Tag Archives: Seeblog

Sind sie ein richtiger Künstler?

Immer die gleichen Fragen. Was macht einen Künstler aus? Wie lebt man als Künstler? Warum ist man Künstler?

kunstei.jpg

„Man ist Künstler, weil man den Rest der zwei Frühstückseier mit der Gurke neu definieren kann, oder?“

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird „Künstler“ oft im engeren Sinne als Bezeichnung für Bildende Künstler wie Maler, Bildhauer etc. verwendet, während für andere künstlerische Berufe, z. B. Schauspieler, Musiker und Schriftsteller, eigene Berufsbezeichnungen verwendet werden. Oder definiert man Künstler wie Joseph Beuys sagte: “Jeder Mensch ist ein Künstler” oder wie Johann Nepomuk Nestroy “Kunst ist, wenn man’s nicht kann. Denn wenn man’s kann ist es ja keine Kunst mehr …”

Kunst ist sicher ein Bestandteil meines Lebens, doch meine Interessen sind sehr vielseitig und daher gehöre ich zu den kreativen Menschen und nicht zu den Künstlern im eigentlichen Sinn. Ich entwickele mich nicht nur ausschliesslich über die Kunst, sie primär ein Spiegelbild meiner persönlichen Entwicklung als Mensch. Zu meinem Interessen- und Wissensgebiet gehören technische-, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklungen, Wissenschaft, Kommunikation und Kultur. Grenzenlose Freiheit empfinde ich als Einschränkung, genauso wie enge Grenzen. Freiheit muss eine Qualität aufweisen und kann dadurch nicht grenzenlos sein, genauso wie eine starre Disziplin den Bewegungsspielraum einschränkt.

Der freischaffende Künstler?
Ein Traum vieler Künstler selbständig durch seine Kunst leben zu können. Für mich wäre das zu einseitig, wie gesagt Kunst ist nur ein Bestandteil des Lebens. Würden mir knifflige IT-, Werbe- und Marketingprojekte fehlen – Aufgaben die klare Grenzen aufweisen – könnte ich meine künstlerische Prozesse nicht optimieren. Kreativität kann ich sehr wohl in Unternehmen und in der Kunst einfliessen lassen. Das ging mir schon in der Ausbildungszeit so, in der Kesselschmiede hatte ich die besten Ideen für grosse Stahlskulpturen und ich beherrschte auch das Handwerk sie perfekt umzusetzen.
Das allgemeine Bild das bei der Künstlern vorherrscht ist dieses, wenn man neben seiner beruflichen Tätigkeit Kunst macht, ist man schnell als Hobbykünstler abgestempelt. Wer will das schon?

Andrerseits habe ich viele “freiberufliche Künstler” kennengelernt, die mit einem extremen wirtschaftlichen Druck kämpfen müssen – “Aber die Freiheit als Künstler ist wichtiger”, so die Aussage vieler Künstler. Mein subjektiver Eindruck aus diesen Bemerkungen: Diese Freiheit ist nur eine gedankliches Konstrukt, wird aber emotional/gefühlsmässig nicht so erlebt – die Lebensqualität ist also nur gedacht und wird nicht erlebt und empfunden. Das gibt aber keiner gerne zu. Doch bei einem tieferen persönlichen Kontakt kommen die Ängste und wirtschaftlichen Widrigkeiten an das Licht.

Das Künstlertum, so mein subjektiver Eindruck, hat sehr enge Grenzen wie sich ein Künstler zu benehmen und zu agieren hat. “Der Künstler muss sich nunmal so benehmen wie man es von einem Künstler erwartet”. Hier wird die vermeintliche Freiheit des Künstlers in ganz klare Rahmenbedingungen des Marktes und der Gesellschaft gepresst. Kurioserweise habe ich oft erlebt, das bei “normalen Arbeitgebern” diese Bedingung – “Ausleben der Kreativität” – machmal um ein vielfaches höher ist als beim Kunstmarkt, natürlich in den festgelegten Grenzen der Firma. Kreativität ist schliesslich nicht nur in der Kunst angesiedelt, sondern überall.

Wer als Künstler angesehen wird, hängt daher auch vom vorherrschenden oder individuellen Kunstbegriff ab. Oft wird Kunst mit Kunstfertigkeit und Inspiration mit Virtuosität gleichgestellt, so dass eine sprachliche Unterscheidung beispielsweise zwischen einem Künstler wie einem Bildhauer oder Musiker einerseits und einem Artisten oder Akrobaten andererseits durchaus hilfreich wäre. Das Problem der fliessenden Grenzen liegt teilweise auch in einer sprachlichen Unschärfe und ist vermutlich ein etymologisches, wenn man Begriffe wie Kochkunst oder Kunststoff reflektiert.

“Das Wort Kunst kommt weder von können, noch von künden, es hat schon existiert, als die Wörter können und künden noch nicht in Gebrauch waren. Kunst hat sich im Altdeutschen aus dem Partizip zum Verb kunnan, das erkennen, wissen, kennen bedeutet, gebildet. Kunnan wiederum ist aus der indogermanischen Wortwurzel (außerhalb Deutschlands wird indogermanisch als indoeuropäisch bezeichnet) gen- bzw. gno- entstanden, dessen Bedeutung wissen, kennen, erkennen war und das sich nicht nur bis ins Altdeutsche durchgesetzt hat, sondern auch im Altgriechischen und Lateinischen und in deren Nachfolgesprachen anzutreffen ist. Ausführlich wird dargestellt, wie sich das altdeutsche Wort kunnan über Jahrhunderte hinweg zu den Begriffen können, kennen, künden, Kunde, kundig, kündigen, ferner Kunst, künstlerisch und künstlich hin entwickelt hat. In dieser Zeit verschob sich die inhaltliche Bedeutung des Wortes kunnan in seiner Wandlung zu können vom ursprünglichen Inhalt wissen immer stärker zum Begriff Befähigung durch Anwenden von Wissen = können hin. Während können ursprünglich, nämlich als kunnan, ausschließlich wissen bedeutete, liegt das Schwergewicht von können heute auf dem Sinn fähig sein. Sprachlich leitet sich das Wort Kunst aus den Begriffen kennen, wissen, erkennen ab, nicht aber von können oder künden, doch ist es mit letzteren beiden verwandt. Der Ausspruch „Kunst kommt von Können, und wenn man’s kann, ist es keine Kunst“ stammt vom österreichischen Mundartdichter Johann Nepomuk Nestroy, durch ihn ist die Meinung so nachhaltig verbreitet worden, dass das Wort Kunst von Können stamme”. (Auszug aus dem Buch: “Kunst kommt nicht von können” von Wilhelm Kufferath von Kendenich)

Künstler ein Monopol?
Das vermeintliche Monopol des Künstlers existiert nur deshalb, weil er meint, er wäre der einzige Kreative der etwas besonderes schafft. Wird die Definition eines Künstlers enger gefasst, muss er sich im Sinne von “Kunst” betätigen und unabhängig von der Erfüllung bestimmter Zwecke sein. Das verhindert einen Ausbruch, um zum Beispiel in einem anderen Beruf tätig zu sein. Denn dann ist er nicht mehr “der freischaffende Künstler”, sondern im alltäglichen normalen Wirtschaftsablauf eingebunden und verliert somit den Status eines richtigen Künstlers. Deshalb wird mit allen Mitteln versucht, den freien Künstlerstatus aufrecht zu erhalten und auf das Glück zu hoffen irgendwann entdeckt zu werden.

Der Vorwurf der mir gerne gemacht wird – wenn ich berufstätig bin kann ich keine “gute Kunst” machen und bin dann sowieso kein Künstler, finde ich eher witzig. Denn Kunst kommt von Ideen, Kreativität, ein gesundes Mass Disziplin, definierte Rahmenbedingungen und ganz wichtig, die nötige Portion Glück, dass das Ergebnis als Kunst erkannt wird. Schaut man hinter die Kulissen des Künstlers, so arbeiten 95% der Künstler in einem Nebenerwerb, der sie so gerade um die Runden bringt – stillschweigend natürlich. Denn die Kombination von normaler Arbeit bringt ja den Ruf als freischaffender Künstler in Bedrängnis. So wird ein Bild aufrechterhalten, das es eigentlich überhaupt nicht gibt. Ein Perpetuum Mobile der Künstler um die Ansprüche der holden Kunst gerecht zu werden, die real nicht existiert und nur als Abgrenzung zum Rest der Gesellschaft dient (indem sich der Künstler gerade dieser Gesellschaft unterwirft die er gerne verlassen möchte).

Der Künstler ob er nun will oder nicht, er ist die Bugwelle des grossen Schiffes “Gesellschaft”. Sie ist untrennbar mit dem Schiff verbunden und steht in einem Kontext mit ihm.

Davon abgesehen, ein richtiger Künstler wird man erst nach seinem Tod. ;-)

Gartenskulptur (Lichtobjekt mit UV-CCFL und UV-aktives Plexiglas)

gartenskulptur.jpg

Die Gartenskulptur bzw. das Lichtobjekt hat mich seit Wochen beschäftigt, dabei habe ich, wie es bei Prototypenbau üblich ist, sehr viel gelernt. Die Elektronik muss wasserdicht sein und grosse Herbststürme sollte das Lichtobjekt auch überleben.

Die erste Erkenntnis ist – Styrodur ist definitiv nicht das geeignete Material. Zum einen habe ich es seitlich in Metallschienen fassen müssen, wegen der Statik bei Sturm und das Verputzen und Versiegeln hat enormen Gewichtszuwachs verursacht. Der freundliche Fachmann Robert Keller vom hiesigen Baugeschäft in Mannenbach erklärte, bei Frost bekomme ich Probleme, es hält trotz Gewebe (als Grundlage für den Putz) nicht. Wasser zwischen Putz und Styrodur bei Minusgrafen, jedere weiss was dann passiert. Man muss nur den richtigen Mann fragen. Davon abgesehen, ist das Baugeschäft Keller mit seinen freundlichen Familienmitglieder, die erste Adresse um sein Vorhaben kompetent und professionell ausführen zu lassen.

Um die Elektronik trocken zu halten und dennoch nicht weit von der CCFL zu verbauen fand ich eine gute Lösung, nur sie ist zu komplex.

Dann benutzte ich durch Zufall meine einzige Polystyrolglasplatte. Als ich fertig war mit den Bohrungen und verkleben sah ich zufällig den Aufkleber “Dieses Material ist nicht für den Aussenbereich geeignet”, unter anderem auch nicht UV-beständig – das ideale Material für UV Licht also.

Dann versuchte ich die CCFL im Frässchnitt der Polystyrolglasplatte einzubauen, die Platte ist flexibel und die CCFL war sofort gebrochen – also die CCFL in ein Plexiglasrohr damit sie geschützt ist.

Die Befestigung der Plexiglas-Platte mit zwei Aluwinkeln war der Plan, die Aufnahmeplatte habe ich mit Gewindestangen innen im Styrodur verspannt. Nachspannen geht nicht, da der Putz und Spachtelmasse darüber liegt, keine gute Lösung. Beim Einbau hat die sich tatsächlich gelockert, aber man ist erfinderisch und nun ist alles bombenfest.

Der ganze Bau glich einem grosses Desaster, aber deshalb baut man schliesslich Prototypen um zu sehen was Probleme verursacht und davon hatte ich immerhin die ganze Bandbreite. Sehr viel gelernt beim Projekt, nun kann ich die anderen starten.

Fazit – geplant war sie für eine Stahlausführung oder Edelstahl. Das UV-beständiges Plexiglas und das Einkleben der UV-Plexiglasrundstäbe überlässt man am besten einem Fachmann. Ich habe keine Lösung gefunden es blasenfrei zu verkleben. Das Problem: die UV-Stäbe sind nicht rundgenau, sie weichen bis zu 4/10 mm ab. Theoretisch müsste man sie erst mit einer Drehmaschine auf ein genaues Mass bringen, aber man ist ja schliesslich Künstler um dieses Problem anders kreativ zu lösen.

Die CCFL im Winter? – Sie verlieren bei Minustemperaturen an Leistung, deshalb die nächste Lichtskulptur mit RGB-LED, damit erübrigt sich aber auch der ganze UV-Aufwand.

Arschgeiger.südblog im digitalen Nirwana wegen Seemoz?

Arschgeiger.südblog ist an und für sich schon ein herber Name. Aber ich besuchte ihn ganz gerne, provokativ und der bissige Humor hat mir sehr gut gefallen. Manche Themen waren schon ziemlich heftig, sogar mir ein wenig zu viel. Aber er hat Themen angefasst die mir selbst zu heiss waren und auf seine witzige, kreative und provokante Art, so wie er nunmal ist, sehr gut rübergebracht. Seine Bildmontagen sind unvergesslich. (Hört sich schon an wie ein Nachruf – „Selig sei der arschgeiger.suedblog“)

So wie ich es mitbekommen habe haben sich die Macher von Seemoz beim Südkurier, Umgangssprachlich „Südgeschmier“, beschwert und deshalb musste der Blog verschwinden. Heute war er weg – eigentlich sollte er noch bis zum 21.4.08 online sein. Aber wie ich den Arschgeiger kenne findet er sicher einen anderen Weg seine Meinung zu verbreiten, clever ist er ja.

Meine Meinung aus dem befreundeten Ausland über Seemoz das Onlinemagazin
Seemoz ist eine Linke Seite die sich zur Aufgabe gemacht hat, über Themen der Region und der Gefahr von Neonazis zu berichten. An und für sich ja keine schlechte Sache, leider gehören sie zu dieser Gruppe, die mit erhobenen moralischen Zeigefinger, gepaart mit sozialen Anspruch ihr Lebenswerk sehen und andere all zu gerne kritisieren. Aber wehe, man kritisiert sie selbst, da verstehen die Jungs von Seemoz absolut keinen Spass. Diese Erfahrung habe ich letztes Jahr auch machen dürfen. Ich habe mir erlaubt einen Beitrag zu schreiben über die „Zensur der Kommentare“ – die Reaktion kam postwendend. Unter dem Seemoz-Logo steht der alte Beitrag zum lesen.

Eigentlich erwartet man von Menschen, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzen ein gewisses Mass an Niveau mit Blick über den eigenen Tellerrand. Geht dieser ab, verirrt sich manch Weltverbesserer auf seinen Weg die Welt zu verbessern. Hat dann wohl nicht mitbekommen, das seine Ideologie genauso extrem geworden ist, wie die, die er bekämpft. Ich mag beides nicht, extrem Rechts und extrem Links mit Scheuklappen, Seemoz erinnert mich doch ein wenig an „sucht euch den Begriff selbst aus“ – Zensur, keine Toleranz, kein Humor, erhobener moralischer Zeigefinger und vor allem – nur sie haben natürlich (moralisch) recht! So reagiert Seemoz auf bestimmte Artikel: „Schade um Seemoz

Vermutlich sehen sie überall Feinde, hat sie der Virus Schäublismus hinterrücks erwischt, anders kann ich mir deren Verhalten nicht erklären. Bei Seemoz gibt es Zensur, ohne Frage und wenn eine Lesermeinung nicht so recht in ihr Weltbild passt, dann kommt vorher noch ein einleitender Satz von Seemoz. So wird eine Meinung lächerlich gemacht und das ist kein faires Verhalten gegenüber Andersdenkenden Menschen. Zeugt dies von Toleranz, Selbstbewusstsein und von der Sicherheit der eigenen Weltanschauung?

Wäre Seemoz ein Blog aus Ostdeutschland und von ehemaligen DDR-Staatsangestellten gemacht, dann würde ich es noch verstehen. Humorlosigkeit ist zwar keine Krankheit, aber wenn die Welt so schlimm ist, dann kann man es ja irgendwie verstehen. Ein Tip für Seemoz: es gibt gute Medikamente gegen Depression.

Ehrlich gesagt, ich pfeife auf Seemoz – Intoleranz gibt es schon genug! Seemoz – die Elite der Blinden unter den Sehenden?

seemoz_logo.jpg
  
Seemoz: kritisch – widerborstig … kommentarlos? (Februar 2007)
Widerborstig stimmt irgendwie – aber nur wenn man seinen Kommentar abgeben will. Denn wenn man seinen berühmten Senf dazugeben will, geht das nicht auf einfachsten Wege. Man könnte denken die Macher sind lockerer drauf als irgendeine CSU-Seite. Sogar bei der Landrätin Pauli kann man seinen Beitrag direkt schreiben.
 
Die Begründung von Seemoz:
Anmerkung: Wir haben uns nach reiflicher Überlegung entschlossen, keine direkte Kommentarfunktion für die einzelnen Beiträge einzurichten. Das Beispiel ähnlicher Internet – Publikationen zeigt, dass diese von gewissen Zeitgenossen gern benutzt wird, um in dem Schutz der Anonymität Polemisches, Diffamierendes oder einfach Sinnloses abzusondern. Darauf verzichten wir von Anfang an, sind aber offen für alle, die wirklich etwas zu sagen haben und dazu auch uneingeschränkt stehen. Wir freuen uns auf rege Beteiligung.

Was muss man tun? Wer Fragen, Anregungen, Ergänzendes oder Kritik zur SeeMoZ oder zu einzelnen Artikeln hat und / oder sich auch ausführlicher äußern möchte, kann seinen Beitrag unter lesermeinung(at)seemoz.de an die Redaktion schicken.
 
Diskriminierung für Menschen ohne Mailadresse?
Echt spitze, dann kann man es ja gleich bleiben lassen. Nicht jeder der durchs Netz surft hat eine Mailadresse parat. Fällt das nicht unter das neue Diskriminierungsgesetz? Zurück in die Vergangenheit und Zensur? Sollte man seine Meinung doch lieber mit der Post schicken oder Faxen? Oder ist die Redaktion 1 Woche im Dauerrausch ohne Kontrolle über ihren Webauftritt?
 
Übrigens kann man das alles so abstimme, das der User seine Daten auf der Seite eingibt und Ihr könnt es über euer CMS so einstellen, das ihr die Beiträge freigebt. Das geht auch bei eurem CMS „der-dirigent“ oder habt ihr den Softwarenamen zu wörtlich genommen?
 
Eigentlich wollte ich nur meine Meinung zum Artikel über den „Gefährlichen Hokuspokus in Stockach“ zum besten geben, aber das regt mich lange nicht so auf, wie dieses umständliche „Ihre Meinung ist gefragt“.

9 Lesermeinungen gab es bis jetzt, falls ich mich nicht verzählt habe. Geht es hier nur um Anzeigenschaltung oder um eine kritische informative Berichterstattung. Dann muss man auch die Lesermeinung abkönnen.

Die CCFL Dramatik

ccfl_test.jpg

Ein Bild zu malen setzt auch gewisse technische Anforderungen voraus. Lichtkunst zu machen ist eine Sache und sich auf die Elektronik und die Leuchtkörper zu verlassen – ist die andere Seite. Mit den RGB-LED und der Steuerung bin ich hochzufrieden, wenn ich jetzt noch eine einfache und günstige Steuerung für die kleineren Objekte bekomme bin ich oberglücklich.
Nur die CCFL machen mir seit langen Kopfzerbrechen, die Ausfallrate der CCFL ist sehr hoch oder der Inverter gibt den Geist auf. Eigentlich witzig, ich habe extra bessere Elektronik und Röhren gekauft damit ich keine Probleme habe. Dachte ich – die einzigen CCFL die seit Jahren brennen ist billigste Ware (gekauft für Testzwecke), für die anderen zahle ich den 10-fachen Preis und habe nur Ärger damit. Das Bild oben zeigt meine aktuelle Teststrecke für die CCFL. Das heisst, sie brennen alle erstmal 2 Wochen und dann kann ich zumindest 90% sicher sein, dass sie auch funktionieren.

Zumindest ein Ergebnis nach 3 Tagen. 1 Inverter defekt, 2 CCFL flackern – mal sehen wie es weitergeht, denn ich habe noch ziemlich viel Material. Keine Chinaware, sondern aus Taiwan – bringt aber auch nichts.

UV Lichtobjekt Phase 2

uv_kunstobjekt_650.jpg
   
Ein neues Lichtobjekt mit UV-aktivem Plexiglas und CCFL. Macht Spass solche Bilder zu machen, da man dem Plexiglas nicht ansieht das es fluoreszent ist. Das Objekt wurde mit mehreren Schichten gebaut und teilweise mit Spiegeln, die nicht sichtbar sind, hinterlegt damit mehr UV-Licht an das Plexiglas kommt.

Material für Lichtobjekte im Bodensee – die bittere Erkenntnis

Heute waren zwei sehr freundliche Archäologen vom Kanton Thurgau hier und begutachteten „meinen Balken“. So wie es aussieht, gehört dieser zu einer alten bzw. sehr alten Hafenanlage. Parallel zu den einem Balken läuft in ca. 10 Meter zum See ein zweiter, aber tiefer im Schlamm. Das wie eine Bohrung aussieht ist die Verbindung vermutlich eines anderen tiefer gelegenen Balken, der aber im rechten Winkel liegt und mit Pfählen senkrecht im Seegrund befestigt ist.

Keine Chance diesen aus dem Wasser zu kriegen ohne schweres Gerät und auch damit ist es auch nicht einfach. Schade! Raussprengen wäre eine Idee – das gibt aber nur Ärger. Die Archäologen fanden auch noch einige schöne Seekrebse an den Balken, für sie ist es das ideale Versteck – also – Freiheit für die Krebse und sonstige kleinen Seebewohnern an dem schönen Eichenbalken. Die Kunst liegt nun unter Wasser (ohne Licht) und bleibt ein natürliches Kunstwerk und ich kann ruhiger schlafen, weil ich mit der Bergung keinen kleinen Kosmos und dessen Lebensgemeinschaft zerstöre.

Trotzdem bleibt ein Wermutstropfen, der Eichenbalken hätte eine Grösse von 30 x 30 x 400 cm. Das ideale Ausgangsmaterial für ein geniales Lichtobjekt, ich versuche bei diesen Lichtobjekten so wenig wie möglich, das Naturmaterial umzuformen oder zu bearbeiten. Aber vielleicht findet sich ja etwas anderes und nicht ein ganzes Biotop und anschliessenden Massensterben.

Von meinem Nachbarn habe ich heute erfahren, das dort keine Hafenanlage war, sondern eine Hütte gestanden ist, so um 1963.

Teil 1: Material für Lichtobjekte im Bodensee