Lichtskulptur mit RGB-LED

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Nun ist sie fertig, die neue Lichtskulptur. 2 Monate rumgetüftelt und nun ist das Ergebnis zu sehen. Die Skulptur besteht aus Holz, Plexiglas satiniert und Styrodur. Die Oberfläche ist metallisch und zum rosten gebracht, wiegt nur 3 Kilogramm. Diesmal habe ich mich besonders auf die Oberflächen konzentriert, Experimente mit verschiedenen Putzen und Bindern ausprobiert und dann echten Rost erzeugt.
Die Ansteuerung der LED geschieht mit einem Steuergerät mit Display, die Helligkeit, Geschwindigkeit des Farbverlaufes mit 16,7 Millionen Farben und 5 frei programmierbare Farben kann man einstellen. Höhe des Lichtobjektes ungefähr 150 cm.

Die nächste Lichtskulptur ist in Planung, diesmal einiges grösser und ich versuche sie Aussentauglich für den Garten zu machen. Diese 2 Monate waren sehr lehrreich für mich, die Styrodurverarbeitung und die verschiedene Flächengestaltungen mit den Härtegraden der Oberfläche. Auch in der Spezialverklebung von unterschiedlichen Komponenten habe ich mich weiterentwickeln können. Somit sollten die Probleme ein wenig kleiner sein bei der nächsten Skulptur und dadurch rücken dann auch die kinetischen Skulpturen in einen realisierbaren Bereich und auf die freue ich mich schon sie umzusetzen. Sie sollen entweder mit Wind oder Wasser (Regen) oder beides angetrieben werden.
Kinetische Skulpturen haben bewegliche Teile, daher ist es sicher eine Herausforderung, denn die LED-Streifen sind mit einem Flachbandkabel verbunden. + und – über Schleifkontakte stellt keine Schwierigkeiten dar, aber ein Flachbandkabel? Hier ist noch ein gutes Stück Arbeit vor mir, genauso die Formen herzustellen mit den Oberflächen die ich brauche.

Die steuerbaren LED Skulpturen sind sehr kostenintensiv im Gegensatz zur CCFL. Steuertechnik ist teure Technik, besonders wenn man die LED-Streifen auf mehr Kanäle ansteuern möchte. Ich denke das diese Technik in den nächsten 2 bis 3 Jahren um einiges günstiger wird. Die RGB-Led haben eine Betriebsdauer von 100.000 Stunden, sprich über 11 Jahre Dauerbetrieb, das ist das gute an LED. Eine CCFL hat realistische 35.000 Stunden.

Der Untergang des Blogs

steinmaennchen.jpg In letzter Zeit dachte ich darüber nach, was für Konsequenzen es hätte, wenn dieser Blog plötzlich verschwinden würde – ohne Reinkarnationmöglichkeit vom digitalen Nirwana. Um einen Vorgeschmack zu bekommen, ist das Internet letzte Woche komplett ausgefallen – die Ursache war bei der Swisscom bzw. Bluewin. Dort ist eine komplette Verteiler-Karte ausgefallen, wurde aber mit einem Reset wiederbelebt – das ist bei Maschinen ein normaler Vorgang, beim Menschen würde man einen Defibrillator benutzen.

Was bleibt nach einem Datengau wenn absolut nichts mehr reproduzierbar ist, die Berichte, die Kommentare? Also habe ich mir mal die alten Berichte durchgelesen, nun muss ich mich ernsthaft fragen mit was ich mich da eigentlich beschäftige. Globale Probleme wälzen? Gehen mich die Probleme der Welt etwas an, fördert dies mein Wohlbefinden? Nein, das tut es definitiv nicht. Lieber balanciere ich Steine auf im Mannenbach – ist sicher auch kurzlebig, berührt aber die Menschen auf eine andere Art. Es ist bleibender auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist.

Zum anderen habe ich festgestellt, das diese Blogschreiberei meinen kreativen Prozess in der Kunst, zur Zeit versuche ich die Skulpturen mit LED umzusetzen, eher störend wirkt. Kreativität besteht nicht aus 0 und 1, ausser der elektronischen Vorplanung und Lichtverteilung. Wahre Kreativität ist ein offener Prozess der von innen heraus kommt. Ist der Kopf zu logisch strukturiert kommt automatisch etwas statisches heraus, das befriedigt mich auf keiner Weise. Die erste Konsequenz für mich, ich muss mich vom Computer entwöhnen – denn dieser und dass muss ich zugeben, hat ein grosses Suchtpotential. Entwöhnen heisst, ich muss für mich einen anderen Umgang mit dem Computer finden der mir nicht soviel Lebenszeit klaut. Der Computer klaut sie mir natürlich nicht, sondern ich mir selbst – genauso wie der Fernseher.

Dieses Thema werde ich nun Schritt für Schritt weiter ausarbeiten.

Die CCFL Dramatik

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Ein Bild zu malen setzt auch gewisse technische Anforderungen voraus. Lichtkunst zu machen ist eine Sache und sich auf die Elektronik und die Leuchtkörper zu verlassen – ist die andere Seite. Mit den RGB-LED und der Steuerung bin ich hochzufrieden, wenn ich jetzt noch eine einfache und günstige Steuerung für die kleineren Objekte bekomme bin ich oberglücklich.
Nur die CCFL machen mir seit langen Kopfzerbrechen, die Ausfallrate der CCFL ist sehr hoch oder der Inverter gibt den Geist auf. Eigentlich witzig, ich habe extra bessere Elektronik und Röhren gekauft damit ich keine Probleme habe. Dachte ich – die einzigen CCFL die seit Jahren brennen ist billigste Ware (gekauft für Testzwecke), für die anderen zahle ich den 10-fachen Preis und habe nur Ärger damit. Das Bild oben zeigt meine aktuelle Teststrecke für die CCFL. Das heisst, sie brennen alle erstmal 2 Wochen und dann kann ich zumindest 90% sicher sein, dass sie auch funktionieren.

Zumindest ein Ergebnis nach 3 Tagen. 1 Inverter defekt, 2 CCFL flackern – mal sehen wie es weitergeht, denn ich habe noch ziemlich viel Material. Keine Chinaware, sondern aus Taiwan – bringt aber auch nichts.

UV Lichtobjekt Phase 2

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Ein neues Lichtobjekt mit UV-aktivem Plexiglas und CCFL. Macht Spass solche Bilder zu machen, da man dem Plexiglas nicht ansieht das es fluoreszent ist. Das Objekt wurde mit mehreren Schichten gebaut und teilweise mit Spiegeln, die nicht sichtbar sind, hinterlegt damit mehr UV-Licht an das Plexiglas kommt.

Material für Lichtobjekte im Bodensee – die bittere Erkenntnis

Heute waren zwei sehr freundliche Archäologen vom Kanton Thurgau hier und begutachteten „meinen Balken“. So wie es aussieht, gehört dieser zu einer alten bzw. sehr alten Hafenanlage. Parallel zu den einem Balken läuft in ca. 10 Meter zum See ein zweiter, aber tiefer im Schlamm. Das wie eine Bohrung aussieht ist die Verbindung vermutlich eines anderen tiefer gelegenen Balken, der aber im rechten Winkel liegt und mit Pfählen senkrecht im Seegrund befestigt ist.

Keine Chance diesen aus dem Wasser zu kriegen ohne schweres Gerät und auch damit ist es auch nicht einfach. Schade! Raussprengen wäre eine Idee – das gibt aber nur Ärger. Die Archäologen fanden auch noch einige schöne Seekrebse an den Balken, für sie ist es das ideale Versteck – also – Freiheit für die Krebse und sonstige kleinen Seebewohnern an dem schönen Eichenbalken. Die Kunst liegt nun unter Wasser (ohne Licht) und bleibt ein natürliches Kunstwerk und ich kann ruhiger schlafen, weil ich mit der Bergung keinen kleinen Kosmos und dessen Lebensgemeinschaft zerstöre.

Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen, der Eichenbalken hätte eine Grösse von 30 x 30 x 400 cm. Das ideale Ausgangsmaterial für ein geniales Lichtobjekt, ich versuche bei diesen Lichtobjekten so wenig wie möglich, das Naturmaterial umzuformen oder zu bearbeiten. Aber vielleicht findet sich ja etwas anderes und nicht ein ganzes Biotop und anschliessenden Massensterben.

Von meinem Nachbarn habe ich heute erfahren, das dort keine Hafenanlage war, sondern eine Hütte gestanden ist, so um 1963.

Teil 1: Material für Lichtobjekte im Bodensee

Lichtobjekt mit UV aktiven Material

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Eigentlich interessant, jetzt wo ich die Stele (Lichtobjekt) mit den RGB-LED und Farbsteuerung plane und umsetze, habe ich ein neues anderes Objekt gemacht. Aber mit CCFL und UV-Licht, dieses habe ich mit UV-aktiven Plexiglas kombiniert. Das zweite ist auch schon in Arbeit, scheint so das der Umweg neue Ideen für die RGB-LED Umsetzung bringt. Da ich es aus Styrodur (für die Schweizer “Sagex”) bauen will, muss mir noch eine präzise Thermosäge bauen und mich noch ein wenig mit der Oberflächenstruktur beschäftigen, dann geht es los. Die Objekte sollen auch Aussentauglich sein.
Da ich es aus Styrodur (für die Schweizer „Sagex“) bauen will, muss mir noch eine präzise Thermosäge bauen und mich noch ein wenig mit der Oberflächenstruktur beschäftigen, dann geht es los.

Wenn jemand in der Nähe zufälligerweise eine 3D Styrodurfräse hat … bitte bei mir melden.

Material für Lichtobjekte im Bodensee

pfahl.jpgIch bin immer auf der Suche nach Material für meine Lichtobjekte, die auch für den Ausseneinsatz geeignet sind. Da ist mir wieder dieser grosse Eichenbalken mit Quadratischen Ausschnitten unter Wasser direkt neben dem Hafen eingefallen, den hatte ich schon letztes Jahr im Sommer inspiziert, lag aber da über 2 Meter unter Wasser. Nun liegt er jetzt bei Niedrigwasser nur noch 1 Meter unter Wasser. Gestern hatte ich mir den Favoriten angesehen, um zu sehen wie gross er wirklich ist, denn er liegt zum Teil unter dem Schlamm. Deshalb habe ich ihn mit einem Spaten ein wenig aus dem Schlamm ausgegraben, was nicht so einfach war. Scheint ein rechter Brummer zu sein, gute 4 Meter lang und ich schätze er wiegt ungefähr 400 bis 500 kg. Scheint ein ideales Objekt für eine Lichtskulptur zu sein.

Da auch ich mittlerweile gelernt habe, das auch offenkundige legale Sachen schnell illegal werden können, fragte ich vorsichtshalber beim Thurgauer Umweltamt nach. Dort wurde ich an das Amt für Archäologie verwiesen.

Dort hatte ich ein wirklich nettes Gespräch mit den zuständigen Menschen, ich denke sie haben sich auch gefreut, das ich nachfrage und nicht einfach das Teil ausgrabe. Besonders gefreut habe ich mich, das eventuell nach der Begutachtung durch die Taucher und Archäologen, falls er nichts Antikes ist, mir geholfen wird den Balken zu bergen. Denn da hatte ich einige Zweifel ob mir das überhaupt gelingt.

Ich werde weiter berichten.

Lichtkunst in der Schweiz

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Nach einigen Jahren Entwicklung und künstlerische Umsetzung in der Lichtkunst gebe ich es nun auf mit diversen Herstellern und Elektronikentwickler aus der Schweiz etwas gemeinsames zu machen. Denn es passiert hier in der Schweiz überhaupt nichts, ausser der immerhin mündlichen Bereitschaft mir zu helfen und gemeinsame Projekte mit zu entwickeln und sie danach im Sande zu verlaufen lassen oder sie zu stehlen. Wahrscheinlich sind die Firmen in der Schweiz einfach desinteressiert an neuen innovativen Lichtprojekten oder braucht man hier ein eidgenössisches Ideendiplom? Eventuell überfordert meine Lichtkunst die Schweizer, deshalb projizieren sie mit viel Watt das Schweizer Kreuz auf ein Atomkraftwerk.

Eine ganz andere Erfahrung habe ich jetzt mit den deutschen Herstellen gemacht, es ist sehr grosses Interesse von den Firmen an den Lichtkunst-Projekten vorhanden. Es wird mir konkrete Hilfe angeboten und technisch habe ich bemerkt, sind sie viel versierter als die Schweizer LED-Szene (anscheinend kaufen sie alles in Deutschland). Es wird konkret über das Licht-Projekt geredet, Vorschläge gemacht und nachgefragt wie sie mich am besten unterstützen können und kommen sogar auf einen Besuch bei mir vorbei. Das hat bis jetzt keine einzige Firma aus der Schweiz geschafft.

Dumm von mir, dass ich nicht schon vor Jahren an deutsche Hersteller (LED und Steuerung) gewandt habe, ich hatte immer die Hoffnung, dass es auch in der Schweiz funktioniert. Die CCFL`s für die Lichtbilder und Lichtobjekte habe ich schon immer in Deutschland bezogen, da keine Firma aus der Schweiz die speziellen Röhren in ganz bestimmten Farbtemperaturen und Längen anbieten konnte.

Deshalb werde ich jetzt nichts mehr in der Schweiz entwickeln lassen, denn so komme ich mit meinen Projekten nicht voran. Das gleiche gilt für Kunststoff bzw. Plexiglas. Manche schweizer Firmen ist das versenden von Mustern schon zuviel oder sie wollen die Musterstücke am liebsten wieder zurück haben. Material scheint in der Schweiz sehr rar zu sein, das meiste beziehen sie sowieso aus Deutschland und wird hier mit einem Aufschlag von 20% bis 60% verkauft.

Das gleiche gilt für das grosse Lichtquadrat in Mannenbach, aber darüber berichte ich gesondert. Nur soviel, auch hier werde ich mich mehr an Deutschland orientieren, um dieses Projekt dort zu realisieren. Die ersten Gespräche auf der anderen Seeseite sind schon viel versprechend.