. ;-)

Kunstausstellung in China

olympicwatch.gif Dieses Jahr sind die Olympischen Spiele in Peking bzw. Beijing. Massenveranstaltungen eignen sich immer sehr gut für Events, so auch in der Kunst. Zurzeit trudeln jede Menge Einladungen für eine Kunstausstellung in der Hauptstadt per Mail in mein Postfach.

Welcher Künstler würde nicht gerne von sich behaupten, „Ich habe in China ausgestellt“. Doch leider sind 99% der Angebote nur dazu geeignet, den Künstlern viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Viele Künstler-KollegenInnen fühlen sich sogar sehr geehrt, wenn sie diese Mails bekommen. (Verwunderung?!?) Einige der Mails sind sogar mit persönlicher Ansprache – gute Programme haben die Spammer und Betrüger allemal – aber muss man sich deshalb geehrt fühlen?

Es scheint keiner hinter die Kunst-Kulissen blicken zu wollen, denn dort ist nur eines wichtig ist – das Geld des Künstlers mit dem man den Profit macht. Die meisten Adressen stammen aus den gängigen Adress-Datenbanken die nach Branchen unterteilt sind, die Mail-Adresse sowie den Namen des Künstlers werden wie üblich auf den öffentlichen Kunstseiten oder Kunstportalen ausgelesen. Zudem wissen die Künstler-Abzocker genau, wo sich der unbedarfte Künstler am leichtesten einfangen lässt – mit Bauchpinselei und Erfolgsaussichten.

Nur weil man ein Mail bekommt, die für eine Ausstellung in China wirbt, sollte man sein Hirn nicht ausschalten, besonders wenn die Ausstellungskosten erheblich sind. Das eigene Ziel ist klar – man kann eine Ausstellung in China vorweisen und diese dann in der eignen Ausstellungsliste verewigen.

Von diesen so genannten Galerien und Kunstvermittlern gibt es mittlerweile jede Menge, auch hier in Deutschland. Und die meisten wollen nur das liebe Geld, vergeben dafür Kunstpreise die absolut nichts wert sind, machen Ausstellungen die vom Künstler meist komplett finanziert sind und müssen auch keine Angst haben, dass ein Künstler den Rechtsweg einschlägt und gegen sie klagt. Denn es gibt kaum Künstler mit einer guten Rechtsschutzversicherung.

Deshalb kann ich Euch nur raten, auf solche Angebote zu verzichten oder sie genauestens unter die Lupe zu nehmen. Es kostet nicht nur euer Geld, sondern bringt meist auch andere unangenehmen Nebenwirkungen mit sich.
Spielt lieber Lotto, die Wahrscheinlichkeit einen Sechser mit Superzahl zu haben ist genauso gross, wie in Beijing auszustellen und dann entdeckt zu werden.

Abgesehen davon ist China ein Land, welches die Menschenrechte und freie Meinungsäusserungen massiv bekämpft – will man dort wirklich ausstellen? Dachte immer die Künstler würden kritisch die Welt betrachten …

Peking sperrt Internet-Videoseiten

Olympia 2008: Countdown für die Menschenrechte in China

China, ein Alptraum

Olympicwatch

Ich werde dieses Jahr diese schwarzen Schafe und deren Bedingungen (das Kleingedruckte) vermehrt unter die Lupe nehmen. Ich hatte schon vor 5 Jahren angefangen eine Liste der Abzocker und deren Konditionen im Internet zu veröffentlichen und das erweckte grosses Interesse bei den KünstlerInnen – ist aber leider von meiner Seite sehr vernachlässigt worden und dann irgendwann ganz eingeschlafen. Meist trifft es die Künstler, die keine grosse Ahnung haben wie der ganze Kunstmarkt funktioniert.

Info über die Ausstellung bei Casa Mobile in Konstanz

bildcasamobile.jpg
   
Gestern war die Vernissage bei Casa Mobile. Als Service habe ich den Vortrag über „Geometrie in meinen Arbeiten“ und die Preisliste als PDF hinterlegt.

„Geometrie in meinen Arbeiten“ (PDF 580kb)

Warum heisst es Vernissage? Die Erklärung habe ich bei Wikipedia gefunden.

Unter dem aus dem Französischen entlehnten Begriff Vernissage versteht man die feierliche Eröffnung einer Kunstausstellung.

Das Wort Vernissage stammt vom französischen le vernis, „der Firnis“, „der Lack“. Ursprünglich firnissten die Künstler an einem solchen Anlass ihre Bilder und gaben ihnen damit den letzten Schliff. Das Lackieren bzw. Aufbringen des Firnisses als Abschlussarbeit vor einer Ausstellung bezeichnet man daher als Vernissage. Dies bot zumeist Gelegenheit, das Ende der Arbeit an einem Bild – oder einer Bilderserie – mit einem kleinen Fest zusammen mit Freunden oder den Auftraggebern zu würdigen.