Material für Lichtobjekte im Bodensee

pfahl.jpgIch bin immer auf der Suche nach Material für meine Lichtobjekte, die auch für den Ausseneinsatz geeignet sind. Da ist mir wieder dieser grosse Eichenbalken mit Quadratischen Ausschnitten unter Wasser direkt neben dem Hafen eingefallen, den hatte ich schon letztes Jahr im Sommer inspiziert, lag aber da über 2 Meter unter Wasser. Nun liegt er jetzt bei Niedrigwasser nur noch 1 Meter unter Wasser. Gestern hatte ich mir den Favoriten angesehen, um zu sehen wie gross er wirklich ist, denn er liegt zum Teil unter dem Schlamm. Deshalb habe ich ihn mit einem Spaten ein wenig aus dem Schlamm ausgegraben, was nicht so einfach war. Scheint ein rechter Brummer zu sein, gute 4 Meter lang und ich schätze er wiegt ungefähr 400 bis 500 kg. Scheint ein ideales Objekt für eine Lichtskulptur zu sein.

Da auch ich mittlerweile gelernt habe, das auch offenkundige legale Sachen schnell illegal werden können, fragte ich vorsichtshalber beim Thurgauer Umweltamt nach. Dort wurde ich an das Amt für Archäologie verwiesen.

Dort hatte ich ein wirklich nettes Gespräch mit den zuständigen Menschen, ich denke sie haben sich auch gefreut, das ich nachfrage und nicht einfach das Teil ausgrabe. Besonders gefreut habe ich mich, das eventuell nach der Begutachtung durch die Taucher und Archäologen, falls er nichts Antikes ist, mir geholfen wird den Balken zu bergen. Denn da hatte ich einige Zweifel ob mir das überhaupt gelingt.

Ich werde weiter berichten.

Die dubiosen Kunstaussteller

Wie versprochen fange ich nun die Liste der Kunstaussteller an, die dem Künstler einiges kosten oder im schlimmsten Falle ruinieren. Natürlich würde es mich freuen, wenn ich von den KünstlerkollegenInnen Informationen oder Erfahrungen genau zu dem Thema dazu bekomme. Ansonsten schläft diese Projekt wieder ein.

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Camaver Kunsthaus (Italien)
https://www.camaver.com
340 Euro Gebühr für 3 Kunstwerke, um an einer Ausstellung teilzunehmen und dann wollen sie noch 20% Provision haben.

Artbusiness (Brasilien)
Ansprechpartner: Cammile Lobo Klein
https://www.artbusiness.com.br/
Im Prinzip geht es um die Galerie „79 Art Gallery in Curitiba (Brasilien)“
„Betrugsverdacht, es wurden wohl schon Anzeigen erstattet“

KSK Nachforderungen?
Information unter: https://www.ksk-protest.melson.de/

Galerie Böhner (Deutschland)
Auch hier sind die Konditionen zu hinterfragen, die sind ziemlich deftig. Rechnet mal selbst nach.
https://www.galerie-boehner.de

ArtDomain Galerie und der THE PALM ART AWARD (Deutschland)
Erst mal muss man für die Vorrunde sein Geld abdrücken: „Bitte beachten Sie, daß mit der Anmeldung eine Gebühr von 28 Euro fällig wird. Sie bekommen die Bankdaten nach Eingang der Anmeldung.“

Für die Teilnahme an unseren Finalisten-Ausstellungen zum Palm Art Award mit drei Werken wird eine Buchungs-Gebühr von 130 Euro (zzgl. USt*) fällig. *Für Künstler, die nicht in Deutschland leben und eine gültige USt-Nummer angeben können, beträgt die Gebühr 130 Euro ohne USt. Ein zweiter Betrag in Höhe von 190 Euro ist zahlbar bis spätestens 8 Wochen vor Ausstellungs-Eröffnung. (28+130+190= 348.- Euro – das waren mal 700.- DM)
„An Preisgeldern sind mindestens 2000 Euro vorgesehen (Ob es mehr wird, hängt von unseren Sponsoren ab)“. Toll wenn Künstler, die gleichzeitig als Sponsoren den Kunstpreis selbst finanzieren. Das ist eine der üblen Maschen auf dem Kunstmarkt.
https://www.art-domain.com/index-de.html

Im Prinzip solltet ihr alle Angebote, besonders die per Mail zu euch kommen, ganz genau überprüfen. Es scheint, dass die finanziellen Risiken der Galerien mittlerweile der Künstler tragen sollte. Wenn ihr solche Galerien unterstützen wollt ist eure Sache.

Update: 2011 – scheint das immer noch jede Menge Künstler auf den Palm-Award reinfallen. Dieser Award ist absolut nichts wert, aber wer es braucht soll bitte teilnehmen. Mittlerweile steht auf der Webseite nichts mehr von sonstigen Gebühren, ausser der Anmeldegebühr von 35.- Euro. Kein Wunder, mittlerweile ist es ein reiner Online-Award – also absolute nichts wert, scheint so das sich die Galerie nicht besonders gut getragen hat. ;-)

Lichtkunst in der Schweiz

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Nach einigen Jahren Entwicklung und künstlerische Umsetzung in der Lichtkunst gebe ich es nun auf mit diversen Herstellern und Elektronikentwickler aus der Schweiz etwas gemeinsames zu machen. Denn es passiert hier in der Schweiz überhaupt nichts, ausser der immerhin mündlichen Bereitschaft mir zu helfen und gemeinsame Projekte mit zu entwickeln und sie danach im Sande zu verlaufen lassen oder sie zu stehlen. Wahrscheinlich sind die Firmen in der Schweiz einfach desinteressiert an neuen innovativen Lichtprojekten oder braucht man hier ein eidgenössisches Ideendiplom? Eventuell überfordert meine Lichtkunst die Schweizer, deshalb projizieren sie mit viel Watt das Schweizer Kreuz auf ein Atomkraftwerk.

Eine ganz andere Erfahrung habe ich jetzt mit den deutschen Herstellen gemacht, es ist sehr grosses Interesse von den Firmen an den Lichtkunst-Projekten vorhanden. Es wird mir konkrete Hilfe angeboten und technisch habe ich bemerkt, sind sie viel versierter als die Schweizer LED-Szene (anscheinend kaufen sie alles in Deutschland). Es wird konkret über das Licht-Projekt geredet, Vorschläge gemacht und nachgefragt wie sie mich am besten unterstützen können und kommen sogar auf einen Besuch bei mir vorbei. Das hat bis jetzt keine einzige Firma aus der Schweiz geschafft.

Dumm von mir, dass ich nicht schon vor Jahren an deutsche Hersteller (LED und Steuerung) gewandt habe, ich hatte immer die Hoffnung, dass es auch in der Schweiz funktioniert. Die CCFL`s für die Lichtbilder und Lichtobjekte habe ich schon immer in Deutschland bezogen, da keine Firma aus der Schweiz die speziellen Röhren in ganz bestimmten Farbtemperaturen und Längen anbieten konnte.

Deshalb werde ich jetzt nichts mehr in der Schweiz entwickeln lassen, denn so komme ich mit meinen Projekten nicht voran. Das gleiche gilt für Kunststoff bzw. Plexiglas. Manche schweizer Firmen ist das versenden von Mustern schon zuviel oder sie wollen die Musterstücke am liebsten wieder zurück haben. Material scheint in der Schweiz sehr rar zu sein, das meiste beziehen sie sowieso aus Deutschland und wird hier mit einem Aufschlag von 20% bis 60% verkauft.

Das gleiche gilt für das grosse Lichtquadrat in Mannenbach, aber darüber berichte ich gesondert. Nur soviel, auch hier werde ich mich mehr an Deutschland orientieren, um dieses Projekt dort zu realisieren. Die ersten Gespräche auf der anderen Seeseite sind schon viel versprechend.

Kunst und das liebe Geld

Wenn man mit anderen Künstlerkollegen zusammen trifft, dann kommt irgendwann das Gespräch auf das Einkommen. Ein Argument das ich oft höre ist: „Ich mache gute Kunst und ich mache sie nicht wegen des Verdienstes – Geld ist mir egal“. Der Künstler will mit dem Kommerz nichts zu tun haben – „Anspruch und Wirklichkeit?“

geldkunst.jpgVielleicht sollte man erstmal festhalten:
Die wenigsten Künstler können von ihrer Kunst leben und haben irgendwelche Nebenjobs um überhaupt überleben zu können.

Das gesamte Einkommen eines Künstlers ist tiefer als das Einkommen eines Arbeiters mit gleicher Erfahrung und gleichem Ausbildungsniveau, obwohl die wöchentliche Arbeitszeit eines Künstlers höher ist.

Der freiberufliche Aspekt scheint bei Künstlern sehr wichtig zu sein, er zeigt ihre Unabhängigkeit, deshalb auch gerne die Zusatzbezeichnung „Freischaffender Künstler“. So auch auf meiner Visitenkarte, aber im Normalfall sind ja alle Künstler „freischaffend“, zumindest kenne ich keinen der als Künstler angestellt ist und ein monatliches Salär dafür bekommt. Tatsächlich sind oftmals die Künstler abhängiger als sie zugeben wollen.

Ein gutes Beispiel ist die Ballonflasche, nur das deren Öffnung aus einer dünnen Kanüle besteht. Im Glasballon sind die vielen Künstler, aber nur wenige schaffen den Weg durch den dünnen Flaschenhals. Physikalisch gesehen baut sich hier Druck und Widerstand auf, da eine grosse Masse durch einen engen Flaschenhals will. Dieses Phänomen zeigt sich sehr schön auf dem Kunstmarkt.

Kunstmessen und Kunstpreise
Es wachsen in jeder mittleren bis grossen Stadt Kunstmessen und Galerien wie Pilze aus dem Boden. Bei allen gleich ist die finanzielle Künstlerbeteiligung, die von einigermassen fairen Konditionen bis hin zur Abzockerei der Künstler geht. Die Kunstmessen haben keine qualitativen Auswahlkriterien, sondern haben zum Teil den Charakter von Kunstbasaren. Da bei Künstlern ein grosser Ausstellungsdruck vorhanden ist um seinen Bekanntheitsgrad zu vergrössern, klappt diese Konzept sehr gut und damit lässt sich auch für die Veranstalter gutes Geld verdienen. Interessant auch die Verbindung von Messebaufirmen/Eventagenturen die als Kunstfreunde auftreten und Kunstmessen initiieren oder die Veranstalter sind auch oftmals gescheiterte Künstler, die entdeckt haben wie man trotzdem im Kunstmarkt sein Geld verdienen kann.

Leider gibt es keine exakte Erhebung über diese Kunstmärkte, ob die Künstler zumindest die Kosten die sie für den Event ausgegeben haben, wieder eingenommen werden. Plus minus Null-Geschäft? Dann hat man Glück gehabt. Es scheint aber so, dass sich die Kunstmessen nur für den Veranstalter rentieren, natürlich gibt es auch einige Künstler die ein Plus einfahren. Doch die Masse zahlt drauf und dies scheint der Grund für den Haupttenor der Künstler zu sein „Dabeisein ist alles“ und so gerechtfertigt man seine Kosten und die Vorstellung, wenn man lange genug mitmacht, wird sich auch der künstlerische Erfolg einstellen. Leider zeigt die Realität, dem ist nicht so.

Das gleiche findet man bei den Kunstpreisen diverser Kunstveranstalter und Galerien. Die Kunstpreise sind durch die Künstler vorfinanziert, denn man muss einen Beitrag bezahlen um teilnehmen zu können. Zum anderen sind diese Kunstpreise absolut nichts wert. Einer dieser Kunstpreise wird zum Beispiel sehr gerne von einer „Galerie in Leipzig“ vergeben incl. Ausstellung. Bei seriösen Kunstpreisen muss der Künstler keine Abgabepreise bezahlen und werden meist von öffentlichen Institutionen, Banken oder Städten ausgeschrieben.

Warum machen Künstler dies?

Weil die höchsten Einkommen auf dem Kunstarbeitsmarkt sehr hoch sind.

Weil der durchschnittliche Künstler leichtsinniger, sorgloser oder risikofreudiger ist.

Weil sie sich für nicht-künstlerische Arbeit ungeeignet halten. Zudem wird kein Abschluss, Zertifikat oder bestimmtes Qualifikationsniveau benötigt.

Weil sie weniger an Verdienst, dafür aber stärker an persönlicher Befriedigung und Status interessiert sind als Arbeiter anderer Berufsgruppen.

Weil sie manchmal Informationen ignorieren, sich selbst überschätzen und selber täuschen.

Weil sie falsche Informationen haben aufgrund sich hartnäckig haltender Mythen. Man muss nur vom richtigen Galeristen entdeckt werden, Van Gogh hat zu Lebzeiten auch kein Bild verkauft, usw..

Die andere Seite sind die „Superkünstler“
Natürlich gibt es auch die „Superkünstler“, nehmen wir mal Damien Hirst. Damien Hirsts Diamantenschädel wurde im August für den irrwitzigen Preis von 100 Millionen Dollar verkauft. Zum Teil an den Künstler selbst, wie sich später herausstellte – eine gute Marketingmassnahme war das allemal. Denn nur durch solche Aktionen kann man anscheinend den Bekanntheitsgrad erhöhen. Einen interesssanten Artikel darüber gibt es bei meiner Lieblingszeitschrift „Die Zeit“. Brillianter Kauf

Seelinie – Natur und Kunstwerk

seelinie.jpg      seeliniebild.jpgLinien haben mich schon immer fasziniert, besonders das Licht bzw. die Lichtlinien am und auf dem See. Hier ein schönes Beispiel, wie ich das gesehene in der Natur in meine Formensprache umsetzte. Das Foto habe ich gestern gemacht – das Kunstwerk (rechts), Öl auf Leinwand, 70 x 90 cm gross, Entstehung 09/2005.

Kunstausstellung in China

olympicwatch.gif Dieses Jahr sind die Olympischen Spiele in Peking bzw. Beijing. Massenveranstaltungen eignen sich immer sehr gut für Events, so auch in der Kunst. Zurzeit trudeln jede Menge Einladungen für eine Kunstausstellung in der Hauptstadt per Mail in mein Postfach.

Welcher Künstler würde nicht gerne von sich behaupten, „Ich habe in China ausgestellt“. Doch leider sind 99% der Angebote nur dazu geeignet, den Künstlern viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Viele Künstler-KollegenInnen fühlen sich sogar sehr geehrt, wenn sie diese Mails bekommen. (Verwunderung?!?) Einige der Mails sind sogar mit persönlicher Ansprache – gute Programme haben die Spammer und Betrüger allemal – aber muss man sich deshalb geehrt fühlen?

Es scheint keiner hinter die Kunst-Kulissen blicken zu wollen, denn dort ist nur eines wichtig ist – das Geld des Künstlers mit dem man den Profit macht. Die meisten Adressen stammen aus den gängigen Adress-Datenbanken die nach Branchen unterteilt sind, die Mail-Adresse sowie den Namen des Künstlers werden wie üblich auf den öffentlichen Kunstseiten oder Kunstportalen ausgelesen. Zudem wissen die Künstler-Abzocker genau, wo sich der unbedarfte Künstler am leichtesten einfangen lässt – mit Bauchpinselei und Erfolgsaussichten.

Nur weil man ein Mail bekommt, die für eine Ausstellung in China wirbt, sollte man sein Hirn nicht ausschalten, besonders wenn die Ausstellungskosten erheblich sind. Das eigene Ziel ist klar – man kann eine Ausstellung in China vorweisen und diese dann in der eignen Ausstellungsliste verewigen.

Von diesen so genannten Galerien und Kunstvermittlern gibt es mittlerweile jede Menge, auch hier in Deutschland. Und die meisten wollen nur das liebe Geld, vergeben dafür Kunstpreise die absolut nichts wert sind, machen Ausstellungen die vom Künstler meist komplett finanziert sind und müssen auch keine Angst haben, dass ein Künstler den Rechtsweg einschlägt und gegen sie klagt. Denn es gibt kaum Künstler mit einer guten Rechtsschutzversicherung.

Deshalb kann ich Euch nur raten, auf solche Angebote zu verzichten oder sie genauestens unter die Lupe zu nehmen. Es kostet nicht nur euer Geld, sondern bringt meist auch andere unangenehmen Nebenwirkungen mit sich.
Spielt lieber Lotto, die Wahrscheinlichkeit einen Sechser mit Superzahl zu haben ist genauso gross, wie in Beijing auszustellen und dann entdeckt zu werden.

Abgesehen davon ist China ein Land, welches die Menschenrechte und freie Meinungsäusserungen massiv bekämpft – will man dort wirklich ausstellen? Dachte immer die Künstler würden kritisch die Welt betrachten …

Peking sperrt Internet-Videoseiten

Olympia 2008: Countdown für die Menschenrechte in China

China, ein Alptraum

Olympicwatch

Ich werde dieses Jahr diese schwarzen Schafe und deren Bedingungen (das Kleingedruckte) vermehrt unter die Lupe nehmen. Ich hatte schon vor 5 Jahren angefangen eine Liste der Abzocker und deren Konditionen im Internet zu veröffentlichen und das erweckte grosses Interesse bei den KünstlerInnen – ist aber leider von meiner Seite sehr vernachlässigt worden und dann irgendwann ganz eingeschlafen. Meist trifft es die Künstler, die keine grosse Ahnung haben wie der ganze Kunstmarkt funktioniert.

Die Farbe Schwarz in meiner Kunst

Beschäftige ich mich noch mit Kunst? JA!

scvhwarz.gifWenn man Lichtkunst umsetzt, ist das Thema „Abwesenheit von Licht“ genauso interessant. Als Künstler ist für mich die Beschäftigung mit der Farbe „Schwarz“ immer wieder ein zentrales Thema. Die „Abwesenheit von Licht“ zu malen stellt mich vor eine sehr grosse Herausforderung. In Abwesenheit von Licht zu malen ist zwar spannend, aber hat mit dem was ich will nichts zu tun. Physikalisch gesehen entsteht Schwarz bei der Abwesenheit von Licht jeglicher Wellenlänge, ein „Schwarz“ so zu malen, als würde man in ein schwarzes Loch blicken wäre mein Ziel. Deshalb hatte ich mir vor Jahren 2 Kilo reinen Russ besorgt. Russ hat in einem bestimmten Wellenlängenbereich eine gute Annäherung an einen Schwarzen Körper, aber ob sich dies in der Malerei umsetzen lässt ist offen. Der Schwarze Körper erreicht allerdings je nach Konsistenz auch nur einen Absorptions- bzw. Emissionsgrad von ca. 0,96.

Erste Erkenntnis, durch die grosse Oberfläche des Pigments erhöht sich der Bindemittelanteil enorm. Dadurch auch eine sehr lange Trocknungszeit der Farbe. Verschiedene organische Zusatzstoffe zum Bindemittel und/oder chemische Zusätze bringen für die Tiefenwirkung nichts. Das Ergebnis war bis jetzt immer unbefriedigend – denn so richtig wie ein „Schwarzes Loch“ hat kein Bild ausgesehen.

Bei einem glatten Farbauftrag wird das Licht immer noch an der Oberfläche zu stark zurückgeworfen, mit einer rauhen Flächen funktioniert es auch nicht. Samt hat auch eine rauhe Oberfläche, aber hier entsteht schon eher der Eindruck von Tiefe. Die Länge des Flors beträgt bei Samt maximal 2mm, eventuell lässt sich hier etwas entwickeln.

Der Farbauftrag auf eine Leinwand bringt nicht das gewünschte Ergebnis. Nun muss eine alte Idee wieder herhalten, der „Schwarze Körper“, das bedingt aber einen vorherigen technischen Aufbau um das Auge zu täuschen. Im Prinzip wird es ein flacher Schaukasten und …

26.02.2008: Zwischenzeitlich hat ein Forscher das absolute Schwarz erzeugen können. Wäre interessant möglichst schnell an das Material zu kommen, aber ich gehe davon aus, das dies nach einiger Zeit sowieso auf dem freien Markt erhältlich ist. Damit wäre aber auch der Kunstgedanke tot bzw. meine Intention dieses Schwarz selbst erzeugen zu wollen damit erledigt. Denn dann könnte jeder dieses Schwarz in der Kunst einsetzen – somit wäre die Einmaligkeit nicht mehr gegeben. Könnte aber sehr interessant sein, dieses Material bei den Lichtskulpturen einzusetzen.

Hier der Bericht über das schwärzeste Schwarz:
Forscher kreieren das schwärzeste Schwarz aller Zeiten
Das schwärzeste Schwarz aller Zeiten

Für jene, die behaupten ich schreibe so gut wie nie über meine Kunst, hier nochmals der Link von der Vernissagerede (die habe ich selbst geschrieben!): „Geometrie in meinen Arbeiten“ (PDF 580kb)

Kunst und ihre extremen Eigenheiten oder die Kunst des Innenminister Wolfgang Schäuble

Eine andere Frage war, ob ich ein grosses Interesse besitze an extremen künstlerischen Umsetzungen.

Nein, ich vergleiche nur gerne was es an verschiedenen künstlerischen Prozessen gibt und verbinde sie mit den anderen Prozessen unserer Gesellschaft. Der letzte Eintrag kam nur zustande, da ich den Künstler persönlich kenne und es interessant finde das ausserhalb von „Normen“ ein Bild gemalt wird. Jeder Entstehungsprozess hat seine Eigenheiten. Andrerseits finde es ich nicht mal so besonders extrem was in der Kunst passiert, die wahre Grenzenlosigkeit findet wo anders statt.

Vergleiche ich es mit unserer Gesellschaft, gibt es extremere Beispiele. Der Künstler oder die Künstlerin schadet meines Erachtens keine anderen Menschen damit wie er seine Kunst gestaltet oder umsetzt und auch die Mittel sind selten gefährlich oder haben grosse Auswirkungen. In unserer normalen Gesellschaft finden sich aber Menschen die wirklich extrem bzw. grenzenlos sind und anderen Teilen der Gesellschaft grossen Schaden anrichten können.

Zum Beispiel die Manager, die ihr Einkommen in zweistelligen Millionenbeträge als absolut normal empfinden. Oder die deutsche Bundesregierung (das sind viele Politiker) hat bis heute das Anti-Korruptionsgesetz der UNO nicht unterschrieben. Die Bestechung von Abgeordneten wird weiterhin nicht unter Strafe gestellt. Vielleicht ist das nicht extrem, sondern pervers (Perversion, lat. perversio „die Verdrehung, die Umkehrung“ bezeichnet eine stark den vorherrschenden Moralvorstellungen entgegenwirkende Tat. Heute wird es als Schimpfwort für befremdendes Verhalten benutzt.).

Deswegen kann ein Künstler der auf die Leinwand onaniert, nicht pervers sein, da es keine gesellschaftliche moralische Vorstellung gibt, wie ein Bild oder Kunstwerk zustande kommt. Ausser er bringt jemanden um und malt mit dessen Blut oder was auch immer ein Bild – da ist er sicher moralisch auf einer schlechten Seite. Oder er bringt sich selbst um und malt das Bild mit seinem eigenen Blut – scheitert aber an der Durchführung. Ok, das wäre dann eher makaber und auch irgenwie witzig.

Auch der Innenminister Schäuble mit seiner Panikmacherei um einen perfekten Überwachungsstaat zu bekommen ist in seiner Form extrem und das betrifft irgendwann jeden im Staat. Diese Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen. Wenn ein Künstler Exkremente an die Leinwand schmiert, wird niemand dadurch eingeschränkt.

Wenn manche Künstler für viele nicht „normal“ sind, was sind dann unsere Politiker, Manager und einige Schichten der Gesellschaft? Die Künstler sind Vorreiter für zukünftige Entwicklungen. Nehmen wir die Masslosigkeit, dann sehen wir die Auswüchse als Spiegelbild in unserer Gesellschaft.

Deshalb kann ein Künstler niemals so extrem werden wie die obere Spitze der Gesellschaft. Vielleicht sollte der Innenminister Schäuble und die anderen lieber Kunst machen damit sie nicht so viel Schaden anrichten können.
 
Die Kunst des Innenminister Wolfgang Schäuble

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Nehmen wir an, der Schäuble wäre ein Künstler – ein Aktionskünstler. Man gebe ihm eine doppelläufige Schrotflinte und er steht mit seinem Rollstuhl auf einer weissen Leinwand, unter dem Rollstuhl sind drei Pinsel befestigt die mit schwarzer, roter und goldener Farbe getränkt sind. Die Reifen werden auch mit einer Farbe eingestrichen, nehmen wir braune Farbe.

Dann feuert Wolfgang Schäuble diese Schrotflinte, beide Läufe gleichzeitig, auf eine Puppe ab. Diese ist vermummt oder zumindest sieht sie wie ein Islamist aus, der Puppe wurde ein Schild umgehängt, dort steht „Al Qaida“ oder „Terrorist“. Dabei bewegt sich der Rollstuhl dank der kinetischen Energie der Schrotflinte ein paar Meter zurück. Dabei zeichnen sich auf der Leinwand die drei Pinselstriche und die Reifen des Rollstuhls ab.

Eine technische Bemerkung: Wichtig ist, der Schuss muss aus der Hüfte kommen, denn an der Schulter angelegt würde man sich sonst rückwärts überschlagen – das gäbe dann ein anderes Bild. Möglich wäre es auch, die Schrotflinte am Bauch anzulegen. Dann würde beim Aktionskünstler das gleiche Gefühl entstehen, wie bei anderen Menschen die seine Reden als Innenminister hören. Und die Bremsen müssen gelöst sein – wer will sich schon bremsen in der Politik und Kunst!

So würde er als Künstler sich selbst und seine Gedanken initiieren und gleichzeitig noch ein Kunstwerk schaffen. Bei der Aktion wird die Puppe vernichtet, als einen Akt der Spontanität, nur ein Finger setzt alles in Gang. Schon fast Minimalismus in der Kunst. Dadurch entstehen die 3 Farben auf der Leinwand die Deutschland repräsentieren und sind zudem links und rechts eingefasst mit den braunen Spuren. Interessant auch das sich beim Rückschlag der Schrotflinte der Rollstuhl rückwärts in Bewegung setzt, die Augen aber blicken nach vorne. Das lässt viel Raum für Interpretationen und Assoziationen der politischen Landschaft.

Die Aktionskunst wird filmisch festgehalten und auf DVD´s gebrannt und das Kunstwerk kann kaufen wer will, vielleicht erzielt es ja einen absurden hohen Preis. Die Puppe wird den Taliban geschickt, damit sie sich mit europäischer Kunst auseinander setzen können, sozusagen als Kulturbeitrag. Dann werden wir sehen ob sie auch Kulturverständnis und Humor besitzen.
Wenn es ihnen gefällt, bekommen sie die gesamte documenta 12 dazu, samt Ausstellungsleiter der ihnen dann alles erklären kann. Dann wären sie die nächsten 10 Jahre beschäftigt, es wäre ruhig in Afghanistan und die Soldaten könnten wieder zurückkommen. Im schlimmsten Fall werden eventuell irgendwelche Kunstkritiker entführt, wenn sie mehr über westliche Kunst erfahren wollen. Das wäre doch eine gute Sache und es wird kein Schaden angerichtet. Also, ich glaube Herr Schäuble könnte als Künstler viel mehr erreichen. Als Politiker würde er dies nicht schaffen.

Ich könnte ja mal Wolfgang Schäuble fragen ob er da mitmacht, könnte mir aber vorstellen das er lieber kein Künstler sein möchte, obwohl diese Kunstaktion perfekt auf ihn zugeschnitten wäre.

Fast hätte ich den Titel des Kunstwerkes vergessen – „Ohne Titel“ ist zu wenig, wie wäre es mit „Deutschland in der richtigen Spur“ oder besser „Deutschland in der rechten Spur“.

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Nicht das es heisst ich kenne keine Politiker. Das ist zwar ein altes Foto mit Aussenminister Kinkel, ich glaube es war 1997, da hatte ich auch noch mehr Haare auf dem Kopf. Ja, ja die Zeit hinterlässt ihre Spuren.

Die Wahrscheinlichkeit einer Berechnung unter der Berücksichtigung der äusseren Parameter

oder Frau, Mann, Kuh, Haarschneidemaschine und rechts hinten das schwarze Loch. Wobei dieser Titel absolut irreführend ist. Tasächlich geht es um den Zufall oder auch um den „nicht Zufall“, dann würde es wohl „Bestimmung“ heissen. Warum ist Abwesenheit vom Zufall immer eine Bestimmung?

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Die Bestimmung oder Zufall?
Vier Kunstinteressierte und ein Bild, das kommt nicht oft vor. Zufall oder Berechnung? Wie kann es geschehen, dass an einem Tag vier unterschiedliche Menschen das gleiche wollen und das mit einem zeitlichen Intervall von circa 2 Stunden. Es gibt bestimmte Parameter, die bei allen gleich sind. Das Kunstinteresse, das bestimmte Bild, ein ähnliche Zeitspanne und der fast gleichzeitige Entschluss. Weshalb und wie diese Kaufentscheidung getroffen wurde entzieht sich.
Gibt es einen Zufall oder entzieht sich dieser nur durch grosse Komplexität der Parameter, die zu genau dieser Entscheidung geführt haben. Da generell jedes Ergebnis ein eigenständiges Ergebnis* darstellt ist es auch wahrscheinlich, dass 10 Menschen genau die gleiche Idee haben können. (*ohne konditioniertes Bewertungssystem)

Die Kausalzusammenhänge und deren Berechnung
Dem zufolge kann man alles berechnen wenn man alle Parameter kennt und die dazu gehörige Formel besitzt. Viele Vorgänge sind so extrem Komplex das es unmöglich ist alle Parameter zu kennen – dann wird es auch schwierig zu entscheiden ob die Lösung stimmt. Interessanterweise hat die Mathematik ihre Tücken, auch wenn viele meinen sie wäre absolut logisch. Wer höhere Mathematik kennt, weiss, dass dieses System Lücken aufweist. Somit wären wir beim Flügelschlag des Schmetterlings angelangt, der der Auslöser für einen Hurrikan ist.

Kausalität (v. lat.: causa = Ursache) bezeichnet die Beziehung (Relation) zwischen Ursache und Wirkung, also die Einheit beider Ereignisse/Zustände zusammen. Die Kausalität (ein kausales Ereignis) hat eine feste zeitliche Richtung, die immer von der Ursache ausgeht, auf das die Wirkung folgt.

Ist die Kunstkaufentscheidung eine Monokausalität, eine Multikausalität oder eine Polykausalität? Ich glaube es ist letztere, aber wer weiss es schon ganz genau. Entscheidend ist – es gibt eine Ausgangslage und eine Endposition, dazwischen tummelt sich die Kausalität.
 
Eine andere Sichtweise …
Würde es man aus einer anderen Warte betrachten, zum Beispiel aus spiritueller Sicht, dann gewinnt man die Erkenntnis, dass es keinen Zufall geben kann an. Da in dieser Sichtweise alle Parameter sich in einem Urzustand befinden – ohne Bewertungssystem. Auch die Zeit unterliegt nicht der menschlichen Ebene. In diesem Zustand ist alles hier und jetzt aber auch dort und irgendwann. Dies ist kein analytischer Zustand, sondern eine Erfahrung. Damit erweitert sich das Bewusstsein in einen grösseren Raum der Betrachtungsweise – das analytische Denken vermag es zwar zu berechnen, aber kann es als gesamtes nicht erfassen.

Aus den Thermodynamischen Hauptsätzen abgeleitet würde das bedeuten: das analytische System ist zu träge, da eine Formel und eine Berechnung der gesamten Parameter viel Energie und auch Zeit kostet. Wie viel Energie muss ich aufwenden um an ein Ergebnis zu kommen und wie steht dies im Verhältnis – Energie und Lösung. So gesehen wäre das spirituelle Modell energiesparender als eine analytische Vorgehensweise. Aber wie bei allen Betrachtungen, scheint sich auch hier die Mitte zu bewähren. Ein etwas höherer Energieaufwand mit einem verifizierbaren Ergebnis. Leider lässt die Naturwissenschaft dies nicht zu, denn was nicht Beweisbar ist – ist auch nicht existent. Aber bringt der mathematische Beweis mehr Klarheit – ich fürchte nicht. Aber man kann dafür behaupten das es berechnet ist, deshalb wird es aber nicht wahrer oder realer.

Die Wahrscheinlichkeit einer Berechnung unter der Berücksichtigung der äusseren Parameter

Nehmen wir einmal an, dieses Bild soll durch 4 Personen geteilt werden. Wie würde eine Frau, ein Mann und ein Künstler es teilen, um es nicht zu einfach zu machen – kein monochromes Bild sondern ein klares gegenständliches – wo man nicht viel deuten muss. Bei einem monochromen Bild wären die Teilungen, ausser die des/der KünstlerIn, im Ergebnis gleich. So gesehen ist auch das Bild primär an der Entscheidung beteiligt. Die etwas humorvollere Betrachtung nimmt sich einfach andere Parameter um dem berechenbaren Zufall auf die Spur zu kommen.

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 Die Frau und …
 
Das erste Bild zeigt die Teilung einer Frau, schon fast eine Gaussche Normalverteilung – gerecht verteilt ohne bestimmte Präferenzen – eine sehr demokratische und gerechte Entscheidung. Das Bild ist in vier gleich grosse Abschnitte eingeteilt, doch um ein Gleichgewicht zu halten, würden auch eine andere Kombination gewählt werden, zum Beispiel eine diagonale Teilung. Hätte man etwas anderes erwartet?
Wahrscheinlichkeit 70%.
 
 
 
 
mann_1.jpg
 Der Mann – die Diktatur der … (Gene?)
 
Bei Bild zwei verhält es sich anders, uninteressante Bildelemente werden ausgeblendet – hier werden die elementarsten Bildsegmente favorisiert. Dieses Vorgehen erscheint keinem demokratischen Prozess zu unterliegen, vielmehr werden hier typisch männliche Grundelemente bevorzugt. Die Bildausschnitte und deren Grösse spiegeln die hierarchische Entscheidung der elementaren Instinkte wider.
Wahrscheinlichkeit 90%.

 
 
 
kuenstler_1.jpg
 Der/die KünstlerIn und dessen Idee …
 
Bei Bild drei geht die Entscheidungsfindung von einem komplexeren Prozess aus, die innere Umrisshülle verbleibt beim KünstlerIn und das äussere Bildelement wird durch vier geteilt. Das setzt eine gewisse Kreativität und neue Sichtweisen voraus. Die gesellschaftliche Normgrösse wird neu definiert. Jetzt könnte man sagen, das Bild besteht aus fünf teilen – fast richtig. Aber der Künstler als einziger kann definieren, welcher Bestandteil des Bildes ein Kunstwerk ist und welcher nicht. Somit kann die Teilung wiederum einen neuen künstlerischen Prozess hervorbringen und das Kunstwerk neu definieren. Und jetzt wissen wir warum mittlerweile jeder zweite ein Künstler ist.

 

Foto im ADAC-Reisemagazin Bodensee

adac.jpgVor ein paar Monaten bekam ich ein Mail von ADAC-Reisemagazin Bodensee. Sie würden gerne einen Bericht über mich schreiben und zwar über das Schwemmholz, das ich in Lichtobjekte umwandle. Wobei ich zugeben muss, das sie den geringsten Anteil an meine künstlerische Umsetzung mit Licht haben.
Vor allem ich suche sie nicht, ich muss schon fast darüber stolpern – es findet mich. Bericht kam zwar keiner, aber eine Abbildung von einem Lichtobjekt aus Schwemmholz mit Webadresse. Ist Werbung nicht alles?