Nein zu umweltfreundlichem System für Schiffe der SGV

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Die Dampfschiffe auf dem Vierwaldstättersee dürfen vorderhand nicht auf Gasfeuerung umgerüstet werden. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat ein entsprechendes Gesuch der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) abgelehnt.

rel. Ein Dampfschiff auf dem Vierwaldstättersee verbraucht an einem einzigen Tag 2000 Liter Öl. Um ihre Schiffe umweltverträglicher zu betreiben, plante die Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee, die Feuerung von Öl auf Gas umzustellen. Ein entsprechendes Projekt ist zusammen mit der Hochschule für Technik Luzern ausgearbeitet worden, um ein erstes Schiff, die Unterwalden von 1902, im Rahmen einer Gesamtsanierung umzurüsten. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat das Projekt nun gestoppt. … weiter (Quelle: NZZ)

Das kann schon passieren, wenn die Schiffsbauverordnung von 1994 den Flammpunkt über 55 Grad Celsius vorschreibt. Nun ist es aber so, dass die Entwicklung von umweltverträglichen Techniken gute Fortschritte erzielt haben, ebenfalls die Sicherheitsrelevanten Einrichtungen auf einem Schiff bezüglich der Explosionsgefahr. Mittlerweile gibt es Tanksysteme die diesen Anspruch auf Sicherheit mehr als erfüllen, deshalb ein wenig unverständlich warum die BAV das Anliegen der SGV abschmettert. Kernkraft ist auch nicht ohne Risiko und trotzdem werden zukünftig neue Kernkraftwerke gebaut mit dem Argument der Klimaneutralität und Ressourcensicherheit.

Vernünftiger Umweltschutz ist keine einfache Sache, auch nicht in der Schweiz.

So funktioniert es wenn man etwas erreichen will!
Die Denkfabrik der Schweizer Wirtschaft – Avenir Suisse – bescheinigt der Kernenergie optimale Voraussetzungen für eine zukünftige Schweizer Stromversorgung. Nicht nur in Punkto Klimaschutz und Versorgungssicherheit schneidet der heutige Schweizer Mix aus Wasserkraft und Kernenergie am besten ab – auch die ökonomischen Aspekte sprechen eindeutig dafür, weiterhin auf Kernenergie zu setzen. Mit Kernenergie sind tiefe volkswirtschaftliche Kosten am besten gewährleistet. Wegen des sich intensivierenden europäischen Stromhandels seien ausreichend inländische Stromproduktionskapazitäten entscheidend für die Zukunft.

Avenir Suisse ist eine Denkfabrik von Schweizer Grossfirmen. Die Organisation wurde 1999 von 14 Firmen gegründet. Diese Stifterfirmen waren ABB, Credit Suisse Group, Groupement des Banquiers Privés Genevois, Jacobs Holding, Kuoni Holding, McKinsey Switzerland, Nestlé, Novartis, Hoffmann-La Roche, Sulzer AG, Swiss Re, UBS, Zurich Financial Services.

Hier gilt der Grundsatz: „Vertraue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast“ (Winston Churchill) oder die objektivsten Studien sind die von Firmen, die daran etwas verdienen können. ;-)

Teure Werbung?

Wieder ein grösseres Marketing-, IT- und Werbeprojekt abgeschlossen. Man könnte meinen die Werbeagenturen haben meinen Bericht „Die Werbefuzzies“ ganz genau gelesen. Denn genauso verhielten sie sich. Diesmal war es eine Werbeagentur mit einem wohlklingenden Doppelnahmen aus dem Raum Zürich.
  
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Wenn schon das Dollarzeichen in den Augen der Werbedesigner leuchtet, dann wird es sehr teuer.

Die beste Taktik, erstmal sich dumm stellen und die schwarz gekleideten Designer zu Wort kommen lassen – es folgt dann eine wunderbare Märchenstunde, um die hohen Kosten der Werbeproduktionen zu schönen. Hört sich im ersten Moment auch alles sehr wichtig an, besonders wenn man auf dem Gebiet von Werbeproduktionen kein Fachwissen besitzt. Sehr dreist fand ich doch, dass nach dem abgeschlossenen Auftrag, zum Beispiel eine PDF-Generierung für ein aktualisiertes Dokument, das mit InDesign erstellt wurde, satte 90.- CHF verlangt wird und eine bezahlte Dienstleistung auf CD gebrannt 120.- CHF. Spannend auch die Erklärung dieser Kosten. Hätte ich keine Ahnung von der Materie – ich würde alles glauben wie viel Arbeitsaufwand für eine Generierung eines PDF aus einem InDesign-Dokument drinnen steckt.

Peinlich war es den Art Directoren der Werbeagentur dann doch, als ich ihre Kostenstruktur nochmals im Klartext vortrug und einige der Aufwendungen als grosse Luftblase entlarvte. Auch ein CMS muss nicht neu erfunden bzw. neu programmiert werden, hier geht es in erster Linie um Anpassungsarbeiten. Einen grösseren Lapsus erlaubten sie sich aber in der Kostenberechnung der SQL_Datenbanken. Diese Arbeit benötigt maximal 1 Stunde (ich persönlich hätte es in 30 Minuten fertig), berechneten sie gleich 17 Stunden Programmierarbeit. Versuchen kann man es ja mal.

Das einzige und letzte Argument der Profi-Designer war eine andere Werbeagentur zu beauftragen, mit dem Hinweis „Diese wäre dann noch teuerer und wenn die Agentur günstiger ist liefert sie schlechte Qualität, denn nur sie hätten das professionelle Angebot und das kostet eben“.
„Kein Problem, dann suche ich einen anderen Anbieter“ war meine Antwort. Schliesslich reichten sie eine Woche später freiwillig eine bereinigte Kostenkalkulation ein, gleiches Leistungsangebot, aber moderate Kosten. „Ein Fehler eines Mitarbeiters bei der Kalkulation des Auftrages“, so der Geschäftsführer der Werbeagentur. Ich glaube es ihm einfach mal. ;-)

Nun spart die Firma immerhin 36% ihres Werbebudget ein und die Klauseln bezüglich der Bildrechte sind klarer definiert. Ansonsten hätte der Kunde jedes Jahr neue überteuerte Lizenzrechte erwerben müssen. Das CMS muss nicht neu erfunden werden und die Datenbankkosten sind korrekt berechnet. Durch meine Überprüfung der Druckkosten war auch der grosszügige Aufschlag der Werbeagentur nicht mehr in diesen Posten mit eingerechnet. Das Werbebudget ist nicht gerade klein, es beinhaltet zwei grosse 24-seitige Firmenbroschüren in 6 Sprachen, Geschäftspapiere, Internetauftritt, Plakate und Anzeigen. Die Werbeagentur verdient immer noch sehr gut an diesem Auftrag.

Im IT-Bereich waren es für die Hard- und Software nochmals 26% und die Firma musste auf nichts verzichten bezüglich Funktionalität, Qualität und Wertigkeit. Dafür haben sie jetzt eine optimale IT-Infrastruktur. Nicht das ich bei den IT-Kosten einen guten Rabatt heraus gehandelt habe, sondern ich suchte nach optimalen Lösungen für die Firma mit der sie auch zukünftige Geschäftsentwicklungen abgedeckt hat. Feststellen musste ich auch, das externe Anbieter die eine langjährige Firmenbeziehungen haben, ihre Kostenstruktur stetig und unauffällig anheben. Der Kunde zahlt pro Jahr manchmal 10 – 15% mehr als marktüblich. Vertrauen zahlt sich hier nicht aus, sondern man muss jeweils jährlich die erweiterten Kosten der Lieferanten überwachen.

Im Prinzip funktioniert es wie bei der Kunst. Je teuerer etwas ist, desto mehr Qualität und Exklusivität wird dahinter vermutet. Nun ist es so, dass im Bereich ab fünfstelligen Verkaufspreisen der Galerist zwischen 50 – 80% bekommt. Das ist zum Teil gerechtfertigt, denn er muss erstmal in den Künstler investieren und aufbauen – ob es nun deswegen gute Kunst wird ist eine ganz andere Sache. Teuer ist sie dann allemal. Man soll nicht vergessen, der Kunstmarkt ist ein Markt wie jeder andere und Spekulation gehört genauso dazu, wie beim Erdöl. Spekulativ und aufgebläht erscheinen mir auch manchmal die Preise der grossen Werbeagenturen.

Zur Ehrenrettung der Werbeagenturen
Es gibt auch die korrekten und kompetenten Werbeagenturen, nette Art-Directoren, Grafiker, Layouter und IT-Experten. Auch diese habe ich kennengelernt. Doch je grösser das Unternehmen (ab 1.000 Mitarbeiter) desto wahrscheinlicher der obige Bericht. Das liegt oftmals auch an der schlechten Kommunikation im Unternehmen und zum anderen kein Fachwissen über die Prozesse einer Werbeagentur. Meine Erfahrung – studierte Marketingmanager geben in der Regel das Budget mit vollen Händen aus, weil man ihnen fast jedes Märchen erzählen kann. Optimal für die Agenturen – ein überteuerter Spass für das Unternehmen.

Unerwartet freundliche Worte
Ein besonderes Kompliment bekam ich am Freitag (29.8.08) vom Verwaltungsratspräsidenten, besonders wenn man dies absolut nicht erwartet. Ich hatte immer das Gefühl, er hat ein Problem mit mir, wusste aber nie welches Problem er mit mir hatte.
O-Ton Verwaltungsratspräsident: „Ich war sehr skeptisch und ablehnend als sie bei uns für IT-, Marketing und Werbung als Projektleiter vorgeschlagen wurden. Sie hatten kein Studium der geforderten Fachgebiete, nun nach Abschluss des Projektes bin ich eines besseren belehrt geworden. Sie haben ihre Aufgaben mehr als 100% erfüllt und habe dabei einen sehr interessanten und kreativen Menschen kennengelernt. Ich bin mehr als erstaunt, dass sie als nicht studierte Führungskraft die Aufgaben mit soviel Humor, unendlichen Fachwissen und mit einem Spitzenergebnis umgesetzt haben. Ich möchte mich im Namen des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung für ihre überdurchschnittliche Arbeit die sie jetzt erfolgreich abgeschlossen haben, ganz herzlich bedanken“.

Damit hatte ich tatsächlich nicht gerechnet, aber gefreut hatte es mich sehr. :-)

Apple Computer und der Terminator (Bootprobleme)

Am Montag ist mein G5 Dual 2.3 PPC komplett ausgefallen. Ich war am arbeiten, dann blieb der Rechner plötzlich komplett stehen, nichts reagierte mehr. Danach lies er sich nicht mehr booten, nur noch ein schwarzer Bildschirm.

G5.jpg>Am nächsten Tag baute ich die RAM aus und setzte sie wieder in einer anderen Reihenfolge ein und er startete. Glücklicherweise konnte ich noch einen kompletten Backup der Daten auf ein externes Laufwerk starten, der Backup dauerte zwar 5 Stunden aber immerhin kein Ausfall.

Ich hatte den RAM in Verdacht der das Problem verursachte und machte einen Neustart – bis zum heutigen Tag sehe ich nur den schwarzen Bildschirm, die Ventilatoren laufen zwar und die Festplatten starten hoch und greifen auf den Festplattenbootsektor zu, aber das war es auch schon. Die Festplatten und der RAM sind in Ordnung, das wurde getestet – alles andere wird vermutlich sehr teuer sein um es zu reparieren.

Gut das ich noch einen alten G4 habe und von der externen Platte starten kann, somit ist definitiv auch ein Softwarefehler nicht eine Ursache, denn auf dem G4 läuft alles perfekt, zwar sehr langsam, aber es läuft.

Beim Recherchieren im Internet bin ich auf viele User gestossen, die mit dem G5 dieses Problem hatten. Nachfrage bei anderen Kollegen ergab auch dort gab es einige Hardwareschäden – generell ein paar Wochen oder Monate nach der Garantie. Seitens Apple gab es keine Kulanzregelung, ausser grosse Firmen drohen mit Verzicht auf Appleprodukte – dann klappt es auch mit der Kulanz. Auch seitens von grösseren Händlern wurde bestätigt, das in den letzten Jahren die Produkte mehr Ausfallraten haben, deshalb läuft heute noch ein uralter G3 oder G4 Rechner und natürlich passt so gut wie kein Teil mehr in einen neuen Rechner (RAM, Grafikkarte, Festplatte).

Interessant: Die Mac mini gehen nach einem Jahr und einigen Wochen/Monate kaputt, meist Totalschaden und die grossen Arbeitsmaschinen, also die G5 nach 3 Jahren. Der AppleCare Protection Plan für Mac mini kostet 259.- CHF, das ist fast ein Drittel des Kaufpreises und wer macht das schon für einen Mac mini. Der AppleCare Protection Plan für Mac Pro/Power Mac kostet 399.- CHF für meinen Computer sind das 10% des Kaufpreises. Hätte mir aber nicht geholfen, da der Rechner nach 3 Jahren und 2 Monaten ausgefallen ist.

Terminator?
Da frage ich mich, ob hier nicht ein System dahintersteckt. Denn der Hersteller verdient nur mit neuen Rechnern, ich möchte Apple keine planerische Absicht unterstellen um mehr Hardware zu verkaufen – aber auffällig ist es allemal. Natürlich ist nicht jeder Computer gleichermassen betroffen, das könnte aber auch an den Produktionsstätten in China liegen. Man weiss ja welche Qualität die Chinaware hat. Ärgerlich ist es allemal.

Update 19.08.2008:
Es ist doch das Logic-Board, kostet mit Arbeitszeit 1100.- CHF – nicht gerade billig, aber wenn er die nächsten 3 Jahre wieder ohne Probleme läuft wäre das in Ordnung. Einen gebrauchten Mac Dual mit einem 2.3 GHZ Prozessor auf dem Gebrauchtmarkt zu finden ist sehr schwierig, das wäre die andere Alternative gewesen. Natürlich hätte ich mir auch einen neuen Mac Pro kaufen können.

Übrigens haben mir einige Händler bestätigt, in den letzten Jahren haben tatsächlich die Hardwareschaden zugenommen. Auch mit der Kulanz von Apple bin ich weitergekommen, wenn man den AppleCare Protection Plan gekauft hat schaut es mit der Kulanz viel besser aus, wohlgemerkt auch nach der Garantiezeit.

Update 23.08.08:
In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass die untere Prozessorkarte defekt ist und nicht das Logic Board. Eigentlich kein Wunder bei den superheissen Prozessoren.

Update 26.08.08:
Der G5 ist wieder bei mir, keine Bootprobleme mehr, nur der Rechner friert beim Arbeiten zwischen 5 und 60 Minuten irgendwann ein. So hatte alles angefangen bis nichts mehr ging. Also nochmals die RAM durchtesten, die kann ich mittlerweile ausschliessen. Den Rechner mit verschiedenen Systemen gestartet, ob Tiger oder Leopard, der Rechner bleibt hängen. Eine andere Festplatte mit jungfräulichen System – der Rechner bleibt hängen.
G5 geht wieder zurück zum Händler – nochmals eine neue (tatsächlich sind es gebrauchte) Prozessorkarte. 1200.- CHF hat der Spass gekostet!

Update: 02.09.2008:
Diesmal hat Apple eine gute Prozessorkarte geschickt! :-)
Er läuft wieder einwandfrei und so schön leise gegenüber dem alten G4, der wie ein Staubsauger dröhnt. Und die Geschwindigkeit – ein Genuss.

Update 17.07.2010:
Fast 2 Jahre später. Nun ist wieder das gleiche passiert – gleiche Symptome, habe es hier ja nochmals nachlesen können. Diesmal stecke ich nichts mehr rein und warte auf die neue Mac Pro Generation. Arbeite mit meinem Macbook Pro – ist genauso schnell.

Snapfish Fotocollage und meine Erfahrung

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Links das Referenzfoto und rechts das Ergebnis der Snapfish-Fotocollage

Von dot-films wurde ich zu einer Testaktion für eine Fotocollage von Snapfish eingeladen. Hier meine Erfahrung:

Anmeldevorgang und Hochladen der Bilder war kein Problem, es ist übersichtlich und intuitiv zu bedienen. Wie man die Bilder für die Fotocollage anordnen kann blieb mir ein Rätsel, vermutlich geht es auch nicht. Schade, denn genau das macht ja gerade eine individuelle Fotocollage aus. Man kann noch die Hintergrundfarbe bestimmen, einen Titel auswählen und das war es auch schon. Am Mittwoch den 30 Juli habe ich bestellt und heute Mittwoch kam die Fotocollage an, ordentlich verpackt in einer Versandrolle.

Für diese Fotocollage benutzte ich Referenzfotos die ich schon auf Fotoausstellungen hatte. Mein erster Eindruck, unzufrieden mit der Qualität der Fotos, abgesehen davon das die Fotocollage rechts unten einen Knick aufweist und deshalb unbrauchbar ist. Da hat jemand beim Verpacken wohl nicht richtig aufgepasst. Die Fotos sind insgesamt sehr schwammig und kontrastlos und es fehlt den Fotos die Leuchtkraft und Brillanz.

Was mir besonders auffällt ist die generelle Unschärfe der Fotos, denn im Gegensatz zu den Referenzfotos wo jedes Detail zu erkennen ist, ist bei der Fotocollage von Snapfish ein Einheitsbrei als hätte man im Photoshop die Bilder mit einem Weichzeichner versehen und 20% der Farben eliminiert.

Für qualitätsbewusste Fotografen ist das Ergebnis absolut unakzeptabel. Ich zumindest bin von dem Ergebnis sehr enttäuscht, besonders weil hinter Snapfish die Weltfirma Firma HP steht und hier erwartet man bessere Ergebnisse. Denn der Preis ist nicht gerade superbillig, man zahlt für die Fotocollage im Format 50 x 75 cm einen Preis von 33,95.- CHF incl. Versand. Da bekommt man woanders für fast das gleiche Geld bessere Qualität.
Die Programmierer von Snapfish sollten sich bezüglich der persönlichen Anordnung der Fotos nochmals Gedanken machen und nicht einfach mit einem automatischer Algorithmus daherkommen. Das ist zu rudimentär und genügt vielleicht den Ansprüchen von Menschen die keinen Sinn für Ästhetik haben und auch mit einer schlechten Qualität leben können.

Bezüglich der Qualität muss Snapfish dringend und gewaltig nachbessern. Es wurde Snapfish-Schweiz getestet!

Link: www.snapfish.ch

Fazit: Für Menschen mit Ansprüchen an Qualität (Schärfe, Brillanz und Leuchtkraft) und individuellen Anordnungsmöglichkeiten der Fotos bei der Fotocollage genügt Snapfish nicht. Für alle anderen ist es ein gutes Angebot. ;-)

Canon EOS 40D und Err 01

canon_err01.jpgScheint kein gutes Jahr mit Canon zu sein. Erst die nervige Cashback Aktion, siehe „Canon Cashback -Warten bis in die Ewigkeit“ und nun seit geraumer Zeit dieser nervige Fehler.

Err 01 – Verbindung zwischen Kamera und Objektiv fehlerhaft. Bitte Kontakte säubern.

Das Problem betrifft hauptsächlich das Canon Zoom Lens EF 35-350mm. Der Fehler trifft leider sporadisch auf und lässt sich nicht genau reproduzieren. Natürlich war die erste Amtshandlung die Kontakte penibel zu reinigen. Im Internet findet man nicht viel über den Err 01, eher den Err 99.

Der Err 01 tritt gerne bei Sigma Objektiven auf. Hat in den allerwenigsten Fällen ein Kontaktproblem auf Grund verschmutzer Oberflächen, sondern mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Sigma-Objektiv, dass nicht zur Kamera kompatibel ist. Mehr darüber: SIGMA Objektive in Verbindung mit Canon EOS Kameras

Einen weiteren Beitrag über den Fehler habe ich hier gefunden, betrifft eine 1D Mark III:
1D Mark III , ERR-01 & ERR-02

Wenn man wartet bis die Anzeige des Fehlers vom Display verschwindet, dann kann man meistens wieder fotografieren. Werde mich mal mit meinem Händler darüber unterhalten müssen wegen diesem Problem, die dumme internationale Canon-Hotline kann ich mir gleich sparen. Vielleicht hat ja auch jemand anders schon diese Erfahrung gemacht. Tips sind willkommen.

Mir ist eingefallen, das ja noch eine EOS D30 bei mir rumliegt, also schnell das Objektiv drauf und siehe da – eine Fehlermeldung Err 84. Also liegt es eindeutig am Objektiv. Mist – da habe ich leider keine Garantie mehr drauf.

Die Fehler:
Bei 35 mm Brennweite funktionieren bis jetzt alle Blenden. Im Telebereich und Blende höher als 5.6 kommt bei beiden Kameras die Fehlermeldung. Die Fehlermeldung tritt sporadisch auf, in letzter Zeit sehr gehäuft und dann eine ganze Zeit (Tage) nicht. Bei der Canon EOS 40D fällt auf, das ab und zu, wenn der Fehler „Err 01“ auftritt, das bei der Kamera das Sucherbild dunkel bleibt wie bei der Schärfentiefenprüfung. Auffallend ist das bei voller Brennweite im Sucherbild ein Kreis zu sehen ist, links leicht dunkler als rechts.

Nun ist das Objektiv durch meinen Händler eingeschickt geworden, obwohl der zu bedenken hat, das Canon vermutlich nichts findet, da der Fehler sporadisch ist und er schon diverse Erfahrungen mit der Reparatur von Canon gemacht hat – also unrepariert zurück kommt. Ich hoffe nicht das sich Canon zu einem Alptraum entwickelt, man hört ja auch nicht unbedingt gutes vom Reparaturservice. Aber erstmal optimistisch bleiben.

Update 15.08.08:
Der Kostenvoranschlag für das Canon Objektiv 35-350mm L ist heute gekommen.

Die Werkstatt empfiehlt, die Blende auszutauschen bzw. zu erneuern. Inklusive der Montage- und Justagearbeiten, der allgemeinen Prüfung und Reinigung des Gerätes würden die Reparaturkosten sich auf EUR 296,60 belaufen. Ich mache es, ein neues Objektiv ist um ein vielfaches teuerer.

Update 04.09.2008:
Objektiv wieder da und funktioniert. :-)

Update 07.09.2008:
Lange hat es nicht gehalten. Immerhin 3 Tage, nun lässt sich der Fokusierring nicht mehr drehen, maximal 40 Fotos damit gemacht. Blockiert total. Gute Canon-Reparatur oder wie soll man das jetzt verstehen. Also morgen wieder zum Händler. :-(

Update 27.09.2008:
Objektiv ist immer noch nicht zurück, der Händler fragte 2 mal bei Canon an wann es wiederkommt. O-Ton Händler: „Selbst nach 2 Anfragen konnte man uns bei Canon keine verbindlichen Angaben machen, wann die Reparatur abgeschlossen sein wird. Wir baten um zügige Bearbeitung, aber bei Canon ist das so eine Sache“.

Update 30.09.2008: Das Wunder und ich hoffe es hält diesmal länger an
Heute habe ich das reparierte Objektiv abgeholt. Mal sehen welche Überraschung jetzt wieder kommt. Wenn man sich vorstellt, das ich am 06.08.2008 erstmals das Objektiv zur Reparatur abgegeben habe – fast 2 Monate Reparatur. Ist schon der Hammer welchen miserablen Kundenservice Canon zu bieten hat, sogar die meisten Händler schütteln bei diesem Thema nur den Kopf.

Langsam nervt die Marke Canon bezüglich Kundenservice! Das scheint wirklich bei Canon ein Niemandsland zu sein.

Update 12.10.2008: Noch funktioniert das Objektiv.

Update 24.09.2010: funktioniert immer noch!

Mannenbach (Film: m396)

 
Quicktime / Codec H.264 / 550 x 412 px / 98 MB / Der Film braucht eine längere Vorladezeit.

oder kleiner:

 
Quicktime / Codec H.264 / 320 x 244 px / 22 MB

Ein kleiner kreativer Kurzfilm über die Mannenbacher Anlegestelle. So düster wie die Musik zum Kurzfilm ist das Baden und Schwimmen natürlich nicht, im Gegenteil. Ich hoffe man kann ihn gut ansehen denn er ist ist ziemlich gross, aber dafür in einer guten Qualität, die meisten haben ja einen guten Breitbandanschluss.

Eigentlich wollte ich einen Lärmfilm machen, dazu hätte ich gerade jetzt in der Hauptsaison des lautstarken Tourismus und Laubsaugern, Rasenmähern oder Hundebesitzer die den Namen ihres Hundes tausendmal wiederholen (der Fall Leika), die beste Gelegenheit dazu. ;-) Der Sommer ist nicht ewig. Da könnte man schon etwas sehr kreatives machen, wie wäre es mit einer Lärmskulptur die alle Geräusche leicht verzögert von sich gibt ? Oder einen interessanten Kurzfilm?

Oder ein Konzert mit Laubsauger, Rasenmäher, Geschrei, Schiffsglocke und den anderen Lärmquellen.

Gartenskulptur (Lichtobjekt mit UV-CCFL und UV-aktives Plexiglas)

gartenskulptur.jpg

Die Gartenskulptur bzw. das Lichtobjekt hat mich seit Wochen beschäftigt, dabei habe ich, wie es bei Prototypenbau üblich ist, sehr viel gelernt. Die Elektronik muss wasserdicht sein und grosse Herbststürme sollte das Lichtobjekt auch überleben.

Die erste Erkenntnis ist – Styrodur ist definitiv nicht das geeignete Material. Zum einen habe ich es seitlich in Metallschienen fassen müssen, wegen der Statik bei Sturm und das Verputzen und Versiegeln hat enormen Gewichtszuwachs verursacht. Der freundliche Fachmann Robert Keller vom hiesigen Baugeschäft in Mannenbach erklärte, bei Frost bekomme ich Probleme, es hält trotz Gewebe (als Grundlage für den Putz) nicht. Wasser zwischen Putz und Styrodur bei Minusgrafen, jedere weiss was dann passiert. Man muss nur den richtigen Mann fragen. Davon abgesehen, ist das Baugeschäft Keller mit seinen freundlichen Familienmitglieder, die erste Adresse um sein Vorhaben kompetent und professionell ausführen zu lassen.

Um die Elektronik trocken zu halten und dennoch nicht weit von der CCFL zu verbauen fand ich eine gute Lösung, nur sie ist zu komplex.

Dann benutzte ich durch Zufall meine einzige Polystyrolglasplatte. Als ich fertig war mit den Bohrungen und verkleben sah ich zufällig den Aufkleber “Dieses Material ist nicht für den Aussenbereich geeignet”, unter anderem auch nicht UV-beständig – das ideale Material für UV Licht also.

Dann versuchte ich die CCFL im Frässchnitt der Polystyrolglasplatte einzubauen, die Platte ist flexibel und die CCFL war sofort gebrochen – also die CCFL in ein Plexiglasrohr damit sie geschützt ist.

Die Befestigung der Plexiglas-Platte mit zwei Aluwinkeln war der Plan, die Aufnahmeplatte habe ich mit Gewindestangen innen im Styrodur verspannt. Nachspannen geht nicht, da der Putz und Spachtelmasse darüber liegt, keine gute Lösung. Beim Einbau hat die sich tatsächlich gelockert, aber man ist erfinderisch und nun ist alles bombenfest.

Der ganze Bau glich einem grosses Desaster, aber deshalb baut man schliesslich Prototypen um zu sehen was Probleme verursacht und davon hatte ich immerhin die ganze Bandbreite. Sehr viel gelernt beim Projekt, nun kann ich die anderen starten.

Fazit – geplant war sie für eine Stahlausführung oder Edelstahl. Das UV-beständiges Plexiglas und das Einkleben der UV-Plexiglasrundstäbe überlässt man am besten einem Fachmann. Ich habe keine Lösung gefunden es blasenfrei zu verkleben. Das Problem: die UV-Stäbe sind nicht rundgenau, sie weichen bis zu 4/10 mm ab. Theoretisch müsste man sie erst mit einer Drehmaschine auf ein genaues Mass bringen, aber man ist ja schliesslich Künstler um dieses Problem anders kreativ zu lösen.

Die CCFL im Winter? – Sie verlieren bei Minustemperaturen an Leistung, deshalb die nächste Lichtskulptur mit RGB-LED, damit erübrigt sich aber auch der ganze UV-Aufwand.