
Lichtobjekt mit CCFL. Erstaunlich wie viel Licht eine 4,5 Watt Röhre entwickeln kann. Zwischen Pflanzen gestellt harmoniert sie sehr gut, da ein Teil des Lichtes durch ein mattierten grünen UV-Plexiglas Rundstab strahlt.
Lichtquadrat im Mannenbach 2008
Das Lichtquadrat ist nun auch wieder im Mannenbach, nachdem es letztes Jahr bei Sturm darin abgesoffen war und dies der Elektronik nicht gut getan hat. Diesmal habe ich 2 grüne zu den blauen CCFL drangemacht. Die Fotos sind alle mit der EOS 40D entstanden, wie man sieht mit der Wischtechnik – nicht mit dem Computer nachgeholfen.
Mal so nebenbei: Irgendwie bin ich bei Google ziemlich rausgeflogen, nach dem fast über 12 Jahren meine Webseiten auf der ersten Seite der Suchergebnisse waren. Jetzt sind nur noch die hauptsächlich kommerziellen Webauftritte zu sehen. Interessant wie sich alles mit dem heiligen Geist des Profites entwickelt, gut das ich mittlerweile wieder ein gesundes distanzierteres Verhältnis zum Internet habe, sonst hätte es mich sicherlich geärgert. Gefährlich wird es ohnehin wenn ein Unternehmen eine Schlüsselstellung bzw. eine Monopolstellung auf dem Markt hat – die Macht an das Unternehmen kommt aber von jedem einzelnen.
Mittlerweile habe ich wieder gelernt, das richtige Leben findet direkt in meiner unmittelbaren Umgebung statt und nicht im virtuellen Raum im Kopf und Internet.
Impression vom Untersee (Foto)
Der Untergang des Blogs
In letzter Zeit dachte ich darüber nach, was für Konsequenzen es hätte, wenn dieser Blog plötzlich verschwinden würde – ohne Reinkarnationmöglichkeit vom digitalen Nirwana. Um einen Vorgeschmack zu bekommen, ist das Internet letzte Woche komplett ausgefallen – die Ursache war bei der Swisscom bzw. Bluewin. Dort ist eine komplette Verteiler-Karte ausgefallen, wurde aber mit einem Reset wiederbelebt – das ist bei Maschinen ein normaler Vorgang, beim Menschen würde man einen Defibrillator benutzen.
Was bleibt nach einem Datengau wenn absolut nichts mehr reproduzierbar ist, die Berichte, die Kommentare? Also habe ich mir mal die alten Berichte durchgelesen, nun muss ich mich ernsthaft fragen mit was ich mich da eigentlich beschäftige. Globale Probleme wälzen? Gehen mich die Probleme der Welt etwas an, fördert dies mein Wohlbefinden? Nein, das tut es definitiv nicht. Lieber balanciere ich Steine auf im Mannenbach – ist sicher auch kurzlebig, berührt aber die Menschen auf eine andere Art. Es ist bleibender auch wenn es nur für einen kurzen Moment ist.
Zum anderen habe ich festgestellt, das diese Blogschreiberei meinen kreativen Prozess in der Kunst, zur Zeit versuche ich die Skulpturen mit LED umzusetzen, eher störend wirkt. Kreativität besteht nicht aus 0 und 1, ausser der elektronischen Vorplanung und Lichtverteilung. Wahre Kreativität ist ein offener Prozess der von innen heraus kommt. Ist der Kopf zu logisch strukturiert kommt automatisch etwas statisches heraus, das befriedigt mich auf keiner Weise. Die erste Konsequenz für mich, ich muss mich vom Computer entwöhnen – denn dieser und dass muss ich zugeben, hat ein grosses Suchtpotential. Entwöhnen heisst, ich muss für mich einen anderen Umgang mit dem Computer finden der mir nicht soviel Lebenszeit klaut. Der Computer klaut sie mir natürlich nicht, sondern ich mir selbst – genauso wie der Fernseher.
Dieses Thema werde ich nun Schritt für Schritt weiter ausarbeiten.
Die CCFL Dramatik

Ein Bild zu malen setzt auch gewisse technische Anforderungen voraus. Lichtkunst zu machen ist eine Sache und sich auf die Elektronik und die Leuchtkörper zu verlassen – ist die andere Seite. Mit den RGB-LED und der Steuerung bin ich hochzufrieden, wenn ich jetzt noch eine einfache und günstige Steuerung für die kleineren Objekte bekomme bin ich oberglücklich.
Nur die CCFL machen mir seit langen Kopfzerbrechen, die Ausfallrate der CCFL ist sehr hoch oder der Inverter gibt den Geist auf. Eigentlich witzig, ich habe extra bessere Elektronik und Röhren gekauft damit ich keine Probleme habe. Dachte ich – die einzigen CCFL die seit Jahren brennen ist billigste Ware (gekauft für Testzwecke), für die anderen zahle ich den 10-fachen Preis und habe nur Ärger damit. Das Bild oben zeigt meine aktuelle Teststrecke für die CCFL. Das heisst, sie brennen alle erstmal 2 Wochen und dann kann ich zumindest 90% sicher sein, dass sie auch funktionieren.
Zumindest ein Ergebnis nach 3 Tagen. 1 Inverter defekt, 2 CCFL flackern – mal sehen wie es weitergeht, denn ich habe noch ziemlich viel Material. Keine Chinaware, sondern aus Taiwan – bringt aber auch nichts.
Karfreitagsstimmung

Soweit ich mich erinnern kann, sind die Karfreitage schon immer ziemlich verregnet gewesen. Es gibt auch zwei Bilder die ich vor Jahren gemalt habe mit dem Titel „Karfreitag“ (sind auch tatsächlich am Karfreitag entstanden). Diesmal ein Stimmungsbild vom Untersee mit Blick auf die Mettnau, man kann sogar leicht die Liebesinsel (direkt in der Mitte des Fotos) erkennen. Ich gebe natürlich zu, das die meisten die nicht hier am See wohnen, nichts mit dem Bild anfangen können. Aber der Strich (Grenze, Linie, Horizont, Oben und Unten) ist allemal interessant, vermutlich nur weil ich mich mit dem Thema als Künstler auseinandersetze.
Nun eins von Samstag

UV Lichtobjekt Phase 2

Ein neues Lichtobjekt mit UV-aktivem Plexiglas und CCFL. Macht Spass solche Bilder zu machen, da man dem Plexiglas nicht ansieht das es fluoreszent ist. Das Objekt wurde mit mehreren Schichten gebaut und teilweise mit Spiegeln, die nicht sichtbar sind, hinterlegt damit mehr UV-Licht an das Plexiglas kommt.
Untersee (Bodensee am 12.03.2008)
Material für Lichtobjekte im Bodensee – die bittere Erkenntnis
Heute waren zwei sehr freundliche Archäologen vom Kanton Thurgau hier und begutachteten „meinen Balken“. So wie es aussieht, gehört dieser zu einer alten bzw. sehr alten Hafenanlage. Parallel zu den einem Balken läuft in ca. 10 Meter zum See ein zweiter, aber tiefer im Schlamm. Das wie eine Bohrung aussieht ist die Verbindung vermutlich eines anderen tiefer gelegenen Balken, der aber im rechten Winkel liegt und mit Pfählen senkrecht im Seegrund befestigt ist.
Keine Chance diesen aus dem Wasser zu kriegen ohne schweres Gerät und auch damit ist es auch nicht einfach. Schade! Raussprengen wäre eine Idee – das gibt aber nur Ärger. Die Archäologen fanden auch noch einige schöne Seekrebse an den Balken, für sie ist es das ideale Versteck – also – Freiheit für die Krebse und sonstige kleinen Seebewohnern an dem schönen Eichenbalken. Die Kunst liegt nun unter Wasser (ohne Licht) und bleibt ein natürliches Kunstwerk und ich kann ruhiger schlafen, weil ich mit der Bergung keinen kleinen Kosmos und dessen Lebensgemeinschaft zerstöre.
Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen, der Eichenbalken hätte eine Grösse von 30 x 30 x 400 cm. Das ideale Ausgangsmaterial für ein geniales Lichtobjekt, ich versuche bei diesen Lichtobjekten so wenig wie möglich, das Naturmaterial umzuformen oder zu bearbeiten. Aber vielleicht findet sich ja etwas anderes und nicht ein ganzes Biotop und anschliessenden Massensterben.
Von meinem Nachbarn habe ich heute erfahren, das dort keine Hafenanlage war, sondern eine Hütte gestanden ist, so um 1963.
Sturm am Bodensee (01.03.2008)
Eine kleine Impression des heutigen Sturms am Untersee (Teil des Bodensee zwischen Konstanz und Stein am Rhein) in Mannenbach. Man hätte den Film sicher dramatischer gestalten können. Auf dem Bodensee wäre es sicher noch extremer, aber dafür gibt es hier ein schönes Farbenspiel des Wassers.
Es ist auch kein spektakulärer Vorfall passiert, Surfer gegen den Pfeiler geknallt, Schiff gekentert, Kitesurfer in den Baum geflogen … oder ein Steuerflüchtiger mit Schwarzgeld aus Deutschland im See abgesoffen. Wäre eigentlich das ideale Schwarzgeld – Schmuggelwetter, kein Zollboot auf dem See – aber nur deshalb, weil man bei dem Wellengang nicht vernünftig Karten spielen oder würfeln kann. ;-) (Dies ist ein Scherz!)
Update: Stimmt doch nicht, heute am Sonntag, obwohl der Sturm einiges nachgelassen hat, musste sich das Zollboot durch die Wellen kämpfen.
